Frauenkloster Heute

Ein herrlicher Frühlingstag blauer Himmel und Sonnenschein und so viel Vorfrühlingswärme, dass frau" sich freute, die dicke Winterjacke mit einer Strickjacke austauschen zu können. Genau der richtige Einstieg, um das Heilig-Geist-Kloster" der Steyler Missionsschwestern in Wimbern zu besuchen.

Der Empfang am Eingang des Klosters war sehr herzlich und eine einladende Kaffeetafel wartete schon auf die vielen Frauen, die sich für diesen Tag der Begegnung im Kloster angemeldet hatten.

Schwester Oberin Hildegard Maria begrüßte die Frauen und den Quotenmann Herr Pastor Ferber der sich aber auch sichtlich wohl fühlte im Kreis der interessierten Frauen. Frau Gudrun Arndt von der kfd und Frau Elvira Biekmann, die Mit Initiatorin dieser Begegnung im Kloster schlossen sich den begrüßenden Worten an und freuten sich über die gute Beteiligung.Nach diesen einladenden Worten ließen sich alle den leckeren Kuchen schmecken. Beim anschließenden lockeren Gesprächsaustausch konnte es passieren, dass im netten Plausch mit der Tischnachbarin festgestellt wurde, das man zwar im gleichen Ort wohnte, aber dass man sich bis heute noch nicht gesehen hatte und sich daher schon dieses Treffen bei der Kaffeetafel gelohnt hatte. Auch das gehört zu einem solchen Nachmittag

nette Begegnungen, intensive Gespräche und Austausch über die Ortsgrenzen hinweg.

Gespannt hörten dann alle den Ausführungen der Schwester Oberin zu, als sie über das Klosterleben" berichtete. Abgerundet wurden ihre Ausführungen durch eine hervorragende Diashow. Sie bestätigte auch, was viele Frauen bereits vermuteten und erzählte, dass sich das Klosterleben von früher bis heute sehr verändert hat und das auch die Altersstruktur sich sehr verändert hat, in Deutschland waren 1987 1132 Frauen im Orden der Steyler Schwestern, aber 2010 nur noch 444. Allerdings ist es in Indonesien umgekehrt, 1987 waren es nur 267 und 2010 bereits 719 Frauen. Dieser ausführliche Bericht über das Klosterleben war für alle Frauen doch sehr interessant und aufschlussreich.Anschließend bildeten sich verschiedene Interessensgruppen. Literarisch interessierte Frauen tauschten sich über Gedichte aus und über den

Hintersinn" einzelner Sätze in der Lyrik und sie waren doch sehr erstaunt, wie sich die Ausdrucksformen früher und heute unterscheiden.

Einige Ordensschwestern erzählten hautnah von ihren Auslandseinsätzen, ausländische Ordensfrauen berichteten von ihrer Sichtweise des Lebens in Deutschland. Natürlich sind die Ordensschwestern auch für viele Frauen in Not ein Anlaufpunkt und auch darüber wurde berichtet.

Sehr interessant war aber für alle Frauen der Rundgang durch das mehrstöckige große Kloster, sei es die vielbestückte Bibliothek, der Raum mit den Fitnessgeräten oder das persönliche Zimmer einer Ordensschwester und viele andere Räume. Gerne genossen die Besucherinnen bei diesem sonnigen Vorfrühlingswetter aber auch den Blick in die Ruhr Auen, auf die grünen Wiesen Wimberns oder auf die Wickeder Höhen und sie konnten gut verstehen, dass viele der älteren Ordensschwestern, die hier leben, gerne ihre noch verbleibenden Lebensjahre hier verbringen möchten.

Den Abschluss bildete dann eine Dankandacht mit Gesang und Meditation in der wunderschönen Klosterkirche. Der Ausdruckstanz von Schwester Marita war die Abrundung an diesem interessanten und begegnungsreichen Nachmittag.

 

 

viele Grüße von Christa Schulze