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Wie viel Gewalt verträgt eine Frau??? Donnerstagabend, mein nächster interessanter Termin im Roncallihaus: Frau Ulrike Dustmann berichtet über ihre Erlebnisse und Erfahrungen als Betreuerin im Soester Frauenhaus. Erschienen sind knapp 40 interessierte Frauen.Um es vorwegzunehmen: Ich war geschockt über die vielfältigen Arten von Gewalt, die sich vor unseren Türen in vielen Familien abspielen. Zudem sind mir einige weitere Lichter aufgegangen über Hintergründe, warum so viele gedemütigte Frauen (über 50%) zu ihren „Be-Herrrschern“ zurückkehren und verbleiben.Opfer häuslicher Gewalt sind in der Regel Frauen und natürlich ihre Kinder, die diese Konflikte hautnah miterleben müssen.Leider erst seit 30 Jahren wird das, was früher unter den Teppich „Ehekonflikte“ gekehrt wurde, beim richtigen Namen genannt: sexualisierte und psychische Gewalt. Und das sind eindeutig strafbare Handlungen. Von diesen Formen der Gewalt ist statistisch jede 4.Frau betroffen!!! Diese Formen der Gewalt finden in allen Schichten, Altersgruppen und Kulturen statt, was eigentlich nichts anderes sagt, als dass das Patriarchat,  die Macht des Stärkeren, noch lange nicht überwunden ist oder – wie ich glaube – jemals sein wird.Es bedarf schon einer gehörigen Portion Leids – und auch Mut und Kraft -, bevor betroffene Frauen ein Frauenhaus aufsuchen, denn die Flucht kann einen sozialen Abstieg bedeuten und ist mit Scham und Isolation verbunden. Es ist doch erschreckend, dass – so die Dozentin – alle Frauen die Schuld bei sich selbst suchen. So meinte eine Betroffene, die ein in der Mikrowelle erhitztes Mittagessen an den Kopf geworfen bekam, sie habe ja auch wirklich nichts Frisches gekocht. Unglaublich!Gewalt beginnt schon da, wo Familienmitglieder systematisch das Selbstwertgefühl ihrer Angehörigen zerstören, z.B. durch Bemerkungen wie:“ Das kannst du eh nicht!“ oder „Du bist doch für alles zu blöd!“Was mich besonders traurig gemacht hat: Viele Frauen schaffen es erst nach 4-5 Fluchten in ein Frauenhaus, ihren „Peiniger“ zu verlassen.Zum Schluss noch ein paar statistische Fakten, die deutlich machen, wie groß das Elend ist: in der BRD gibt es 360 Frauenhäuser, davon 65 nur in NRW, in Soest allein haben sich im letzten Jahr 85 Frauen an das Frauenhaus gewandt, die Dunkelziffer ist weit höher! Diese Zahlen sprechen für sich.Ich wünsche allen Frauen, rechtzeitig die Notbremse ziehen zu können, und ich wünsche mir, dass  die verursachenden Männer sich möglichst schnell wirksamen therapeutischen Maßnahmen stellen!Ihre und EureHeidi Bertels  

Weltgebetstag der Frauen Wie viele Brot habt Ihr?

Das Thema des Gottesdienstes "Wie viele Brote habt ihr" wurde zur aktuellen Überlebensfrage nach dem Erdbeben und der Flutwelle im Februar 2010

Bei Weltgebetstag in der St. Vinzenz Kirche in Echthausen trafen sich die Frauen der katholischen und evangelischen Kirchengemeinden aus der Großgemeinde Wickede und feierten in einer stimmungsvollen Gebetsstunde diesen traditionellen Tag.

Für dieses Jahr hatten die Frauen aus Chile die Vorbereitung getroffen unter dem Thema Wie viele Brote habt Ihr?

In der St. Vinzenz Kirche in Echthausen wurde dementsprechend chilenisch dekoriert mit typischen Gegenständen, die auf einem chilenischen Teppich drapiert waren. Seien es Tongefäße, Muscheln, südamerikanisches Obst, Pflanzen und Blumen wie Orchideen und auf Ansichtskarten konnte man sich das Leben in Chile auch bildlich vorstellen.

Der Gottesdienst wurde eröffnet von einer Frauengruppe, die durch den Kircheninnenraum ging. Die Frauen trugen einen handgewebten chilenischen Teppich mit dem Thema Frauen", ein Kreuz, eine Bibel, eine Schüssel mit Erde, eine Schüssel mit Weizenähren und einen Krug Wasser. Diese Gegenstände waren ein Symbol für den Überlebenskampf vieler Einwohner Chiles.

Das Anzünden der Kerze war die Verbindung zu den Frauen weltweit, denn die anwesenden Frauen waren im Gebet mit über einer Million Frauen in 170 Ländern verbunden.

Nach der Feier in der Kirche trafen sich die Frauen dann zum gemeinsamen Teetrinken und Essen des Fladenbrotes, das vorher am Altar gesegnet wurde. Die Frauen aus den verschiedenen Pfarreien freuten sich aber auch über regen Gesprächsaustausch.

Von Bernadette Polaszek und Christa Schulze