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Hey Guys! Schon wieder ist eine Woche vergangen, also wird es mal wieder Zeit für einen neuen Eintrag 🙂

Am Montag wurde hier in Fallbrook erstmal ein neuer Rekord aufgestellt: Der heißeste Tag seid Aufzeichnung der Temperatur. Als ich von der Schule nach Hause gekommen bin, hat das Thermometer im Schatten 118° Fahrenheit angezeigt, das sind so um die 45° C.
Und wir haben uns im Sommer über 35° C beschwert ;D
In der Schule wurden wir während jeder Stunde über Lautsprecher dazu aufgefordert, auch ja genug zu trinken und während Lunch und Nutrition mussten wir entweder in die Bibliothek oder die Klassenräume gehen, durften uns also nicht draußen aufhalten.
Was war ich froh als dann endlich 6th Period war und ich in den Pool springen durfte 😉
Die Feuergefahr ist übers Wochenende von „very high“ auf „extreme“ gestiegen ôo
Am Dienstag war es dann aber wieder  „kühler“. Nur noch um die 37°C. Und ich habe mir gedacht „Hach, wie angenehm“. Und im nächsten Moment gemerkt, wie weird es eigentlich ist, 37°C ANGEHNEM zu finden ;D
Donnerstag haben wir einen sogenannten Field Trip mit unserer Fashion Class gemacht. Erste Stunde erst Schule, dann ab in den Bus und mit 70 Leuten (größtenteils Mädchen) nach Escondido gefahren.
Allein die Busfahrt war schon ziemlich witzig.
In Escondido angekommen, sind wir dann zu einem riiiesigen Store gefahren, in dem wir unsere Materialien für unser erstes „Projekt“ (Boxershorts) kaufen sollten.
Bis jeder erstmal einen Stoff gefunden hatte, hat schon ewig gedauert. Die Auswahl war einfach sooo groß, dass man am Ende mit zehn Stoffen dastand, die einem gefielen, und man sich einfach nicht entscheiden konnte.
Und dann hatten die auch noch ganz viel anderen süßen Kleinkram da. Wir mussten dann auch noch Nähnadeln und Faden und sowas alles kaufen und eigentlich sollten wir uns um 11 Uhr am Bus wiedertreffen.
Wer stand um 11 Uhr noch an der Kasse? Tina, Christie, Jaquie und ich ;D Das war aber nicht unsere Schuld. Die Kassiererin war nur irgendwie zu dumm, zu verstehen, dass wir für den Stoff schon einen extra Kassenbon bekommen hatten; sie den also nicht nochmal einscannen musste.
Wir ihr das fünfmal erklärt, sie fünfmal gesagt, sie könne den Stoff nicht einscannen, weil da kein Code dran ist. Argh!
Irgendwann kam dann die Frau, die uns vorher den Stoff geschnitten und uns auch den Bon gegeben hatte und hat ihr das dann nochmal erklärt. Und, oh Wunder, sie hat es verstanden.
Wir also zum Bus gerannt… alle gucken uns an… peinlich ;D
Auf dem Rückweg sind wir dann noch bei Carl’s Jr. vorbeigefahren und da Lunch gegessen. Das war auch ein Erlebnis. Man musste nämlich nicht normal an der Theke bestellen (also konnte man natürlich, aber wer so cool ist wie wir, macht’s natürlich nicht^^), sondern an nem Automaten. Da wurden einem dann die ganzen Menus angezeigt und man konnte sich das selbst alles so zusammenstellen…und dann auch direkt an dem Automaten bezahlen. Wenn man wollte, konnte man sich da sogar registrieren und der speichert dann dein Lieblingsgericht fürs nächste Mal ôo
Mich hat’s total fasziniert. Und keiner wollte mir glauben, dass es sowas in Germany nicht gibt.
Jaja. Jetzt halten sie Deutschland bestimmt für total rückständig ;D
Und ich find’s so cool, das man hier in jedem Restaurant seine Getränke umsonst wieder auffüllen kann. Also man bezahlt einmal, und kann dann soviel trinken, wie man will.
In richtigen Restaurants (also jetzt nicht so Fastfood) gibt’s sowieso schon mal ein Glas Wasser, ohne, dass man irgendwas bestellt. That’s so cool!
Als wir dann aus Carl’s Jr. wieder rauskamen, hat es geregnet. Schock! Und da Tina und ich diesmal zu früh waren, hatten wir natürlich nichts besseres zu tun, als zu der Musik von ihrem iPhone (ahh, ich beneide sie drum…^^) vor dem Bus rumzutanzen ;D Bis dann ein Autofahrer wie wild gehupt hat, weil er auf den Parkplatz wollte. Jaah, zum zweiten Mal blamiert. But whatever 😉
Der Regen wurde dann auf der Rückfahrt immer stärker und es wurde auch immer kälter (wahrscheinlich waren es nur noch 26°C, haha).
Pünktlich zur 6th Period waren wir wieder da und ich bin zum Pool gegangen. Dann standen da alle noch in normalen Sachen und haben darüber diskutiert, ob wir ins Wasser gehen sollen, oder nicht.
Und gerade als Richie (unser Trainer) meinte, dass wir uns umziehen sollen, zuckt erstmal ein Blitz übern Himmel und dann kam ein richtig lauter Donnerschlag.
Mädchen alle am kreischen 😉 Soviel dann zu „ins Wasser gehen“. Als ich zuhause war, war das Gewitter aber schon fast wieder vorbei. Trotzdem waren alle total scared, weil Gewitter ziemlich selten sind.

Am Freitag hatte ich dann mal wieder einen Ausflug mit den anderen Austauschschülern.
Dave hat uns alle eingesammelt und dann sind wir nach Anaheim (ich find immer noch, dass sich das Deutsch anhört…) zur Knott’s Berry (bzw. jetzt während Halloween Scary) Farm gefahren. Vorher noch bei Mecces essen, damit wir alle noch ein bisschen mehr zunehmen^^
Knott’s Berry Farm ist auf jeden Fall so ein Freizeitpark mit Achterbahnen und allem drum und dran. Ganz normal eigentlich. Nur während Halloween verwandelt sich das Ganze dann in so eine Art Riesenspukhaus. Vorher haben schon alle, die ich gefragt habe, gesagt, dass das wirklich gruselig ist, aber nein, Fräulein Bannewart denkt natürlich, dass das alles gar nicht schlimm ist.
Es war aber schlimm! Wir dachten eigentlich, dass da so vereinzelt mal einer in dem Halloween Kostüm rumsteht und versucht Leute zu erschrecken, aber diese Monster waren ÜBERALL!
Und je mehr du geschrien hast, desto mehr kamen. Was uns Mädchen natürlich trotzdem nicht davon abgehalten hat, weiter zu schreien ;D
Überall zwischendrin gab’s dann noch so Spukhäuser, durch die man gehen konnte und die waren wirklich scary. Lisa und ich sind da eigentlich nur schön zwischen den Jungs durchgerannt und so schnell wie möglich wieder raus. Aber war irgendwie schon witzig.
Die Achterbahnen waren eh das Beste. Und in den Warteschlangen gab es auch keine Monster ;D 
Richtig gruselig wurde es dann aber, als es richtig dunkel wurde (wir waren von 8pm bis 2am da) und die auf einmal überall so Nebelmaschinen hatten und man NICHTS mehr gesehen hat, bis dann auf einmal so ein Monster genau vor dir stand und dich nicht vorbeigelassen hat und alle anderen schön weitergelaufen sind oder direkt neben dir ne Kettensäge losging.
Ich hab mir immer nur selbst vorgebetet, dass das eigentlich alles normale Leute sind und die dich eh nicht anfassen, dir also auch nichts tun können. Scary war’s trotzdem 😉
Die Jungs haben uns Mädchen dann die ganze Zeit auch noch so erschreckt, wenn eigentlich gar nichts war, und uns dann mega ausgelacht, weil sie natürlich gaaar keine Angst hatten.
Aber dann: Wir haben auf Dave und noch irgendwen gewartet und standen da. Wir Mädchen schön mit dem Rücken zu Wand, damit sich wenigstens von hinten nichts anschleichen konnte 😉
Dann kommt auf einmal so ein super scary Etwas an und wir haben das natürlich schon vorher gesehen…die Jungs aber nicht. Das Etwas hat sich dann direkt hinter die Jungs gestellt und stand da…und stand da…(und Lisa, Fernanda und ich mussten schon so lachen)…und dann schreit das auf einmal los und alle Jungs sind wie von der Tarantel gestochen in die Luft gesprungen. Aber neein, sie sind ja nicht scared ;D
Um kurz vor 2am sind wir dann gegangen und haben auf dem Rückweg noch was zu essen geholt, weil wir alle Hunger hatten (ich liebe 24h Öffnungszeiten^^). Dann Fernanda+ Gastmama zuhause abgesetzt; Lucas, Felix, Lisa und ich sind mit zu Dave und dann um 4am endlich ins Bett gefallen.
Heute morgen waren wir aber alle um 9am schon wieder hellwach und Debbie hat uns lecker Pancakes gemacht 🙂
Aber als Dave uns dann nach Hause gebracht hat, bin ich wieder richtig müde geworden und jetzt schlafe ich hier fast im sitzen ein. But whatever.
Ich glaub übrigens, ich kauf mir hier ein neues Handy. Ich komm mir so out vor mit meinem^^
Die Handys hier haben entweder Touchscreen oder Keyboard, in den meisten Fällen sogar beides. Und ich hab nichts. Argh. Außerdem sind die hier auch noch so richtig billig.
Aber mal gucken. Erstmal brauch ich ein Dress für Homecoming, der ist auch schon in zwei Wochen 🙂

Hey there in good, old Germany!
Ich mach euch jetzt alle mal ein bisschen neidisch, indem ich sage, dass es hier nochmal so richtig warm wird 😉 Bis zu 35° C!
Aber danach sollte es eigentlich kühler werden, und, man höre und staune, normalerweise regnet es im Oktober/November auch ab und zu mal.

Am Donnerstag war ich genau einen unglaublichen Monat hier und wenn ich überlege, wie schnell der rumgegangen ist, dann kommen mir die restlichen 9 Monate gar nicht mehr soo lang vor.
Aber das war ja nicht das einzige, was am Donnerstag war. Ich hatte ja auch noch Geburtstag 😉
Eigentlich hatte ich vor dem Tag ja ein bisschen Angst, weil ich echt dachte, ich krieg bestimmt voll Heimweh, besonders in der Schule, wenn ich da sitze und keiner weiß, dass ich Geburtstag hab und alles…
In der ersten Stunde war’s auch so. Aber dann bin ich zu meiner Fashion Class (wie immer fast zu spät), als letzte in den Raum gehuscht, und dann standen da schon alle und haben Happy Birthday gesungen und eine hatte ein Blech Muffins gebacken, die wir dann während der Stunde gegessen haben 🙂 War voll süß und ich hab mich total drüber gefreut.
Abends bin ich dann noch mit meinen Gasteltern und zwei Freunden nach Oceanside Pizza essen gefahren. Die haben dann auch noch mal gesungen und dann hab ich noch von allen ne Kleinigkeit gekriegt 🙂
Und als wir dann zahlen wollten, kam der Kellner mit so einer Mousse au Chocolate Pyramide, in der eine Kerze steckte, die ich dann auspusten musste 😀
Danach sind wir noch runter an den Strand gefahren, um uns den Sonnenuntergang anzugucken, haben dann aber da durch Zufall eine Familie getroffen, die einen Austauschstudent hatte, und, jap, der kam natürlich auch aus Deutschland . Dann wollte die Gastmutter von dem unbedingt ein Foto von uns beiden zusammen haben und war dann die ganze Zeit am reden, wie toll das ja wäre und das man sich vielleicht mal besuchen könnte…ähm…nein, sicher nicht!
Ich war dann froh, als wir wieder im Auto saßen ;D
Achja, und danke, danke, danke für die ganzen lieben Glückwünsche! Hab mich voll gefreut. Auch wenn ein paar Sachen wohl noch nicht angekommen sind^^

Am Samstag war dann endlich, endlich die Hollywood Tour und es war einfach nur AMAZING!!
Um 7 Uhr hat meine Gastmum mich zu Dave (meinem Betreuer) gebracht, dann haben wir da noch auf Lucas, einen anderen Austauschschüler, gewartet, und dann ging‘ los 🙂
Als erstes sind wir zum Venice Beach gefahren. Das ist ein ganz bekannter Strand in California, da dort immer ziemlich viele strange Typen rumrennen. So Zauberkünstler, Artisten, Musikanten etc… ist ziemlich interessant, da dann über die Promenade zu schlendern und sich das alles anzugucken.
Danach wieder ins Auto und weiter gefahren nach Santa Monica Beach. Aber vorher haben wir noch bei Taco Bell Halt gemacht und ich hab meine ersten Tacos gegessen. Delicious!
Santa Monica Beach ist Schauplatz in gaanz vielen Filmen und auf dem Pier ist so eine Art Mini-Freizeitpark mit Karussells, Riesenrad, Achterbahn…ziemlich cute 🙂
Und wenn man ganz am Ende des Piers steht, kann man rüber zum Malibu Beach gucken, also der Beach, an dem sich die ganzen Stars immer tummeln^^
Soo, danach sind wir wieder ab ins Auto und sind nach Beverly Hills gefahren. Erstmal haben wir uns ein paar von den Häusern da angeguckt (soweit die nicht von meterhohen Mauern verdeckt wurden) und oh mein Gott! Ich habe noch nie so viele, so tolle, so große Häuser auf einem Haufen gesehen. Und die Autos in den Einfahrten…oha!
Dave hat uns dann noch das Haus von Drew Barrymore gezeigt 🙂
Danach sind wir noch die Shopping Street von Beverly HIlls runter gelaufen und kamen uns ein bisschen fehl am Platz vor^^
Amarni. Tiffany. Louis Vouitton, Gucci…alles!! Und dann immer wieder am Straßenrand Rolls Royce…Ferrari…LIMO!
Und wir waren in dem Hotel, in dem Pretty Woman gedreht wurde!!  Ich stand vor der Suite, in der die waren.  Such amazing! Wenn meine Mama das liest, wird sie bestimmt ganz neidisch 😉
Dann ging es weiter nach Hollywood. Obwohl das eigentlich gar nicht soo toll ist. Der Walk of Fame ist hammer, aber irgendwie sieht drum herum alles ein bisschen runtergekommen aus…
Wir sind mit Dave an einer Bar vorbeigefahren, in der Johnny Depp angeblich mal eine Schlägerei gehabt haben soll ;D
Lucas und ich sind dann fast den ganzen Walk runter gelaufen und haben uns die Sterne angeguckt. Sogar Shrek und Kermit the Frog haben einen 😀
Dann waren wir noch in dem Kodak Theater, da, wo jedes Jahr die Oscar Verleihung stattfindet.
Und von da aus kann man auch das Hollywood Zeichen sehen!
Und ein bisschen weiter war der Platz, wo die ganzen Fuß- und Handabdrücke von den Stars sind (sagt man das so? Hört sich irgendwie ein bisschen komisch an…). Anyway. Ich stand in den Fußstapfen von Johnny Depp und Emma Watson!
Irgendwen Berühmtes haben wir aber leider nicht getroffen. Auch wenn ich immer  noch überzeugt bin, dass ich den einen, der gerade aus dem Auto ausgestiegen ist, als wir in das Hotel von Pretty Woman gegangen sind, irgendwoher kannte…
Nach Hollywood waren wir dann noch bei In’n Out Burger Dinner essen. Und ich hab mein Essen als letztes gekriegt, obwohl ich als eigentlich als erste dran gewesen wäre -.- Kam mir sehr diskriminiert vor 😉
Nach dem Essen dachten Lucas und ich dann eigentlich es würde nach Hause gehen… aber dann fahren wir auf einmal in Anaheim vom Freeway runter!
Lucas und ich gucken uns  verwirrt an und Dave hat vorne im Auto nur gelacht, aber nichts gesagt.
Und dann stand auf einem Straßenschild auf einmal Disneyland Downtown.
And I was just like Oh my gosh! ;D
Disneyland Downtown ist tooooll!
Das ist wie so ne kleine Stadt mit Restaurants und ganz vielen kleinen Shops und überall ist Musik und hach 🙂 Such awesome!
Tut mir Leid, aber das kann man einfach nicht beschreiben. Den ganzen Tag kann man eigentlich nicht beschreiben, weil er einfach nur unglaublich war!
Ich habe soo viele tolle Sachen gesehen, das ich gar nicht alles erzählen kann. It’s just undescribeable!
Ich versuche, hier bald mal ein paar Bilder hochzustellen, damit ihr euch alles besser vorstellen könnt 😉

Und ich habe wirklich das Gefühl, mein Deutsch wird schlechter. Mir fallen teilweise deutsche Wörter nicht mehr/ erst nach langem überlegen ein und ich hab ganz viele Probleme mit der Satzstellung, weil ich alles von Englisch nach Deutsch übersetze^^
Letze Nacht habe ich das erste Mal auf Englisch geträumt! Ich habe bei Walmart gefragt, wo die Ice Cream ist ;D
Aber ich hoffe, es ist nicht too bad. Sonst tut es mir wirklich leid 🙂

Hier war es heute über 110 Fahrenheit, also so um die 45°C. Ways too hot. Aber das ist sogar für die Verhältnisse hier unnormal. Während Lunch wurden wir immer wieder aufgefordert, in die Klassenräume oder die Bibliothek zu gehen, weil es so heiß ist und in jeder Stunde wurde durchgesagt, dass man darauf achten soll auch genug zu trinken. War ich froh, als ich dann in der sechsten Stunde in den Pool springen konnte 😉

Ganz liebe Grüße nach Deutschland! Ich melde mich nächstes Wochenende wieder 🙂 

Kaum zu glauben, aber wahr: Jetzt bin ich schon fast einen Monat hier! Nicht zu fassen, wie schnell die Zeit vergeht 😉
Hier stellt sich jetzt so langsam der Alltag ein und für mich wird alles, was ich noch vor einer Woche ach-so-aufregend fand, Normalität, deswegen gibt es auch momentan nicht sooo viel zu berichten.
Dazu kommt auch noch, dass alles, was ich für dieses Wochenende geplant hatte, ins Wasser gefallen ist, weil ich seit Donnerstagnachmittag krank bin. Erkältung, Kopfschmerzen, meine Gastmum meint auch, ich hätte ein bisschen Fieber, aber so schlimm ist es dann, glaub ich, doch nicht^^
Auf jeden Fall war ich gestern nicht in der Schule und hab dadurch leider, leider den Human Anatomy Test verpasst. Tragisch aber auch…
Meine Gasteltern kümmern sich aber beide ganz lieb um mich und kommen alle zwei Minuten in mein Zimmer, ob ich noch irgendwas haben möchte, wie es mir geht, ob ich was brauche, etc. Wirklich lieb 🙂

Am Dienstag waren meine Gastmum und ich shoppen. In Fallbrook. Wo es ein Geschäftchen gibt ;D
Aber das eine Geschäft ist wirklich, wirklich gut! Da gibt’s soo tolle Sachen. Ich liebe den Kleidungsstil der Amis. Die haben einfach nen guten Geschmack^^
Ich hätte den halben Laden leerkaufen können. Am Ende hab ich mich dann aber auf drei Teile beschränkt, die zusammen um die 65 $ gekostet haben.
Dachte ich mir, dass geht ja noch. Ich also zur Kasse (ganz stolz mit meiner Kreditkarte) und auf einmal heißt es 80$. Ich erst mal totally confused, bis mir die Verkäuferin dann erklärt hat, dass auf den normalen Preis an der Kasse noch die Taxes (Steuern) drauf gerechnet werden.
Supi. Da denkt man, man macht voll das Schnäppchen und dann bezahlt man fast 15$ Taxes. 
Blöde Regelung. Aber was da lassen wollte ich dann auch nicht^^
Am Donnerstag hatten wir in der Schule während des Lunchs einen Fashion Show.
Jaa, und ich hab mir am Anfang wahrscheinlich genau das gleiche gedacht, was ihr gerade auch denkt. Fashion Show in der Schule?!
War aber sehr, sehr witzig. Organisiert wurde das Ganze von einem der zahlreichen Clubs an unserer Schule und wurde größtenteils als Werbung für den Dance, den der Club am Samstagabend veranstaltet (und zu dem ich jetzt nicht kann -.-), genutzt.
Die Klamotten, die von den Mitgliedern des Clubs dann „vorgeführt“ wurden, waren ziemlich…bunt.
Bunt und schrill. Am witzigsten war eh, wenn die Jungs dann in Hotpants und mit knallbunten Kniestrümpfen auf den Laufsteg kamen 😀
Ich glaub nicht, dass das ganze irgend nen besonderen Zweck hatte, außer ein bisschen Stimmung zu machen. Aber das hat auf jeden Fall geklappt. Die ganze Schule war am jubeln und klatschen.
High School Spirit ließ mal wieder grüßen.

Ansonsten kehrt hier, wie gesagt, langsam der Alltag ein. In der Schule komme ich so langsam besser mit (außer Human Anatomy, das ist nach wie vor ein Problem) und mit den Leuten vom Lunch versteh ich mich auch immer besser.
Fashion & Design entwickelt sich zu meinem absoluten Lieblingsfach (Jaa, Mama, ich an der Nähmaschine :D) und Schwimmen (ich kann immer noch nicht glauben, dass das ein richtiges Schulfach hier ist) macht mit den Mädels einfach nur Spaß.
Der Rest ist okay. Halt ähnlich wie Schule in Germany, nur Mathe ist nach wie vor ein Witz.
Tja, langsam lebe ich mich hier wirklich ein und wenn ihr nicht grade hören wollt, wie ich nachmittags drei Stunden an meinen Hausaufgaben sitze, dann war es das für diese Woche schon wieder.
Der nächste Eintrag wird aber auf jeden Fall wieder länger. Geburtstag, Footballspiel uund Hollywood!! 🙂
Ganz lieben Gruß nach Hamm und allen viel Spaß aufm Stunikenmarkt ;D

Am Samstag war ja das groß angekündigte Orientation Meeting von Erdt/Share (der Partnerorganisation von meiner deutsch Orga) für alle Austauschschüler, die in diesem Teil Kaliforniens sind.
Um kurz vor 12 sind mein Gastdad und ich (meine Gastmum konnte nicht mit) mit einer Platte Brownies (selbstgemacht) im Gepäck zu Dave und Debbie gefahren. Die beiden sind meine Betreuer vor Ort und so, so nett.
Aber erst mal haben mein Gastdad und ich es natürlich geschafft, uns mal wieder zu verfahren. Der Orientierungssinn von uns beiden ist einfach unglaublich…schlecht.
Wir sind dann mit einer Viertelstunde Verspätung da rein geplatzt^^ War aber wohl nicht schlimm, weil irgendwie eh alle irgendwo saßen und am Essen waren.
Nach einer kurzen Begrüßung sind wir Austauschschüler dann mit Dave nach draußen gegangen und unsere Gasteltern sind mit Debbie drinnen geblieben.
Wir haben dann ganz viel geredet, über mögliche Probleme, Heimweh (das übrigens alle am Anfang hatten), etc. und noch mal alle Sachen durchgekaut, die wir nicht machen dürfen (Trinken, Rauchen, Auto fahren, Heiraten ôo). 
Insgesamt waren wir vier Mädchen und fünf Jungs. Die meisten sind aus Deutschland, außer ein Mädchen aus Brasilien, ein Junge aus Dänemark und ein anderer aus Tschechien.
Ich war übrigens, abgesehen von dem Jungen aus Dänemark, die letzte, die hier angekommen ist und die meisten haben auch schon vier Wochen Schule oder so und ich bin doch erstaunt wie viel besser die teilweise schon Englisch sprechen als ich (also ich hab zumindest das Gefühl, dass sie es besser können^^). Besonders zwei von den Mädchen. Bei der einen kann man echt denken, die kommt von hier, wenn man die reden hört.
Und Dave hat uns gleich zu Anfang gesagt, dass wir nur Englisch reden sollen, auch wenn wir so viele Deutsche sind, weil das sonst „rude“ (mir fällt grad wirklich nicht das passende deutsch Wort ein ôo) gegenüber denen wäre, die kein Deutsch sprechen.
Stimmte ja auch und irgendwie haben wir alle automatisch schon Englisch geredet.
Aber ein Mädchen, auch aus Deutschland, kam erst später, weil ihre Gasteltern noch arbeiten mussten oder so, und die hat mich dann auf Deutsch gefragt, dass sie gehört hat, ich wäre auch aus Deutschland.
Und ich, kurz vorher noch was auf Englisch gesagt, war erst mal voll verwirrt, weil ich irgendwie erst gar nicht erkannt habe, dass sie Deutsch geredet hat. Keine Ahnung, warum ôo Wahrscheinlich, weil es so unerwartet kam^^ Hab ihr dann natürlich auch prompt auf Englisch geantwortet und alle fingen erst mal an zu lachen ;D
Alle haben übrigens unsere selbstgemachten Brownies gelobt und mein Gastdad war stolz wie Oskar, weil er vorher noch nie welche gemacht hatte 🙂
Wir haben übrigens noch ein paar Pläne bezüglich Ausflüge bis Anfang November.
Am 25. September werde ich wahrscheinlich den Hollywood Trip mitmachen (wenn das mal kein schönes, nachträgliches Geburtstagsgeschenk ist^^), am 1. Oktober fahren wir in irgendeinen Freizeitpark (hab den Namen wieder vergessen) und am 23. Oktober ist bei Dave and Debbie Halloween Party mit anschließendem Sleepover. Also jede Menge vor 🙂
Nach einem schönen Nachmittag sind mein Gastdad und ich dann wieder nach Hause gefahren.
Ich glaube, das Treffen hat mir echt was gebracht, weil ich jetzt endlich mal mit welchen reden konnte (also wirklich reden, nicht nur schreiben), die gerade genau das gleiche durchmachen wie ich und genau die gleichen Gefühle haben.
Kurz bevor wir gefahren sind, meinte jemand, dass wir uns wahrscheinlich zu den glücklichsten Menschen der Welt zählen dürfen, weil wir so eine wunderbare Erfahrung machen dürfen und ich glaube, dass stimmt.
Dieses Jahr zu machen, ist eine der größten Entscheidungen, die ich bis jetzt getroffen habe, aber ich bin mir auch sicher, dass es eine der besten war, die ich jemals treffen konnte.
Ich blicke diesen 10 Monaten jetzt wirklich mit Freude entgegen, mit all seinen Höhen, aber auch mit all seinen Tiefen, die bestimmt nochmal kommen werden.
Ich bin nicht mehr so naiv wie am Anfang, als ich erwartet habe, dass alles einfach wird, dass einem alles zufliegt, ich weiß es jetzt besser.
Es ist am Anfang Arbeit, harte Arbeit, aber wenn man sich darauf einlässt, zahlt es sich hinterher doppelt – und dreifach aus.
Ich hoffe, dass das bei mir genau so sein wird 🙂

Einen wunderschönen guten Abend nach Deutschland und einen guten Morgen/Mittag an alle, die gerade wie ich in den USA sind!
Soo, es ist schon wieder einen Woche seit meinem letzten Eintrag vergangen und ich habe wirklich ein bisschen schlechtes Gewissen, weil ich hier nur so selten schreibe.
Aber unter der Woche ist es einfach unmöglich!
Also jetzt wieder ein ausführlicher Eintrag von mir von meinem letzten Wochenende und der Woche.

Letzte Woche Samstag waren wir von Freunden  meiner Gastmum und meinem Gastdad zum Barbecue und Schwimmen eingeladen.
Nachdem wir für einen 20 Meilen Weg dann fast einen Stunde gebraucht haben, weil wir das Haus nicht gefunden haben (aber meinen Gastmum wusste ja gaaanz genau, wo es ist), sind wir irgendwann doch mal angekommen…sind die Auffahrt raufgefahren…und dann war das dieses „Haus“.
Haus. Sie haben es ernsthaft nur Haus genannt. Aber das war kein Haus. Das war eine Villa. Wenn nicht ein halbes Schloss! So unglaublich groß und richtig, richtig schön. Ich hab mich in das Haus verliebt. Besonders in den Garten 😉
Der Pool ist einfach nur toll! Und das fand nicht nur ich, die sonst fast nie Pools in Gärten sieht, sondern alle anderen, für die das Normalität ist, auch.
Es gab sogar so ein Strudelbecken und hach…ich wollte gar nicht mehr da raus.
Bin ich dann aber letztendlich doch, weil es ja Essen gab 😉
Hamburger und Salat. Und noch mehr Hamburger… Ich habe, glaub ich, vier Hamburger gegessen.
Aber danach kam es noch besser. Nachtisch. Ich liiiiebe den Nachtisch hier!
Brownies und Cake und Cookies und…ALLES!! Ich könnte den ganzen Tag nur essen.
Was auch sehr, sehr lecker schmeckt, sind Blizzards. Das ist so eine Art Eis…aber irgendwie auch ein bisschen wie Joghurt…irgendwas dazwischen in ganz vielen verschiedenen Sorten. Und dann kann man das mit allen möglichen Sachen verzieren lassen. Mit M&M’s, Snickers, Streuseln, Soße und was weiß ich nicht noch alles. Einfach toll 😉
Es gibt hier extra einen Laden, der nur diese Blizzards verkauft. Und der ganze Laden ist pink und  rosa ;D
Sonntag waren wir dann mal wieder in der Kirche. Diesmal wurde geklatscht, bei den Liedern sind fast alle mit gewippt UND ein paar sind aufgestanden und haben sogar getanzt!
Ich konnte es gar nicht glauben, aber das ist wohl ganz normal da.
Nach der Kirche waren wir wie immer einkaufen gefahren. Und ich hab jetzt ein Football Cappie für die Mannschaft von San Diego. Mein Gastdad meinte, ich müsste unbedingt eins haben, weil das das beste Team wäre…auch wenn sie die letzten zwei Spiele verloren haben ;D
Das weiß ich, weil er danach immer den ganzen Abend brummig war.
Jaja, was in Deutschland Fußball ist, ist hier Football.
Nach dem Einkaufen waren wir dann mal wieder irgendwo zum Essen eingeladen. War ja auch gut.
Nur Spätnachmittag, wir waren vielleicht eine halbe Stunde wieder zuhause, fängt meine Gastmum auf einmal an, Lasagne zu machen ôo
Ich erstmal vorsichtig gefragt, ob es nochmal Dinner gibt. Sie guckt mich ganz erstaunt an.
„Of course!“ Natürlich. Ganz normal, schon wieder das nächste Dinner zu haben, wenn man noch satt vom ersten ist.
Die Lasagne war dann aber lecker. Wenn sie auch nie, nie, nie an die Lasagne von meiner Tante rankommt. Die ist und bleibt die Beste! 🙂
Montag hatten wir dann frei, weil Labour Day war. In unserer Nachbarschaft sah es an dem Tag und eigentlich schon die ganze Woche vorher so aus, wie bei uns, wenn Deutschland im WM-Finale steht.
Überall Flaggen. Aus dem Fenster hängend, an der Veranda festgezurrt oder am Fahnenmast flatternd.
Wir hatten natürlich auch eine, haben es aber bis Sonntagabend total vergessen und haben die Fahne dann im Dunkeln aufgestellt, damit sie auch am Montag da ist, wenn die ersten Nachbarn um 6 Uhr aufstehen 😉
Ansonsten ist am Montag nicht viel passiert.
Bis zum Nachmittag. Da war ein historisches Ereignis! Ich saß am Esstisch (jetzt musste ich doch ernsthaft überlegen, ob Esstisch auch das richtige Wort für Dinnertable ist ôo) und habe Hausaufgabe gemacht.
Auf einmal kommt mein Gastdad voll begeistert rein: „It’s raining, it’s raining!“
Ich, erstmal überhaupt nicht richtig mitbekommen, was er gesagt hat, antworte nur: „Nice.“
Dann, zehn Sekunden später, realisier ich, was er da gerade gesagt hat, spring auf „It’s raining?! It’s really raining?!“
Hab dann rausgeguckt. Was war? Fünf Tropfen -.-
Aber immerhin. Mein erster Regen in Kalifornien! ;D

Am Dienstag ging dann wieder die Schule los und Ende der zweiten Stunde habe ich dann das erste Mal die Pledge of Allegiance und die Announcements mitbekommen. Weil in der ersten Woche war das wohl irgendwie nicht, aber eigentlich ist das jeden Tag.
Also, zur Pledge of Allegiance stehen dann alle auf, drehen sich zur Flagge, die in jedem Klassenraum hängt, legen die Hand aufs Herz und sagen die Pledge auf.
Die nehmen das alle total ernst. Wirklich, gestern haben wir noch was weggeräumt (zweite Stunde ist ja meine Fashion Class), aber als die Pledge dann schon anfing, haben alle mittendrin aufgehört und sich zur Flagge gedreht.
Diese Ernsthaftigkeit hat mich dann doch etwas verwundert…
Nach der Pledge werden dann die täglichen „News“ vorgelesen, welches Sportteam wann ein Spiel hat, was am nächsten Tag besonderes ist etc. etc.
Dienstag Nachmittag sind meine Gastmum und ich dann wieder zur Schule gefahren, weil ich ja eigentlich dem örtlichen Schwimmteam beitreten wollte, dass auf dem Schulgelände trainiert (wir haben ja zwei Schwimmbecken^^)…aber nachdem ich dann gehört habe, dass das 75$ im Monat kostet + 56$ Registrierungsgebühr, hab ich mir das dann doch anders überlegt.
Und dann haben wir was ganz tolles erfahren. Es gibt wohl an meiner Schule Schwimmen als so eine Art Schulfach in der sechsten Stunde!
Ich bin dann am Mittwoch sofort zum Counselling Office gegangen, um meine Film Class gegen Schwimmen zu tauschen (bald kennen mich da alle persönlich, so oft, wie ich da bin^^) und seit Freitag habe ich jetzt immer 45 Minuten Schwimmen und 15 Minuten Trockentraining.
Gestern war also meine erste Practice und oha.
Die sind alle richtig, richtig gut! Also die Mädchen jetzt nicht soo sehr, aber die Jungs… ôo
Ich glaube, das wird ziemlich anstrengend. Aber nach dem Training hab ich von meinem Trainer sofort das erste Lob gekriegt „Good Job“. Und ein Mädchen meinte hinterher, dass der das wirklich nur sagt, wenn er das auch so meint, und nicht nur, weil es halt mein erstes Training war.
War ich doch ein bisschen stolz ;P
Auf jeden Fall habe ich jetzt schon mal das erste „A“ (was einer 1 auf dem deutschen Zeugnis gleichkommt) sicher. Denn das einzige, was man machen muss, ist anwesend sein, ordentlich mitmachen und den Pool nicht verschmutzen^^
Und wenn man 100% hat, gibt er uns einen Tag frei. Wobei wir uns aber alle nicht ganz sicher ist, ob er einen Tag Swimpractice oder einen ganzen Schultag meint…
Achja, das Becken ist unglaublich kurz. Weil das irgendwie 25 Yards sind, und 1 Yard ja weniger als 1 Meter ist. Hab mir ein paarmal beim Rückenschwimmen fast den Kopf gestoßen, weil ich dachte, ich hätte noch Platz bis zur Wand ;D

Soo, nachher fahren wir zu dem Meeting mit allen Austauschschülern aus dieser Region, das wird bestimmt gut 🙂
Dienstag hab ich nur bis 12 Uhr Schule, hihi! Und nächste Woche Samstag oder Sonntag fahren wir eventuell nach/zu (?!) SeaLife, weil mein Gastdad ja Geburtstag hat 🙂

Liebe Grüße aus dem, nach wie vor, sommerlichen Kalifornien (trotz 5 Regentropfen ;P)!

So, ich melde mich auch mal wieder!
Nach meinem zwei Tage Tief geht’s mir jetzt schon wieder viel, viel besser 🙂
Nicht, dass ich meine Familie und Freunde nicht mehr vermisse, aber hier passiert einfach so viel, dass ich eigentlich gar keine Zeit dafür habe und ich fange langsam an, mich hier zuhause zu fühlen.
Vielleicht liegt es auch ein bisschen daran, dass ich inzwischen meine Klassenräume finde, ohne mich fünf Mal zu verlaufen und dass ich meinen Locker jetzt auch schon nach dem dritten und nicht erst nach dem zwanzigsten Versuch aufbekomme^^

Aber von vorne: Am Dienstag bin ich mit dem Schulbus zur Schule gefahren (um 6.50 Uhr…) und das war wirklich so ein toller, gelber Schulbus, wie er auch immer in den Filmen ist.
Muss ich unbedingt noch ein Foto von machen.
Als ich dann in der Schule war, musste ich erstmal meine Bücher holen und meine Schließfachnummer erfragen.
Ich war dann natürlich so schlau, erst die Bücher zu holen und dann nach dem Locker zu fragen.
Also bin ich bestimmt zwanzig Minuten mit fünf dicken Wälzern rumgelaufen (und mit dick mein ich dick. Mein Englischbuch hat über 1.200 Seiten…).
Und als ich dann endlich meinen Locker hatte, stand ich davor und hab das dumme Ding nicht aufbekommen 😀 Das ist wirklich ne Technik für sich.
Bevor man überhaupt mal den Code eingeben darf, muss man das Rädchen zweimal an der Null vorbeidrehen, dann dreht man nach rechts zur ersten Zahl, dann nach links einmal an der zweiten Zahl vorbei und dann halt weiter, bis man wieder da ist, und zur dritten Zahl muss man dann wieder nach rechts drehen. DANN sollte er theoretisch aufgehen. Nein, quatsch, nicht kompliziert.
Dann hat der Unterricht angefangen.
In meiner ersten Stunde, Human Anatomy, saß ich eigentlich die ganze Zeit nur und dachte mir „Waas?!“
Aber die zweite Stunde, Drama, war besser, auch wenn ich das jetzt nicht mehr habe.
Erstmal kam ich ein bisschen zu spät (Raum nicht gefunden, lalala) und ein Junge meinte dann so
„Oh, a new girl!
Let’s all say hello to her!“
Und die ganze Drama Klasse im Chor „Hello new girl!“ 😀
Die nächste Stunde war US History. Das Fach mag ich, glaub ich. Mit einem Mädchen hab ich die ganze Stunde Zettelchen geschrieben (ich weiß, dass sollte man eigentlich in seiner ersten Stunde NICHT tun) und die hat mich dann auch gefragt, ob ich mit ihr und ihren Freunden zusammen Lunch haben will. Wollte ich natürlich.
Ich bin dann die ganze Zeit mit ihr, Devin heißt sie, ihrer Freundin Morgan und Brian rumgelaufen und die haben mich tausend Leuten vorgestellt.
Und immer, wenn sie gehört haben, dass ich aus Deutschland bin, kam „That’s awesome!“ Ich glaub, das ist der Satz, den ich bis jetzt am meisten hier gehört habe ;D
Die meisten bringen übrigens mit Deutschland Autobahnen in Verbindung. Da sind sie ganz begeistert von, weil wir ja da so schnell fahren dürfen, wie wir wollen und sie nicht. Hihi.
Ansonsten hab ich ein paar ziemlich…seltsame Fragen gehabt. Ein Junge hat mich zum Beispiel gefragt: „You’re from Germany. So…do you speak German?“
Ich musste mir so das Lachen verkneifen. Ach ja, mit dem Deutsch reden war auch noch eine Sache in US-History. Am Montag hatten die wohl alle eine berühmte Person bekommen, die sie dann am Dienstag vorstellen mussten und eine Gruppe hatte Albert Einstein.
Dann haben sie erzählt, dass der erst mit 20 oder so Englisch gelernt hat und ein Mädchen fragt erstmal, ob der vorher denn gar nicht gesprochen hätte 😀
Irgendwie wurde Deutsch nicht als vollwertige Sprache anerkannt.
Während des Lunches hat mich dann ein Junge gefragt, ob ich Twinkies oder so kenne. Das ist wohl so eine amerikanische Süßigkeit, die ich natürlich nicht kannte.
Er war dann total entsetzt und fragt weiter, ob ich denn surfen kennen würde.
Ich dachte erst, der würde scherzen, aber der meinte das wirklich ernst. Da ich ja keine Twinkies kenne, kann es ja auch gut sein, dass ich surfen auch nicht kenne…Jaa, das klingt natürlich logisch ;D

Mittwoch habe ich dann meinen Stundenplan geändert.
Der sieht jetzt folgendermaßen aus:
                1. Algebra 2
                2. Fashion & Design
                               Nutrition
                3. US-History
                4. English 11
                               Lunch
                5. Human Anatomy
                6. Film

Fashion & Design ist ziemlich cool. Im Moment machen wir eine Collage mit Sachen, die wir gerne tragen würden und Sachen, die wir nie im Leben anziehen würden. Halt aus Zeitungen ausschneiden und so.
Und mit den Mädels an meinem Tisch versteh ich mich auch ziemlich gut. Die Mutter von der einen ist Schneiderin und macht wohl so richtig tolle Kleider. Hach 🙂
Das Beste an dem Kurs ist aber, dass alle, die zum Ende des Semesters ein A oder B haben, im Februar nach L.A in den Fashion District fahren!
Also hoffe ich, dass ich das schaffe^^
Film ist ganz witzig. Da gucken wir eigentlich nur Filme und analysieren die hinterher und am Ende des Semesters drehen wir selbst einen Kurzfilm. That’s fun.
Aus Drama musste ich einfach raus, weil das mit meinem brüchigen Englisch viel zu schwierig war.
Human Anatomy hatte ich dann am Mittwoch bei einem anderen Lehrer, bei dem ich dann wenigstens auch mal mehr als Bahnhof verstanden habe.
Er war total begeistert, als er gehört hat, dass ich aus Deutschland komme und DANN musste ich erst mal aufstehen und er meinte zu den andern „Give her a ham!“ Alle fangen an zu klatschen…
Nein, nicht peinlich. Gar nicht… ;D
Was mir noch aufgefallen ist, ist, dass die Lehrer hier alle mit Power Point arbeiten.
Tafeln gibt’s eigentlich gar nicht hier und wenn, werden sie nicht benutzt. Jaja, sehr modern hier^^
Es ist übrigens immer noch warm, obwohl es morgens und abends schon extrem kühl ist. Aber sobald die Sonne richtig rauskommt, wird’s hier wieder heiß.
Richtig heiß. Aber in allen Klassenräumen gibt es glücklicherweise Klimaanlagen, sonst würd man das echt nicht aushalten^^

Am Freitag war dann die erste Pep- Ralley, da abends ja das erste Football Spiel war (ich bin aber nicht hingegangen, obwohl mich die Devin und Morgan gefragt haben. Aber meine Gastfamilie hatte schon was mit mir vor).
Während dieser Pep-Ralley spielt dann die Marching Band und die Cheerleader tanzen und alle möglichen Clubs stellen sich vor. Außerdem wurde das Ganze dann auch gleich mal dazu genutzt, ein bisschen Werbung gegen Drogen und Alkohol zu machen.
Die Cheerleader hier sind übrigens wirklich richtig gut. Als die den Flic Flac gemacht haben, musste ich ein bisschen an den Sportunterricht am Hammo und unsere missglückten Versuche denken 😀
Insgesamt war es ziemlich cool. Alle wurden am Donnerstag dazu angehalten, am Freitag was Rotes und Weißes anzuziehen (unsere Schulfarben) und die meisten haben das sogar gemacht.
Die Atmosphäre war einfach hammer. School Spirit lässt grüßen. Die sind wirklich alle so stolz auf ihre Schule, das habe ich in Deutschland noch nie erlebt.

So, jetzt habe ich erstmal langes Wochenende, weil am Montag Labour Day ist 🙂
Und am Dienstag fängt dann Schwimmen an, da freu ich mich schon drauf. Dann hab ich wahrscheinlich wirklich nur noch an den Wochenenden Zeit, mal wieder zu schreiben, aber ich hoffe, ihr nehmt es mir nicht übel 😉

Ein wunderbares Wochenende euch in Deutschland (im KALTEN Deutschland, haha ;D)

Jetzt bin ich schon eine Woche hier und kann gar nicht glauben, wie schnell die rumgegangen ist.
In allein dieser einen Woche habe ich so viele Dinge erlebt und so viele neue Erfahrungen gesammelt – einfach unglaublich.
Meine Gastfamilie ist, glaube ich, die beste, die man sich nur wünschen kann.
Trotzdem habe ich im Moment ziemlich stark Heimweh. Ich vermisse einfach meine Freunde, meine Familie, aber ganz besonders die besten Eltern der Welt und Sammy, den herzallerliebsten Kater, den es gibt…
Aber ich hoffe, das gibt sich mit der Zeit. Und in 43 Wochen bin ich ja auch schon wieder zuhause 😉

Jetzt aber zu meinem Wochenende.
Am Samstag waren meine Gastmum und ich mittags im Kino. In Nanny McPhee Return, weil sie den ersten Teil davon schon so toll fand.
Die Kinokarten kosten hier nur 4$! Das ist alles so unglaublich günstig hier.
Mi r ist während des Films aufgefallen, dass ich jetzt schon viel, viel besser Englisch verstehe als noch vor einer Woche und das macht mir irgendwie ein bisschen stolz 😉
Aber ist wahrscheinlich auch kein Wunder, wenn man 24 Stunden am Tag nichts anderes hört.
Als wir wieder nach Hause gekommen sind, haben wir zusammen gekocht und dann eigentlich nur noch auf den Abend gewartet.
Auf die großangekündigte Starparty. Aber die war dann ein bisschen ne Enttäuschung. 
Erst hat ein Typ von irgendeinem Club, der sich halt mit Sternen beschäftigt, 45 Minuten irgendwas erzählt und ich hab wirklich so gut wie nichts verstanden, weil der auch noch mit Fachbegriffen um sich geworfen hat wie sonst was^^
Aber dann war der irgendwann auch mal fertig mit erzählen und wir konnten endlich an die Teleskope. Das war dann cool 🙂
Ich hab Jupiter und Mars und Venus gesehen. Bei dem einen konnte man wirklich richtig die Ringe da drum herum erkennen. 
Nach einer halben Stunde oder so wurden die Teleskope dann aber auch schon wieder abgebaut und wir sind nach Hause gefahren.
Hatte mir unter einer Starparty irgendwie ein bisschen was größeres vorgestellt…aber gut.
Die nächsten beiden Tage waren dann meine bisher schlimmsten hier.
Sonntagmorgen sind wir schon um acht Uhr in die Kirche gefahren, aber die ist wirklich ganz, ganz anders als in Deutschland.
Die Stühle (Kirchbänke gibt es hier nicht) waren in einem Kreis aufgestellt und in der Mitte war dann ein Orchester und da hat der Pastor auch seine Predigt gehalten, die wohl recht witzig gewesen sein muss, weil ständig Leute gelacht haben. Ich hab aber nicht so viel verstanden^^
Dann wurde ganz viel gesungen und bei einem Lied sind mir dann einfach die Tränen gekommen.
Der Text war irgendwie:
It doesn’t matter how far away your are from home; you will never be alone.
Ich musste wirklich so anfangen zu heulen. Mitten in der Kirche. Meine Gastmum hat mich dann erstmal in den Arm genommen und mich getröstet, aber irgendwie war ich dann den ganzen Tag ein bisschen down.
Abends sind wir dann noch zum Strand gefahren, um mich ein bisschen aufzumuntern.
Ich liebe das Meer so sehr. Die Sonnenuntergänge da sind einfach unglaublich schön 🙂
Als wir dann nach Hause gekommen sind, haben meine Gasteltern mir ihr Lieblingsspiel beigebracht.
Hab schon wieder vergessen, wie das heißt, war aber ziemlich witzig. Auch wenn ich am Ende Haus hoch verloren habe. 
Und am Ende mussten wir unsere Punkte zählen und ich zählt halt so für mich auf Deutsch, sag dann aber hinterher die Zahl laut auch auf Deutsch. Und wir mussten so anfangen zu lachen, weil es in dem Moment einfach so lustig war.
Danach musste ich meinen Gasteltern erst mal auf Deutsch zählen beibringen 😉
Tja und dann, dann kam der Montag. Fächer wählen. Sonst nichts. DACHTE ich. Aber dann kamen wir dahin und erstmal fing es schon an, dass keine Fächer mehr frei waren.
Kein Spanisch, kein Journalism, kein Health&Food und auch keins von den anderen sechs Fächern, die ich neben meinen Pflichtfächern in Betracht gezogen hatte.
Nur noch so Sachen wie Agrarwissenschaften, aber nein danke. Die nette Frau meinte dann, ich hätte eigentlich eher kommen müssen. Ist ja auch nicht so, dass ich schon da gewesen wäre, tss.
Mein Stundenplan sieht jetzt nach langem hin und her folgendermaßen aus:
                1. Stunde: Human Anatomy
                2. Stunde: Drama
                3. Stunde: US History
                4. Stunde: English 11
                       Lunch
                5. Stunde: erst mal nichts, bis ich das mit Spanisch
                    geregelt hab
                6. Stunde: Algebra 2
Also ganz genau so, wie ich es mir vorgestellt hatte, haha -.-
Dann sollten wir noch meine Student ID Karte holen und eigentlich meine Bücher, da war aber dann keiner. Da, wo ich meinen Locker bekommen sollte, auch nicht.
Jetzt muss ich das morgen machen, nur bisschen blöd, dass ich heute ja schon alles außer Algebra verpasst hab und morgen dann bestimmt meine Bücher brauche.
Mein Schließfach krieg ich wahrscheinlich sogar noch später. Das wird dann besonders witzig, wenn ich da mit fünf dicken Wälzern die ganze Zeit rumrenne.
Naja, um  ein Uhr, also als der Lunch gerade zu Ende war, waren wir soweit fertig und ich dachte, ich könnte jetzt wieder mit nach Hause.
Von wegen. Ich musste dann die fünfte Stunde im Office sitzen und bin dann für 45 Minuten Algebra da geblieben.
Da haben wir übrigens den Unterschied zwischen rationalen und irrationalen Zahlen besprochen… Ich sag da jetzt mal nicht mehr zu. Der Lehrer hatte mich auch nicht auf seine Liste stehen und hat’s auch irgendwie nicht gecheckt, dass ich halt heute erst meine Kurse gewählt habe.
Die ganze Klasse hinter uns hat schon angefangen zu lachen. Echt super. Auf dem Weg nach Hause hab ich dann die ganze Zeit mit den Tränen gekämpft und jetzt will ich nur noch zurück nach Deutschland.
Wirklich, ich kann mir im Moment alles vorstellen, aber nicht, hier für 10 Monate zu bleiben….

Jetzt ist schon mein fünfter Tag in Fallbrook angebrochen und ich habe das Gefühl, dass ich mich so langsam hier einlebe, auch wenn ich meine Familie und Freunde immer noch ziemlich vermisse.
Ach ja, und es tut mir Leid, das ich noch nicht wieder geschrieben habe, aber hier passiert einfach so, so viel…

Am Mittwochmorgen bin ich mit meinem Gastdad zur High-School gefahren und sollte eigentlich meine Kurse wählen, aber das ging irgendwie nicht, weil alle Personen, die dafür zuständig wären, in irgendwelchen Meetings waren.
Also muss ich die jetzt Montag wählen, obwohl da ja eigentlich schon Schule ist…hab dann also praktisch erst Dienstag meinen ersten Schultag, aber gut.
Dafür krieg ich am Montag dann ne Führung durch die Schule und kann mir alles angucken. Und ich bekomme meinen Locker! Da freu ich mich schon drauf 😉
Nachdem wir dann erfolglos an der Schule waren, sind Jim und ich noch ein bisschen durch Fallbrook gedüst und ich konnte mir die Stadt angucken.
Obwohl, Stadt ist gut…Städtchen trifft es eher . Aber sehr schön alles. Klein, aber fein 😉 Und alles so typisch amerikanisch. Ich weiß, das ist irgendwo klar, aber ich komm mir manchmal wirklich vor wie in den amerikanischen Filmen^^
Außerdem sind hier so ein paar Sachen, die mir immer wieder auffallen und die ich persönlich ganz  witzig finde… Also, zum Beispiel steht an jeder Rechtsabbiegerspur „Right Lane MUST turn right“. Ist das nicht irgendwie klar?!
Oder an ganz vielen Außenspiegeln an Autos steht, dass die Gegenstände, wenn man dadurch guckt, weiter weg erscheinen können, als sie tatsächlich sind. Und lauter solche Sachen.
Als ob die Amis dumm wären 😉
Nachmittags ist meiner Gastmum dann um fünf Uhr eingefallen, dass wir ja eigentlich schwimmen fahren könnten und hat erst mal eine Freundin angerufen, weil die in ihrer Wohnsiedlung  einen Gemeinschaftspool haben. 
Es war echt toll! Nach der Hitze des ganzen Tages seeehr angenehm. Die Freundin ist auch total nett. Sie hat mich die ganze Zeit über Deutschland ausgefragt^^

Donnerstag war der bisher beste (und heißeste) Tag hier. Wir sind nach Oceanside ans Meer gefahren!! 🙂
Aber leider konnten wir nicht schwimmen, weil das Wasser dafür einfach nicht warm genug wird.
Echt, das ist eigentlich kaum zu glauben, aber die Wassertemperatur liegt irgendwo bei  19°C oder so und Lufttemperatur ist dann 35°C ôo Meine Gastmum versteht auch nicht, warum sich das nicht aufwärmt.
Dafür hatten die da den Sunset Market und dann sind wir da drüber geschlendert. Die hatten echt alles. Von allen möglichen Essensständen über Klamotten und Kosmetik bis hin zu Hundezubehör (Wirklich, da waren sieben oder acht Stände nur mit Hundesachen).
Und an jedem Essensstand konnte man umsonst ein bisschen was probieren und wir haben wirklich an JEDEM Stand was probiert. So kann man natürlich auch zu Abend essen 😉
Danach sind wir endlich zum Strand gegangen und der ist so, so, so toll! Die Sonne ist gerade untergegangen und es sah einfach nur atemberaubend aus.
Meine Gastmum meinte dann, ich sollte doch mal die Wassertemperatur testen, ich dann also auch los, steh bis zu den Knöcheln im Wasser und, zack, kommt erst mal so eine große Welle und das Wasser ging mir bis über die Knie. Super! ;D
Und meine Gastmum saß da und hat mich ausgelacht…wirklich nett.
Auf dem Rückweg (um halb 10 oder so) sind wir dann noch einkaufen gefahren und die packen einem da wirklich die Tüten ein. An jeder Kasse stand extra jemand fürs Tüten einpacken! Find ich ja eigentlich ne gute Regelung…
Übrigens sind die Amis echt offen. Man fragt jeden, wie es im geht, auch wenn es Menschen sind, die man noch nie gesehen hat und dann erzählen meine Gasteltern auch immer allen (den Kassierern, den Leuten, die wir am Strand getroffen haben, ALLEN), dass ich aus Deutschland bin und dann sind immer alle ganz begeistert.

Freitag ist nicht so viel passiert. Morgens war ich mit meinem Gastdad im Home Depot, in dem Laden gibt es alles, aber wirklich alles, was man(n) irgendwie fürs Haus oder den Garten oder an Werkzeug brauchen kann.
Auf jeden Fall hat mein Gastdad was für den Garten gesucht, weil die den ja erst kürzlich neu gemacht haben, da aber immer noch nicht alles ganz fertig ist.
Und dann standen wir da vor einem Regal und haben uns was angeguckt, auf einmal sagt von hinten ein Mexikaner (ich bin mir ziemlich sicher, dass das ein Mexikaner war, da man die wirklich gar nicht versteht, wenn die Englisch reden^^): „How nice, father and daughter go shopping together!“
Wir mussten uns beide so das Lachen verkneifen.
Nachmittag haben wir zwei Filme geguckt. Meine Gasteltern haben Netflix! Da kann man für 9$ Im Monat so viele Filme gucken, wie man will und sich auch die DVD’s nach Hause bestellen.
Aber wir gucken das hier immer über die Wii^^
Abends sind wir dann zum Rosary Club gefahren. Und das hatte ich erst irgendwie ein bisschen falsch verstanden… Ich dachte irgendwie, die Leute würden zu uns kommen, aber dann kam Emilia (die mit dem Pool) und dann sind wir auf einmal ins Auto gestiegen! Ich schon  etwas verwirrt.
Und dann redeten meine Gastmum und Emilia die ganze Autofahrt von Church und Mess und ich dachte mir nur so „Neeein!“ Ich hatte ein Top, ne kurze Hose und Flip-Flops an! So kann ich doch nicht in eine amerikanische Kirche gehen. Und schon gar nicht, wenn ich das erste Mal mitkomme.
Ich war leicht in Panik, aber dann haben wir (zum Glück) vor nem Haus gehalten und da war dann auch der Rosary Club.
Die meisten Leute da sind schon etwas älter, aber total nett und bevor das angefangen hat, haben mich schon drei Stück als Enkeltochter adoptiert.
Der größte Teil der ganzen Sache besteht aus Beten und Singen, aber es war eigentlich ganz nett. Die Atmosphäre war irgendwie toll, besonders, wenn wir die Lieder gesungen haben, aber ich weiß trotzdem nicht, ob ich da jetzt immer hingehe, besonders, weil es halt ein Freitagabend ist und da auch immer die Football Games sind^^
Nach dem Beten gab’s dann noch Kuchen und alle haben mich ausgefragt und wollten wissen, woher ich komme. Und wenn man denen sagt „Hamm“, fragen immer alle nach „Hamburg“? Irgendwie witzig. Ich hab mich dann nur noch auf „near Cologne“ beschränkt, weil das wenigstens alle kannten.
Ach, und die Hälfte der Amerikaner hat Vorfahren in Deutschland, was mir dann auch immer alle ganz stolz erzählen. Selbst wenn es nur der Urururgroßonkel war ;D
Der Rosary Club an sich war für mich eine vollkommen neue Erfahrung, etwas ganz anderes und in Deutschland wäre ich wahrscheinlich noch nicht mal auf die Idee gekommen, zu so etwas zu gehen, aber es war wirklich ganz schön, schon allein wegen der ganzen Leute, die ich getroffen habe.

Jetzt gehen wir nachher ins Kino und heute Abend zu einer Starparty, also Sterne gucken. Wird bestimmt toll, weil der Himmel hier so schon immer so wunderschön aussieht.
Allen in Deutschland noch einen schönen Abend! 🙂

Jetzt ist hier schon mein zweiter Tag in Fallbrook angebrochen und ich bin einfach nur froh, hier zu sein!
Aber von Anfang an:
Am Montagmorgen bin ich mit meinen Großeltern und meine Eltern nach einer kurzen Nacht nach Münster zum Flughafen gefahren.
Nachdem wir mein Gepäck aufgegeben hatten (sie haben sogar die 23,9 kg durchgehen lassen!), kam dann der große Abschied.
Es war wirklich so, so traurig!
Als ich dann total verheult durch die Handgepäckkontrolle gegangen bin, haben mich alle total mitleidig angeguckt.
Der Flug nach Frankfurt war dann relativ ereignislos, abgesehen davon, dass es ziemlich geruckelt hat wegen des schlechten Wetters.
In Frankfurt angekommen musste ich dann erstmal fünf oder secht Treppen hochlaufen, bis ich endlich mein Gate gefunden hatte (wirklich, der Flughafen ist eeetwas unübersichtlich), aber ich habs zum Glück gefunden und meine Gruppe war zum größten Teil auch schon da.
Mit denen habe ich mich dann angestellt, um mein Ticket nach Chicago zu bekommen und da gabs dann schon das erste Missverständins. Irgendwie haben die da nicht gesehen, dass wir alle ein Visum hatten und wollten auf einmal irgendein Formular sehen, dass natürlich keiner von uns hatte! Erstmal Panik bei uns, aber dann hat sich das zum Glück geklärt.
Der Flug nach Chicago war…lang. Lang und etwas langweilig, aber ich hatte zum Glück ne nette Sitznachbarin, die auch mit Experiment geflogen ist.
Irgendwann hat eine Stewardess uns dann gefragt, ob wir exchange students wären und als wir ihr dann erzählt haben, wo wir hinkommen, war sie ganz begeistert.
Von da an nannte sie uns nur noch Wisconsin (da kommt meine Nachbarin hin) und California. War witzig 🙂
In Chicago angekommen mussten wir dann durch die Passkontrolle und da hatten alle ein bisschen Bammel vor.
Aber eigentlich war es gar nicht so schlimm, abgesehen von der Frau, die mein Visum kontrolliert hat und dabei erstmal die Hälfte der Zettel rausgerissen hat. "I thought Europeans were clever." Ehm, wer hat denn bitteschön alles rausgerissen, sie oder ich?!
Aber dann war ich endlich, endlich, ofiziell in Amerika! 
Durch den Zoll bin ich auch problemlos gekommen, aber das war schon etwas streng…wir mussten unsere Schuhe ausziehen ôo
Und ich stand dann da mit meinen Chucks ;D
Mein Flug nach San Diego hatte dann leider zwei Stunden Verspätung, sodass ich erstmal acht Stunden am Flughafen saß (und in Chicago am Flughafen kann man nicht gut sitzen…)
Aber dann bin ich um 2 Uhr nachts nach 28 Stunden ohne Schlaf letztendlich doch in Fallbrook angekommen und nur noch wie tot ins Bett gefallen.
Am nächsten Morgen hab ich bis fast 2 Uhr mittags geschlafen und ansonsten ist an dem ersten Tag nicht mehr viel passiert.
Ich hab mein Zimmer eingeräumt (Ich liiiiebe es! Allein schon das Bett!) und hab mich dann noch sehr nett mit meiner Gastmum unterhalten.
Die Kühlschränke hier drüben sind übrigens wirklich riiiesig! Genauso wie die Milch- und Saftkanister.
Alles ne Nummer größer als in Deutschland 😉

Der letzte, allerletzte Abend in Deutschland für 10 Monate…So richtig vorstellen kann ichs mir noch nicht.
Gestern waren wir, also meine Oma, mein Opa, meine Eltern und ich  bei meiner Tante in Neuss, weil die ja Geburtstag hatte und ich war wirklich froh, sie und meinen Cousin und überhaupt, nochmal sehen zu können. Auch wenns beim Abschied natürlich mal wieder Tränen gab. So langsam reichts mir hier mit der ganzen Heulerei 😉
Und dann haben sie mir auch noch so ein megasüßes Buch geschenkt…so mit "viel Glück" und "du schaffst das" und so Sprüchen halt. Richtig süß, aber da war dann halt komplett vorbei ;D
Heute abend war ich mit meinen Eltern noch ein letzes Mal Essen und dann haben meine Mama und ich meinen Koffer zuende gepackt…Ich will gar nicht von dem Drama reden^^
Erst waren wir voll frohgemut weils nur 16 kg waren und wir doch schon ne ganze Menge drin hatten…Aber als wir dann am Ende nochmal gewogen haben, waren es auf einmal 26 kg ôo Und 23 kg darf ich eigentlich nur mitnehmen.
Dann hieß es also umpacken und wieder wiegen und wieder umpacken…and so on…
Das Ende vom Lied war dann, dass ich meine Winterjacke morgen anziehen muss und ein paar Schuhe in meinem Rucksack gelandet ist, aber jetzt haben wir nur noch 23,6 kg. Weniger ging bei aller Liebe nicht^^
Wenn die morgen am Flughafen meckern, muss ich mal gucken, ob ich mir dann noch nen Pulli überziehe…oder notfalls auch noch zwei ;D

Ich werd dann auch mal so langsam ins Bettchen gehen. Morgen gehts um 6:45 Uhr Oma und Opa abholen und dann weiter zum Flughafen.
Das nächste Mal meld ich mich dann schon aus Amerika!

See you 🙂