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Wie aus der Überschrift ersichtlich wird, ging es heute Wandern. Wir starteten unseren Trip gegen 9 Uhr vom Haus der Mädchen aus. Von dort aus ging es zuerst nach Githure, um uns mit Essen und Trinken zu versorgen. Danach machten wir uns auf den Weg zu einem im Wald gelegenen Wasserfall, woraufhin wir dem Fluss folgten, um an einem nicht weit entfernten Platz zu Mittag zu essen (Weißbrot und Limonade). Nach erfolgreicher Stärkung wanderten wir durch den Wald des „Mt. Kenya“. Daraufhin machten wir uns auf den Rückweg, der uns durch Teefelder zurück nach Githure führte. Am Abend nahmen wir die uns dargebotenen Speisen dankbar an, da der Tag anstrengend gewesen war.

Heute Morgen unter leichten Schmerzen aufgrund der unkomfortablen Schlafsituation, geschuldet der fehlenden Matratze, aufgewacht, nahmen wir unsere morgendliche Mahlzeit ein, welche aus Toastbrot, Wurzeln und Chai bestand. Der unerwartet plötzlich einsetzende, starke Regen hinderte Lukas und Moritz daran, sich auf den Weg zu machen, um zur heutigen Arbeitsstätte in der Nähe des Refugiums der heranwachsenden Frauen zu gelangen. Statt zu arbeiten, belustigten die beiden sich an der Kochstelle, indem sie wohltuende und erfrischende Mandarinen zerkauten, um sie ihrem Verdauungstrakt zuführen zu können. Nachdem die Wolken sich ausgeregnet hatten, waren die halbstarken Männer endlich im Stande, ihre Beine in die Hand zu nehmen, damit sie zur Residenz eilen konnten. Da das Himmelswasser unsere Aufgabe, die darin bestand, die am Vortag mit Schweiß, Tränen und blutenden Händen, trotzdem aber mit Liebe und Zuneigung gepflanzten Macadamia-Bäume zu bewässern, vollkommen zufriedenstellend erledigt hatte, konnten wir uns während des gesamten Vormittages zu unserer Belustigung dem beliebten deutschen Kartenspiel namens „Doppelkopf“ widmen. Des Weiteren stand heute in unserem Curriculum ein Besuch der hiesigen „Githure Secondary School“, wo wir mit den Lehrern kommunizieren konnten, die uns in unserem Verständnis des kenianischen Schulsystems weitergebracht haben. Wieder im Domizil der Mitreisenden weiblichen Geschlechtes angekommen, begann eine weitere Runde des am Vormittag bereits praktizierten und uns sehr bespaßenden Spieles „Doppelkopf“. Danach folgte das abendliche Mahl, was die nächtliche Ruhe einläutete.

PS: Der Tag lässt sich zusammenfassen durch die Schlüsselbegriffe: Regen, Doppelkopf, Schule, Doppelkopf, Essen, Schlafen.

PPS: Bilder sind unter www.blog.weltklasse-werne.de , Passwort: kiriani zu finden.

drum lassen wir´s heute einfach sein

 

Arbeit, zwei volle Tage lang

in brütender Hitze direkt am Hang.

Wir mussten tiefe Löcher graben,

für unsere Macadamia-Gaben.

Der zweite Tag war nicht so schwer,

der erste dafür umso mehr.

Hacke, Spitze, 1, 2, 3,

wir wünschen uns ein Loch herbei.

Auf einmal macht es Donner, Blitz,

der Regen kam, gar kein Witz.

Wir rannten schnell in unser Haus,

und packten die Doppelkopfkarten aus.

Am Abend waren Frauen da,

und brachten uns ihren Tanz ganz nah.

Das Tanzen war nur Mädchensache,

die Jungs hielten an der Kamera Wache.

Ein Interview am Abend dann,

nebenan beim alten Mann.

Er sprach aus, was wir gesehen,

also konnten wir bestätigt gehen.

Gemolken haben wir die Kuh,

sie war glücklich und machten Muh.

Den Blog haben wir in Githure
geschrieben,

der lehre Akku hat uns dorthin
getrieben.

Das Hochlicht kommt jetzt ganz am
Schluss,

wir geben allen Gruß und Kuss.

Wir waren heute in einem Gottesdienst
der anglikanischen Kirche, wo wir sehr nett begrüßt wurden. Dort
wurden wir nach vorne gebeten, um uns und unseren Aufenthalt
vorzustellen. Nach Empfang der Eucharistie verließen wir die Kirche.
Anschließend aßen wir zu Mittag.

Nach der Mittagspause machten wir uns
auf den Weg zu einer weiteren Besichtigungstour des Umlands, unter
anderem besuchten wir einen Markt und den hiesigen Fluss.

Aufgrund unserer schmerzenden Füße
begaben wir uns nach dem Abendessen früh ins Bett…

29.3.:

 

Um 8.00 Uhr feucht (es ist heiß) und
fröhlich (es ist lustig) aufgewacht, fuhren wir „bald“ zu der
Bank, um Geld für den Erwerb von Macadamia-Bäumen zu besorgen, was
wir dann auch taten.

 

Nun ging es zu YARD, „Youth Action
for Rural Development“, einer Organisation, die verschiedene
Projekte durchführt, die die Jugend in der landwirtschaftlichen und
sozialen   Entwicklung weiterbildet. Uns wurde alles gezeigt.

 

Später besuchten wir einen
Kleinbauern, wonach wir etwa einen Kilometer an der Straße liefen.
Dann wurden wir von einem Edel-Matatu / Safari-Wagen abgeholt, mit
welchem wir zu einer Kaffeeplantage samt Mühle fuhren. Leider war
keiner da, so mussten wir notgedrungen ein kaltes Getränk an einem
See trinken, der die Trinkwasserreserve Nairobis darstellt.

 

Nachdem wir vollkommen erfrischt waren,
ging es zu einer Teeplantage. Am Abend war erneut ein Besuch des Blue
Post Hotels auf dem Plan, wo wir uns schonmal „vorentspannten“,
um morgen fit  zu sein, da wir ins Village umziehen werden.

 

30.3.:

 

Endlich geht’s ins Village. Natürlich
nach afrikanischer Zeit, sprich statt 9:30 um 11:00. Die Fahrt
verlief bis auf das letzte Stück relativ unspektakulär. Wir sind
jetzt in einem sehr abgelegenen Ort, in der Nähe von Embu, am Fuße
des Mount Kenya. Deshalb ist der Internetzugang ziemlich erschwert;
es gibt kein fließend Wasser und auch nur in einem von uns
entfernten Haus Strom.

 

Johanna und Julia leben bei der Familie
von David, einem unserer Guides, und Moritz und ich bei Kennedys
Familie. Das Leben ist sehr einfach und zum Teil sehr
gewöhnungsbedürftig (z.B. Plumpsklo). Trotzdem sind wir sehr
gespannt auf alles, was uns erwarten wird.

 

31.3.:

 

Nach dem Aufstehen um 7:30 ging es
direkt zum Wasserholen, zu Julias großer Freude mit einem starken
Bullen. Erst hat er Wasser gezogen und dann uns…

 

Nun haben uns unsere sehr netten
Guides, die in unserem Alter sind, die Umgebung gezeigt. Dabei haben
wir allen Höhen und Tiefen mitgenommen, in jeglicher Hinsicht.
Außerdem haben wir gefühlt sieben Millionen Hände schütteln
müssen, von Verwandten, Freunden und Bekannten.

 

In der Mittagspause konnten sich
Johanna und Julia eine „Dusche gönnen“, die aus einem Eimer
Wasser bestand.

 

Außerdem haben wir schon viele
Spezialitäten probieren dürfen, besonders die exotischen Früchte
schmecken noch besser als die letzte Woche in Thika.

 

Mit dampfenden Füßen werden wir heute
Abend in unsere zwei (!) Betten fallen…

 

 

 

Die Gefahr ist gebannt, heute mussten
wir um 8 Uhr aufstehen. Nach typisch afrikanischer Zeit haben wir uns
dann auch schon um 9:40 Uhr auf den Weg zu Anthonys „Village“ und
seiner ehemaligen Schule gemacht.

Unser direkter Weg zu Anthonys Schule
und Familie wurde spontan von einigen Planänderungen durchzogen,
sodass wir unter anderem einen Zwischenstopp bei einer Baumschule,
einem Steinbruch und einer Süßkartoffelplantage einlegten.

Endlich am Ziel angekommen wurden wir
sehr freundlich von dem Schulleiter von Anthonys ehemaliger Schule in
Empfang genommen und über das kenianische Schulsystem informiert.
Anschließend haben wir eine Stunde mit der 8. Klasse verbracht, in
der wir ihnen neben vielen anderen Dingen den Macarena-Tanz
beigebracht haben, wobei sie sehr viel Spaß zeigten.

Der Besuch der Schule löste bei uns
allen Gefühle aus; nicht nur gute.

Bei Anthonys Mama, wo wir wiederum
begeistert in Empfang genommen wurden, besichtigten wir ein Plumpsklo
und wurden ausreichend mit Essen und Tee versorgt, währenddessen wir
ein anregendes Gespräch mit Anthony über die moderne, politische
Geschichte führten.

Spät und müde machten wir uns
schließlich auf den Rückweg, womit ein aufregender Tag endete.

Nach einer Nacht des „Kräftetankens“ hieß es heute eine weitere Stunde eher aufzustehen, um 7. Wir nähern uns bedenklich der „Schulaufstehzeit“ an, eine äußerst alarmierende Entwicklung, die hoffentlich nicht im gleichen Maße voranschreitet. Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg zum „Kenyan Organic Agriculture Network“, kurz „Koan“. Dort bekamen wir von Samuel Informationen über organisches Essen und organischen Anbau in Kenia. Die Organisation ist vergleichbar mit der deutschen „BIO-Organisation“, sie vergibt ebenfalls Aufkleber für Produkte, die ohne chemische Einwirkung gewachsen sind.

Danach besuchten wir die Massai. Diese leben immer noch sehr traditionell, in Hütten aus Lehm, Kuhdung und Stöcken. Wir wurden sehr freundlich von ihnen begrüßt und bekamen einen Einblick in ihre Kultur.

Sofort nach dem Mittagessen machten wir uns auf den Weg, um für unser Abendessen einzukaufen, denn heute waren wir für die Verköstigung während der Abendstunden verantwortlich. Nach unserem Einkauf machten wir uns dann auf den Weg zu unserem Fußballspiel. Wir spielten ca. eine halbe Stunde in gemischten Mannschaften. Nach Abpfiff der Partie übergaben wir den Afrikanern noch einen extra für sie erworbenen Ball, worüber sie sich unglaublich freuten.

Da wir uns in der Nähe befanden, holten wir noch die Besichtigung der „14 Falls“ nach. Wir kletterten auf die im Fluss gelegenen Steine, um die Wasserfälle aus der Nähe zu betrachten. Zu Hause angekommen kochte Julia noch Nudeln mit Tomatensoße, unser typisch deutsches Gericht. Die Nudeln waren übrigens „Al Dente“ und die Tomatensoße vorzüglich, wenn auch ein bisschen scharf. Damit endete ein weiterer erlebnisreicher Tag in Kenia.

25.03.

Der heutige Tag begann um 9 Uhr mit dem Frühstück; es gab Toast mit
Margarine und den landestypischen Tee.

Gegen 10 Uhr machten wir uns auf den Weg in die „Mount Zion Church“,
eine im Stadtzentrum von Thika auf einer Dachterasse gelegenen
protestantischen Kirche. Der Gottesdienst war im Vergleich zum
deutschen völlig anders. Als wir die Kirche betraten, tanzten alle
Besucher zu einem Gospelsong. Auch die Länge des Gottesdienstes
unterscheidet sich vom deutschen, in Kenia dauert der Gottesdienst
2:30h, wovon die Predigt 45 Minuten ausmacht. Insgesamt lässt sich
sagen, dass die Liturgie der Gottesdienste in Kenia nicht
festgeschrieben ist, sondern sich der jeweiligen Stimmung der
Menschen anpasst.

Auf dem Rückweg von der Kirche hatten wir eine abenteuerliche Fahrt in
einem „Matatu“. Es war ein richtiges Hochlicht („Highlight“),
wir saßen mit 21 Leuten in einem für 15 Leute zugelassenem
„Matatu“. Es war sehr eng.

Als wir zu Hause angekommen waren, gab es Mittagessen.

Ungefähr um 16:30 Uhr, nachdem Anthony nach Hause gekommen war, fuhren wir zum Park des „Blue Post Hotels“. Auf dem Weg dorthin hielt
Anthony spontan am Straßenrand, um für uns Ananas zu kaufen. Im
Park selber haben wir uns die Wasserfälle des “Chanias“
angesehen und mit Anthony ein Gespräch über die afrikanische Kultur
geführt.

Nach dem Abendessen unterhielten Lukas und ich uns noch mit Anthony über
Fußball, bis wir gegen 22:00 Uhr zu Bett gingen.

26.03.

Heute mussten wir bereits um 8:00 Uhr aufstehen und frühstücken. Um 9:00
Uhr fuhren wir erneut in den Park des oben genannten Hotels, wo
gerade ein Parteitag der „KANU“-Partei stattfand, und sahen uns
die Tiere im hoteleigenen Zoo an, unter anderem Krokodile und
Stachelschweine.

Danach besuchten wir zwei verschieden Märkte, auf welchen wir Ananas und
Wassermelone aßen und Johanna ein afrikanisches Kleid anprobierte,
was „mir sehr gut stand 😀 “ (Johanna Möer).

Zum Mittagessen gingen wir in das „Pork City“-Restaurant, wo wir
einen Partner von Anthonys Macadamia-Farm trafen, der uns zum Essen
einlud. Es gab Schweinefleisch, Ugali und Sukuma. Aufgrund des
Fehlens von Gabeln waren wir gezwungen, unser Essen mit der Hand
einzunehmen, ein Kindheitstraum von mir ging in Erfüllung.

Nach der Mittagsruhe machten wir uns mit Anthony zusammen auf den Weg zum
höchsten Berg Thikas, dem „Büffelberg“, auf Englisch Mountain
of the Buffalo. Wir besuchten das am Fuß des Berges gelegene Dorf,
wo wir zusammen mit Anthony Fleisch einkauften. Danach wollten wir
noch die „14 Falls“ besichtigen, aber es war bereits zu spät.

Auf dem Rückweg sahen wir dann fußballspielende Kinder am Straßenrand,
worauf wir anhielten und ca. 5 Minuten mit ihnen spielten. Wir
mussten ihnen versprechen morgen wiederzukommen und ein bisschen
länger mit ihnen zu spielen. In der Hoffnung auf ein großartiges
Rückspiel gingen wir relativ früh ins Bett, um Kraft zu tanken.

6.15 Uhr – Treffen am Düsseldorfer Flughafen

6.55 Uhr – Einchecken

7.25 Uhr – Der Flieger Richtung Paris startet

8.40 Uhr – Ankunft am Pariser Flughafen Charles de Gaulle

11.40Uhr- Abflug in Richtung Nairobi(geplant: 11Uhr! Vielleicht schon ein kleiner Vorgeschmack auf das kenianische Zeitgefühl? 😀 )

21.40Uhr- Ankunft am Flughafen in NAIROBI

Nach einer langen und ermüdenden Anreise sind wir endlich in unserem Abenteuerland angekommen. Als wir aus dem Flugzeug ausgestiegen sind, waren wir erstmal von der Temperatur und der Luftfeuchte überrumpelt. Um knapp 10 Uhr abends gute 23°C und gefühlte 90% Luftfeuchtigkeit. Außerdem haben uns die kenianischen Bürger freundlich begrüßt und uns großes Interesse entgegengebracht.

Danach gingen wir auf die Suche nach Anthony, unserem Koordinator, bei dessen Familie wir in der ersten Woche wohnen werden, um uns in Kenia einzufinden. Am Ausgang des Flughafens haben sich schon viele Menschen, welche mit Schilder nach ihren Leuten gesucht haben, eingefunden. Dort sahen wir dann auch das Schild mit der Aufschrift: „Stiftung Weltklasse (de) !“ Wir wurden von Anthony und seinen beiden Söhnen (Silvester-5Jahre, Victor-7Jahre) freundlich in Empfang genommen.

Nun ging es Richtung Thika und das war auch gut so, denn wir waren alle ein wenig mitgenommen von der Anreise. Jedoch hat sich der Weg dorthin als eine spannende Tour erwiesen. Moritz und Lukas sind mit Silvester, Victor und den 2 Fahrern eines sogenannten „Matatu“, das gängige öffentliche Verkehrsmittel dort, gefahren. Johanna und ich sind mit Anthony in seinem Auto mitgefahren. Die Straßen, die wir benutzt haben, waren auf jeden Fall etwas anderes als die deutschen. 50cm tiefe Schlaglöcher, unbefestigte Seitenstreifen, unvollständig ausgebaute Straßen oder auch einfach nur Schotter bzw. Lehm. Auch der Fahrstil ist zu erwähnen. Er ist mit Anthonys Satz : „In Kenya we need no rules!“ einfach zu beschreiben. Deshalb war die Fahrt an der ein oder anderen Stelle ein kleine Überwindung für uns.

Nachdem wir einen ca. 3,5Std langen Weg zurück gelegt haben, der aufgrund einer Panne des Matatu von vorhergesagten 45min hervorgerufen wurde, kamen wir endlich in unserer Wohnung an. Als wir uns mit einer Mahlzeit, welche von Anthonys Frau Veronica gekocht wurde, ein wenig gestärkt hatten, konnten wir uns um 2.30Uhr, nach einem herzlichen Gespräch mit Anthony, endlich ins Bett fallen lassen.

Sonntag um 10Uhr geht es weiter mit einem Gottesdienstbesuch.

Julia Seifert

Johanna Möer, Moritz Berger, Julia Seifert, Lukas Möller (v.l.)

Kenia? Ihr fahrt echt nach Kenia? Das ist ja cool! Und was macht ihr da? Urlaub oder was? – Ne, da müssen wir euch enttäuschen, wir machen was viel Besseres: Wir arbeiten!

Egal wem wir diese Neuigkeit auch erzählt haben, so oder ähnlich waren die Reaktionen. Wir, das sind Johanna Möer, Julia Seifert, Moritz Berger und ich, Lukas Möller, und wir fliegen für einen Monat nach Kenia. Es handelt sich dabei um ein Projekt der Stiftung Welt:Klasse, das nun schon zum fünften Mal an unserer Schule, dem Gymnasium St. Christophorus in Werne, durchgeführt wird. Dabei war bisher immer ein Ort in China, wohin auch parallel zu uns vier Schüler unterwegs sein werden, das Ziel, diesmal aber zum ersten Mal auch ein Aufenthalt in Kenia. Darüber werden wir in den nächsten Wochen einen Blog schreiben, um unsere Erfahrungen zu schildern.

Jetzt, eine Woche vor dem Start, steigt mit jeder Sekunde die Spannung. Was wird uns erwarten? Wie kommen wir in einer völlig anderen Kultur zurecht? Es findet sich zwar auch ein gewisser Grad an Unsicherheit und mulmigem Gefühl, aber das wird ganz klar von der Lust nach neuen Erfahrungen überwogen. Schließlich haben wir eine intensive Vorbereitung genießen dürfen. Zum einen haben wir durch mehrmalige Treffen mit dem Organisator des Projektes an unserer Schule, unserem Schulleiter Herrn Dr. Jörgen Vogel, und durch selbst erstellte Referate schon einiges über unser Reiseland hinsichtlich Klima, Geschichte, Staat, Kultur u.a. erfahren, zum anderen hatten wir ein interkulturelles Training. Dazu ist der interkulturelle Trainer Ümit Konuray für ein Wochenende an unsere Schule gekommen und hat uns  gezeigt, wie man sich im Umgang mit fremden Kulturen verhält, kommuniziert oder mit Konfliktsituationen umgeht. Also sind wir gut vorbereitet.

Doch wofür eigentlich? Wie ich zu Beginn geschrieben habe, sind wir keine Touristen im engeren Sinne. Der Sinn unserer Reise ist es, mit vielen verschiedenen Menschen im Alltag  zusammen zu leben und daher auch mit ihnen zu arbeiten, wobei die Kommunikation, der Austausch zwischen zwei Kulturen, das Wichtigste darstellt. Genau aus diesem Grund haben wir uns für dieses Projekt entschieden, wir sehen dabei auch, welch große Verantwortung wir haben, als Botschafter unserer Schule, unseres Landes und auch Europas. Gerne wollen wir den Menschen zeigen, wie wir hier „ticken“ und gleichzeitig sehen, wie die Menschen dort denken. Zunächst werden wir eine Woche in Thika, einer Stadt zwischen Nairobi und dem Mount Kenya, bei einem lokalen Koordinator zu Gast sein, dann für 16 Tage in einem Dorf in der Nähe von Embu, 120 km nordöstlich von der Hauptstadt, wo wir Macadamia-Bäume pflanzen und die Nüsse ernten und weiterverarbeiten werden und in den letzten Tagen werden wir  in einer Slumschule von Nairobi als Englischlehrer tätig sein.

Zurzeit sind wir gerade dabei, alles Wichtige zusammen zu suchen und unsere Koffer zu packen, was nicht so einfach ist, da wir an sehr viel denken müssen. Wichtig sind vor allem die Gastgeschenke; wir haben uns unter anderem dafür entschieden, Pumpernickel als typische westfälische Spezialität mitzubringen. Einzig der Umstand, dass Moritz in der letzten Woche krank war, hat unsere Vorfreude ein wenig getrübt. Doch zum Glück ist er schnell wieder gesund geworden.

Wir freuen uns darauf, über unsere Erfahrungen zu berichten! Viele Grüße

Lukas Möller