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Hallöchen zusammen,

die Zeit rennt irgendwie schon wieder. Wir haben Ende August und in ca. 9 Wochen hoffe ich auf was? SCHLUPFTERMIN!!! Der 100. Tag bei Peppers Eier wird der 28. Oktober sein, mal schauen, mit wieviel Tagen vor oder danach uns die Schröten überraschen… Ich habe mir ein Ei aus dem Gelege wieder ausgesucht, das jeden Samstag für einen Fototermin herhalten muss. Ja, so einmal die Woche die Veränderungen im Ei zu sehen ist immer wieder schön und spannend. Alle, die meinen Blog hier schon die letzten Jahre gelesen haben, kennen das natürlich. Aber für die neu zugekommenen ist es vielleicht genauso spannend…

Hier also mal die Aufnahmen nach 3, 4, und 5 Wochen (10.8., 17.08., 24.08.):

Eientwicklung

Alles läuft nach „Plan“ der vergangenen Jahre, bis dato gibt es also nichts zu beklagen. Alle Schröten genießen noch das schöne Wetter draussen, ich will mal hoffen, dass wir noch einen guten September und vielleicht auch noch eine gute Woche im Oktober haben, bevor die Innensaison wieder beginnt. Gewächshaus ist jedenfalls mit Wärmelampen und Heizung ausgestattet, so lang wie möglich sollen die Tiere natürlich dieses Jahr noch draussen verweilen.

 

Eine andere Art von Dokumentation, die mir schon länger im Kopf rumgeisterte, habe ich diesen Sommer auch endlich mal in Angriff genommen: meinen ersten eigenen Kalender. Habe mit meinen schönsten Pyxidea-Fotos einen Kalender für 2014 entworfen. Letzte Woche frisch aus der Druckerei eingetroffen. Nur in kleiner Auflage hergestellt, wer Interesse hat und einen erwerben möchte, möge mir bitte eine mail schicken…
(Größe A4, 300 gr. starkes zertifiziertes Kartonpapier, Spiralaufhängung, Blätter zum Umschlagen, mit grauer Rückpappe, Kalendarium mit Platz für Eintragungen von Terminen, Geburtstage etc.).

Und so schaut er aus:

Kalender Pyxidea mouhotii 2014

 

So, das war´s erst mal wieder. Macht Euch noch eine schöne Woche, das Wetter soll ja noch mit Sonnenschein anhalten,

Ines

 

Hallo zusammen,

das Wichtigste vorab: Safran hat nach 15 Tagen Buddeln endlich ihre Eier abgelegt. Und wie es der Zufall will: genau dasselbe Datum wie im letzten Jahr, der 10. August. Nur sind es diesmal nicht 7 Stück, sondern 5. Sehen alle gut aus, Gewicht und Größe alle „in der Norm“. Das erste kam um 17.35 Uhr ans Tageslicht, das letzte um 17.46 Uhr.

 

Pyxidea mouhotii Eiablage „Safran“ 10. August 2013

 

Hier die Daten dazu:

Ei 1: 23,5 gr., 42 x 29 mm

Ei 2: 22 gr., 42 x 28 mm

Ei 3: 22,5 gr., 45 x 27 mm

Ei 4: 23 gr., 42 x 29 mm

Ei 5: 23 gr., 42 x 29 mm

 

Der Brutschrank ist nun gut gefüllt, bebrütet wird wie jedes Jahr bei 27 Grad Celsius und 93 Prozent Luftfeuchte.

Pyxidea mouhotii Eier im Brutschrank

 

Das Gelege von Pepper, die drei Eier, entwickeln sich genau nach Plan. Nach 14 Tagen waren Embryos beim Durchleuchten sichtbar, wie kleine dicke Bleistiftstriche…. Ich werde wieder einmal pro Woche eine Aufnahme machen, um den Entwicklungsstand nachzuhalten.

Pyxidea mouhotii Ei nach 14 Tagen: der Embryo ist beim Durchleuchten zu erkennen.

 

Ich hoffe, dass die Entwicklung weiterhin gut voranschreitet. So grob 100 Tage warten steht wieder auf dem Programm (bis Ende Oktober).  Aber 22 Tage haben wir ja schon geschafft 🙂

Bis die Tage,

Ines

 

Hallo zusammen,

Peppers Gelege ist da. Wie auf der Tierarzt-Röntgenaufnahme ja ersichtlich war, konnte ich genau drei Stück erwarten.

Am vergangenen Donnerstag begannen die Probebohrungen, Kraterlandschaften waren wieder an der Tagesordnung. Aber Pepper ist da nicht so ausdauernd wie Safran: Am Samstag schaufelte sie ab 14 Uhr nur noch mit den Hinterbeinen in dem für gut befundenen Loch. Um 15.50 kam das erste Ei, fünf Minuten später Nr. 2 und 3 in einem Zug.

Für mich war es wieder mal fantastisch, die Ablage mitzubekommen. So konnte ich unzählige Fotos und ein Video machen. Vor allem, da die Schröte sich auch sehr fotogen platzierte 🙂

 

Pyxidea mouhotii Ablage „Pepper“ 20. Juli 2013

 

Hier für alle Interessierten Grösse und Gewicht:

Ei 1: 49 x 27 mm, 21,5 gr.

Ei 2: 49 x 26 mm, 20,5 gr.

Ei 3: 47 x 26 mm 19,5 gr.

Alles in der Norm der letzten Jahre. Der Brutschrank war natürlich längst vorbereitet. Und was so perfekt begonnen hatte, setzte sich dann am nächsten Morgen fort. Sonntag um 7.00 Uhr zeichnete sich bei Ei Nr. 1 und 2 eine schöne Keimscheibe ab, Ei Nr. 3 zog eine Stunde später hinterher. Perfekt, das gesamte Gelege also befruchtet!

Hier die Aufnahme von Sonntag, genau 24 Stunden nach der Ablage: die immer ersehnten „Bauchbinden“ kringeln sich schön um die Eier….

 

24 Stunden nach der Ablage: alle Eier befruchtet!

 

Pepper hat auch nur  das Gewicht verloren, was die Eier gewogen haben. Vor der Ablage zeigte die Waage 1105 Gramm, nach der Ablage 1044.  So, dann hoffe ich mal, dass die Entwicklung gut voranschreitet.

Auf Safrans Ablage warte ich hier noch. Die Dame macht noch gar keine Anstalten. Sie futtert noch Mengen an Sepiaschalen 🙂

 

Pyxidea mouhotii „Safran“ frisst Sepiaschale vor der Eiablage.

 

Ihr Gewicht ist mittlerweile auf 1009 Gramm angestiegen. 4 Eier konnte ich beim palpieren erfühlen, so langsam quillt wieder alles an den Hinterbeinen (habe Euch letztes Jahr ja mal ein Foto davon eingestellt).  Aber sie ist top drauf, da wird hoffentlich wie die vergangenen Jahre auch alles wieder gut gehen. So bald ich Neuigkeiten habe, melde ich mich wieder.

Ich hoffe, Ihr seid auch dieses Jahr wieder dabei und habt noch Spaß daran, die weitere Entwicklung mitzuverfolgen 🙂 Feedback gerne erwünscht!

Euch allen eine heiße Woche,

Ines

 

 

Hallöchen zusammen,

endlich ist es warm. Lange genug haben wir gemeckert, nun kann sich wohl keiner mehr beschweren: der Sommer ist da. Auch schön für meine Tiere, die natürlich nun endlich die Sommersaison genießen können. Und natürlich gibt es Neuerungen. Sei dem 27. Juni weiß ich genau, dass Safran Kalkschalen in sich trägt, beim palpieren waren drei definitiv fühlbar. Sieben Stück wie im letzten Jahr werden es wohl nicht sein, so „fett“ wirkt sie diesmal nicht. Lassen wir uns überraschen, wieviele es letztendlich sein werden….

Bei Pepper eine Prognose abzugeben – geschweige denn etwas zu „erfühlen“ – gestaltete sich die Jahre ja immer etwas schwierig. Am 28. Juni ließ ich sie deshalb beim Tierarzt röntgen, um auch da Gewissheit zu haben, ob es von ihr dieses Jahr ein Gelege geben wird. 2012 war ja nichts. Und Freude über Freude: 3 Eier wachsen heran!

 

Pyxidea mouhotii „Pepper“, Röntgenbild, 28. Juni 2013, drei Eier.

 

Da noch keine Probebohrungen erfolgen, kann sich die Ablage sicherlich noch bis in den August hinziehen. Jedenfalls bei Safran, da sie ja gerne mal bis zu drei Wochen braucht, ehe es ihr behagt, die Kalkschalen endlich herzugeben 🙂 Bei Pepper ist es da schon anders, das kann ruckzuck gehen, wenn sie soweit ist. Und natürlich hoffe ich wie immer, die Ablage mitzubekommen.

Ich kann mich hier also auf wenigstens sechs Eier einrichten. Bleibt wie jedes Jahr die Frage, wieviele befruchtet sein werden. Wie sag ich immer: hoffentlich wenigstens eins, das wäre schon aller Mühe Lohn.

Sobald sich hier was abzeichnet, melde ich mich wieder. Die Freunde bei fb sind bei Neuerungen etwas besser dran, da geht es schneller zu posten 🙂

Bis die Tage, genießt die Sonne,

Ines

 

 

Hallo zusammen,

 

ja, übers Wetter meckern wir mittlerweile alle. Grausige Kälte Ende Mai, nachts sogar bis auf 2 Grad hinunter, die Heizungen laufen noch, die früher schon Anfang Mai auf Sommerbetrieb umgestellt waren – Sonnenstunden machen sich rar. So langsam schleicht sich bei mir der Gedanke ein, ob das nicht schon die ersten Ausläufer des Klimawandels sind. Die letzen Jahre haben wir immer nur mit einem Ohr zugehört, wenn die Voraussagen für die kommenden Jahre sich dramatisch anhörten, und wahrscheinlich haben wir die „Zukunftsaussagen der Experten“ auch insgeheim belächelt – so nach dem Motto: Das betrifft uns nicht. Aber die rasante Eisschmelze, die Zunahme von massiven Wetterkapriolen und vor allem auch teils dramatischen Verschiebungen von Klima- und Temperaturbedingungen lassen doch ein klitzekleines Fragezeichen in meinem Hinterkopf zurück. Vielleicht sollten wir mittlerweile doch mal etwas genauer zuhören, was die Fachleute prognostizieren – und so langsam ein klein wenig umdenken und etwas schneller „ökologischer“ handeln? Es ist natürlich nur eine Spekulation, was ich hier von mir gebe, aber die Auswirkungen des Wetters sind nun mal auch Bestandteil in meinem „Schrötenhaushalt“.

Seit einer Woche sind alle meine Tiere nach einer Woche Aussensaison wieder in die Terrarien gezogen. Eigentlich war ich glücklich darüber, Mitte Mai endlich alle Terras abschalten zu können und die Schröten genossen die paar Sonnentage im Gewächshaus und in den Aussengehegen. Die Vorhersagen, gerade was die Nachttemperaturen anging, wurden dann aber recht düster. Nichts mehr mit zweistellig. Zwei Tage hab ich mir das Schauspiel angeguckt, aber als alle Tiere wohl meinten, sie müssten sich wieder auf die Winterstarre vorbereiten und anfingen, sich tief zu verbuddeln, war Schluß mit lustig. Gut, dass die Terras noch nicht leergeräumt waren, so musste nur an einigen etwas Hand angelegt werden, um wieder alles auf Normalzustand zu bringen. Ich persönlich finde es für die Tiere katastrophal. Der Jahresrhythmus ist doch jetzt schon wieder im Eimer.

Wie dem auch sei, ändern kann ich es ja nicht und nur das Beste für die Schröten tun. Also verbringen sie die nächste Zeit wieder bei muckeligen Temperaturen in ihren Glasbehausungen – und wir Menschen atmen weiter Heizungsluft. Und so wie es aussieht, wird sich das laut Vorhersagen auch in der kommenden Woche nicht ändern. Ich kann mich gar nicht so recht daran erinnern, ob ich jemals schon so intensiv heimische Wetter- und Temperaturtabellen studiert habe, wie dieses Jahr….

Jedenfalls gibt es aber „normales“ zu berichten. Die Nachzuchten vom vergangenen Jahr entwicklen sich prächtig. Mittlerweile sind sie auch an Gemischtkost gewöhnt, so dass die Fütterungsvielfalt auch hier wie bei den älteren endlich gegeben ist. Klar steht Lebendkost immer noch an erster Stelle, das ist aber auch gut so. Der Jagdtrieb soll ja auch weiter ausgebildet werden 🙂

Eins meiner spengleri-Weibchen muss im Moment „schwanger“ sein, sprich eine Kalkschale in sich tragen. Mit 161 Gramm ist sie schon 11 Gramm über dem Soll. Sepiaschale wird gerne und viel genommen, sogar lieber als Futter, da dürfte es in Kürze hier also eine zweite spengleri-Ablage geben. Mehr als erfreut und glücklich bin ich bei meiner alten Pyxidea-Dame „Pepper“. Sie hatte letztes Jahr ja kein Gelege und war über die Winterzeit die einzigste, die nicht zur Ruhe kam. Letzte Tage, nachdem das Gewicht ständig stieg, konnte ich beim vorsichtigen palpieren zwei kleine Kügelchen ausmachen – jaaaa, da wachsen Kalkschalen heran! Ihr Gewicht beträgt mittlerweile 1130 Gramm, ihr Grundgewicht liegt normalerweise so um ein Kilo. Auch hier kann ich verstärkte Sepiaaufnahme beobachten, bestes Zeichen! Aber sie hat wieder eine ihrer alten Angewohnheiten: Tagelang/Wochenlang im Wasser sitzen. Die letzten Tage hat sie sich die Sepiaschalen sogar in die Wasserschüssel geholt, um sie da zu fressen, ich hab geguckt wie Auto. Ich stelle mich – nach vorsichtiger Fühl-Schätzung der Eiergrössen bis dato – bei der Ablage mal grob auf August ein, ob ich da richtig liege, wird sich noch herausstellen….

Habe die vergangene Woche mit den paar Sonnentagen aber genutzt, um alles neue Fotos von den Tieren zu machen. Stelle Euch hier mal drei aktuelle von den Pyxideas ein. Ansonsten? Weiter hoffen, dass es endlich besser wird. Alle, Mensch und Tier, warten sehnlichst auf Sonne….

In diesem Sinne, eine schöne Woche,

Ines

Etwas gutes hat das regnerische Wetter ja: Schnecken. Futter, das gerne angenommen wird (Pyxidea mouhotii).

 

 

Hanh Phuc, eine meiner Nachzuchten. Mittlerweile mit sieben Jahren auch schon ein prächtiges Tier (Pyxidea mouhotii).

 

 

Tam Dao, die Nachzucht vom vergangegen Jahr, geniesst die ersten Sonnenstrahlen in seinem Leben (Pyxidea mouhotii).

 

Hallo zusammen,

habe mich lange nicht gemeldet, über die Winterzeit ist ja meist auch Ruhe im Karton. Die Winterruhe haben alle Schröten gut abgeschlossen. Eigentlich muss ich sagen fast alle, Pepper hat nur kurze Zeit, etwas 14 Tage, es etwas ruhiger angehen lassen. Ansonsten hat sie mal wieder über Wochen in der Wasserschüssel verbracht. Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt, dass die Dame so ihre unerklärlichen Eigenheiten hat.

Die Paarungszeit nach der Winterruhe ist bei den Pyxideas auch schon erfolgt. Ich will mal hoffen, dass es fruchtbar war :-), auf Gelege hoffe ich ja wie jedes Jahr. Mein kleinstes Spengleri-Weibchen hatte vorgestern nacht schon die erste Ablage, der Ansatz muss aber noch vom letzten Herbst sein. 14 Tage vorher war sie wieder sehr aufgeregt und bald Tag und Nacht im Terra unterwegs. Fressen war eingestellt, nur ordentlich Sepiaschale war angesagt. Als sie am Mittwoch dann permanent wieder „die Wände hoch“ wollte, wußte ich, dass es nicht mehr lange dauern würde. Das untrügliche Zeichen…. In dem extra herrgerichteten Ablageterra erfolgte dann in der Nacht auch die Ablage, die ich leider nicht mitbekommen hatte. Erst gestern morgen fand ich das Ei dann unter dem Moos versteckt. So früh im Jahr hatte ich noch nie ein spengleri-Ei. Aber so wie es ausschaut, ist es wohl unbefruchtet. Mal noch bis morgen abwarten, aber groß ist die Hoffnung nicht. Meine anderen beiden spengleri-Weibchen warten  im Moment auch mit einem sehr hohen Gewicht auf, ich kann aber nicht sagen, ob da Kalkschalen in Vorbereitung sind. Schön wäre es ja.

 

spengleri-Weibchen 2013 vor der ersten Eiablage

 

 

Die Pyxidea-Nachzuchten vom vergangenen Herbst entwickeln sich prächtig. Mittlerweile ist auch die Neugier da, dass es noch anderes Fressbares gibt als nur Regenwürmchen… Durch den Wolf gedrehte magere Putenherzen und geraspelte Möhren fanden schon reißenden Absatz. Gut, dass die Nahrungsaufnahme nicht mehr nur auf sich bewegende Kost ausgerichtet ist, da ist das Angebotsspektrum doch gleich vielfältiger.

 

Pyxidea NZ von 2012 lässt sich Möhren schmecken

 

Im Moment hoffe ich, wie Ihr alle wohl auch, auf wärmeres Wetter. Damit draussen endlich wieder das Gewächshaus und die Aussengehege herrgerichtet werden können und die Tiere ab Mai endlich wieder nach draussen ziehen können. Ab nächste Woche sollen die Temperaturen ja zweistellig bleiben – hoffen wir mal.

So, die Blogschreiberei ist damit für 2013 wieder eröffnet. Hoffen wir auf ein schönes Schrötenjahr mit vielen Geschichten.

Ines

 

Hallo zusammen,

am Wochenende war es dann soweit: die Nachzuchten konnten ins Aufzuchtterrarium umziehen. Das Plastron hatte sich Samstag bei beiden geschlossen gezeigt.

Das Terra wurde kurz erkundet, Erde, Moos, Hölzer und Laub für gut befunden. Jeder der beiden verkroch sich dann abends in eine Ecke und buddelte, was das Zeugs hielt. Dass so kleine Füße soviel Erde bewegen können 🙂 . Jedenfalls hat jeder nun so seine Schlafecke gegraben. Mal sehen, wann ich sie ans Fressen bekomme. Noch dürfte der Hunger nicht groß sein.

Schöne Woche,

Ines

Hallo zusammen,

es ist alles glatt gegangen! Zwei Nachzuchten von Pyxidea mouhotti kann ich seit gestern präsentieren.

Ab dem 90. Tag stellte sich bei mir natürlich wie jedes Jahr die Unruhe ein. Wann würden die ersten Risse in den Schalen erscheinen? Ihr könnt Euch vorstellen, dass die Spannung mit jedem Tag mehr, der ins Land ging, natürlich unerträglich wurde. Aber am 99. Tag (17. November 2012) dann endlich: um 14.45 Uhr hatte das grössere Ei (Nr. 6) vorne ein kreisrundes kleines Loch. Es sah fast so aus, als hätte es jemand mit einem Locher fein säuberlich ausgestanzt. Ein fitzeliges Stückchen Nase mit Eischwiele hatte sich den Weg ins Freie gepickt. Den ganzen Tag über fielen dann nur kleinere Stückchen, die Aktivität und der Drang, ganz herauszukommen, folgten erst in den frühen Morgenstunden des darauffolgenden Tages. Am 18. November um 18.55 Uhr hatte die Schröte es dann endlich ganz geschafft. Mit einem mächtigen Satz rannte sie fast aus ihrer Kalkschale.

Beim ersten In-Augenschein-Nehmen war ich doch etwas besorgt. Es war noch eine grössere Menge Dottersack vorhanden, der Bauch somit auch noch nicht geschlossen. Im Endeffekt hätte der Krümel sich noch gut eine Woche im Ei Zeit lassen können… Dass mal Reste vorhanden sind, kommt schon mal vor, aber diese Grösse hatte ich noch nicht. Also musste erst eine kleine desinfizierte Box her, spartanisch eingerichtet mit warmen feuchten Tüchern, um dem Dottersack keinen Dreck und damit einer Infektion auszusetzen. Das wäre ein Todesurteil. Der Schröte schien das aber überhaupt nichts auszumachen. Sie war sehr agil und rannte hochbeinig in der Box umher, als gäbe es kein Morgen… Erste Versuche, die steile Wand hochzuklettern, gab es natürlich auch. Irgendwie sind die Schröten da alle gleich – erstmal versuchen, auszubüxen!

Schon einen Tag später hatte sich der Dottersack halbiert und war abgetrocknet. Ich war beruhigt, alles ging gut. Heute ist nur noch ein Minimum vorhanden, ich schätze mal, dass bis zum Wochenende die Bauchdecke geschlossen sein dürfte und die Schröte in ein kleines Terrarium ziehen kann. Sie hat den Namen „Tam Dao“ bekommen, nach meinem Traum-/Lieblingsort in Vietnam. Sie wiegt 12,5 Gramm. Messen werde ich erst am Wochenende, wenn sich der Panzer komplett entfaltet hat und nicht mehr die Eirundungen aufweist.

Hier eine kleine Fotofolge:

Tam Dao

 

Tam Dao

 

Tam Dao

 

Tam Dao

 

Tam Dao

 

Tam Dao

 

Ganz in Ruhe konnte ich nun abwarten, wann wohl das zweite Ei aufgehen würde. Wenn diese Schröte auf dem selben Stand sein würde wie Tam Dao, wäre es von Vorteil, noch drei bis vier Tage in der schützenden Hülle zu verbleiben… Aber es ging ruckzuck weiter. Am Montag (19. November) lugte um 10.30 auch dort eine Nasenspitze aus dem Ei. Dieses Ei war das Kleinste aus dem grossen 7er-Gelege von Safran. Den ganzen Tag über tat sich aber nichts weiter, als ob die Schröte Kraft sammeln würde. Erst gestern mittag ging es dann richtig los. Über zwei Stunden lang brach Stück um Stück ab. Nachdem die Hälfte der Eischale dem Drängen zum Opfer gefallen war, schaffte die kleine Schildkröte es sogar, sich einmal komplett innen zu drehen! Das habe ich bei allen Nachzuchten vorher auch noch nie gesehen. So halb auf dem Rücken liegend schaute sie dann rundum, bevor es wieder weiterging, um sich endlich zu befreien. Um 16.11 Uhr war es dann auch nach 101 Tagen soweit. Sie verließ die Kalkschale.

Auch bei ihr war noch ein Rest Dottersack vorhanden, aber nur in geringem Ausmaße. Also wurde auch diese Schröte, die den Namen „Bao“ trägt, kurzerhand in eine weitere Box verfrachtet und auch wieder in den warmen Brüter gestellt. Auch da wird es voraussichtlich am Wochenende den Umzug ins Terra geben. Erstaunlich auch bei ihr, wie groß der Laufdrang war. Über vier Stunden dackelte sie in der Box rum, mit neugierigen Versuchen, ob man an den Ecken nicht nach oben kam… Bao bringt 10,5 Gramm auf die Waage. Von der Farbe her ist sie etwas heller als Tam Dao.

Hier die Fotos von Bao:

Bao

 

Bao

 

Bao

 

Bao

 

Bao

 

Bao

 

Bao

 

Bao

 

Bao

 

Ich bin mehr als zufrieden, dass beide befruchtete Eier etwas geworden sind. Die Startgewichte sind gut, ich nehme mal an, dass beide die Chance haben, sich prächtig zu entwickeln. Und wenn am Wochenende auch der zweite Brüter wieder bis zur nächsten Saison verstaut wird, kann ich glücklich in die Wintersaison gehen. Die meisten meiner Schröten sind schon in der Winterruhe, bis auf die Kleinen vom letzten und vorletzten Jahr natürlich. Obwohl die sich auch nur noch sporadisch blicken lassen. Es wird also ruhig hier werden…

 

Zum Abschluss noch ein Bild von beiden.

Tam Dao (l.) und Bao (r.)

 

Bis die Tage,

Ines

 

Hallo zusammen,

 

ja, sie sind sehr weit, die beiden Krümelchen in den Pyxidea-Eiern. Wir schreiben heute Tag 76, und beim Durchleuchten sieht man schon mächtige Bewegungen im Inneren.

Panzer, sogar die Zacken hinten, Füße und Kopf sind klar abgegrenzt. Und ich konnte sogar schon  einzehnen Zehen erkennen, die von innen gegen die Kalkschale drückten. Blutgefäße sind nicht mehr sichtbar, was noch ein wenig rötlich beim Durchleuchten unten schimmert, ist der Dotter…

Ich schätze mal, dass ich ab dem 90. Tag jederzeit mit dem Schlupf rechnen kann. Dieses Jahr hatte ich bei der Bebrütung sicherlich einen klaren Vorteil. Durch die Anschaffung eines neuen Brutschranks konnte ich die Luftfeuchtigkeit definitiv besser halten als all die Jahre zuvor. Schwankungen waren kaum zu verzeichnen, selbst heute, nach nur zweimal Wasser nachfüllen seit Beginn der Bebrütung, zeigt die Anzeige ständig 90%. Perfekt also. Klar, die Technik entwickelt sich ja auch weiter, und der alte Brüter hat immerhin auch schon 10 Jahre auf dem Buckel. Ich schätze mal, da das Ausbrüten von Pyxidea-Eiern ja nur mit einem peniblen Einhalten von Temperatur und Luftfeuchte zum Erfolg führt, brauchte ich diesmal zur Hälfte der Zeit nicht bangen, dass die Entwicklung aufhörte.

Ich habe heute morgen mal ein paar Sekunden die Videokamera beim Durchleuchten eingeschaltet. Ist ganz gut zu erkennen, das in der Kalkschale das Leben tobt 🙂

Stelle Euch erst mal noch nachträglich das Foto vom Tag 70 ein, damit die Entwicklungsverfolgung in Bildern vollständig ist.

 

Tag 70.

 

 

 

Und hier das Video von heute morgen:

Tag 76

 

 

Die nächsten 14 Tage kann ich noch beruhigt angehen, dann beginnt die kribbelige Zeit. Wenn die Unruhe so langsam hochsteigt, dass es endlich losgehen könnte… 🙂 Ich hoffe ja nur, dass beide Tiere dann gut ausentwickelt sind. Wir werden sehen.

Schöne Woche noch,

Ines

 

Hallo zusammen,

wird mal wieder Zeit, dass ich mich zum Stand der Pyxidea-Eier melde. Wir sind mittlerweile bei Tag 59 angekommen. Die bei mir sonst so kritische Phase zur Halbzeit ist damit überstanden. Beide Eier entwickeln sich bestens. Bei der Durchleuchtung bin ich jedesmal wieder freudig überrascht. Auch wenn ich es aus all den Jahren ja kenne, wie weit der „Eiinhalt“ sein muss, was als nächstes kommt, etc., ist es doch immer wieder auf´s neue höchst interessant.

Mittlerweile kann man schon erkennen, wo der Kopf liegt und je nachdem, wie die Schröten sich in den Kalkschalen bewegen, sind auch Füße und Panzerform deutlich auszumachen. Irgendwie ist bei mir dieses Jahr die Vorfreude größer als sonst. Vielleicht, weil der Schlupf so spät im Jahr erfolgen wird, oder weil die letzte Nachzucht von Safran zwei Jahre her ist. Naja, meine Pyxideas haben sich ja noch nie an irgendwelche Vorgaben oder Zeiten gehalten. Da erfolgte auch schon mal eine Ablage zu Weihnachten 🙂

Schön ist auch, dass einige Freunde hier wieder richtig mitfiebern – auch wenn sie es in den vergangenen Jahren ja schon öfters miterlebt haben. Aber ich kann es nicht genug wiederholen: Es bleibt jedesmal wieder einzigartig. Ein wenig Zeit muss ja noch ins Land gehen. Der 100. Tag ist der 18. November – 100 Tage sind ja so das grobe Maß für den Schlupftermin. Aber ich glaube, ab dem 90. Tag, sprich dem 8. November, werde ich hier wohl schon etwas nervöser werden, wenn bis dahin alles weiter so gut läuft. Bin auch mal gespannt, in welchen Abständen die Eier wohl aufgehen, wer das Rennen beginnt, wenn die Schale den ersten Riss zeigt… hach, da sind wir aber noch nicht.

Reiche Euch hier noch die Aufnahmen nach, wie die Entwicklung in den vergangenen Tagen weitergegangen ist.

 

 

Tag 34 – Ei Nr. 6

 

Tag 42 – Ei Nr. 6

 

Tag 46 – Ei Nr. 6

 

Tag 50 – Ei Nr. 1

 

Tag 58 – Ei Nr. 1

 

Ansonsten? Alle Schröten sind natürlich wieder in ihre Terrarien gezogen, die Aussensaison war ja doch mit einem mal recht zügig beendet. Pepper hat das zum Anlass genommen, wieder Tage und Nächte in ihrer Wasserschüssel zu verbringen. Curry und Safran sind schon recht ruhig, da werde ich wohl keine Probleme mit der anstehenden Winterruhe dieses Jahr bekommen. Die spengleris sind noch recht fit, die Kleinen auch alle. Naja, wenn ich von den „Kleinen“ rede, ist das eigentlich auch nicht mehr so ganz richtig. Hanh Phuc und Bin Minh sind ja mittlerweile auch schon 6 Jahre alt…

Perfekt entwickelt hat sich jedenfalls die Nachzucht von Pepper vom vergangenen Jahr, die „BVB-Schröte“. Die Kleene kommt aber ganz nach ihrer Mutter: stundenlang im Wasser sitzen ist bei ihr keine Seltenheit. Muss doch in den Genen liegen, oder?

Berichte demnächst, wie es mit den Eiern weitergeht. Ich weiss zwar nicht, wer diese Berichte hier noch liest, aber ich hoffe ja mal, dass Ihr wieder dabei sein werdet, wenn es hoffentlich im November heisst: Eier gehen auf!

Euch allen eine schöne Woche,

Ines