Hallo zusammen !

Leider komme ich erst jetzt dazu, einen Eintrag zu schreiben, da die letzten Tage doch sehr stressig und ereignisreich waren.

Aber alles von Anfang an : Am Donnserstag, den 19.09.2013, bin ich mit ungefähr 30 weiteren Freiwilligen in Accra gelandet, um für ein jahr in verschiedenen Projekten auszuhelfen.  Abends gegen 18:50 ( es war schon stockfinster ) wurden wir also allesamt von dem Projektpartner des DRK-Mecklenburg-Vorpommern ( über den Bewerbung und seminar abliefen ), ARA, abgeholt. Mit 2 Kleintransportern sollte es dann zum beach-hotel gehen. Man bemerke dabei jedoch, dass wir über 30 Freiwillige sind !!! Natürlich war hier also viel Improvisation gefragt, sodass prompt Gepäckstücke auf den Autodächern festgesurrt wurden und die Hecktüren notdürftig mit Seilen geschlossen wurden.Dicht gedrängt und leicht verschwitzt von der heissen,schwülen Luft ging es dann auch endlich los. Zur Unterhaltung wurden dabei verschiedene Actionfilme gezeigt (ja im auto gab es einen fernseher und dvd-player !! ), die Titel wie „Women in Black“ trugen ( eine  ghanaisch, nigerianische Produktion mit viel Magie und Blut). Nebenbei warben bei jeder Ampel dutzende Frauen verschiedenste Waren wie kochbananen, getrocknete Banenchips, Papayas etc. an. Ein Spektakel, dass man erlebt haben muss !!

In den Tagen darauf wurden wir dann von unseren Mentoren ( ausgebildete Kräft , die uns mit Rat und Tat zur Seite stehen ) eingehend in die ghanaische Kultur eingewiesen ( Essen, Verhalten etc. ), was durch den fantastischen Blick vom Hausdach, wo das seminar stattfand, abgerundet wurde. Von hier aus kann man nämlich einen grossteil der ghanaischen Atlantikküste überblicken… Jeden Morgen konnten wir dann also gemeinsam mit den Mentoren am Strand Frühsport betreiben und danach eine Runde schwimmen gehen, was bei den riesigen Wellen hier besonders Spaß  macht !

Montag ging es dann weiter nach Akwatia, einem recht kleinen Ort im Osten des Landes, wo meine endgültige Arbeitsstelle zu finden ist. Die etwa dreistündige Fahrt war dabei auch schon ein Highlight für sich : Weitesgehend ging es dabei über Landstrassen, die von tückischen schlaglöchern ausgestattet waren, sodass unser Faherer immer wieder im Slalom fahren musste ..

Zum ersten Mal seit meiner Ankunft in Ghana wird hier in Akwatia, einem Ort, in den es nur wenige Touristen verschlägt, extrem auf meine Hautfarbe reagiert : Von überall her strömen Kinder herbei und schreien lautstark „obruni , obruni “ ( weisser Mann ) und fragen danach „obruni, how are you ?“. Jeder wusste hier auch sofort meinen Namen, bevor ich auch nur wenige schritte durch die stadt gegangen bin…

Gerade in diesem Moment kann ich lautstarkes Trommeln und Gesang vernehmen, und es ist spät geworden !!

Und ich weiss schon jetzt, dass ich morgen schon zu sehr früher stunde von dem Aufruf des örtlichen Imam geweckt werde und von dem hecktischen Treiben miner Nachbarn.

But This is Ghana and i like it !!!

PS: Fotos kommen leider erst demnächst und natürlich widme ich meinem arbeitsplatz, dem “ My shepherd orphanage „, einen eigenen Eintrag !!

Viele Grüße aus Ghana

Marcel Wolf


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