05.09.2013

Heute war der erste Tag, an dem wir uns nach unserer Uhr gerichtet haben. Morgens gezwungenermaßen, um pünktlich zur Schule zu kommen.

6:00 Uhr:

Aufstehen!

7:00 Uhr:

Die Schüler müssen schon früher an der Schule sein, um diese zu reinigen. Einige fegten mit Besen aus zusammengebundenen Ästen den Schulhof, andere wischten mit alten Kleidungsstücken das Lehrerzimmer und das Badezimmer der Lehrer. Der Rest erledigte in den Klassen seine Aufgaben. Wir wunderten uns, dass alles so reibungslos ablief, da nur eine Lehrerin Aufsicht über 365 Schüler führte.

8:00 Uhr:

Assembly: Anders als in Deutschland versammeln sich die Schüler hier jeden Morgen auf dem Schulhof, um Ankündigungen zu hören, gemeinsam zu singen und ein paar Bibelworte vorgelesen zu bekommen. Dabei haben alle sichtlich Spaß und so wurden auch wir von der guten Laune angesteckt und klatschen bei den Liedern fleißig mit.

08:20 Uhr:

Die erste Stunde begann. Für Rose und ihre Klasse 7A hieß das Mathe bei Mrs. Mwaura, die uns freundlicherweise erlaubt hatte, ihren Unterricht anzuschauen. Sie wiederholten den Stoff der gesamten letzten Jahre, da bald die vierteljährlichen Examen anstehen: Prozentrechnung, Flächenberechnung und Volumenberechnung. Dabei wurden wir Deutschen auch getestet. Den Satz des Pythagoras konnten wir aber Gott sei Dank noch alle anwenden 😉 Dabei stellten die Schüler und sogar die Lehrerin überrascht fest, dass wir in Deutschland doch die gleiche Mathematik haben. Als die Lehrerin nach unserem Matheunterricht fragte, ließ sich Jan nicht lang bitten und zeigte ein wenig leichte Integralrechnung. Die Schüler verstanden natürlich nicht viel, da sie ja erst die siebte Klasse besuchen. Wir fragten uns allerdings, ob die Lehrerin dies gekonnt hätte. Anschließend bombardierten uns die Schüler mit Fragen über Deutschland, wie: „Was baut ihr an?“ und „Wie? Ihr exportiert kein Essen?“ – es war ihnen nicht verständlich, dass in Deutschland die Wenigsten Bauern sind.

10:00 Uhr:

Nach der ersten Stunde ging es wieder an die Arbeit. Deswegen  zogen wir uns unsere mittlerweile sehr erdfarbenen Arbeitsklamotten an und machten uns auf zu unserer heutigen Aufgabe: Tee pflücken. An sich gar nicht so schwer, nur ziemlich monoton. Wir sind dann doch froh, in Deutschland andere Arbeiten erledigen zu dürfen.

11:00 Uhr:

Mit einem geflochtenen Korb gefüllt mit Tee auf dem Rücken ging es auf zum Tea Buying Centre. Dort warteten wir den Rest des Tages auf den Käufer des Tees – eine nahe gelegene Teefabrik. Nun war es wieder vorbei mit den geregelten Zeiten. Zum Mittagessen gingen wir kurz nach Hause, um direkt danach wieder auf unseren Tee aufzupassen. Einzige kurze Ablenkung bot ein Billardtisch im Schuppen nebenan, wo uns unser Guide Kevin zu einer Partie einlud.

Der Teekäufer kam letztendlich um rund 6 Uhr. Da füllte sich die Halle schlagartig mit Bauern, sonst hatten wir den ganzen Tag kaum einen gesehen. Wir packten unseren Tee in einen Beutel, hingen ihn an die Waage – 12,1 kg. Kevin hielt dies für ein ordentliches Ergebnis.

Froh, endlich unseren Tee losgeworden zu sein und damit das Warten auch ein Ende hatte, gingen wir nach Hause. Dort stand eine Überraschung: Die Kuh unserer Gastfamilie hatte ein Kälbchen bekommen!

Ansonsten machten wir nicht mehr viel und gingen früh ins Bett.

Maike und Katharina


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