11.09.2013

Back to Nairobi.

Der heutige Morgen begann – wie im Haus der Ngondis gewohnt – mit einem leckeren Frühstück. Danach durften wir uns erst einmal noch ein bisschen ausruhen, nachdem wir in der Nacht sehr spät hier angekommen waren. Bis zum Mittagessen vertrieben wir uns die Zeit hauptsächlich mit Schlafen und Lesen. Katharina unterhielt sich mit Anthony noch über die Unterschiede zwischen dem Leben auf dem Dorf und in der Stadt. Als wir auf das Dorf gefahren sind, konnten wir aufgrund zu extrem erwarteter Armut wenig Unterschiede feststellen. Doch nun, da wir wieder zurück in Nairobi sind, bemerken wir doch einige Dinge, die uns in der ersten Woche nicht aufgefallen sind. So sind zum Beispiel unsere Zimmer viel größer, das Haus offener und das wichtigste: Man kann ohne Schuhe ins Badezimmer gehen, ohne nasse Füße zu bekommen! Reinster Luxus.

Nach einem leckeren Mittag bestehend aus gebratenem Reis und Gemüse ging es auf in den City Park von Nairobi. Dort trafen wir auf viele freilaufende Affen. Nachdem Anthony einige Cashewnüsse gekauft hatte, konnten wir diese sogar füttern, wobei sie auf unsere Schultern kletterten 🙂 Katharina hatte eine etwas unschöne Begegnung mit dem Anführer der Affenbande, da sie einige Nüsse in ihrer geschlossenen Hand hatte. Als sie diese nicht öffnete, biss der Affe in ihren Daumen und verschaffte sich so Zugang zu den Leckerbissen – zum Glück war der Biss nicht so schmerzhaft. Danach versuchten wir, auch die kleineren Affen zu füttern, die sonst immer von den Älteren vertrieben wurden. Nachdem jeder Affe etwas bekommen hatte, machten wir noch einen Spaziergang durch den Rest des Parkes und sahen den Nairobi River und den Wald, der den Affen als Lebensraum dient. Anthony erklärte uns, dass früher das ganze Gebiet bewaldet war und nur dieses Waldstück übrig geblieben ist, um das Abwandern der Affen zu verhindern.

Wieder am Auto angekommen, tranken wir noch eine Cola und unterhielten uns über unsere Zeit auf dem Dorf. Als wir Anthony erzählten, dass wir ärmere Zustände erwartet hätten, erklärte er uns den Grund für die Auswahl des Ortes: Während dieser Jahreszeit regnet es im Gebiet um den Mount Kenya normalerweise sehr viel. Dadurch weichen die Straßen auf dem Land auf und niemand kann sich mehr fortbewegen. In ärmeren Familien, die nicht in einem solch großen Dorf leben, kann das schnell heißen, zwei Wochen lang von allem abgeschnitten zu sein. In unserem Dorf jedoch ist die Infrastruktur etwas besser. So wäre zum Beispiel ein Arzt vor Ort gewesen, falls wir einen gebraucht hätten, und auch in unseren Häusern wären wir vom Regen verschont geblieben. Dies kann in ärmeren Familien mitten auf dem Land nicht unbedingt immer vorausgesetzt werden.

Zurück in Nairobi lud Anthony uns noch zu einer kurzen Tour in seinem Bus ein. Wir fuhren eine kleine Runde durch das Dorf und kauften unterwegs noch etwas Brot. Dabei bemerkten wir deutlich, dass Anthony es nicht mehr gewohnt ist, einen Schaltwagen zu bedienen.

Morgen steht wieder ein volles Programm auf dem Tagesplan, weshalb wir uns jetzt langsam schlafen legen.


Über die Autorin/den Autor:  To change this standard text, you have to enter some information about your self in the Dashboard -> Users -> Your Profile box. Alle Beiträge der Autorin/des Autors: