21.08.2013

Habari ya jioni, Guten Abend und liebe Grüße von unserem Balkon!

Einen wirklichen Kulturschock hatte Gott sei Dank bisher keiner von uns, der einzige Schock war das erste Duschen heute Morgen. Fließendes Wasser ist zwar genug vorhanden, jedoch ist dies sehr kalt. Danach waren wir zumindest alle wach 🙂

Der Tag begann mit einem nahezu deutschen Frühstück. Das einzige, was uns gefehlt hat, war der Kaffee! Der wäre nach der relativ kurzen und unruhigen Nacht das Tüpfelchen auf dem i gewesen. Denn der nahe Flughafen und der Nachbarshahn sorgten für musikalische Untermalung. Aber langsam leben wir uns hier ein 🙂

Nun ging es erst einmal mit Anthony in die Stadt, um Geld zu wechseln und kenianische SIM-Karten für unsere Handys und den Laptop zu kaufen. Wir sind nun Besitzer von einem ungewohnt großen Haufen Papiergeld, da ein Euro etwa 114 kenianische Schilling wert ist. Dennoch ist das Einkaufen hier vergleichsweise billig. Eine 0,5l-Flasche Coca Cola kostet hier zum Beispiel nur 70 Schilling.

Nach dieser äußerst zeitaufwändigen Aktion (Anthony: „African time is always good time“) fuhren wir weiter in die ca. 40km entfernte Stadt Thika und sahen auf dem Weg jede Menge Fußgänger, die uns auf Kenias größter Autobahn kreuzten. Diese ist dreispurig, hat jedoch an beiden Seiten noch eine zweispurige Nebenstraße, an der viele Händler ihre Lebensmittel verkaufen. Thika ist besonders berühmt für Ananas und Schweinefleisch, weshalb wir in dem Restaurant „Pork City 2“ zu Mittag aßen. Zum Schwein gab es Salat und eine reisähnliche Masse und wir aßen alle zusammen mit den Händen von einem großen Brett in der Mitte des Tisches.

Satt und zufrieden ging es weiter in einen Tierpark. Dort durften wir Affen, Strauße und sogar Krokodile bestaunen. Am Rande des Parkes gab es außerdem zwei sehr beeindruckende Wasserfälle.

Nach all diesen Eindrücken waren wir sehr erschöpft und uns fielen direkt im Auto die Augen zu.

Als wir allerdings wieder in Nairobi auf den Platz vor unserem Haus fuhren, kamen uns die Kinder schon schreiend entgegen gerannt und wollten mit uns Fußball spielen – da konnten wir natürlich nicht nein sagen! 🙂

Nun sind wir total fertig. Die Jungs liegen schon in ihren Betten, weil sie sich beim Fußballspielen völlig verausgabt haben. Wir warten nun nur noch auf das Abendessen und werden danach wahrscheinlich wie tot ins Bett fallen. Auf unserem Balkon ist es jetzt auch schon dunkel und die Grillen zirpsen mit dem Flugzeuglärm um die Wette.

Usiku mwema, Gute Nacht!

Maike und Katharina


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