Um kurz vor sieben Uhr abends Ortszeit wurde die diesjährige NMUN-Konferenz im Rahmen der sogenannten Opening Ceremony durch den Generalsekretär der NMUN für eröffnet erklärt. Sämtliche Delegationen hatten sich im größten Ballsaal des Sheraton Hotels versammelt – immerhin über 2000 Studierende aus 47 Ländern – , um den Gastrednern zu lauschen. Die Ehre gaben sich der Direktor des UN-Büros für Kommunikation und Information sowie die UN-Sonderbeauftragte für die Bekämpfung sexueller Gewalt in Konfliktgebieten. Nach diesen Reden war sich die gesamte Delegation einig: endlich kann es wirklich losgehen!

Anfängliche Nervosität und Scheu wurde bei der anschließenden ersten Sitzung der verschiedenen Komitees (Generalversammlung, UNICEF und viele mehr) schnell überwunden; schließlich wollten ja Themenreihenfolgen bestimmt und erste inhaltliche Absprachen mit möglichen Unterstützern getroffen werden.
Für jedes Komitee sind – wie in einem vorherigen Blogeintrag erklärt – drei Themen vorgegeben, die möglichst im Rahmen der Konferenz angesprochen werden sollen: zum Beispiel der israelisch-palästinensische Konflikt oder die Umsetzung der sogeannten Millenium-Entwicklungsziele. Eine erste Aufgabe für jeden Delegierten besteht daher zunächst darin, das für das jeweilige Land wichtigste Thema auf die Tagesordnung setzen zu lassen und diese Präferenz gegen andere Delegierte durchzusetzen.

Nach knapp zwei Stunden war auch im letzten Komitee die Reihenfolge der zu behandelnden Themen klar und die Delegation konnte sich treffen, um erste Eindrücke auszutauschen. Diese reichten dabei von purer Begeisterung über Überraschung bis hin zu einem leichten Seufzer – langwieriges Debattieren kann vor allem in großen Komitees sehr anstrengend sein.
Insgesamt lässt sich festhalten: Irland hat sich am ersten Konferenztag gut präsentiert – und wir alle freuen uns schon auf die nächsten Tage voller Diskussionen und spannender Erfahrungen!


Über die Autorin/den Autor:  Mit elf weiteren Delegierten der Uni Münster, darunter zwei Soesterinnen, fährt Alena Langer nach New York City zur sogenannten NMUN. National Model United Nations ist die weltweit größte und traditionsreichste Simulation einer Konferenz der Vereinten Nationen. Alle Beiträge der Autorin/des Autors: