Heute beginnen wir, nach einem ausgiebigen Früstück im überdachten aber sonst freien Resturante der Lodge, den Tag mit dem Besuch einer Aufzuchstation für Elefanten. Unser Hotel ist Zentral gelgen und alle Atraktionen schnell zu Fuß oder mit dem Jeep erreichbar. Der Eigentümer spricht gut Deutsch und ist sehr bemüht alle Wünsche zu Erfüllen. Moskitos gibt es zu dieser Jahreszeit keine, vereinzelt ein paar Mücken die aber harmlos sind, der Chitwan National Park ist als Malariegebiet eingestuft. Im Sommer muß es hier ganz schon abgehen, wenn in einem Zimmer alle Möbelstücke und Betten 20cm von der Wand entfernt stehen, macht man sich so seine Gedanken. Fliegengitter vor allen Fenstern und Moskitonetze über den Betten scheinen das schlimmste zu verhindern. Die Aufzuchstation hat ein weitläufiges Gelände, am Eingang gibt es ein kleines Museum mit Informationen zu den Elefanten, deren Zeugung und Geburt. Die Tiere stehen unter hohen Welblechdächern und sind, bis auf die kleinsten mit Ketten am Fuß gesichert. Der Guide erzählt uns das es hier keine Bullen gibt, sondern die Zeugung durch wild lebende Elefanten erfolgt, die hier immer mal wieder vorbei schauen. Das was er so nett mit Dancing umschreibt, würde ich als Verhaltensstörung deuten, ansonsten machen die Tiere einen guten Eindruck. Die KInder haben sichtlich Spass, kommen doch die kleinen an den Zaun, lassen sich streicheln und füttern, so nah bekommt man wohl nur selten die Gelegenheit. Am Nachmittag geht es dann zum Elefantenreiten durch den Jungle, der große Vorteil die wilden Tiere ergreifen nicht mehr die Flucht, selbst Stimmen und Handygeklingel stören nicht. Ja richtig Handygeklingel, hier funktioniert so manches nur manchmal oder zu bestimmten Zeiten, aber Empfang hat man überall und wenn die Hütten noch so zusammengnagelt sind und eher an Spielhäuser, die sich unsere Kinder aus ein paar Brettern gebaut haben erinnern, ein Handy hat fast jeder. Wir bekommen ein paar Hirsche mit prächtigem Geweih, Rehe und Kleingetier zu sehen, die ersehnten Nashörner haben Heute einen anderen Weg. Die Treiber haben Ihre Elefanten gut im Griff, die Tiere beherschen bis zu einhundert Kommandos und sind sehr Trittsicher und sehnsibel unterwegs, ein einmaliges Erlebniss obwohl mir die Tiere in freier Wildbahn lieber wären. Der Nationalpark wird von Ranger bewacht und es sind ca.50 Kontrollpunkte im gesamten Gelände verteilt, sie haben mit Wilderei zu tun und sind daher bewaffnet. Einigen begegnen wir, die immer sehr ernstaunt schauen, denn so ein Jeep mit 15 Kindern auf der Ladefläche die lauthals Ihre Lieder singen, scheinen auch hier nicht so oft vorbei zu kommen. Das wir am Ende der Safari noch richtig Nass geworden sind sei nur am Rande erwähnt, ich staune über die Gesundheit und zäheit der Kinder. Die Mädchen mit ihren langen nassen Haaren bei diesen Temperaturen, scheinen keine Porbleme zu haben, vielleicht liegt es daran, dass sie es gewohnt, sich draußen oder im Fluß zu waschen. Ist halt eine andere Welt in der man mit unseren Maßstäben nicht weit kommt 😉


Über die Autorin/den Autor:  Es geht wieder los: Jürgen Rabura unternimmt eine weitere Patenschaftsreise nach Kathmandu. Die Besonderheit: Mit dabei ist Raburas vierjährige Tochter. Über die Reise nach Nepal berichtet er hier im Blog. Alle Beiträge der Autorin/des Autors: