Hallo zusammen,

gestern Abend war der Schauplatz auch eine Arena, aber nicht die in Gelsernkirchen, wie man bei mir vielleicht vermuten könnte.    Die war gestern geschlossen, weil der S04 in Leverkusen gastierte, und dabei souverain erfolglos den zweiten Tabellenplatz verteidigte.         Die Halle die ich meine steht in Hamm, und ist Heimspielstätte des Handballzweitligisten ASV Hamm-Westfalen.          Obwohl aus einem entgegengesetzt liegenden Stadtbezirk kommend, ist die Arena gut zu erreichen.    Es sind genügend Parkplätze vorhanden, und man braucht nicht so zeitig loszufahren, als wenn man ein Heimspiel des FC Schalke 04 besuchen möchte.          Die Gründe dafür liegen aber auch klar auf der Hand:    In der Arena in Gelsenkirchen finden 61.673 Zuschauer ihren Platz, während die Arena am Maxipark bei 2.500 Besuchern ausverkauft meldet, gut 1.500 waren es gestern.      Angenehm auch das Drumherum.          Kein Gedränge beim Einlass.                               Vor der Halle ohne Probleme die Currywurst zu zivilen Preisen bekommen.     Auch da merkte man deutlich den Unterschied zwischen der 1. Liga Fußball und der 2. Liga Handball, was unser Portmonaie wohlwollend registrierte.        Edenso in der Halle selbst alles entspannter, als man es sonst kennt.    Die Vorstellung der Mannschaften und besonders der Einlauf der ASVer war für uns etwas Neues.        Auch das rhytmische Klatschen der Fans im Stehen bis zum ersten Torerfolg war für uns neu.             Und dann sind wir ja schon beim eigentlichen Thema.             Ich sagte zu Hause vor dem Spiel noch scherzhaft, das uns heute auf jedenfall ein 0-0  erspart bleibt.        Tatsächlich landete der Ball 49mal im Netz, aber so eng, wie im Programmheft angekündigt, wurde das Spiel dann doch nicht.        Lediglich einmal konnte der ASV ausgleichen, und zwar zum 1-1, ansonsten lief die Truppe von Trainer Kay Rothenspieler während der gesammten Partie der Musik hinterher, und das mit mehr als gebührenden Abstand.                          Jetzt bin ich kein Handballexperte, habe es früher gerne gespielt,  stand in Schul- und bei der Bundeswehr als einziger Fußballer in der Brigadeauswahl.   Nicht im Tor, sondern als Linkshänder im rechten Rückraum, nennt man das so?        Aber trotzdem ist mir nicht entgangen, das Torwart „Fichte“ Friedrich  nach seiner Einwechselung für den in der Anfangsphase glücklos agierenden Keeper Felix Storbeck ein noch größeres Debakel verhinderte.                Die 21-28 Heimpleite gegen die vor der Partie nur zwei Pluspunkte vor dem ASV stehenden TSG Ludwigshafen-Friesenheim muss man schon als solches bezeichnen.      So habe ich es zumindest empfunden.     Da lief nicht allzuviel zusammen bei den Hausherren, fast garnichts.                       Ein Kumpel, der mit seiner Familie Dauerkarteninhaber ist, stellte nach der Partie kopfschüttelnd fest, das es das schlechteste Spiel „seiner“ Truppe gewesen sei, das er je in der Halle gesehen hat.   In seiner ersten Enttäuschung meinte er noch, das der Gegner eine „Gurkentruppe“ gewesen sei.             Er ist der Fachmann, und wenn ich das mal alles so zusammenzähle, dann muß ich mit meiner Frau in dieser Saison noch schnell ein Heimspiel des ASV in der zweiten Liga besuchen, ansonsten werden wir im nächsten Spieljahr diese Möglichkeit nicht mehr haben.        Trotzdem hat der Abend, vom sportlichen Ergebnis, Handball wie Fußball mal abgesehen, Spass gemacht.

 

Tschüß, bis die Tage

R.A.


Über die Autorin/den Autor:  Rainer Aschmoneit schreibt unseren Schalke-Fan-Blog. Der leidenschaftliche Schalke-Fan aus Hamm kommentiert die großen und kleinen Geschichten rund um den S04 mit viel Witz und Selbstironie. Alle Beiträge der Autorin/des Autors: