Johanna Möer, Moritz Berger, Julia Seifert, Lukas Möller (v.l.)

Kenia? Ihr fahrt echt nach Kenia? Das ist ja cool! Und was macht ihr da? Urlaub oder was? – Ne, da müssen wir euch enttäuschen, wir machen was viel Besseres: Wir arbeiten!

Egal wem wir diese Neuigkeit auch erzählt haben, so oder ähnlich waren die Reaktionen. Wir, das sind Johanna Möer, Julia Seifert, Moritz Berger und ich, Lukas Möller, und wir fliegen für einen Monat nach Kenia. Es handelt sich dabei um ein Projekt der Stiftung Welt:Klasse, das nun schon zum fünften Mal an unserer Schule, dem Gymnasium St. Christophorus in Werne, durchgeführt wird. Dabei war bisher immer ein Ort in China, wohin auch parallel zu uns vier Schüler unterwegs sein werden, das Ziel, diesmal aber zum ersten Mal auch ein Aufenthalt in Kenia. Darüber werden wir in den nächsten Wochen einen Blog schreiben, um unsere Erfahrungen zu schildern.

Jetzt, eine Woche vor dem Start, steigt mit jeder Sekunde die Spannung. Was wird uns erwarten? Wie kommen wir in einer völlig anderen Kultur zurecht? Es findet sich zwar auch ein gewisser Grad an Unsicherheit und mulmigem Gefühl, aber das wird ganz klar von der Lust nach neuen Erfahrungen überwogen. Schließlich haben wir eine intensive Vorbereitung genießen dürfen. Zum einen haben wir durch mehrmalige Treffen mit dem Organisator des Projektes an unserer Schule, unserem Schulleiter Herrn Dr. Jörgen Vogel, und durch selbst erstellte Referate schon einiges über unser Reiseland hinsichtlich Klima, Geschichte, Staat, Kultur u.a. erfahren, zum anderen hatten wir ein interkulturelles Training. Dazu ist der interkulturelle Trainer Ümit Konuray für ein Wochenende an unsere Schule gekommen und hat uns  gezeigt, wie man sich im Umgang mit fremden Kulturen verhält, kommuniziert oder mit Konfliktsituationen umgeht. Also sind wir gut vorbereitet.

Doch wofür eigentlich? Wie ich zu Beginn geschrieben habe, sind wir keine Touristen im engeren Sinne. Der Sinn unserer Reise ist es, mit vielen verschiedenen Menschen im Alltag  zusammen zu leben und daher auch mit ihnen zu arbeiten, wobei die Kommunikation, der Austausch zwischen zwei Kulturen, das Wichtigste darstellt. Genau aus diesem Grund haben wir uns für dieses Projekt entschieden, wir sehen dabei auch, welch große Verantwortung wir haben, als Botschafter unserer Schule, unseres Landes und auch Europas. Gerne wollen wir den Menschen zeigen, wie wir hier „ticken“ und gleichzeitig sehen, wie die Menschen dort denken. Zunächst werden wir eine Woche in Thika, einer Stadt zwischen Nairobi und dem Mount Kenya, bei einem lokalen Koordinator zu Gast sein, dann für 16 Tage in einem Dorf in der Nähe von Embu, 120 km nordöstlich von der Hauptstadt, wo wir Macadamia-Bäume pflanzen und die Nüsse ernten und weiterverarbeiten werden und in den letzten Tagen werden wir  in einer Slumschule von Nairobi als Englischlehrer tätig sein.

Zurzeit sind wir gerade dabei, alles Wichtige zusammen zu suchen und unsere Koffer zu packen, was nicht so einfach ist, da wir an sehr viel denken müssen. Wichtig sind vor allem die Gastgeschenke; wir haben uns unter anderem dafür entschieden, Pumpernickel als typische westfälische Spezialität mitzubringen. Einzig der Umstand, dass Moritz in der letzten Woche krank war, hat unsere Vorfreude ein wenig getrübt. Doch zum Glück ist er schnell wieder gesund geworden.

Wir freuen uns darauf, über unsere Erfahrungen zu berichten! Viele Grüße

Lukas Möller


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