Nach einer, im wahrsten Sinne des Wortes, schlechten Vorbereitung fuer das telefonische Interview morgen (Mittwoch) – ich habe wohl etwas Falsches gegessen und mich den halben Tag uebergeben – habe ich heute Abend etwas Kraft getankt. Und ich bin zum bereits erwaehnten Pizzaladen gegangen. Ich dachte, ich koennte mit dem Chef ueber Arbeit ins Gespraech kommen. In den vergangenen Tagen hing dort immer wieder das Schild ‚Help wanted‘, aber nur tageweise. Ich hatte den Eindruck, dass sich dort immer wieder Leute probiert haben, aber dann doch wieder gegangen sind. Also muss die Arbeitssuche fuer den Chef immer wieder neu begonnen haben. Und nun komme ich. Nach all dem Uebergeben heute mit Hunger auf Arbeit, aber eben auch richtigen Hunger.

Wir kommen ins Gespraech, ueber Arbeit. Das Einzige was dieser, sorry fuer das Wort, ‚Vogel‘ mir zu bieten hat, ist seine Telefonnummer. Wie ‚beautiful‘ ich doch aussehe, toent er immer wieder, an Komplimenten fuer mich uebertrumpft er sich gerade immer wieder. Und ich mache einen auf Dummchen, auf Paris Hilton, wie sie bei den Presseterminen auftritt: Ich grinse, danke ihm fuer die Worte und mache gute Miene zum boesen Spiel. Innerlich verdrehe ich die Augen, aber ich nehme seine Nummer statt eines erhofften Arbeitsangebots. Ich sage, ich melde mich. Natuerlich. Ich grinse. Denke aber, was fuer ein Idiot er ist. Ich gehe, schmeisse, kaum aus seinem Blickfeld heraus, den Zettel mit seiner Nummer weg. Ich wollte Arbeit, und was macht er? Vermutlich weiss ich nun, warum die alle paar Tage neue Mitarbeiter(innen) suchen. Ich habe jedenfalls keinen Hunger mehr auf Pizza. Und das nicht nur, weil ich mir wohl den Magen vertan habe. Na ja, ich hake es als Erfahrung ab. Morgen (Mittwoch) habe ich ja eh ein telefonisches Interview. Fuer ne gute Stelle. Die Vorbereitung war schwierig, wenn man sich den halben Tag uebergibt. Aber keinen Arbeitgeber interessiert das, also nutze ich nun die Nacht. Ich bin alleine im Zimmer, plaudere wieder mal mit mir selbst. Ueber die Firma habe ich mich bereits schlau gemacht, morgen frueh wird weiter geuebt. Bis dahin hoere ich immer wieder diesen Song von Ivy Quainoo im Hintergrund. Der hats mir angetan. Anders als dieser doofe Pizzaladentyp 😉 Natuerlich konnte ich ‚The Voice of Germany‘ hier nicht im TV schauen, aber den Song von Ivy habe ich durch Zufall gehoert hier. Wow, klasse Song, klasse Saengerin. Beim Schreiben dieser Zeilen tanze ich an meinem Notebook etwas mit. Der Song verbreitet gute Laune, das richtige Rezept nach der Sache mit meinem Magen und nach dem doofen Pizzaladenbesitzer. Morgen Nachmittag (20.30 Uhr dt. Zeit) gebe ich am Telefon beim Vorstellungsgespraech alles! Fuer meine Interviewerin werde ich die „Voice of Germany“ werden 🙂

Ich denke noch etwas nach, ueber das, was ich morgen beim Gespraech sagen will. Euch eine gute Nacht (ob mit oder ohne Pizza…)

Liebe Gruesse, eure Auswanderin 🙂


Über die Autorin/den Autor:  Rabea Wortmann beginnt in Florida (USA) ein neues Leben. Ueber die Fortschritte, am anderen Ende des Atlantiks Fuss zu fassen, berichtet die 27-jaehrige Auswanderin und langjaehrige WA-Mitarbeiterin in ihrem Blog. Alle Beiträge der Autorin/des Autors: