Unsere "rasende Reporterin" Christa Schulze blogt über Ihre Erinnerungen an das Echthauser Schützenfest unter dem Motto:

Schützenfest – früher und heute

Schützenfest – ja, das Wochenende kommt unaufhörlich näher und in meinen Ohren klingelt es schon. Ehrlich gesagt, ich höre schon die vielen Lieder, die die Musikkapellen spielen und natürlich die wunderschönen Melodien der einzelnen Quadrille – Stücke. Ich gehe natürlich auch in die Schützenmesse, weil sich die Messe mit Blasmusik auch viel schöner anhört und nach der Messe am Ehrenmal – da erklingen dann ganz besondere Stücke, die so ziemlich „ins Herz“ gehen. Bei „ich hatt einen Kameraden“ bekommt jeder schon ein bisschen Gänsehaut, oder?

Und das ist heute genau wie früher so
 – Schützenfest verbinde ich in erster Linie mit der Musik

Früher– für uns als Kinder war natürlich Schützenfest neben Weihnachten wohl das höchste Fest und es war ganz toll, wenn man von den Erwachsenen Süßigkeiten am Stand gekauft bekam, meist nach dem Kindertanz, wenn die Melodien alter Kinderlieder wie „Fuchs Du hast die Gans gestohlen“ ertönten und viele andere Lieder, die wir als Kinder im Kreis gemeinsam mit den Erwachsenen tanzen und „hopsen“ konnten.

Besonders freute ich mich als Kind, wenn meine „Groß“ Onkel`s – sei es Meyers Heine (Heinrich Meyer von der Schmiede) oder Bauerdick`s Kaspar, jeweils die Geschwister meiner Großeltern, mir Geld gaben nach dem Motto „Mächen, hier da kannse Dir was Schönes kaufen.“

Später – als Jugendliche war natürlich für uns der Montag der Höhepunkt mit den Fröschelkes und „Oh Du lieber Augustin“ (Ob man wohl in den Kreis kam und geküsst wurde?) und wenn man einerseits gerne weggelaufen wäre vor dem Eimer Wasser, aber es als gegeben hinnahm, wenn das Wasser über einem ausgeschüttet wurde.

Aber für mich war und ist in erster Linie die Schützenfestmusik, die Blasmusik, die dort auf dem Platz und beim Umzug und am Ehrenmal gespielt wurde, das Schönste.

Unvergesslich sind die vielen Stunden die ich als kleines Kind auf der Bühne zwischen meinem Onkel und seinem Nachbarn, einem „alten“ (in meinen Augen jedenfalls) Musiker – jedenfalls, wenn ich stundenlang zwischen den beiden „Tenorhörnern“ sitzen durfte. Dort konnte ich hautnah der Musik lauschen und auch auf dem Notenblatt lesen, wie das Stück hieß, das dort gespielt wurde. Es waren viele Märsche oder vielleicht Musicalstücke wie z:B. Melodien aus „My fair Lady“ und viele andere Musikstücke, die gerade aktuell oder die eben traditionell waren.

Montagmorgens saßen die Musiker natürlich draußen, da sich ja alles vor dem Zelt und auf dem Platz abspielte und ich saß, wenn ich wollte, dann auch bei der Musik. Die Musikkapelle hieß übrigens „Stadtkapelle Neheim“. Leider hat diese Kapelle sich schon vor vielen Jahren aufgelöst.

Und viele Jahre später war ich dann besonders erfreut und auch stolz, als mein Sohn sich sein Hobby aussuchte – er lernte mit 6 Jahren Trompete spielen, als Jugendlicher spielte er dann Horn und auch er spielte im Musikverein mit und so bot sich oftmals die Gelegenheit, beim Proben, bei Musikfesten und Schützenfesten, Musik zu hören und zu genießen.

Ganz toll finde ich es, dass sich vor mehr als 10 Jahren auch in Echthausen ein Musikverein gegründet hat und somit auch viele Kinder hier im Dorf dieses tolle Hobby pflegen dürfen, ein Instrument zu spielen.

Also – bald ist es wieder soweit, dann hören wir das „Trömmelken“ und die Musik erklingt im Dorf, in der Kirche, auf dem Schützenplatz, in der Halle und alle singen dann mit beim Lied:

Auf die Vogelwiese geht der Franz…. und viele tanzen dann wieder abends „die Quadrille“

Natürlich ist auch vieles andere am Schützenfest schön, dass man z.B. Menschen trifft, die man nur auf dem Schützenfest trifft, weil sie extra von weit her kommen und für mich ist immer wieder faszinierend, wie sich besonders die Kinder nach einem Jahr verändert haben, die im letzten Jahr noch im Kinderwagen saßen.

 


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