Letztes Wochenende- am Samstag um genau zu sein- habe ich mich mit Susmita, einer nepalesischen Freundin, zum Kochen getroffen. Der Tag war herrlich, zum ersten Mal ist es hier richtig warm geworden und die Sonne hat geschienen wie schon lange nicht mehr. Nachdem ich ihr bei unserem letzten Küchenexkurs gezeigt habe, wie man Apfeltaschen backt, war es nun an der Zeit für sie, mir die nepalesische Esskultur etwas näher zu bringen. Beim Zubereiten einer Reis- und einer Nudelpfanne mit Gemüse fiel mir auf einmal auf: Moment „Frankfurters“? Das kommt mir irgendwie bekannt vor. Tja, Lidl lässt grüßen. Und so haben es die deutschen Würste in das nepalesische Essen geschafft 🙂

Leider haben wir zwischendurch ganz vergessen, dass der Reiskocher noch in vollem Gange war, der dann übergekocht ist und meine Tasche, die ich leichtsinniger Weise auf der Arbeitsplatte hatte liegen lassen, durchnässt hat. Ich Glückspilz hatte meine neue Kamera allerdings nicht in der Tasche gelassen und auch ansonsten ist alles heile geblieben. Die restliche Essenszubereitung verlief dann ohne weitere Zwischenfälle und nach einer knappen Stunde hatte jeder einen Teller mit köstlich duftendem Essen vor sich stehen.

Zu meinem Glück sind die heimatimportierten Essstäbchen beim letzten Umzug verloren gegangen und so habe ich mich beim Verzehren  des Mahles nicht blamiert- davon abgesehen, dass ich die Schärfe der würzigen Nudelpfanne mit einem halben Liter Cola löschen musste. Das Essen war super lecker und da wir eine ganze Menge gekocht hatte, was sehr viel Spaß gemacht hat, haben wir zum Abendessen ein paar Stunden später die Reste aufgewärmt.

In der Zwischenzeit haben wir Filme geguckt (500 Days of Summer à sehr zu empfehlen!) und Susmita hat mir ihre klassisch nepalesischen Kleider- ich möchte sie fast als Festroben bezeichnen- gezeigt, die so ziemlich das genaue Gegenteil zum stereotypisch deutschen Dirndl darstellen. Leuchtend bunte Farben, Glitzersteine und Stickereien. Nicht zu vergessen das pompöse Stofftuch, das quer über die Schulter gelegt wird (Dafür gibt es bestimmt einen mir unbekannten Fachausdruck… Zur Verbildlichung: Es erinnert ein wenig an die Gewänder der alten Römer)

In der Schule steht uns ein Fotostudioset zur Verfügung, welches ich schon benutzt habe, um ein paar tolle Fotos von Meret für mein Media Studies Projekt (zwei Zeitungsartikel) zu machen. Wenn es sich zeitlich einrichten lässt, arrangiere ich bald mit Susmita ein Photoshooting in der Schule… 🙂

 

Das war’s erstmal wieder… Bye, bye!


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