Okay, here I am again. Und ich hab soo viel zu erzählen. Also macht euch bereit, holt euch Popcorn und Cola und seid sicher, dass ihr auch schön gemütlich sitzt. Es könnte nämlich etwas länger werden.
Womit fangen wir denn mal an? Am besten mit der Hinfahrt…die war nämlich, auf ihre Art und Weise schon sehr beeindruckend.
Aufgestanden sind wir um 5 Uhr (Jaa, und das morgens am ersten Januar…) und saßen dann wirklich wie geplant um kurz vor sechs alle drei im Auto.
Bis nach L.A hab ich alles verschlafen, aber bis dahin kannte ich ja eh alles. Hinter L.A haben wir dann nochmal an einer Tankstelle gehalten…und das war dann auch erstmal das letze bisschen Zivilisation, das ich für die nächsten hundert Meilen gesehen habe. Danach kam nämlich „der Pass“.
Ein kleiner Teil eines riesen Gebirges und wir quer durch. Links meterhohe Berge, rechts meterhohe Berge, in der Mitte eine Mini-Straße und wir. Scary? Jaaa! Es war auch kein anderes Auto da. Nur wir, Felsen und Gestrüpp. Und ein paar verirrte Adler. Weil zu essen gab’s da selbst für die nichts. Als Beilage kamen dann im Hintergrund noch schneebedeckte Gipfel dazu 🙂
Als ich schon dachte, dass ganze wollte gar kein Ende mehr nehmen, tauchte auf einmal ein Schild auf. Mc Donalds: 30 Meilen. Wuhu! Und wirklich, mitten im Nichts stand er dann da. Der gute, alte Mc Donalds. Wir waren gerettet 😉 Nach einem Bacon-Egg-Muffin ging es dann weiter durch nichts.
Bis dann endlich, endlich, der Bergsee auftauchte, der laut meiner Gastschwester das Ende ankündigte, auftauchte. Und wirklich, nachdem wir Bergsee und Pferdefarm passiert hatten, waren es keine fünf Minuten mehr, bis die Berge weg waren. Wirklich, weg. Zack, bum, Flachland. Keine Ausläufer, nichts. Nur FLACHland. Ich hatte das Gefühl, ich konnte bis zur Kanadischen Grenze rüber gucken. Die Umgebung wurde dann auch seehr viel interessanter. Links Wiese und Rinder, rechts Wiese und Rinder. Uhh. Ich hab dann erstmal noch ne Runde geschlafen. Das lange Berge gucken hat mich müde gemacht 😉
Als ich wieder wachgeworden bin, und gesehen habe, dass links und rechts was anderes war als Wiese und Rinder, hab ich dann mal vorsichtig auf ein Straßenschild geguckt, ob sich denn vielleicht schon San Francisco ankündigt. Mitnichten. Auf dem Schild stand dick und fett Dublin. Dublin?! Waas? Hab ich irgendwas verpasst, als ich geschlafen hab? Einen Flug nach Europa oder so?
Die nächste Stadt war dann Madrid. Ich kam mir vor wie in Kleineuropa, nicht wie in Kalifornien. Hätte nur noch gefehlt, dass es rechts nach Berlin abgegangen wäre. Ging es aber dann doch nicht.
Rechts ging es nämlich nach Sacramento. Und das hieß, dass links San Francisco war! Wir hatten es doch wirklich fast geschafft! Nach 8 Stunden, vier Tankstellenstops, dreimal McDonalds und einem kurzen Abstecher nach Oakland, weil meine Gasteltern mir zeigen wollten, wo sie früher gewohnt hatten, lag San Francisco vor uns! Noch zwei Autobahnbrücken bis zum Haus von Jims Bruder.
Und was sehen meine müden Augen da beim Überqueren der ersten Brücke? Die Golden Gate Bridge!! Wirklich und wahrhaftig! Zwar eingehüllt in Nebel und damit kaum zu sehen, aber das war mir in diesem Moment ziemlich egal. Egal was jetzt kam, ich hatte immerhin einmal kurz die Brücke gesehen 🙂

Aber es sollte natürlich nicht mein einziges Mal bleiben. Nachdem wir am Sonntag Jims Eltern und andere Verwandte besucht hatten und Montag nochmal andere Verwandte zu uns gekommen waren (wenn mich jetzt noch einer fragt, ob ich Deutschland oder Amerika besser finde, und ob meine Eltern es wirklich ohne mich aushalten, werde ich demjenigen wohl oder übel an die Gurgel springen müssen), ging es am Dienstag dann endlich wirklich nach SF. Das Wetter war wunderbar, kalt, aber Sonne und kein Nebel. Das ist nämlich so ein Problem in San Francisco; der ständige Nebel. Da hatte ich am meisten Sorge vor, dann sieht man nämlich die Brücke nicht, bzw. nur schlecht. Aber der liebe Gott meinte es gut (hab ich mir auch verdient, wo ich jetzt jeden Sonntag in die Kirche gehe ;)).
Ich bin schon die ganze Zeit vorher wie ne Blöde in meinem Sitz rumgebounct, obwohl mein Gastdad mir vorher gesagt hat, dass man die Brücke erst nach dem Tunnel sehen kann.
Aber wer weiß. Vielleicht hat der ja auch noch nie ausprobiert halb auf seinem Sitz zu stehen um über den Tunnel zu gucken…Hab die Brücke dann im Endeffekt natürlich doch nicht gesehen ;D
Aber dann, als wir durch den Tunnel durch waren, stand sie auf einmal direkt vor uns; in voller Größe. Das war ein Gefühl. Soo unbeschreiblich. Da saß ich dann auch ganz still auf meinem Platz. Es hatte sich ausgebounct. Ich war viel zu überwältigt. Egal, wie oft man die Brücke schon in Filmen oder Bildern gesehen hat, wenn man dann auf einmal davor steht, ist das einfach nur unglaublich.
Wir sind dann in alle möglichen Ecken gefahren, um die Brücke auch von jedem Winkel aus fotografieren zu können. Und dann ging es sogar über die Brücke! Soo toll!…Ich rede von der Brücke, als wäre sie irgendwie ein Lebewesen oder so was… ;D
Nach einer Stunde Brücke angucken und hundert Fotos schießen, sind wir dann weiter gefahren, zum „Lands End“. Creepy? Nur ein bisschen. „Lands End“ wird der naturbelassene Küstenteil genannt. Nur ein ganz kleiner Teil ist bebaut und dort stehen die Häuser dann wirklich bis zum Rand an der Klippe. Anstatt nem Garten hat man das Meer vor der Hintertür.
Danach ging’s weiter zur Legion of Honor, ein Kunstmuseum, in dem Kunstwerke und Schätze aus über 6,000 Jahren europäischer Geschichte ausgestellt sind. Ich will es jetzt nicht zu sehr mit geschichtlichem Kram langweilen. Wir haben uns auch nur einen Teil der Ausstellung angeguckt, ansonsten hätten wir den ganzen Tag da verbringen können.
Okay…jetzt muss ich mal kurz meine Liste zur Rate ziehen, wo es als nächstes hinging. Ich hab nämlich alles ganz genau aufgeschrieben. Sonst hätte ich jetzt wahrscheinlich auch schon die Hälfte vergessen.
Ahja, genau, als nächstes war das Cliff House an der Reihe. Das Cliff House ist eines der alten Badehäuser in San Francisco und das einzige, das jetzt immer noch steht. Allerdings ist auch das schon ein paar Mal abgebrannt und dann wieder neu aufgebaut worden. Und inzwischen ist es kein Badehaus mehr sondern ein (teures) Restaurant mit einem kleinen Museum. Und einem riesen Saal für Feiern, Hochzeiten und so weiter. Ich weiß jetzt, wo ich mal heiraten will 😉 Von den anderen zwei Badehäusern gleich nebenan ist nur noch das Fundament mehr oder weniger erhalten.
Fragt mich bitte nicht, warum denen die Badehäuser direkt am Meer ständig abgebrannt sind…ich habe keine Ahnung. Dafür schwammen in den Ruinen jetzt die Enten und Möwen rum. Ist doch auch schön. Da haben wir dann auch Küsten Mammutbäume gesehen. Da muss ich ein Bild von online stellen. Die werden nämlich je weiter sie vom Meer weg sind, immer größer und die vorderen sind nur so kleine Bäumchen, dafür haben die aber an der Meerseite fast Blätter bis zum Boden…sieht aus wie ein Wall aus Bäumen 🙂
Überhaupt sieht die ganze Lands End Küstenregion soo traumhaft schön aus. Einfach unbeschreiblich.
Dann haben wir Lands End und das Meer aber doch mal hinter uns gelassen und sind in den Golden Gate Park aufgebrochen. Der Golden Gate Park gehört mit zu den größten innerstädtischen Parks der Welt und ist mit seiner Fläche von 4,1 qm² sogar größer als der Central Park.
Und wir haben es natürlich geschafft, uns zu verlaufen. Aber dabei haben wir ein paar ganz süße Fleckchen Erde entdeckt. Wasserfälle, Seen, Blumen, Baumriesen…sogar Bisons gab es (eingezäunt natürlich). Irgendwann sind wir dann zur Mitte des Parks gekommen…und wer auch immer da Architekt für das Museum war, sollte eingesperrt werden. Wie kann man so eine hässliche Metallkonstruktion in so eine schöne Umgebung stellen? Grr. Das alte Gebäude ist damals bei einem Erdbeben eingestürzt und ja…dafür hat man das jetzt dahin gesetzt. Aber immerhin stand das japanische Teehause noch. So was süßes. Richtig…japanisch halt. Mit den ganzen Verzierungen und Bemalungen 🙂
Nach unserem ausgiebigen Parkspaziergang war es dann Zeit für einen späten Lunch. Und, was sollte man in San Francisco, umgeben von Meer, essen? Genau, Fisch. Yummie!
Frisch gestärkt ging es dann weiter ins Stadtinnere zur St. Mary’s Church. Diese Kirche ist sozusagen die Mutterkirche von San Francisco und den umliegenden Bezirken und wirklich beeindruckend.
Ich versuch gar nicht erst, es zu beschreiben, sondern stelle lieber ein paar Bilder online.
Danach haben wir uns auf die Suche nach dem AT&T Park gemacht. Das ist eines der größten Baseballstadien in Kalifornien und da spielen dann die ganzen großen Clubs und natürlich der Heimverein, die „SF Giants“.
(Und was sehe ich neben dem Stadion für ein Schild? Cavalia! Da musste ich doch mal kurz an meine liebste Caro und an Berlin denken. Wir waren in einer Show, die sogar in San Francisco gezeigt wird…und sind damals zu spät gekommen 😀 )
Vom AT&T Park aus hatte man dann auch einen wunderbaren Blick auf die Bay Bridge. Die ist länger als die Golden Gate Bridge, aber nicht ganz so bekannt. Das ist aber die Brücke, die bei einem Erdbeben schon mal zusammengebrochen ist (daher wusste ich dann, was das für eine Brücke war).
Nach einem kurzen Abstecher zum Pier No. 1 und dem Ferry Building ging es dann zu meinem neuen Lieblingsplatz in San Francisco (mal abgesehen von der Golden Gate Bridge): Ghiradelli!
Noch nichts von gehört? Schämt euch alle miteinander. Da gibt es die tooollste Eiscreme der Welt und man kann live dabei zugucken, wie die Schokolade gemacht wird.
Und es war ein seehr internationales Flair da. Rechts von uns Franzosen, vor uns Italiener, hinter uns Japaner und…was vernahm mein Ohr da auf einmal für vertraute Töne? Deutsch! Links von uns saßen Deutsche! Die musste ich dann doch erstmal ein bisschen zu quatschen. Und dabei ist mir dann aufgefallen wie schlecht mein Deutsch wirklich ist. Ich hab die ganze Zeit Deutsch und Englisch durcheinander gemischt. Das kann ja noch was werden, wenn ich wiederkomme^^
Deutsch hab ich in den paar Tagen da oben aber sowieso öfter gehört als in den ganzen vier Monaten davor. Sich ständig beschweren, dass kein Geld da ist, aber dann über Neujahr mal eben nach San Francisco düsen, jajaja 😉
Nach unserer (natürlich zu kleinen) Portion Eiscreme sind wir dann nochmal runter zum Meer gegangen und haben uns die Golden Gate Bridge während des Sonnenuntergangs angeguckt.
Da könnte ich leben. Zwischen Ghiradelli, Meer und Bridge. Hach.
Bevor die Sonne dann aber ganz weg war, musste ich mir noch schnell die Cable Cars angucken. Das sind diese Bimmel Bahnen. In eine davon fährt Mia in Plötzlich Prinzessin rein, als sie den Berg wieder runter rollt 😉 Da, wo wir waren, war auf jeden Fall der…Parkplatz? Und jedes Cable Car hat ein Glöckchen vorne und die Fahrer bimmeln dann immer um die Wette, um die meisten Fahrgäste anzulocken. Manche können sogar richtige Lieder mit ihrem Glöckchen spielen 🙂
Jaa, das war mein erster Tag in San Francisco. Und der zweite folgt sogleich, haha.
–Ich warnte ja schon, dass dieser Eintrag lang wird. Ich hoffe, der Blog hat keine Wortbegrenzung oder so und die Hälfte ist nachher wieder weg… —
Das zweite Mal um 8 Uhr aufstehen nach dem langen Tag davor fiel zwar nicht mehr ganz so leicht, aber nachdem ich nach dem Tunnel wieder die Golden Gate Bridge vor mir hatte, war auch die Müdigkeit verschwunden.
Unser erster Stop war die Lombard Street. The Crookiest Street in the World. Die gekrümmteste Straße der Welt. Wahre Worte. Da ging es in Schlangenlinien runter. War schon ein bisschen gruselig, da runter zu fahren. Und meine Gastmum hatte so viel Angst, dass sie lieber die Treppe an der Seite runter gelaufen ist.
Danach sind wir doch wirklich an der von mir schon beschriebenen  Filmstelle von Plötzlich Prinzessin vorbei gekommen! Ich hätte es erst gar nicht gemerkt, wenn ich nicht den Straßennamen Rose gelesen hätte…und die Omi von Mia hat den Polizisten ja den Orden der Rose verliehen. Okay, wahrscheinlich weiß kein Mensch, wovon ich gerade rede. Sorry. Aber ich kann den Film fast auswendig 😉
Danach sind wir so ein bisschen an den ganzen Pieren entlang gewandert und haben dabei dann auch mal einen guten Blick auf Alcatraz bekommen. Das ist/war ein Hochsicherheitsgefängnis und liegt logischerweise auf einer Insel. Da kamen nur die ganz, ganz Bösen rein. Und wahrscheinlich auch nie wieder raus. Uhh. Erinnerte mich ein bisschen an Askaban von Harry Potter.
Zwischen Pier 38 und Pier 39 haben wir dann das tollste, tollste, tollste Café der Welt entdeckt.
Das Rainforest Café. Erstmal schlug einem, wenn man reinkam wirklich schwül warme Luft ins Gesicht und dann sah alles wirklich aus, wie im Regenwald. Mit Schlangen und Elefanten und Gorillas und Papageien und Vogelgezwitscher und Affengeschrei… natürlich alles nicht echt, aber dank des Dämmerlichtes hab ich mich dann doch etwas erschrocken, als auf einmal eine Schlange direkt vor meinem Gesicht baumelte.
Wir kamen dann auch gerade passend zum Monsun. Es hat wirklich da drin geregnet! Und gedonnert und geblitzt. Ich konnte mich gar nicht mehr einkriegen. Ein bisschen Regenwald mitten in San Francisco 🙂
Wieder draußen haben wir nach der schwülen Luft erstmal einen Kälteschock bekommen, obwohl es am Dienstag eigentlich ungewöhnlich warm war. Nach einem kurzen Abstecher am Fisherman’s Wharf ging es dann zum Pier 39. Und ich wunder mich schon, als wir näher kommen und die ganzen Seerobben hören, wo die denn wohl sind. Und dann kommen wir um die Ecke und da liegen sie alle auf den Holzplanken, an denen eigentlich Schiffe anlegen sollten. Ungefähr zwanzig Seerobben, die sich die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Einfach so. Ich kam von einem persönlichen Highlight ins nächste 😉
Am Pier 39 gibt es dann auch noch eine kleine Einkaufstraße und die Geschäfte sehen alle so aus, wie so kleine Fischerhütten. Und in der Mitte stand so ein riesiges, altes Karussell. Soo süß.
Ich hätte mich eigentlich an jedem Platz, den wir besucht haben, Stunden aufhalten können.
Allerdings rief ja noch Chinatown und der Union Square. Also wieder ab ins Auto und durch halb San Francisco gedüst. Und dann waren wir auf einmal in Kleinchina. Überall rot und gelb mit Drachen drauf, überall chinesische Schriftzeichen…und ein leicht ekeliger Geruch. Naja. China ist ja für seine Esskultur bekannt. Ich hab mich dann erstmal in die ganzen, schönen Lampions verliebt, die da überall hingen und hab mir überlegt, ob es wohl auffällt, wenn ich vorsichtig einen abhänge. Aber hab ich dann natürlich doch nicht gemacht. Ich bin ja lieb.
Kaum aus Chinatown raus kam dann das krasse Gegenteil. Der Union Square. Wenn ich jetzt noch ein paar mehr Limousinen und Anzugleute mit Louis Vuitton und Tiffany’s Tüten sehe, für die fast der rote Teppich ausgerollt wird, wenn sie in ein Restaurant kommen, krieg ich langsam Komplexe.
In der Mitte vom Square war eine riesige Eisbahn aufgebaut. Voll schön. Aber $9 für eine Stunde fahren. Ehm, ne, da warte ich doch lieber, bis ich nächsten Winter wieder auf dem Hammer Weihnachtsmarkt rum schlittern kann. Und vor den ganzen Anzugtypen wollte ich mich dann auch nicht zehnmal aufs Eis legen. Komischerweise sehe ich immer nur reiche, aber nie berühmte Leute außer diese mysteriöse Person in Starbucks. Oder ich erkenn sie einfach nur nicht…
Diesmal hatten wir frühes Dinner in der Cheesecake Factory im siebten Stockwerk von Macy’s. Von da aus hätte ich den ganzen reichen Leuten auf den Kopf spuken können 😉 Die Factory macht ihrem Namen übrigens alle Ehre. Die haben so leckeren Käsekuchen. Aber trotzdem nicht besser als der von Mama.
Danach hieß es dann Abschied nehmen von San Francsico. Ein letzes mal über die Brücke, ich habe mir fast den Nacken ausgerenkt, damit ich sie noch so lange sehe wie möglich und dann war sie weg.
Traurig. Aber ich habe mir vorgenommen, auf jeden Fall nochmal wiederzukommen. San Francisco ist toll 🙂

Am nächsten Morgen saßen wir dann wieder um halb sechs im Auto, bereit für die Rückreise. Diesmal ging es aber nicht den Highway 5 entlang sondern den Highway 101. Direkt an der Küste.
Unser erster Zwischenstopp war in Carmel. Das ist ein süßes Städtchen. So stell ich mir Italien am Mittelmeer vor. Nur, dass es da wohl wärmer ist. Mit den Füßen musste ich das Wasser dann trotzdem mal testen. Brr. Gefühlte -10°C. War trotzdem schön. In Carmel war übrigens Clint Eastwood mal Bürgermeister. Jaja, man lernt nie aus.
In Carmel wäre ich auch gerne noch etwas länger geblieben, aber da meine Gasteltern nicht so gerne 24 Stunden von San Francisco nach Fallbrook brauchen wollten, ging es nach Besichtigung der „Basilica“ (wenn man sich vorher noch nicht in Italien gefühlt hat, dann spätestens beim Angucken dieser Kirche), wieder weiter.
Der nächste Halt war Morro Bay. Eigentlich nur ein kleines Örtchen mit nichts besonderem, bis man dann zur Bucht kam. Mitten in der Bucht stand nämlich ein riesiger Vulkanfelsen, komplett von Wasser umgeben. Und ich hatte mich schon gewundert, wo der riesige Felsklotz mitten im Meer herkommt, hmpf. Im Nachhinein kam ich mir dann etwas dumm vor. Ein Vulkan macht ist natürlich schon irgendwie logischer. Da der Vulkan naturgeschützt ist, nisten da drauf ganz viele verschiedene, mitunter sehr seltene Vogelarten. Da hab ich doch glatt ein paar graue Pelikane gesehen 🙂
Das war dann auch unser letzter Stopp, bevor es wieder ins vertraute Gebiet in L.A ging (ich nenne L.A vertraut..langsam geht’s los…). Eigentlich hätte man an jeder Ecke entlang des Highways aussteigen können. Ich hab noch nie so schöne, unberührte Natur gesehen. Einfach nur unglaublich und sehr schwer zu beschreiben , wenn man es nicht selbst gesehen hat.
Um halb 10, nach knapp 16 Stunden Autofahrt, bogen wir dann wieder in unsere Einfahrt ein und begrüßten einen sehr angesäuerten Jedai, der jeden anfauchte, der ihm zu nahe kam (Er war ganz eindeutig mad at us) und damit war eine wunderbare Woche dann auch schon wieder vorbei.

Okay, ich warnte euch, es würde lang werden, aber so lang habe ich dann doch nicht gedacht…
Ich hoffe, es nimmt sich überhaupt irgendjemand Zeit, dass zu lesen.
Dieser ganze Trip war etwas, das für mich hier mit zu den beeindruckenden Erfahrungen meines ganzen Aufenthalts zählt. Und ich bin immer mehr begeistert von der Vielseitigkeit Kaliforniens, das aus so viel mehr besteht als aus großen Städten, Sonne, und Stars.  Manche Szenen würde ich am liebsten irgendwie mitnehmen und nach Belieben wieder hervorholen. So Marmeladenglas Momente. Obwohl ich dann ganz schön viele Marmeladengläser bräuchte.

Ende Januar geht es zum Whale Watching. Also macht euch für einen weiteren, wahrscheinlich zu euphorischen Bericht bereit 😉

Ich drück euch alle ganz doll.
Dickes Küsschen nach Germany! :*


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