… und wie ich eine Wohnung fand

In meiner zweiten Vorkurs Woche hatten wir Informatik bzw. eher eine Art Unix-Einführung.

Ich hab damit gerechnet noch mehr hinterher zu hinken, da ich Informatik in der Schule noch nie gehabt habe und auch sonst eher weniger das männliche Gen zum Computerfreak habe, aber wider erwarten war die Woche echt interessant und einfach.

In der Technischen Fakultät (kurz Tech Fak, (es gibt dort für alles Abkürzungen, ich sage auch nicht, dass ich Bioinformatik und Genomforschung studiere, sondern ich bin ein BIG und dann gibt es noch KOIS und NWI-ler etc)) wird nicht mit Windows gearbeitet, sondern mit Linux. Und startet dort jemand seinen Laptop und es ertönt der charakteristische Windows-Jingle, geht sofort ein Raunen durch die Menge – Wer Windows liebt, lebt auf gefährlichem Fuß.
Wir arbeiten also mit Ubuntu, das ist quasi eine Form von Linux, für alle die, die genauso viel Ahnung haben wie ich, Linux ist IN ETWA vergleichbar mit Windows und Ubuntu ist dann soetwas wie Vista, Xp etc.

Naja, auf jeden Fall ist der Umgang mit Linux sehr gewöhnungsbedürftig, weil man dort auf ganz andere Weise arbeitet. Per Konsole/Terminal werden Eingaben gemacht, die dann Kommandos für bestimmte Programme darstellen. Man muss also eigentlich nur diese Befehle kennen, um Linux einfach und bequem bedienen zu können. Und eben das haben wir in dieser Woche angefangen zu lernen.
Unter anderem haben wir auch gelernt, wie das Prinzip von Spammails funktioniert und können nun theoretisch Mails von Bill Gates verschicken. Oder weiter im Thema Sicherheit, wo wir gezeigt bekommen haben, wie wichtig es ist, seinen Computer zu sichern, denn es ist ziemlich einfach sich auf einem anderen Pc einzuhacken und dann auf dem Desktop Textdateien mit dem Inhalt: „Ich war hier!“ zu erstellen.
Sowas lernt man im Informatik Vorkurs 😉

Was gibt es sonst noch zu berichten, Meine Wohnungssuche war letztlich erfolgreich. Nicht über meine Zeitungsanzeigen sondern doch übers Internet. Ich habe jetzt eine 40m² Wohnung mit super Küche (Backofen und Spülmaschine inklusive) und Balkon. Sie ist 4 km von der Uni entfernt und Bus- und S-Bahn-Station sind auch nicht weit entfernt. Nächste Woche unterschreibe ich den Mietvertrag und am 15.10. ziehe ich dann um.

Nächste Woche (ab kommenden Dienstag) ist die „Starter-Woche“ oder auch „O-Woche“ genannt. Da werden dann Unirundgänge und Stadtbesichtigungen gemacht und eben auch (wie nicht anders zu erwarten) Kneipentouren und Spieleabende (Diskettenweitwurf, Bürostühlewettrennen etc.). Ich werde berichten.

Bis dahin

Annie


Über die Autorin/den Autor:  Annika Fischer ist 22 Jahre jung und studiert an der Uni Bielefeld "Molkularbiologie". Über den Alltag im Studentenleben schreibt sie im Blog. Alle Beiträge der Autorin/des Autors: