Als wir in Kapstadt waren, kam nach dem ersten Spiel der deutschen Mannschaft die Putzfrau zu uns und fragte, ob wir aus Deutschland seien. Wir bejahten und bekamen als Antwort: „Congratulations! You’ll win the world cup!” Im Addo Elephant Park trafen wir gestern eine südafrikanische Familie. Diesmal fragte uns die Großmutter, woher wir kämen. „From Germany? Sorry you lost the match.” Macht nix. „It’s just a game”, antworteten wir. „That’s the right attitude”, lächelte die Dame.

Was die Stimmung anging, gab es vor und nach dem Spiel in Port Elizabeth, das im Land nur kurz P.E. genannt wird, nichts zu beklagen. Zusammen mit vielen deutschen Fans, Südafrikanern die schwarz-rot-gold geschminkt ihre Sympathien bekundeten und einigen lautstarken serbischen Schlachtenbummlern standen wir an einem Pub in der Nähe des Stadions. Murray, unser Begleiter auf dem Weg zum Stadion, und seine Freunde waren ganz angetan davon, auch, weil die Kneipe in einer Gegend lag, in die man sich normalerweise nicht verirrte. Beim Fußball aber herrschen andere Gesetze. Dazu gehört auch, nach einer Niederlage nicht das Feiern aufzugeben. „Chalees”, so der Name des Pubs, war nach dem Schlusspfiff wieder der allgemeine Treffpunkt. Abends im neu eröffneten Café „Cubana” tauschten sich die Fans beider Teams weiter aus. Ein paar Engländer mischten sich darunter. Im Fernsehen lief ihr Spiel gegen Algerien. Besonders viel Grund zur Freude hatten sie am Ende auch nicht.

 

Über sechs Stunden befuhren wir gestern die Pisten des Addo Elephant Parks auf und ab. Mit Fernglas und Fotoapparat ausgerüstet gingen wir nicht nur auf die Pirsch nach den grauen Dickhäutern, sondern auch nach Büffeln, Zebras, Antilopen und vielen mehr. Löwen, Nashörner und Leoparden bekamen wir leider nicht zu Gesicht. Was nicht ist, kann aber noch werden. Zwei Parks stehen noch auf unserer Liste.

 


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