Jetzt ist es also vorbei:

Für Deutschland vorbei. Im Halbfinale hat die DEB-Auswahl gegen Russland verloren. 1:2. Gegen Russland! Als ich als Jugendlicher ein Spiel der Deutschen gegen die UdSSR gesehen habe, gab es oft einen auf die Mütze. Und es sah für die „Russen“ mehr wie ein Trainingsspiel aus. Das war jetzt anders: Die Deutschen boten ihrem Gegner Paroli – und wie. Das war ein Match auf Augenhöhe, und Russland darf sich glücklich schätzen, einigermaßen unbeschadet aus der Nummer herausgekommen zu sein.

 

Hier noch etwas über die Fans der Teams.

Auf der Tribüne standen die Anhänger der jeweiligen Gegner gemeinsam in einem Block! Und es gab keine Keile, keine brenzligen Situationen. Sie feierten zusammen, am Ende immer einer ein bisschen mehr als der andere, aber vollkommen gewaltfrei. Die WM hat gezeigt, dass Eishockey in Deutschland zu Unrecht noch immer ein Schattendasein führt.

 

Hier noch etwas über das WM-Maskottchen Urmel.

Urmel war oft schuld, dass einige Fans ein Tor verpassten, weil sie auf seine Tanzeinlagen und Kunststücke achteten. Ich bin mir sicher bei einer Umfrage unter Kindern nach dem WM-Helden würde nicht der Name Alexander Owetschkin fallen, sondern der des Urmels.

 

Hier noch etwas über die Volunteers.

Die freiwilligen Helfer hatten immer ein offenes Ohr und einen guten Rat parat. Mit ihrer großen Freundlichkeit waren sie tolle Botschafter Deutschlands.

 

Hier noch etwa Kritik.

In Köln wurde die WM fast nur im Bermudadreieck zwischen Arena, Fandorf und nächster Kneipe wahrgenommen, in der Innenstadt gab es nur spärlich Werbung für das größte Sportereignis des Jahres in Deutschland.

Acht Euro für eine Currywurst mit Pommes sind nicht nur happig, sondern fast schon unverschämt. Auch bei Eishockey-Fans sitzt der Euro nicht mehr so locker.

Leere Ränge: Die Eintrittspreise wurden zwar von den meisten Fans als moderat gelobt. Doch nicht nur, wenn es um die Bratwurst geht, achten die Fans auf jeden Euro. 

Als Fazit bleibt festzuhalten, dass die Eishockey-Weltmeisterschaft in Deutschland als voller Erfolg gewertet werden kann, sowohl aus sportlicher als auch aus organisatorischer Sicht.

 

Hiermit endet meine Blogzeit.  Ich wünsche allen ein schönes Jahr und eventuell berichte ich demnächst von der U20 Fußball –WM der Frauen.

 

Gruß

 

Hans-Jürgen


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