Die Digicam und meinen Opa eingepackt, zum Friedhof fahren und dort ein Foto für ihn machen. Danach ging es in die Stadt, wo wir die gerade geschossenen Fotos direkt an einem Automaten ausdrucken konnten. Das war für meinen Opa natürlich ganz neu, denn er kennt nur noch die traditionelle Weise Fotos zu entwickeln. Also ein ganz neues Erlebnis, dass innerhalb von Sekunden acht bunte Bilder aus dem Automaten gespuckt werden. Und dann kann man die Aufnahmen ja an den Automaten auch noch bearbeiten: Helligkeit, Kontrast, Farbsättigung – alles kann man mittlerweile verändern.
Eigentlich schade, dass es die traditionelle Art und Weise nur noch sehr sehr sehr sehr selten gibt. Als mein Opa noch als Redakteur tätig war, musste er den Bildern noch mit Föhn und Atem zu Leibe rücken. Und in der Dunkelkammer gespannt auf das Foto warten, das langsam erscheint. Irgendwie eine richtige Kunst, die langsam aber sicher ausstirbt.


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