Hallo zusammen,

es war ein super Turnier am Freitag dem 13. in der Märkischen Sporthalle zugunsten der WA-Aktion „Menschen in Not“. Natürlich sollte der sportliche Aspekt nicht unbedingt im Vordergrund stehen, aber wenn man so wie ich, als Fußballer nach jahrelanger Abstinenz wieder einmal zwischen den Pfosten stehen darf, und dann auch noch für die königsblauen Farben, dann packt einem wieder der Ergeiz. Wir haben es mit unserem Team immerhin bis ins Halbfinale geschafft. Nach der regulären Spielzeit stand es 1-1, ein Schuss an den Innenpfosten des „Schlips und Kragen“ Gehäuses, fünfzehn Sekunden vor der Schlussirene, verweigerte uns den Einzug in das Finale. Neunmeterschiessen! Einen Neunmeter kann ich abwehren, und wir gleichen aus. Dann der letzte Schütze der „Schlipse“. Mein Gedanke: Du bleibst stehen, der hämmert voll in die Mitte. Genauso kam es, und ich konnte den Ball mit der linken Faust abwehren, mit dem nächsten Schuss konnten wir wieder ausgleichen. Verlängerung! Aber da ahnte ich nichts Gutes. Meine Hand reaqgierte nicht mehr so richtig, und schwoll leicht an. Es ging für mich leider nicht mehr weiter, für unser Team auch nicht mehr, Schlips und Kragen setzte sich in der Verlängerung des Neunmeterschiessen durch.

Physio Dieter Papenheim und Dr. Reinken sahen sich meine Hand an, und meinten, das eine Röntgenuntersuchung im Krankenhaus eine klare Diagnose bringen würde. Also mit Verband vom Physio in Begleitung meiner besseren Hälfte ab zum EVK. Da wurde dann bestätigt was ich vermutet hatte,ein Bruch. Handgelenknaher Bruch der Speiche mit einer zehn prozentigen Verschiebung, heisst es im Fachjargon. Bei der gestrigen Gibskontrolle, erklärte mir der Arzt, das man mit dieser zehn prozentigen „Schieflage“ durchaus leben könne, zumal es auch noch die linke Hand sei. Das mag ja alles sein, nur bin ich nun mal Linkshänder, und somit sieht die Sache schon ein wenig anders aus. Auch beim Sportschiessen hätte das keine negativen Einflüsse, es dürfe sich das Gelenk im Laufe der kommenden Woche aber nicht weiter verschieben, bis zu einer Stellung von zwanzig Prozent, denn das müsste es operativ wieder hergestellt werden.
Probleme gebe es dann im täglichen Leben. Der Arzt zeigte mit die Handstellung, und erklärte mir durchaus verständlich, das es z.B. beim Abputzen des Allerwertesten ziemliche Schwierigkeiten geben wird. Vier bis sechs Wochen habe ich nun das zweifelhafte Vergnügen mit dieser Gipsschiene herumzulaufen, besser gesagt, mich zu bewegen. Mach aber auch keinen Spass, denn noch ist die Sache ein wenig schmerzhaft. Morgen geht es dann zum Chirurgen zur Weiterbehandlung,und am Ende der Woche wird dann die mit Spannung erwartete Röntgenkontrolle sein. 
Zum Glück kann ich mit der rechten Hand schreiben, denn mit links war ja seiner Zeit verpöhnt, da durfte man ja nur mit dem „schönen“ oder „richtigen Händchen“ schreiben. Die Fernbedienung mit rechts zu bearbeiten, werde ich auch hinbekommen, hab ja jetzt noch mehr Zeit zum üben.

Vielen Dank noch einmal an den Physio Dieter Papenheim und Dr. Reinken für die Erstversorgung, und allen für die spontanen Genesungswünsche.

Schönen Sonntag noch allen

Tschüß, bis die Tage

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Über die Autorin/den Autor:  Rainer Aschmoneit schreibt unseren Schalke-Fan-Blog. Der leidenschaftliche Schalke-Fan aus Hamm kommentiert die großen und kleinen Geschichten rund um den S04 mit viel Witz und Selbstironie. Alle Beiträge der Autorin/des Autors: