Startschuss für das Projekt „Ladies in red“, welches ungefähr ein Jahr laufen wird, war am Pfingstsonntag 8:30 Uhr am Beversee zum Sektempfang.

 

Zeitgleich wurde das eigens dafür entworfene Picknickzelt von meinem Fotoassistenten Klaus an der ersten Location, einer Burg aus der Mitte des 16. Jahrhunderts, aufgebaut. Der ideale Sonneneinfallswinkel für den Innenhof der Burg beträgt 110°, das entspricht 10:00 Uhr morgens Sommerzeit.
Da mein Assistent deshalb am Beversee nicht zugegen sein konnte, musste ich die Beleuchtung mit dem Goldaufheller selber vornehmen. Was man normalerweise gut mit Stativen bewerkstelligen kann, ging in diesem Fall aus Platzgründen nicht, da die Brüstung der Aussichtsplattform nur 15 cm breit war. Um die ideale Fotografierhöhe zu haben, spazierte ich barfuß auf dem Geländer herum.

Birgit und Beate haben sich eigens für dieses Projekt nicht nur die Kleider sondern auch die passenden Schuhe dazu gekauft, die auch die anderen Ladies gern mal anziehen wollten.

 

 

Die Stimmung am Set war so, wie ich sie mir gewünscht hatte – von Wirtschaftskrise und deren negativer Stimmung, die ja viele unserer Mitmenschen betroffen hat, keine Spur. Das Gefühl, am Morgen in einem wunderschönen Abendkleid (natürlich mit den passenden Schuhen…) an einem mit Seerosen bewachsenen See spazieren zu gehen und das in einer Gemeinschaft, die durch die gleiche Farbe der Kleider zu einer Familie zusammenwächst, ist einfach einzigartig. Besonders mit dem Bewußtsein, dass man sich als Frau normalerweise zu diesem Zeitpunkt mit Jeans in der Küche befindet, um das Frühstück vorzubereiten.

Punkt 10:00 Uhr trafen wir an unserer ersten Location ein und die „Ladies in red“ platzierten sich in ihren schönen Kleidern um das Frühstück.

 

Ich habe mir sagen lassen, dass Mädchen immer mindestens zu zweit oder zu mehrern zum „Pippi machen“ gehen. Das Bild beweist, es ist wahr…

 

 

Nun wechselte ich zu meinem Modeobjetiv, dem 2,8/300. Dieses Objektiv verleiht dem Bild oder besser gesagt dem Bildaufbau eine gewisse Stimmung. Eine Frau, die im Jetzt lebt, die sich auf ihr Ich und ihren Körper gleichzeitig konzentriert, wenn sie also wie ein professionelles Model diese drei Dinge vereint, taucht sie in eine andere Welt und nimmt ihre Umgebung nur noch unscharf wahr.

 

Um mit diesem Objektiv den ganzen Körper einer Frau in den Sucher zu bekommen, muss der Fotograf sich 18 m von dem Model entfernen.  Das ist einerseits gut für das Model, da sie sich in ihrer Welt ganz allein befindet, doch andererseits, wenn das Model diese Professionalität, mit andern Worten diese Konzentration noch nicht beherrscht und für ihr weibliches Gefühl noch Anweisungen und Unterstützung von dem Fotografen benötigt, sind 18 m für die Kommunikation eine unglaubliche Distanz. Für diese Frauen wäre dieses Objektiv eher ungeeignet. Ich habe lange überlegt, ob ich dieses Objektiv für die „Ladies in red“ überhaupt zum Einsatz bringen sollte.

                                          Christina

     

 

 

 

 

 

Sonne 160° – entspricht 13:00 Uhr.
Der Wehrturm steht in voller Sonne, Zeit für ein Gruppenbild.

 

 

 

14:00 Uhr wechselten wir ein letztes Mal den Set. Hintergrund der Torbogen des Osteingangs. Der ungebremste Ostwind, der über die Felder auf die Ladies mit ihren Kleidern blies, liess ihre Haare wehen und ein Gefühl von Freiheit verspüren.

                               Susanna

Am Ende waren 800 Bilder im Kasten. Als nächste Location haben wir Haus Opherdicke anvisiert, damit werden wir die Geschichte der „Ladies in red“ hier fortsetzen.
Interessierte Frauen, die noch mitmachen möchten, können sich unter der Telefonnummer
0 23 83/ 57 426 melden.


Über die Autorin/den Autor:  To change this standard text, you have to enter some information about your self in the Dashboard -> Users -> Your Profile box. Alle Beiträge der Autorin/des Autors: