Münster ist eine Studentenstadt – das sieht jeder, der herkommt und über die 5.000.000 Fahrräder stolpert. Junge Leute überall und eine hohe Dichte an Buchhandlungen und Uni-Shops. Aber wieviele Studenten es wirklich sind, konnte ich bis jetzt nicht abschätzen. Aber heute fand dann die feierliche Begrüßung der Erstsemester statt, im größten Hörsaal mit ungefähr 1000 Plätzen. Wie aber schnell klar wurde, passte nur ein Viertel aller Erstis hinein – denn wir sind sage und schreibe 4040 „Neue“. Was aber im Vergleich zu der gesamten Anzahl von 50.000 Münsteraner Studenten nur ein Bruchteil ist. Dort zwischen all den Erstis gab es dann ein interessantes und witziges Programm, bei dem uns auch alle wichtigen Leute der Uni und der Stadt vorgestellt wurden. Am Ende gab es sogar noch für jeden eine Umhängetasche in den klassischen Unifarben – die hatte man bei den vielen Flayern und kleinen Geschenken, die uns dann im Foyer des Hörsaals reichlich angeboten wurden, auch nötig… 

Gestern habe ich in Geschichte meine Epoche bekommen: Im ersten Semester habe ich „Neuere und Neueste Geschichte“. Das Thema, das mich eigentlich auch am meisten interessiert. Aber die beiden anderen Epochen stehen dann in den nächsten Semestern an. Meine erste richtige Vorlesung hat mir gut gefallen. Klar, man muss sich erst gewöhnen, gleichzeitig zu schreiben und zu hören und den Text zu lesen und alles zu verstehen – aber das wird schon. Morgen erfahre ich dann mein Proseminar – somit wäre mein Stundenplan bis auf den Kurs, um den ich mich noch kümmern muss, komplett. Endlich!


Über die Autorin/den Autor:  Mariella Steinweg füllt im Lokalteil des Anzeigers die Kolumne "Auf ein Wort". Das Schreiben macht der Studentin für Germanistik und Geschichte in Münster großen Spaß. Mehr über sie im Blog. Alle Beiträge der Autorin/des Autors: