Oft werde ich ja wegen meines „Ticks“ immer das Licht oder die Musik auszumachen, wenn ich einen Raum verlasse, oder wenn ich den Automotor an den geschlossenen Bahnschranken oder bei einer langen Rotphase der Ampel ausmache, aber in manchen Situationen sollte Umweltschutz oder der vernünftige Umgang mit Energie und Strom für jeden echt selbstverständlich sein. Bestes Beispiel: die Maifeiern im Stadtwald. Denn fast niemandem war anscheinend klar, dass sie sich wirklich in einem Wald befanden. Und auch die riesigen, freundlicherweise aufgestellten roten Signal-Mülltonnen schienen nur wenigen Feiernden aufgefallen zu sein, wurden doch leere Flaschen, Papier und Plastik gerne allerhöchstens in der Nähe von den Containern „entsorgt“ und allmählich in den Boden getreten. Außerdem wurden einige Bollerwagen mitten zwischen den Bäumen richtig umweltfreundlich mit Benzin angetrieben. Eine an die Umgebung angepasste Lautstärke? Fehlanzeige! Könnte man nicht eigentlich etwas anderes erwarten? Ist es nicht nett genug, im Wald feiern zu dürfen? Muss mit dem steigenden Alkoholspiegel gleichzeitig auch das Umweltbewusstsein schwinden?


Über die Autorin/den Autor:  Mariella Steinweg füllt im Lokalteil des Anzeigers die Kolumne "Auf ein Wort". Das Schreiben macht der Studentin für Germanistik und Geschichte in Münster großen Spaß. Mehr über sie im Blog. Alle Beiträge der Autorin/des Autors: