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Jetzt haben wir schon den 5. Januar und morgen reise ich wieder ab, trotzdem möchte ich kurz von meinem Silvesterwochenende berichten.

Am Freitag brachen wir gegen Nachmittag auf in Richtung hohe Tatra. Wir, das sind Juraj (mein Freund aus Aachen), Peter (sein Bruder), Andrea (seine Freundin), ich und vier Freunde von ihnen.
Unsere Unterkunft war eine richtig schicke Ferienwohnung mit einer großen Gemeinschaftsküche, in der wir den Abend verbrachten.
Natürlich wurde viel getrunken und gespielt. Dank eines Trinkspiels (wie Meyern, falls das jemandem was sagt) kann ich mittlerweile auch recht gut auf slowakisch zählen.
Um Mitternacht sind wir dann allemann raus in die Kälte gestiefelt und haben Raketen in den Himmel gejagt. Was heißt „wir“, eher die Jungs, wir vier Mädels haben uns das ganze von weitem angeschaut.

Am nächsten Tag sind wir dann in den Tatras wandern gewesen. Das war richtig toll. Je höher wir kamen, desto stärker und eisiger wurde der Wind. Man hat sich gefühlt, wie Frodo und seine Gefährten auf dem Weg durchs Nebelgebirge. Am Ende fanden wir eingefrorene Wasserfälle.

Am Sonntag morgen verließen wir dann die Ferienwohnung und machten eine weitere Wanderung durch das Gebirge.
Da wir keine Lust hatten, den ganzen Weg wieder hinabzulaufen, liehen wir uns vier Schlitten und traten so die Abfahrt an. Das war teilweise echt schmerzhaft, wegen der ganzen Hügel und der Geschwindigkeit, die wir erreichten. Ich hab ziemlich geschrieen. Wir sind aber alle einigermaßen heile unten angekommen.

Ja und morgen reise ich schon wieder ab. Ich habe gerade meinen Koffer gepackt und, weshalb auch immer,er ist voller, als er es ohnehin schon war. Ich bin gespannt, wie ich den morgen zubekomme.

Wenn ich dann zu Hause bin, geht der „Ernst des Lebens“ wieder los. Dann heißt es lernen lernen lernen, denn Anfang Februar sind schon die ersten Klausuren.

Bis dahin

Annie

Ich bin heile in der Slowakei angekommen. Gott sei Dank. Der ICE nach Berlin hatte 20 Minuten Verspätung, der nächste Zug nach Prag dann 30, nur der tschechische SuperCIty war unglaublich pünktlich. Nachdem ich aus dem Zugfenster geschaut hatte, wusste ich auch wieso: Kein Schnee. Unglaublich. So einen Anblick ist man gar nicht mehr gewohnt. Und ich dachte, hier liegt noch mehr Schnee. Naja, meine „Enttäuschung“ scheint im Himmel angekommen zu sein, denn am Montag fing es dann an zu schneien. Und jetzt liegt auch hier eine beachtliche Schicht Schnee und es ist ziemlich kalt.

Am Dienstag Abend waren wir auf einem Open Air Konzert, wo der slowakische „Superstar“ und die Band „Gladiator“ auftraten. Abgesehen davon, dass ich die meisten Stücke nicht kannte, war es echt gut. Das Springen zur Musik half zudem gut gegen die kalten Füße.

Ich bin gespannt auf Silvester in den Tatras.

Bis dahin

Ich wünsche allen Lesern einen guten Rutsch ins Jahr 2011

Es ist gerade 6:50 Uhr und ich mache mich fertig um gegen halb neun in den (ersten) Zug in Richtung Bratislava zu steigen.

Im Voraus war ich sicherlich fünf mal beim Bahnhof, um zu erfragen, was denn zB passiert, wenn ich auf dem tschechischen Bahnhof stehe, mit riesen Verspätung und dann kein Zug mehr kommt. Oder welche Züge ich generell nehmen kann, wenn ich wegen Verspätung nicht pünktlich ankomme. Das sieht alles nicht ganz so rosig aus.
5 Stunden in Berlin warten, 7 Stunden in Pardubice warten…

Aber mittlerweile ist alles soweit geplant – ich muss nur „in time“ in Berlin ankommen. Eben die Strecke, die am Freitag noch so oft in den Nachrichten war.

Ich hoffe das Beste.
Bis dahin
FROHE WEIHNACHTEN!

Annie

Jetzt hab ich mich ja echt schon ziemlich lange nicht mehr gemeldet. Aber nun hab ich es mir hier in Bielefeld mit einer großen Tasse heißer Schokolade mit Sahne gemütlich gemacht.

Es ist echt unfassbar, aber das Semester ist schon zur Hälfte um. Wo ist die Zeit geblieben? Naja, so ein Semester ist eigentlich auch gar nicht so lang – drei Monate um genau zu sein. Da ist es umso erschreckender, wie viel man in so kurzer Zeit lernt. Letzte Woche zum Beispiel haben wir in Mathe in zwei lächerlich kurzen Zeilen ein halbes Jahr Grundkurs (Schul-) Mathe behandelt.
Aber es ist ja auch alles so „trivial“, was wir so lernen (das absolute Lieblingswort aller Professoren). Und am schönsten ist es immer noch, wenn unser Matheprof als Beweis nur: Klar! aufschreibt, (das Ausrufezeichen ist dringlich zu beachten).

Und wir haben kaum Zeit richtig zu lernen, weil wir ja auch Übungszettel bekommen, die wir bearbeiten und am Ende der Woche (Freitags pünktlich vor 10 Uhr) abgeben müssen und wenn die endlich fertig sind, dann gibt es schon den nächsten. Das ist in jedem Fach so, denn um zu den Klausuren zugelassen zu werden, muss man insgesamt 50% in diesen Aufgaben erreichen. Zudem kommt die „aktive Teilnahme“ in den Vorlesungsbegleitenden-Tutorien.
In Mathe bedeutet dies beispielsweise, dass man zweimal eine Aufgabe an der Tafel vorgerechnet haben muss. Ich habe meine beiden Übungen mittlerweile erfolgreich vorgeführt.

Ich muss ehrlich zugeben, ich habe mega mäßigen Schiss vor den Klausuren, die ja schon Anfang Februar anfangen. Ich werde sehr sehr sehr viel lernen müssen, da ist die Aussage: Für die Klausuren im Studium muss man soviel lernen wie fürs Abitur, schon fast untertrieben – es ist wirklich eine wahnsinnige Menge, die sich da in drei Monaten anhäuft.

Heute gab es halbes Hähnchen (ich weiß, ich komm von Hütchen auf Stöckchen) in der Mensa und das war richtig gut, ist aber ziemlich schwierig zu essen, aber ich habe mich erfolgreich durch das Hähnchenskelet gearbeitet.
Ich kann das Mensaessen im großen und ganzen auch nur loben, ich weiß gar nicht, was so viele der Studenten dagegen haben, ich find das Essen super.

Das Wetter hier ist dagegen wirklich miserabel. Das die Wolken sich auch immer vorm Teuto-Überqueren leeren müssen. Der Jahresniederschlag liegt hier bei 900mm. Jeden Morgen gucke ich aus dem Fenster und denke es regnet nicht und dann trete ich vor die Tür (ohne Regenjacke oder Mütze, weil – es ja nicht regnet) und dann regnet es doch. Deprimierend. Und ich fahre doch auch immer brav mit dem Rad zur Uni.

Ach ja, noch ein Wort zur Kirmes: Meine Jungs fanden es gut, aber irgendwie ist nicht so die richtige „Kirmesstimmung“ aufgeflammt. Aber das kann man sicher nochmal üben.

Meine Wochenenden verbringe ich meistens zu Hause in Soest. Und bin ich einmal da, im gemütlichen Sessel vor dem Ofen, mit Mama neben mir, verfliegen meistens die ganzen guten Vorsätze noch zu lernen. Das muss sich dringend ändern.

In den Weihnachtsferien fahre ich übrigens wieder in die Slowakei. Dann wird Neujahr in der hohen Tatra gefeiert, das wird sicher toll und auf den Zugfahrten habe ich dann jede Menge Zeit Mathe zu lernen.

Bis dahin
Annie

Da bin ich wieder.
Die letzte Woche war relativ ereignislos, denn ich hab die meiste Zeit im Büro gesessen und versucht mir mit Büchern und Filmen die Zeit zu vertreiben. Aber Arbeit geht nun einmal vor. So schlimm ist das auch gar nicht, denn das Wetter ist die letzte Woche nicht ganz so gut gewesen – es hat dauernd geregnet (mittlerweile hab ich auch eine Erkältung).

Am Samstag war Hochzeit. Und was für eine!
Lucia (Slowakin) und Jonathan (Engländer) gaben sich im Schlösschen Tartuf (http://www.tartuf.sk/index.php?l=de&s=3) das Ja-Wort.
Das war richtig beeindruckend, Und das Essen….. 5 Gänge, danach Kaffee und 17 verschiedene Kuchen, viel Alkohol und gegen Mitternacht noch ein Buffet mit Spanferkel, Lachs etc. Ich habe sicherlich 3 Kilo zugenommen, aber das war es wert. Definitiv.

Da der Bräutigam Engländer ist, war natürlich auch die Hälfte der Gäste englisch, weshalb ich mich sehr wohl gefühlt habe, denn es wurde nicht nur slowakisch gesprochen und ich konnte „mitreden“.
Rundum also eine super schöne Hochzeit, pompös, beeindruckend und vor allem sehr spaßig – Fotos lade ich gleich hoch.

(Meine Immatrikulationsbestätigung ist übrigens immer noch nicht gekommen. Ich habe zwar schon eine Mail geschickt und auch Antwort bekommen, dass alles angekommen sei, aber mal ganz ehrlich… es kann doch nicht sein, dass die über 3 Wochen brauchen, um mir alles nötige zuzuschicken. Es sind doch gerade Semesterferien, da haben die doch eigentlich kaum etwas zutun. Naja, egal, sie wollen ja das Geld haben. Aber ich hoffe mal, dass ich bis Ende der Woche Post bekommen habe)

Ach und noch etwas. Ich steh total auf die Slowakei. Es ist zwar ein ziemlicher Unterschied zu Deutschland, vor allem, was den Lebensstandard angeht (das Gehalt, wasich mit meinem Aushilfsjob als Spülkraft in Deutschland verdiene, ist hier ein normales Arbeitsgehalt und dafür müssen die Leute sehr viel länger/mehr arbeiten) aber es ist ein sehr schönes Land mit einer sehr ausgelassenen und angenehmen Mentalität.

Gut. Das war’s erstmal wieder von mir.
Bis dahin

Annie

Gerade beginnt der vierte Tag meiner Reise und ich sitze in Zilina im Büro der Firma Lajka und habe ein bisschen Zeit einen neuen Blog zu schreiben.

Am Samstag besichtigten wir eine Tropfsteinhöhle. Keine Ahnung wie die hieß, geschweige denn, wie man das schreibt, denn die Sprache ist echt kompliziert (wer kann sich denn schon zmrzlina (eis!) merken oder gar aussprechen). Gut, wir waren also in dieser Tropfsteinhöhle und sie war klasse. Riesig und wunderschön (Fotos + http://www.ssj.sk/jaskyne/spristupnene/demanovska-slobody/)

Gestern dann haben wir einen Trip durch Slovenský raj (http://www.slovenskyraj.sk/strediska/podlesok/de.html) – das slowakische Paradies gemacht und diese Landschaft macht ihrem Namen wirklich alle Ehre! Acht Stunden waren wir dort wandern, erst am Hornád (Fluss) entlang, wobei wir teilweise über an den Felswänden angebrachte Trittmöglichkeiten quasi frei über dem Fluss kletterten (Video + http://www.slovenskyraj.sk/strediska/phornadu/de.html) und schließlich, nach einem zum Ende hin ziemlich anstrengenden Aufstieg eine wunderbare Aussicht auf den Hernaddurchbruch hatten. Man steht dort auf einer Felsplatte, die senkrecht nach unten abbricht. Etwa 700 m Hoch waren wir an diesem Punkt (Fotos + http://www.slovenskyraj.sk/strediska/tomvyhlad/de.html). Jaaah und ich muss ganz ehrlich zugeben, hätte ich keine Wanderschuhe dabei, wäre ich gestern ziemlich aufgeschmissen gewesen. Ich freu mich schon auf den Trip in die Hohe Tatra (wahrscheinlich am Mittwoch) und hoffe, dass das Wetter gut ist, die Berge nicht von Wolken verdeckt sind und wir eine gute Sicht haben.

Das war es erstmal wieder von mir.
Bis dahin,

Annie

Nachdem die Getränke dann doch noch pünktlich geliefert wurden (es gab da einige Ungewissheiten), verlief meine Geburtstagsparty am Freitag meinen Wünschen entsprechend. Einen kleinen Nachteil hat es aber doch in einem Dorf zu wohnen, das kaum einer kennt… die meisten reisten mit dem Auto an, weshalb ich den Großteil der bestellten alkoholischen Getränke der Feuerwehr unseres Dorfes überließ, was aber sicherlich nicht bedauert wurde.

Von meiner Immatrikulation habe ich noch nichts gehört. Ich hoffe sehr, dass sich da in den nächsten Tagen was tut. Man ist ja doch irgendwie nervös, ob alles angekommen ist, ob man den Platz jetzt endgültig hat und so weiter.

Ich fahre am Donnerstag für zwei Wochen in die Slowakei eine Freund besuchen, den ich vor 1 1/2 Jahren bei der Verleihung des Jugendkarlspreises in Aachen kennengelernt habe. Dort habe ich die Bio-Ag des Convos erfolgreich vertreten.
Heute habe ich schonmal den größten Koffer vom Dachboden geholt – Frauen brauchen nunmal so viele Sachen… Ich meine… Kleidung, Beauty Produkte und nicht zu vergessen die ganzen Schuhe. Da kommt schon einiges zusammen 😉 und man weiß ja nie, in welche Situation man kommen wird, in der man dann dies oder jenes anziehen könnte. Da darf ja nichts zu Hause bleiben, was man in einer solchen Situation (die möglicherweise auftreten könnte) gebrauchen könnte. (Ich liebe den Konjunktiv).
Ich freue mich also auf zwei spannende Wochen in diesem kleinen Land und werde fleißig berichten.

Zur Zeit arbeite ich als Spülkraft im wilden Mann. So auch die letzten zwei Tage. Ich bin jetzt seit etwa einem Monat da und es gefällt mir. Da ich zuvor schon im Aqua Fun und im Klinikum als Spülkraft gearbeitet habe, hat sich schon eine gewisse Routine eingestellt.

Auch morgen beehre ich den wilden Mann wieder.
Bis dahin…

Annie