Hallo ihr Lieben,

ich hoffe, ihr alle hattet schöne Osterferien! Meine Easter Holidays waren fantastisch! Ich hatte ein paar sehr schöne Abende mit meiner Gastfamilie und habe natürlich in vollen Zügen das Highlight meiner Ferien genossen: Den Besuch von Lisa und Jessica.

Was das Zusammenleben von mir und meiner Gastfamilie angeht waren die Osterferien eine recht turbulente Zeit. Gleich zweimal durfte ich zu Geschenkpapier und Schleife greifen, denn sowohl meine Gastmutter als auch mein Gastvater feierten- nur wenige Tage nacheinander- ihren Geburtstag. Ich habe für beide jeweils Schokolade und eine DVD gekauft, die wir uns abends zusammen angeschaut haben- das ist in den Ferien zu einem richtigen Ritual geworden. Fast jeden Abend saßen wir zusammen Filme geschaut. Natürlich kamen anlässlich der Feierlichkeiten auch meine Gastgroßeltern, die ich mittlerweile schon sehr gut kenne, zu Besuch und wir sind zusammen indisch essen gegangen. Engländer lieben indische Gerichte. Wer bis jetzt glaubte, Fish ’n Chips sei die englische Nationalspeise, lag falsch: Es ist Curry! Der Abend hat mir sehr gut gefallen und einen gelungenen Tag gebührend abgerundet, denn zuvor waren wir an die Küste nach Margate gefahren um zusammen mit einer Freundin der Familie die Turner Kunstgalerie zu besichtigen. Natürlich ließ die ältere Dame es sich nicht nehmen uns auf eine Tasse Tee in ihren Garten einzuladen. Als sie uns alle um ihren Gartentisch platziert hatte, entfuhr der englischen Lady folgender bizarrer Satz „Oh, I’ll quickly take my knickers down!“- Ich nehme schnell meine Schlüpfer von der Wäscheleine! 😀

Am Ende meiner ersten Ferienwoche, sind Jessica und Lisa dann endlich angekommen. Ich habe sie Sonntagnacht in London getroffen und wir haben die folgenden zwei Tage mit einem Powersightseeingprogramm (ich bin grade ehrlich überrascht, dass mein Wordprogramm diesen Begriff zu kennen scheint…) verbracht: Wir haben eine Bus- und eine Bootstour mitgemacht, bei bezauberndem Wetter nach einem Spaziergang entlang der Themse im St. James’s Park gepicknicked, ein herrliches Buffet in China Town genossen und natürlich Big Ben, Buckingham Palace und Co gesehen. Außerdem haben wir uns zwei Stunden Zeit genommen, um St Paul’s Cathedrale zu besichtigen. Die 111 Meter hohe Kirche liegt auf dem Ludgate Hill, dem höchsten Punkt von London und bietet nicht nur Möglichkeit an den Messen teil zu nehmen, sondern auch, sie mit einem Audioguide ausgestattet zu besichtigen. Natürlich ließen wir es uns nicht nehmen, die 528 Stufen zu erklimmen und von einer Plattform nahe der Spitze der Kuppel einen fantastischen Ausblick auf London zu genießen. Das Wetter war bezaubernd, man konnte ganz London von oben bewundern und ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass die Kathedrale es voll und ganz mit dem London Eye aufnehmen kann! (Und man bezahlt als Schüler nur 4 Pfund, statt 20)

Natürlich mussten wir uns in der Stadt der freien Museumseintritte auch etwas bilden und haben dem Natural History Museum eine Stippvisite abgestattet. Es war mein dritter Besuch dort und ich habe noch immer nicht alles gesehen; es ist einfach unfassbar groß! Da wir nicht allzu viel Zeit zur Verfügung hatten, haben wir uns voll und ganz der berühmt berüchtigten Dinosaurierausstellung gewidmet. Und ich muss sagen, „Nachts im Museum“ hat nicht zuviel versprochen: Die Ausstellung war interessant, vielseitig und amüsant. Von Dinosaurier Modellen über Skelette und Filme bis hin zum Highlight, einem sich bewegenden Dino in Originalgröße! Sogar das Gesicht hat sich bewegt und man konnte es brüllen hören! Ich kann mich an dieser Stelle nur wiederholen und das Museum wärmstens weiterempfehlen. Sogar für mich, jemanden, der mit Urzeitgetieren normalerweise nichts am Hut hat, war das Museum mal wieder sowohl lehrreich als auch „entertaining”.

Und wo wir schon mal in der Gegend waren, haben wir die Gelegenheit am Schopfe gefasst und Jessicas Wunschtraum erfüllt: Einmal durch Harrods schlendern und ein bisschen shoppen. Harrods ist ein gigantisches Luxuseinkaufscenter, das wirklich alles zu bieten hat: Kleidung, Schmuck und Schuhe, Kosmetik, Sportausrüstungen und Souvenirs, und natürlich Feinkost. Die längste Zeit haben wir wohl in der Süßwarenabteilung verbracht und Cupcakes, Schokolade in allen Variationen und andere Herrlichkeiten bestaunt. Natürlich alles handgefertigt und von bester Qualität. Man konnte den Mitarbeitern sogar beim Herstellen der Leckereien über die Schulter schauen. Doch am meisten fasziniert hat mich wohl das gigantischste Osterei, das ich je gesehen habe- oder vielmehr der Preis: rund 800 Pfund war das gute Stück wert!

Insgesamt lässt sich der Besuch und Lisa und Jessica als durchweg gelungen bezeichnen. Wir haben eine Menge erlebt und konnten unsere gemeinsame Zeit in London bei genialem Wetter in vollen Zügen auskosten. Ich habe mich riesig gefreut, die beiden wieder zusehen und auch meine Gasteltern waren ganz angetan von meinen lieben Freundinnen 🙂

 

Umso mehr freue ich mich darauf, alle meine Lieben bald wieder um mich zu haben, werde aber nun doch etwas wehmütig bei dem Gedanken, London und vor allem meine Gastfamilie, die mir inzwischen schon ans Herz gewachsen ist, bald zu verlassen…

 

Hier habe ich jetzt noch ein witziges Extra für alle, die sich schon mal gefragt haben, wie denn eigentlich der Buckingham Palace von innen aussieht. Auf dieser Website kann man eine virtuelle Tour durch die Räumlichkeiten der Queen machen:

 

http://www.royal.gov.uk/TheRoyalResidences/BuckinghamPalace/VirtualRooms/Overview.aspx

 

Jessica und ich hatten schon einen Heidenspaß damit 😉

 

Viel Spaß und ganz liebe Grüße!!