Mich interessierte die Frage wie mit Trägern von Datenbrillen in solchen Bereichen umgegangen wird, in denen das Filmen ganz oder teilweise verboten ist. Schließlich sind die Kamera-Funktion und deren unauffällige Bedienung bei vielen Menschen der größte Unsicherheitsfaktor.

Generell hat die Brille ja viele weitere Funktionen, die einem Smart-Phone ähneln. Das Gericht geht jedoch davon aus, dass ein wesentlicher Unterschied zwischen Telefon und Brille darin besteht, dass ein Telefon im Regelfall dazu benötigt wird, erreichbar zu bleiben, was nach Auffassung des Gerichtes nicht zutrifft.

Pressesprecher Christian Nubbemeyer sagte dazu:

Zu den Datenbrillen: Derartige Fälle hatten wir hier noch nicht. Besucher mit Datenbrillen würden wir auffordern, diese Geräte bis zum Verlassen des Hauses im Eingangsbereich zu hinterlegen. Im Unterschied zum Smartphone wird man eine Datenbrille nicht benötigen, um hier im Haus erreichbar zu sein. Beim Verlassen des Hauses würden die Geräte dann selbstverständlich wieder ausgehändigt.

Tatsächlich teile ich aktuell seine Auffassung. Zur Zeit besitzt Google Glass noch keine eigene SIM-Karte, sondern wird via Bluetooth mit dem Handy gekoppelt. Zwar ist die Brille dann auch in der Lage, dass man über Sie telefonieren kann, aber die Sende-/Empfangs-Einheit befindet sich weiterhin im Telefon. Auch die übrigen Funktionen der Brille können von einem Smartphone abgedeckt werden und das Argument, man müsse die Hände frei haben, lässt sich nur schwer auf eine Gerichts-Situation anwenden.