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Wow, jetzt ist es wirklich gar nicht mehr lange, bis ich wieder nach Deutschland zurück komme.
Natürlich genieße ich meine letzten Tage hier noch richtig und heute sind wir von unserem „Roadtrip“ wieder gekommen.

Wir sind von LA nach Arizona gefahren und haben meine „Gast-Oma“ besucht. Die wohnt nämlich nicht mal eine Stunde von Grand Canyon entfernt und dorthin sind wir natürlich auch gefahren.


Vorher muss ich aber noch mal erwähnen, wie warm es in Arizona ist: Da wir ja wirklich mitten in der Wüste waren, waren es jeden Tag so um die 38° Celsius und ohne Klimaanlage, eiskaltes Wasser und Schatten konnte man das wirklich nicht aushalten. Abends hat es sich dann zum Glück ein bisschen abgekühlt und auch morgens war es bei 20° bis 25° richtig angenehm.

Am Freitag haben wir uns dann auf den Weg zum Grand Canyon gemacht. Alleine auf dem Weg dorthin waren wir schon beeindruckt von den riesigen Stein-Formationen, an denen wir vorbei gefahren sind, obwohl das noch nicht einmal Teil des Grand Canyon’s war.

Wir mussten unser Auto dann abstellen und ein Bus hat uns zu dem Skywalk gebracht. Das ist ein U-förmiger Bogen 4000ft über dem Grand Canyon, komplett aus Glas. Man konnte also den Boden 1.200 Meter unter seinen Füßen sehen.

Zum Glück hatte ich keine Probleme mit der Höhe und konnte die atemberaubende Aussicht genießen. Man kann es wirklich kaum in Worte fassen, so unglaublich war das! Wenn man überlegt, wie alt der Grand Canyon wirklich ist und wie winzig wir alle eigentlich im Vergleich sind. Der Grand Canyon ist etwas, was man einfach mit eigenen Augen gesehen haben muss, um es zu glauben.

 Die Steine waren aus rot-braunem Sandstein und da wir mitten in der Wüste waren, war nicht viel mehr drum herum als ein paar Büsche und Sträucher. Der Skywalk liegt in dem Gebiet der Hualapai Indianer und für die Touristen gab es auch eine kleine Tanz und Showeinlage, auch wenn ich stark bezweifle, dass das besonders „traditionell“ war.

Dann hat der Bus uns zu der nächsten Haltestelle gebracht und dort konnte man einen kleinen Berg hochwandern und von oben hatte man eine 360° Aussicht über den Grand Canyon und den „Colorado River“, den Fluss, der durch den Canyon fließt.

Das war unser Ausflug zu dem Grand Canyon, aber wie es sich für einen Roadtrip gehört, war unsere Reise noch nicht vorbei. Von Arizona aus sind wir dann nämlich nach Las Vegas gefahren. Das liegt sowieso auf dem Weg von Arizona nach Los Angeles und wir haben beschlossen, für 2 Nächte dort zu bleiben.

Unser Hotel war das Monte Carlo und es liegt direkt auf dem Strip. Als aller erstes sind wir allerdings zum Pool gegangen, denn die Hitze war wirklich kaum auszuhalten! Als es sich dann abends ein bisschen abgekühlt hat, sind wir zum Bellagio gegangen und haben uns die Wassershow angeguckt und sind dann noch ein bisschen weiter den Strip – die Hauptstraße in Las Vegas – entlang gegangen.

Am nächsten Tag sind wir dann Outlet shoppen gegangen, denn in der Vegas Gegend gibt es viele verschiedene Outlets, wo man Kleidung und andere Dinge viel günstiger kaufen kann. Und da die Einkaufzentren auch immer klimatisiert sind, sind wir der Hitze so gut aus dem Weg gegangen. Danach ging es wieder zum Pool und ganz wie es sich für Vegas gehört, sind wir danach zu einem der berühmt-berüchtigten Buffets gegangen.  Dort gibt es eine riesige Auswahl an verschiedenen Delikatessen und man kann so viel essen wie man will, denn alles ist „All You Can Eat“.

Heute haben wir uns dann wieder auf den Weg zurück gemacht und sind gegen 17 Uhr hier angekommen. Jetzt sind es für mich nicht mal mehr 10 Tage, bis ich schon in ein Flugzeug steige und es wieder in Richtung Heimat geht. Ich muss zugeben, langsam freue ich mich auch richtig!

After all… ich kann mich über mein Autauschjahr ja nun wirklich nicht beschweren. So viele tolle Dinge habe ich unternommen und erlebt, einmalige Erfahrungen gesammelt und Freunde fürs Leben gewonnen. Mein Jahr hier in Amerika war ein voller Erfolg und hat in jedem Punkt nicht nur meine Erwartungen erfüllt, sondern auch übertroffen!

Jetzt haben wir gerade Springbreak, also Osterferien, und meine Schwester Nina ist für 4 Wochen zu Besuch gekommen.

Am Montagabend ist sie hier am LAX Flughafen gelandet und seitdem haben wir schon ganz schön viel zusammen unternommen.

Am Dienstag habe ich ihr erst einmal El Segundo gezeigt und wir sind zur Schule gegangen und haben uns den Schulhof und die Schule angeguckt. Dann sind wir mit den Fahrrädern noch ein bisschen durch die Gegend gefahren und weil wir  super Wetter hatten, haben wir beschlossen noch ein bisschen zum Strand zu gehen. Dort haben wir dann das gute Wetter genossen und weil Nina noch einen ziemlichen Jet Lag hatte, haben wir den Tag ruhig angehen lassen.

Gestern haben wir dann eine Fahrradtour nach Venice Beach und Santa Monica gemacht. Es führt ein Weg direkt am Strand entlang, so dass man von El Segundo ohne Probleme bis zum Santa Monica Pier fahren kann. In Venice haben wir uns erst die verschiedenen Geschäfte angesehen und sind dann zum Santa Monica Pier gegangen. Dort gibt es einen kleinen Park, der „Pacific Ocean Park“, mit kleinen Spielbuden und auch einer Achterbahn, genau wie man es immer aus den Fernsehen kennt.
Von dem Santa Monica Pier ist es dann auch gar nicht weit bis zur 3rd Street Promenade, wo es verschiedene Geschäfte und Restaurants gibt. Dort haben wir dann bei Chipotle mexikanisch gegessen und sind dann ein bisschen shoppen gegangen. Zum Glück steht der Euro zur Zeit ziemlich gut, so dass wir manche Schnäppchen ergattert haben.

Nach gut 6 Stunden haben wir uns dann auch wieder auf den Weg zurück gemacht und die Fahrradfahrt hat so circa 45 Minuten bis eine Stunde gedauert, so dass wir genau pünktlich um halb sechs zum Uturn zurück waren.

In der Kirche habe ich Nina dann erst mal Jedem vorgestellt und alle haben sich gefreut, sie endlich kennen zu lernen, weil ich schon so viel von ihr erzählt hatte.

Ich freue mich wirklich schon auf die nächsten 4 Wochen, wenn ich meiner kleinen Schwester Los Angeles mit allen seinen Seiten und Facetten zeigen kann und ich bin mir sicher, dass wir viel Spaß zusammen habe werden.

Auf unserer TO DO Liste stehen auf jeden Fall noch Disneyland, Universal Studios, Hollywood und Chinatown… hier kann einem einfach nie langweilig werden 🙂

Deutschland und Amerika, also da gibt es schon größere Unterschiede als ich am Anfang gedacht habe…

Zuerst kam mir noch alles ziemlich gleich vor, mit der Schule, Hobbies und Freizeit, aber je länger ich hier bin, desto mehr bemerke ich die Unterschiede:

In der Schule z.B. ist das Verhältnis zwischen Lehrern und Schülern  richtig gut und eher freundschaftlich. Anders als in Deutschland bleibt der Lehrer in dem Klassenraum und die Schüler „wandern“, die Klassenräume sind dekoriert mit Postern, Plakaten und Bildern und noch vielem mehr. In den meisten Klassen gibt es auch Einzeltische und nicht -wie in Deutschland- Doppeltische und eine Stunde dauert nicht 45 Minuten sondern 53 Minuten! Es gibt eine Snack- und eine Lunch Pause, nach der 3. und nach der 5. Stunde. Man kann sich Essen in der Cafeteria holen, oder bringt einfach etwas von zu Hause und wenn man will, kann man zu dem ein oder anderen Club gehen.

Nach der Schule kann man dann Sport machen. Es gibt getrennte Clubs für Mädchen und Jungen, wie zum Beispiel Baseball und Softball oder Girls Soccer und Boys Soccer oder Girls Basketball und Boys Basketball. Da es hier in El Segundo auch direkt neben meiner Schule ein Schwimmbad gibt, gibt es auch ein Schwimmteam und ein Wasserpolo Team! Wir haben sogar ein Surf Team, denn der Strand ist ja auch hier direkt in der Nähe und dort gibt es echt super Wellen 🙂
Sport wird hier auch sehr ernst genommen und die Teams haben fast jede Woche einen Wettkampf oder ein Turnier und da man ja auch jeden Tag Training hat, sind die Sportler dementsprechend gut!!!

Es gibt aber noch viel mehr als nur Sport Teams, wie zum Beispiel das „Academic Decathlon“-Team, welches gegen andere Schulen in Wissensquiz antritt, oder ein Debattier Team. Fast das ganze Leben eines amerikanischen Schülers spielt sich in der Schule ab, denn hier trifft man seine Freunde, verbringt fast den ganzen Tag und feuert die Schulteams an.
„Schoolspirit“ ist ein wichtiger Teil des amerikanischen Schullebens. Der wird nicht nur durchs Tragen der Schulfarben oder durch die Cheerleader und Footballspieler ausgedrückt, sondern auch durch Aktionen wie „Mottowochen“, wo es jeden Tag ein anderes Motto gibt, wie zum Beispiel „60’s“, „Schlafanzug“ oder „Black&White“.

In der High School gibt es vier verschiedene Stufen: die 9. Klasse ist das Freshmen Jahr, die 10. Klasse das Sophomor Jahr, die 11. Klasse das Junior Jahr und die 12. Klasse –  und Abschlussklasse – das Senior Jahr.
Anders als in Deutschland, sind die Klassen nicht streng voneinander getrennt und es kann schon mal sein, dass in einer Klasse voller Freshmen der ein oder anderen Senior sitzt, oder es gibt andere Klasse, wo einfach alle gemischt sind.

Das kann natürlich in manchen Klassen dazu führen, dass nicht alle auf dem gleichen Lernlevel sind und es kommt schon manchmal vor, dass einer der älteren Schüler bereits ein Thema in einer anderen Klasse durchgenommen hat, aber alle anderen das noch lernen müssen! In anderen Klassen, wie zum Beispiel Fotografie, macht es dann aber nicht so viel aus, wenn es ein paar kleine Altersunterschiede gibt, denn so lernt man zum Beispiel noch viel mehr Leute kennen, mit denen man normalerweise nicht so viel zu tun haben würde!

Trotzdem gibt es aber besondere AP Klassen, also Advanced Placement, die auf College Level unterrichten. Diese sind für die Schüler, die schon mal Punkte fürs College sammeln wollen und man kann verschiedene Kurse wählen, wie zum Beispiel Literatur, Naturwissenschaften oder Spanisch. Da die Klassen auf College Level sind, ist der Unterricht auch entsprechend anspruchsvoll und am Ende des Schuljahres muss jeder einen AP-Test machen, um den Kurs im College angerechnet zu bekommen.

Wie man sehen kann, spielt sich wirklich der größte Teil des Teenager-Lebens in der Schule ab. Allerdings trifft man sich auch oft am Wochenende, und da man hier in Amerika ja schon mit 16 Auto fahren darf, ist man relativ unabhängig und kann fahren, wohin man will!

Besonders hier in Los Angeles ist das von großem Vorteil, denn es gibt wirklich total viel zu sehen und zu erleben. Es sind nicht nur die ganzen typischen Touri-Spots, die man besuchen kann, sondern noch viel mehr, Los Angeles hat wirklich total viel zu bieten.

Man kann hier viel über andere Kulturen lernen, denn da Los Angeles ja nicht aus einer einzigen großen Stadt besteht, sondern vielmehr aus ganz vielen kleinen Vierteln, gibt es Teile, in denen zum Beispiel eine ganze chinesische Gemeinde wohnt, oder mexikanische oder japanische. Oder sogar deutsch! Ich meine, es gibt hier einfach so viele verschiedene Kulturen und so viele neue Eindrücke die man sammeln kann, es wird einfach nie langweilig!

Erst gestern war ich zum Beispiel mit meiner Freundin Michelle in einem der japanischen Viertel und ich hatte wirklich das Gefühl, als wäre ich in Japan, denn fast alle Leute dort waren japanisch, alles war auf Japanisch geschrieben und natürlich gab es auch japanisches Essen. Und das bedeutet nicht nur Sushi, denn das kann man fast überall hier in LA finden, sondern richtig traditionelle Gerichte.

Ich finde es wirklich unglaublich, wie viel ich hier in Los Angeles sehen und erleben kann und was für eine unglaubliche Chance das für mich ist, hier zu sein und so viel über andere Kulturen und Länder zu lernen. Ich bekomme nicht nur die Chance, über Amerika und den American-Way-of-Life etwas zu lernen, sondern habe Freunde aus Ländern wie Ecuador und Brasilien, die mir von ihrer Kultur und ihren Heimatländern erzählen!

Essen ist auch so eine Sache hier in Amerika. Ich meine, no offence, aber mit der guten deutschen Hausmannskost kann das wirklich nicht mithalten.
Da man ja erst um circa 5 Uhr nach Hause kommt und dann noch Hausaufgaben machen muss, isst man meistens nicht vor 7 Uhr. Es kommt aber auch öfter mal vor, dass man einfach nur einen kleinen Snack isst oder eine Pizza bestellt.

Apropos einfach… darin sind die Amerikaner wirklich gut! Den Salat kann man zum Beispiel schon fertig geschnitten und abgepackt kaufen und da fast alles eingefroren wird, steckt man das dann einfach für ein paar Minuten in die Mikrowelle, um es aufzutauen! Snacks sind dann auch noch so eine andere Sache. Wenn man bei uns in Deutschland dann vielleicht mal am Wochenende eine Tüte Chips isst, während man einen Film guckt, nimmt man hier seine Cheetos oder Cheez It Chips mit in die Schule als kleinen Zwischensnack! Es stimmt wirklich, dass die Amerikaner ganz schön fettig essen, denn das ist hier kein ungewöhnliches Bild!

Es kann auch öfter mal vorkommen, dass man einfach bei McDonalds oder Wendy’s Essen holt. Die Zahl der Fastfood Restaurants ist wirklich nicht zu beschreiben und es gibt alles, was man sich nur vorstellen kann, von mexikanisch, mit El Pollo Loco und Taco Bell, zu Fisch (Red Lobster) oder ganz typisch Burger, wie zum Beispiel McDonalds, Burger Kind, In’n’Out oder Wendy’s. Auch Sandwiches sind wirklich beliebt hier in Amerika und man kann nicht nur zu Subway gehen, sondern es gibt auch kleinere, private Sandwich Shops.

Jedes Restaurant hier in Amerika wird auch getestet, ob es bestimmten Richtlinien entspricht und dann wird es mit einem Buchstaben bewertet. „A“ ist das Bestmögliche, allerdings sollte man wirklich in keinem Restaurant essen, welches schlechter als „A“ bewertet wurde, wie ich schon direkt am Anfang gewarnt wurde, denn selbst dafür sind die Maßstäbe nicht die höchsten. Obwohl die Regierung die Restaurants, die nicht dem Standard entsprechen,  nicht schließen kann, gehen die meisten die mit einem „C“ oder sogar schlechter bewertet wurden, ziemlich schnell unter, weil Jeder weiß, wie einfach es ist, den Maßstäben zu entsprechen! Jedes Restaurant hier in Amerika muss also ein großes, blaues Schild im Fenster hängen haben, so dass jeder sehen kann, wie das Restaurant bewertet wurde.

Was gibt es sonst noch so, das erwähnenswert wäre…

Ach ja, Kirche. Hier in Amerika ist die Kirche schon ziemlich anders als in Deutschland. Ich gehe jeden Sonntag in die 9 Uhr Messe, zu der Kirche hier direkt neben meinem Haus. Als mich meine Freundin das erste Mal mitgenommen hat, war ich schon ein bisschen skeptisch, aber ziemlich schnell habe ich gemerkt, dass es hier richtig Spaß macht, in die Kirche zu gehen und seitdem gehen wir jedes Mal zusammen!
Anders als in Deutschland, ist die Kirche hier ziemlich locker und ich bin mir sicher, dass man das auch in Deutschland finden kann, aber ich bin halt nur die strenge katholische Kirche gewöhnt, wo man noch nicht mal klatschen darf, geschweige denn eine Band spielt. Aber genau das gibt es hier in der Kirche. Eine Band, mit E-Gitarre und Schlagzeug und die Liedtext werden auf eine Leinwand projiziert, so dass auch Jeder mitsingen kann! Man wird von dem Gesang sofort mitgerissen und jeder singt so laut er kann und es macht richtig Spaß!

Zu Beginn der Messe singt man also ein paar Lieder und es kommen immer noch ein paar Nachzügler , denn die Türen stehen die ganze Zeit offen und die Sonne scheint herein und jeder der will, kann einfach kommen! Dann kommen jedes Mal ein paar Leute nach vorne, die von ihren Erfahrungen oder Erlebnissen mit Gott oder der Kirche erzählen und dann kommt der Pastor und predigt. Die Predigt ist allerdings – anders als ich es aus Deutschland gewöhnt bin –  wirklich total interessant und da der Pastor immer aus seinem eigenen Leben erzählt, kann man sich immer gut in die Situation hinein versetzen und das ist immer mein Lieblingsteil der ganzen Messe. Am Ende wird dann noch ein Lied gesungen und dann sagen sich alle tschüss und umarmen sich und man geht nach Hause.

Steuern, oder besser gesagt Taxes, sind auch eine Sache, die hier anders geregelt sind. Die sind nämlich in jedem Staat unterschiedlich und, anders als in Deutschland, sind sie nicht im Preis enthalten, sondern werden erst an der Kasse dazu gerechnet.
Am Anfang war das wirklich sehr verwirrend für mich, denn wenn das Preisschild 1,99$ angezeigt hat, musste ich aber circa 2,19$ bezahlen. Daran gewöhnt man sich wirklich nicht zu schnell und es kommt öfters mal vor, dass man hinterher doch ein bisschen mehr ausgibt als man es eingeplant hat.

Aber man hat ja immer noch den Vorteil, dass der Euro stärker ist als der Dollar und von daher fühlt man sich die meiste Zeit, als hätte man ein super Schnäppchen gemacht! Man kann also sehen, dass die Unterschiede zwischen Deutschland und Amerika wirklich größer sind als man glaubt, denn es ist nicht nur eine ganz andere Mentalität, sondern ein ganz anderes Leben, das man hier hat!

Aber egal, wie gut es mit hier gefällt, ich freue mich trotzdem schon wieder darauf, nach Deutschland zurück zu kommen. Trotz all der tollen Dinge die man hier machen kann, gibt es einfach nichts, das meine Familie in Deutschland ersetzen kann und mein Aufenthalt hier in Amerika hat mir gezeigt, wie stolz ich darauf sein kann, Deutsche zu sein und wie wirklich gut es mir in Deutschland geht!

eure Laura

Ich habe beschlossen, euch mal zu erzählen, wie das Leben hier in den USA so ist 🙂

Es ist wirklich nicht unbedíngt so, wie man es aus dem Fernsehen kennt; mit einem großen, weißen Haus, 3 Kindern, die im Garten Football spielen und einer Mutter die in der Küche Applepie backt.

Die Wirklichkeit ist schon ein bisschen anders….Aber anders heißt nicht schlechter, nur anders 😉

In der Schule gibt es zum Beispiel ganz viele verschiedene Clubs, die sich in der Lunchpause treffen und verschiedene Aktivitäten planen. Es gibt Modeclubs und Tierfreunde Clubs, Literatur Clubs und Drama Clubs 🙂

Nach der Schule gibt es dann verschiedene Sportarten, die man ausführen kann, für Mädchen und Jungen getrennt. Es kommt immer auf die Jahreszeit an, welchen Sport man machen kann. Jetzt im Frühling gibt es für die Mädchen zum Beispiel Basketball, Softball, Schwimmen und noch vieles mehr. Ich habe mich entschlossen, dieses Jahr Softball zu spielen. Das ist genau wie Baseball, nur mit einem anderen Ball und wird hier von den Mädchen gespielt 😉


Bevor man allerdings wirklich im Team ist, gibt es "Try-Outs", bei denen jeder Spieler, ob Anfänger oder Profi, zeigen muss, wie gut er spielt und der Coach entscheidet, wer es in das Team schafft. Für die meisten Sportarten gibt es sogar verschiedene Leistungsklassen. Die Neuntklässler (Freshmen) und Zehnklässler (Sophomores) sind im Frosh/ Soph Team, dann gibt es das beste Team (Varsity) und das 2. beste Team (Junior Varsity).
Training hat man jeden Tag nach der Schule, für 2 Stunden! Das ist schon recht lang, aber die anderen Teammitglieder sind immer total motivierend und dann macht das Training auch Spaß 🙂

Dann kommt man um kurz vor 5 nach Hause, macht Hausaufgaben und trifft sich mit seinen Freunden oder guckt Fernsehserien wie American Idol oder the Bachelor. So sieht ein normaler Tag hier in Amerika aus und genau wie in Deutschland, kann man am Montag den nächsten Freitag schon nicht mehr erwarten 😛

Sonnige Grüße aus Kalifornien,

eure Laura

Wow, jetzt sind es nur noch 6 Tage bis Weihnachten! Ich kann es immer noch nicht glauben 🙂

Hier in Amerika ist Weihnachten schon anders als in Deutschland, vor allem hier in Kalifornien 😛

Hier sind es noch immer angenehme 20° und anstatt ins Sauerland zu fahren und die Skier anzuschnallen, gehe ich hier an den Strand 😉 Ich muss allerdings zugeben, so richtig kommt man hier nicht in Weihnachtsstimmung, man muss keine Heizung andrehen und mit ein bisschen Glück kann man sogar noch im T-Shirt zur Schule gehen 🙂
Dieses Weihnachten ist echt ganz anders als sonst!!!

In Deutschland feiern wir Weihnachten ja am 24. Dezember, aber hier in Amerika bekommt man die Geschenke erst am Morgen des 25. Dezember! „Christmas Eve“ ist Heiligabend und „Christmas“ ist bei uns schon der 1. Weihnachtstag. Am Weihnachtsmorgen steht man früh auf und findet seine Weihnachtsgeschenke unter dem Tannenbaum.

Außerdem kann man hier in jedem Kaufhaus oder auf jedem Weihnachtsmarkt „Santa“ besuchen gehen und ein Foto mit ihm machen lassen! Und Kinder sagen ihm natürlich, was sie sich zu Weihnachten wünschen.

Am Freitag war auch mein letzter Schultag und jetzt habe ich endlich Ferien 🙂 Der letzte Schultag war unglaublich… alle hatten Weihnachts-Pullis an und Jeder hatte riesige Tüten mit Geschenken! Die Lehrer haben Candy Cane verteilt (nach Pfefferminz schmeckende Zuckerstangen) und wir haben ganz viele Plätzchen und Brownies gegessen 😉 Wir haben die ganze Zeit Weihnachtsmusik gehört und es war einfach eine richtig weihnachtliche Stimmung!

Ich kann es schon gar nicht mehr erwarten, bis endlich der 25. ist, denn dann ist nicht nur Christmas, sondern abends fliege ich auch nach Florida und verbringe „New Years Eve“ in Miami 🙂

 

Liebe Grüße,

Laura

Hallo!

Leider habe ich euch ja schon länger nicht mehr geschrieben und ich muss euch einfach erzählen, was ich letzten Donnerstag erlebt habe 🙂

Ich habe nämlich mit meiner Gastfamilie einen Helikopterflug über Los Angeles gemacht!!! Das war wirklich UNGLAUBLICH 😉

Wir sind nach Long Beach gefahren und dort haben wir erst einmal etwas zu Essen bekommen. Danach hat uns unsere Stretch-Limo abgeholt und uns zum Helikopterflughafen gebracht! Das kling doch unglaublich, oder 😛

Von Außen war die Limo weiß und mit verdunkelten Fensterscheiben und von von Innen war alles ganz stylish und modern eingerichtet 🙂

Die Fahrt zum Flughafen war nicht lang und nach einer kurzen Sicherheitseinführung sind wir dann zu unserem Helikopter gegangen. In einem Helikopter war – zusammen mit dem Piloten – immer nur Platz für 4 Leute und ich war "lucky" und durfte sogar vorne sitzen 😉

Es war echt ein wahnsinniges Gefühl, als der Helikopter abgehoben hat und man hatte eine atemberaubende Aussicht auf Long Beach und ganz Los Angeles ♥

Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie riesig Los Angeles eigentlich ist und man konnte gar nicht das Ende der Lichter der Stadt sehen! Selbst am Horizont glitzerten noch kleine Punkte 🙂

Der Helikopterflug hat nur circa 6 Minuten gedauert, auch wenn es mir viel länger vor kam 😉

Das war ein unvergessliches Erlebnis, an das ich mich sicher immer erinnern werde!!!

So… das war’s für heute erst einmal,

alles Liebe,

eure Laura

Heute war ich bei der Filmpremiere von Megamind in Hollywood und es war einfach unglaublich! Ich hatte gehofft, dass ich vielleicht mit ein bisschen Glück Brad Pitt sehen würde, aber er ist zur Zeit in England und da es heute morgen geregnet hat, gab es auch keinen roten Teppich und die Stars wurden alle durch die Garage eingelassen!

Ich war schon ganz traurig, denn ich habe gedacht, dass ich jetzt gar keinen Star mehr sehen würde, doch Ryans Dad, der mit uns da geblieben ist, hat dann herausgefunden, dass die Stars alle in den 5. Stock müssen. Er hat Will Ferrell und Justin Bieber gesehen, als sie in den Aufzug gestiegen sind! Wir wussten auch, dass Justin nur für eine halbe Stunde bleiben würde, also haben wir dann am Aufzug gewartet, denn er musste ja dort entlang, um zu seinem Auto zu kommen 😉

Als er dann endlich aus dem Fahrstuhl stieg, ging er schnell weiter und Ryans Dad meinte nur "Los, ihm nach ;-)". Also sind wir ihm (und seinen Sicherheitsleuten :-P) gefolgt und ich hab mich wie so ein verrückter Fan oder Spion gefühlt 😀

Justin wollte gerade in sein Auto steigen, da haben wir "Justin can we take a picture with you?!?"  gerufen. Seine Sicherheitsleute sind gekommen und haben gesagt, dass wir gehen müssen und wir keine Fotos machen dürften. Aber dann ist Justin zu uns gekommen und hat gesagt, dass das schon okay ist und dann haben wir ein Foto mit ihm gemacht 😉 Das war soooo cool 🙂 Er ist total nett!!!!

Noch immer habe ich das Gefühl, es ist ein Traum, aber es ist wahr 🙂

Ich habe nie gedacht, dass ein Star wie Justin Bieber so nett ist und sich so viel Zeit für seine Fans nimmt! Ich fand das richtig toll und ich bin mich sicher, dass ich das nie vergessen werde 🙂

Ganz liebe Grüße aus der Stadt der Engel,

eure Laura