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Hallo ihr Lieben,

ich hoffe, ihr alle hattet schöne Osterferien! Meine Easter Holidays waren fantastisch! Ich hatte ein paar sehr schöne Abende mit meiner Gastfamilie und habe natürlich in vollen Zügen das Highlight meiner Ferien genossen: Den Besuch von Lisa und Jessica.

Was das Zusammenleben von mir und meiner Gastfamilie angeht waren die Osterferien eine recht turbulente Zeit. Gleich zweimal durfte ich zu Geschenkpapier und Schleife greifen, denn sowohl meine Gastmutter als auch mein Gastvater feierten- nur wenige Tage nacheinander- ihren Geburtstag. Ich habe für beide jeweils Schokolade und eine DVD gekauft, die wir uns abends zusammen angeschaut haben- das ist in den Ferien zu einem richtigen Ritual geworden. Fast jeden Abend saßen wir zusammen Filme geschaut. Natürlich kamen anlässlich der Feierlichkeiten auch meine Gastgroßeltern, die ich mittlerweile schon sehr gut kenne, zu Besuch und wir sind zusammen indisch essen gegangen. Engländer lieben indische Gerichte. Wer bis jetzt glaubte, Fish ’n Chips sei die englische Nationalspeise, lag falsch: Es ist Curry! Der Abend hat mir sehr gut gefallen und einen gelungenen Tag gebührend abgerundet, denn zuvor waren wir an die Küste nach Margate gefahren um zusammen mit einer Freundin der Familie die Turner Kunstgalerie zu besichtigen. Natürlich ließ die ältere Dame es sich nicht nehmen uns auf eine Tasse Tee in ihren Garten einzuladen. Als sie uns alle um ihren Gartentisch platziert hatte, entfuhr der englischen Lady folgender bizarrer Satz „Oh, I’ll quickly take my knickers down!“- Ich nehme schnell meine Schlüpfer von der Wäscheleine! 😀

Am Ende meiner ersten Ferienwoche, sind Jessica und Lisa dann endlich angekommen. Ich habe sie Sonntagnacht in London getroffen und wir haben die folgenden zwei Tage mit einem Powersightseeingprogramm (ich bin grade ehrlich überrascht, dass mein Wordprogramm diesen Begriff zu kennen scheint…) verbracht: Wir haben eine Bus- und eine Bootstour mitgemacht, bei bezauberndem Wetter nach einem Spaziergang entlang der Themse im St. James’s Park gepicknicked, ein herrliches Buffet in China Town genossen und natürlich Big Ben, Buckingham Palace und Co gesehen. Außerdem haben wir uns zwei Stunden Zeit genommen, um St Paul’s Cathedrale zu besichtigen. Die 111 Meter hohe Kirche liegt auf dem Ludgate Hill, dem höchsten Punkt von London und bietet nicht nur Möglichkeit an den Messen teil zu nehmen, sondern auch, sie mit einem Audioguide ausgestattet zu besichtigen. Natürlich ließen wir es uns nicht nehmen, die 528 Stufen zu erklimmen und von einer Plattform nahe der Spitze der Kuppel einen fantastischen Ausblick auf London zu genießen. Das Wetter war bezaubernd, man konnte ganz London von oben bewundern und ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass die Kathedrale es voll und ganz mit dem London Eye aufnehmen kann! (Und man bezahlt als Schüler nur 4 Pfund, statt 20)

Natürlich mussten wir uns in der Stadt der freien Museumseintritte auch etwas bilden und haben dem Natural History Museum eine Stippvisite abgestattet. Es war mein dritter Besuch dort und ich habe noch immer nicht alles gesehen; es ist einfach unfassbar groß! Da wir nicht allzu viel Zeit zur Verfügung hatten, haben wir uns voll und ganz der berühmt berüchtigten Dinosaurierausstellung gewidmet. Und ich muss sagen, „Nachts im Museum“ hat nicht zuviel versprochen: Die Ausstellung war interessant, vielseitig und amüsant. Von Dinosaurier Modellen über Skelette und Filme bis hin zum Highlight, einem sich bewegenden Dino in Originalgröße! Sogar das Gesicht hat sich bewegt und man konnte es brüllen hören! Ich kann mich an dieser Stelle nur wiederholen und das Museum wärmstens weiterempfehlen. Sogar für mich, jemanden, der mit Urzeitgetieren normalerweise nichts am Hut hat, war das Museum mal wieder sowohl lehrreich als auch „entertaining”.

Und wo wir schon mal in der Gegend waren, haben wir die Gelegenheit am Schopfe gefasst und Jessicas Wunschtraum erfüllt: Einmal durch Harrods schlendern und ein bisschen shoppen. Harrods ist ein gigantisches Luxuseinkaufscenter, das wirklich alles zu bieten hat: Kleidung, Schmuck und Schuhe, Kosmetik, Sportausrüstungen und Souvenirs, und natürlich Feinkost. Die längste Zeit haben wir wohl in der Süßwarenabteilung verbracht und Cupcakes, Schokolade in allen Variationen und andere Herrlichkeiten bestaunt. Natürlich alles handgefertigt und von bester Qualität. Man konnte den Mitarbeitern sogar beim Herstellen der Leckereien über die Schulter schauen. Doch am meisten fasziniert hat mich wohl das gigantischste Osterei, das ich je gesehen habe- oder vielmehr der Preis: rund 800 Pfund war das gute Stück wert!

Insgesamt lässt sich der Besuch und Lisa und Jessica als durchweg gelungen bezeichnen. Wir haben eine Menge erlebt und konnten unsere gemeinsame Zeit in London bei genialem Wetter in vollen Zügen auskosten. Ich habe mich riesig gefreut, die beiden wieder zusehen und auch meine Gasteltern waren ganz angetan von meinen lieben Freundinnen 🙂

 

Umso mehr freue ich mich darauf, alle meine Lieben bald wieder um mich zu haben, werde aber nun doch etwas wehmütig bei dem Gedanken, London und vor allem meine Gastfamilie, die mir inzwischen schon ans Herz gewachsen ist, bald zu verlassen…

 

Hier habe ich jetzt noch ein witziges Extra für alle, die sich schon mal gefragt haben, wie denn eigentlich der Buckingham Palace von innen aussieht. Auf dieser Website kann man eine virtuelle Tour durch die Räumlichkeiten der Queen machen:

 

http://www.royal.gov.uk/TheRoyalResidences/BuckinghamPalace/VirtualRooms/Overview.aspx

 

Jessica und ich hatten schon einen Heidenspaß damit 😉

 

Viel Spaß und ganz liebe Grüße!!

Hallöchen 🙂

Im Moment ist es ziemlich stressig in der Schule. In Media Studies und Englisch stehen grade coursework an, was zwar eine Menge Arbeit, aber total interessant ist.

Heute war ich mit Meret in London, um für mein Mediaprojekt, einen zweiminütigen Trailer, zu filmen. Das Genre ist Teenagedrama und sie spielt ein Mädchen, das von zu Hause nach London ausreißt, um Pianistin zu werden. Ich habe sie im Zug, in der U-Bahn und auf der Westminster Bridge vor den Houses of Parlament aufgenommen, was gar nicht so einfach war mit der Menge an Touristen. Hingegen der Sorge meines Gastvaters wurden wir glücklicherweise nicht für spionierende Terroristen gehalten und verhaftet.

Später sind wir zurück nach Tonbridge gefahren und haben eine Szene mit Simon gedreht, der den „bösen“ alkoholsüchtigen Vater spielen durfte. Er war wirklich engagiert und man könnte sagen, er ist voll in der Rolle aufgegangen. Im Endeffekt war es so witzig, dass es mir schon fast Leid tat, dass er so einen kleinen Part hatte. Ich bin seit über zwei Wochen regelmäßig am Filmen, was eine Menge Organisation, Freizeit und Geduld erfordert hat. Nachdem der Plot geplant und das Storyboard geschrieben war, galt es, Freiwillige zusammenzutrommeln. Inzwischen sind all meine Freunde leicht angenervt und nicht gut zu sprechen auf das Thema Trailer. Zum Glück sind fast alle Shots im Kasten, wie wir Fachleute sagen (höhö) und nächste Woche kann das Editing beginnen. Außerdem muss ich zwei Magazinartikel dazu schreiben und designen. Juhu. Illegalerweise ist meine Recherche, die schon lange, lange fertig sein sollte, immer noch unvollständig und muss noch nachgeholt werden. Außerdem folgt dem ganzen eine ausführliche Evaluation.

Für meine Englisch (Sprache und Literatur) coursework muss jeweils ein kreativer Text zum Thema Dystopia (Gegenteil von Utopia) für eine Zuhörerschaft und eine Leserschaft verfasst werden, was sich natürlich für einen nicht Muttersprachler ziemlich schwierig gestaltet, da bei der Bewertung der Arbeiten keine Rücksicht darauf genommen wird. Zusätzlich muss ich im Mai mein Januarexam nochmal schreiben. Ich habe leider nur ein E, also eine 5, bekommen, was eine ziemliche Enttäuschung war, aber wie man so schön sagt ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und zwischen Anfang Januar und Ende Mai liegen immerhin fast fünf Monate, in denen man eine Megen dazulernen kann. Als Ausgleich habe ich sowohl in Mathe als auch in Media Studies ein B erreicht, worauf ich ziemlich stolz bin, da mir besonders Media Studies am Anfang sehr schwer gefallen ist.

Zusätzlich zu Englisch und Media coursework muss ich natürlich immer noch für Fotografie an meinem mittlerweile dritten Projekt arbeiten, was super viel Spaß macht, da es viel Freiraum für Kreativität lässt. Grob gesagt geht es darum, ein Albumcover für einen Band unserer Wahl zu gestalten und im Moment machen wir einen Menge Experimente in der Dunkelkammer. Ach ja, und dann sind da noch die drei (!) Matheexamen, die im Mai auf mich zu kommen. Darüber, dass ich am Anfang des Schuljahres dachte, mit nur vier Fächern hätte ich kaum Arbeit, kann ich inzwischen nur noch lachen. Trotzdem bin ich froh, dass ich auf diesem Wege so viele neue Erfahrungen sammeln und neue Dinge ausprobieren kann.

Voraussichtlich wird der nächste Monat etwas ruhiger, denn im April habe ich dank der Osterferien und der Königlichen Hochzeit nur acht Tage Schule. Dann wird wieder gereist und neue Gegenden werden erkundet!

Bis dahin hält mich aber die Schule vorerst auf Trab und aus diesem Grund ist der Eintrag jetzt auch zu Ende (obwohl es noch so viel mehr zu erzählen gibt), aber ich versuche, weiterhin regelmäßig zu bloggen.

 

Liebe Grüße aus dem sonnigen und gleichzeitig regnerischen England

 

Katja 🙂

"Halfterm" ist die englische Bezeichnung für Schulferien und lässt sich leicht erklären: Das Schuljahr in England lässt sich in drei Einheiten, "Terms", unterteilen, von denen jede 12 Wochen umfasst. In der Mitte jedes Terms, also alle sechs Wochen, gibt es eine Woche frei, also "Halfterm".

Meine letzter Halfterm ist gerade vorbei, was ich zum Anlass genommen habe, meinen Blog mal wieder zu reloaden (Anglizismenalarm!)  Da das englische Wetter seinem Ruf im Moment durchaus gerecht wird und wir uns mit einer Woche Wind und Dauerregen rumschlagen mussten, habe ich recht ruhige Ferien zu Hause verbracht und es gibt nicht sonderlich viel von der Insel zu berichten.

Am Anfang der Woche bin ich mit Martha, einer anderen deutschen Austauschschülerin, die in Sussex, einer benachbarten Grafschaft, wohnt, nach London gefahren. Ziel unseres Ausflugs war das Museum of London, eine weitere Attraktion, die ich nur wärmstens weiterempfehlen kann. Die riesige Ausstellung erzählt die Geschichten der Hauptstadt Englands von der Steinzeit über die Antike und das Mittelalter bis hin zu mehreren Varianten einer möglichen Zukunft. Zwar gibt es im Museum of London nicht so viele Spiele und Experimente zum Selbstausprobieren, dafür beherbergt das Museum eine umfangreiche und sehr interessante Ausstellung zum „Great Fire of London“, ein kleines Kino und mehrere Bildschirmpräsentationen. Ich habe übrigens herausgefunden, dass das Feuer, welches im Jahre 1666 mehre Tage in London wütete, tatsächlich von einem Bäcker ausgelöst worden war, der fahrlässigerweise das Ofenfeuer in seiner Bäckerei am Abend nicht vorschriftsmäßig gelöscht hatte. Zur Verantwortung gezogen wurde aber ein Franzose, da es damals Spannungen zwischen England und Frankreich gab. Kurz nach seiner Hinrichtung fand man allerdings heraus, dass er erst nach dem Ausbruch des Feuers nach London gekommen war.

Letzten Samstag hat es mich noch einmal mit Martha und Bryan nach London verschlagen. Schließlich mussten wir den seltenen Anblick der Sonne, der sich uns an diesem Tag bot, ausnutzen! London ist nicht nur ausgestattet mit Hunderten von Attraktionen für triste Regentage, sondern auch mit wunderbaren Orten zum Spazierengehen. Mit Freuden haben wir festgestellt: Im St. James’s Park (grenzt an den Buckingham Palace) ist der Frühling bereits ausgebrochen! An allen Ecken sprießen bunte Blumen aus der Erde, die Bäume tragen bereits Blüten und überall wuseln putzige Eichhörnchen umher. Der Park ist sehr weitläufig und wunderschön und hat einen großen See von dessen Brücke man sowohl den Wohnort der Queen als auch das London Eye sehen kann.

Das war es erstmal wieder von mir, denn ich muss noch die englisch Hausaufgaben meiner Freunde in Deutschland machen (das ist natürlich nur ein Scherz)   😉

 

Liebe Frühlingsgrüße!

Hallo zusammen 🙂 Wollt ihr wissen, wie ich in meinen letzten Half-term-ferien verbracht habe? Ich bin von Kent nach Cornwall gereist!

 

Zusammen mit Meret, einer anderen Austauschschülerin aus der Schweiz, habe ich dort Anika besucht. Ihre Gastfamilie hat sich einfach so dazu bereit erklärt, zwei fremde Mädchen für zwei Nächte zu beherbergen, und war super lieb.

Die Anreise war allerdings anstrengender als gedacht: Um sechs Uhr musste wir aufstehen, um uns fertig zu machen. Dann liefen wir- noch im Dunkeln- in die Innenstadt und nahmen den Bus von Tonbridge nach Tunbridge Wells. Dort angekommen frühstückten wir ausführlich und nahmen anschließend den National Express Bus nach London, wo wir in der Victoria Coach Station nach einer Stunde Wartezeit in einen anderen Bus umstiegen. Alles in allem sieben Stunden später kamen wir dann endlich in Exeter an. Von da aus holten uns Anika und ihre Gastmutter, Julie, mit dem Auto ab, denn wir Glücklichen hatten noch weitere 1,5 Stunden Fahrt vor uns. Am frühen Abend waren wir dann aber tatsächlich in Launceston, Cornwall. Zwar geschafft, jedoch sehr stolz darauf, dass wir diese lange Reise ganz alleine gemeistert hatten.

Leider waren es nur zwei Tage, die wir dort verbrachten, aber wir erlebten eine Menge: Am ersten Tag besuchten wir das Museum und die Burgruine in Launceston. Obwohl die Kühe standen (alte cornische Bauernregel), war es leider ziemlich regnerisch und windig. Wir hatten trotzdem eine interessante Zeit und eine Menge schöner Fotos sind entstanden.

Danach fuhr Julie uns zu einem Fairground, einer Mischung aus Museum und Jahrmarkt, zusammengestellt aus alten Kirmesattraktionen, die größten Teils noch benutzbar waren. Die Ausstellung war wunderschön und hatte richtiges Jahrmarktsflair.

Besonders das Auto Skooter Fahren war ein „Mordsspaß“ und weil Julie mich so süß ermunterte, stellte ich mich sogar meinen Ängsten und traute mich in die Geisterbahn. Sie war winzig und es waren noch nicht einmal echte Menschen darin, um mich zu erschrecken; ich habe trotzdem geschrieen wie am Spieß und wurde nachher von allen ausgelacht, die vor der Geisterbahn standen (danach war ich für eine Woche heiser).

Am zweiten Tag fuhren wir nach Plymouth, der Stadt, die ich zuvor nur aus dem Englischbuch kannte. Wir entdeckten sogar die Statue des berühmten Sir Francis Drake- albernerweise saß eine Möwe auf dem Kopf des großen Eroberers.

Später brach ich dann meine von Sweeney Todd inspirierten Vorsetze und as eine „Pasty“- um auf Nummer Sicher zu gehen, allerdings nur die vegetarische Variante. Köstlich!

Am Abend zeigte Julie uns die Küste Cornwalls. Um Fotos vom Meer und dem Sonnenuntergang zu machen, sind wir auf einen Berg geklettert. Die Aussicht war atemberaubend! Leider vergaßen wir darüber die Zeit und als wir nach einem langen Abstieg wieder unten angekommen waren, war die arme Julie völlig aufgelöst und den Tränen nahe, weil sie gedacht hatte, wir hätten uns verlaufen…

Der Schock war allerdings schnell vergessen und zusammen mit Julie machten wir uns auf zu einem Schloss namens Camelot.

Camelot- sicher klingelt es jetzt bei dem ein oder anderen. Angeblich ist es tatsächlich die letzte Ruhestätte König Arthurs, sogar die Tafelrunde haben wir darin gefunden! Julie meinte allerdings, dass alles sei nur Touristenköderei. Trotzdem war das gigantische Schloss wunderschön und sehr beeindruckend. Sogar den Besitzer haben wir getroffen- allerdings ohne es zu bemerken. Erst als Julie uns nachher darauf hinwies „That was the owner.“ war die Aufregung groß, denn die Bilder an der Wand verrieten, dass er bereits Bekanntschaft mit Berühmtheiten wie Tom Cruise und John Travolta gemacht hatte. Wie sein Umgang allerdings vermuten lässt, ist der Herr überzeugter Scientologe und weil Julie nicht die einzige war, die sich etwas gruselte, zogen wir bald wieder von dannen.

Zu Hause warfen wir noch einen Blick auf den atemberaubenden Sternenhimmel. Ich habe noch nie in meinem Leben so viele Sterne gesehen, es war einfach magisch! Leider ließ dieses Naturwunder sich nicht mit der Kamera festhalten. Man muss wohl selbst aufs Land reisen, um den funkelnden Himmel durch die klare Luft zu bewundern.

Vor dem Zubettgehen haben Julie und Anika noch Applecrumble („Apfelkrümel“) gemacht. Es schmeckte wie Apfelkuchen mit Streuseln und war einfach… yummi!

Am nächsten Tag ging es leider schon wieder zurück…

Meret, Anika und ich hatten einen fantastischen Urlaub zusammen, der leider viel zu früh zu Ende ging, denn wir hatten im Gesamten nur eine Woche schulfrei. Und am nächsten Montag ging die Schule wieder los…

Inzwischen stehen wir schon wieder kurz vor den nächsten Ferien, die am 18. Dezember beginnen, und die ich mit meinen Lieben in Deutschland verbringen werde. Ich freue mich auf euch!

Hallo zusammen! Ersteinmal bitte ich vielmals um Verzeihung, dass mein zweiter Blogeintrag so lange hat auf sich warten lassen. Es gab einige Probleme mit meinem Laptop und das Internet in meiner Gastfamilie funktioniert erst seit gestern. Nach über einem langen Monat ohne Netzanschluss kann ich nun aber (endlich!) wieder online sein und freue mich darauf, von jetzt an regelmäßig zu bloggen und euch auf dem Laufenden zu halten 🙂

 

London

 

Am 28.08 war es soweit: Vom Frankfurter Flughafen hoben ich und eine Gruppe anderer Austauschschüler ab in Richtung England. Kurze Zeit später in London angekommen wurden wir nicht nur von unseren „into-Fahnenschwenkenden“ Campbetreuern sondern auch strahlendem Sonnenschein begrüßt. Der perfekte Einstieg in einen viertägigen Kurzurlaub.

Obwohl annähernd alle Campteilnehmer sowie -leiter aus dem deutschsprachigen Raum stammten, war es eine der Regeln, auf Englisch und zur Not mit Händen und Füßen miteinander zu kommunizieren. Ein Vorgeschmack auf die nächsten zehn Monate.

Auf dem Programm standen zahlreiche Touristenattraktionen, eine dreistündige Bussightseeingtour und natürlich Shopping in der Oxford Street. Noch am ersten Abend fuhren wir das erste Mal mit der berühmten Londoner U-Bahn- by tube- trotz eines vorhergegangenen Besuches in Englands Hauptstadt eine völlig neue Erfahrung für mich. Wie es im „Underground“ allerdings wirklich zugeht, das sollten wir erst in den folgenden Tagen in der „Rush hour“ erleben…

Bevor wir nach dem wohl außergewöhnlichsten Tag unseres Lebens, der von stundenlangen Autofahrten, zermürbenden Aufenthalten am Flughafen, dem Abschied von den Liebsten und einem Flug ins Ungewisse gezeichnet war, in die Kissen sanken, statteten wir noch Big Ben und dem am Südufer der Themse prangenden London Eye einen Besuch ab. Die Westminster Bridge ist sicherlich einer der schönsten Orte, um London bei Nacht zu bewundern: Big Bens goldener Palace of Westminster erstrahlt in seinem vollen Glanz, die Brücken werden mit altmodischen Straßenlaternen erhellt und das London Eye sowie die umliegenden Gebäude leuchten farbenfroh; all das reflektiert von der glitzernden Oberfläche der Themse auf der das ein oder andere Boot umherschippert. Mit diesem traumhaften Bild ging der erste Tag zu Ende.

Am Anfang unseres zweitens Tages erkundigten wir London mit dem Bus. Ein höchstamüsanter junger Herr versorgte uns während der Fahrt nicht nur mit spannenden Fakten über Londons Sehenswürdigkeiten und seine Geschichte, sondern auch mit Klatsch und Tratsch über die Queen. Zum Beispiel berichtete er, wie sich einst ein Fanatiker der englischen Königin in ihre Gemächer schlich und sie dort überraschte. Was tat die gute Frau anstatt die Wachen oder die Polizei zu rufen? Sie bat den Herrn zum Tee! Natürlich.

Zwischen solch dubiosen Geschichtchen hatten wir die Möglichkeit, den Bus zu verlassen und das ein oder andere Wahrzeichen Londons, unter anderem den Buckingham Pallace und Saint Paul’s Cathedral, genauer unter die Lupe zu nehmen und Schnappschüsse zu machen.

London ist- mit seinen 7.500.000 Einwohnern- nicht nur die bevölkerungsreichste Stadt der EU, sondern außerdem sehr multikulturell. Auch das erfuhren wir während unserer Sightseeingtour. Die zahlreichen Universitäten, Hochschulen, Theater und Museen machen es zu einer Weltstadt. Daher reisen Menschen von allen Kontinenten an, um hier zu leben und nur knapp über 70 Prozent der Einwohner stammen tatsächlich aus England.

Außerdem versorgte uns unser Busbegleiter mit interessanten Storys über die berühmt berüchtigten Massenmörder, Sweeney Todd und Jack the Ripper, die in vergangen Jahrhunderten in London ihr Unwesen getrieben haben sollen. Während der Barbier Todd sich damit vergnügte, seinen Gästen die Kehle aufzuschlitzen und diese zu Pasteten verarbeiten zu lassen, entwendete Jack the Ripper seinen Opfern die Nieren und schickte sie als Verspottung zur Polizei. Wer von solchen Horrorgeschichten nicht genug kriegen kann, ist übrigens im London Dungeon, einer Kombination aus Museum und Gruselkabinett, bestens aufgehoben…

Und wer von euch hätte das gewusst? Der große Brand von London, der die Stadt 1666 beinahe komplett zerstörte, war von einer Pastete aus gelöst worden! Angeblich.

Auf den „lehrreichen“ Teil des Tages folgte die Shoppingtour: Wir hatten vier Stunden Zeit, um die Oxford Street unsicher zu machen und am Abend war so mancher um einige Pfund erleichtert.

Der dritte und letzte Tag unseres Abenteuers begann mit einer Tour auf dem London Eye. Dieses gigantische Riesenrad besitzt 32 fast vollständig aus Glas geformte Kapseln, in denen jeweils bis zu 25 Personen Platz finden und braucht etwa eine halbe Stunde pro Umdrehung. Zu unserem Glück war das Wetter noch immer fantastisch und die Sichtverhältnisse optimal, sodass wir einen gute dreißig Kilometer weiten Überblick über London hatten. Der Nachteil ist, dass bei strahlendem Sonnenschein eine brütende Hitze in diesen Glaskapseln entsteht und so waren wir alle- zwar durchgeschwitzt aber- froh, als wir wieder festen Boden unter den Füßen hatten.

Das Programm ging weiter mit einer kleinen Bootstour auf der Themse, von der Westminster Bridge bis zur Towerbridge, einem beeindruckendem Bauwerk. Auch hier wurden natürlich unzählige Schnappschüsse inklusive Intogruppenfoto gemacht. Danach ging es für alle, die noch nicht genug gekriegt hatte, ein weiteres Mal zur Oxford Street zum Shoppen.

Den krönenden Abschluss des Tages machte ein Besuch an dem Ort, wo man in London die meisten Stars und Filmhelden treffen kann, bei Madame Taussauds, dem Wachsfigurenkabinett, das von der königlichen Familie über Elvis und Robert Pattinson bis hin zur kleinen Tinker Bell aus Peter Pan alles zu bieten hat.

Doch der nächste Tag sollte der aufregendste von allen werden: Das erste Treffen mit unseren Gastfamilien stand an. Die zermürbende Wartezeit von elf Uhr in der Früh bis zum Nachmittag in der Vorhallte des Hotels stellte sich als Zerreißprobe für die Nerven heraus. Dann endlich kam der Bus, der uns zu unserem neuen zu Hause bringen sollte…