Zurück nach Kathmandu

Wir werden die Zeit in Pokhara vermissen. Ist es doch auf Grund der geringeren Höhe zu Kathmandu wärmer und der Ausblick auf das Annapurna Massiv grandios. Auch das ruhige treiben in der City ist angenehmer als die Hektik in Kathmandu. Die Luft ist hier um einiges besser, wir sehen viel weniger Menschen mit Mundschutz. Die Einheimischen tragen einen Mundschutz aus gehäkeltem Stoff, den es in allen Farben gibt. Männer bevorzugen braun und schwarz, während die jungen Mädchen alle Farben nutzen, bevorzugt rosa mit kleinen Stickereien. Wir haben noch den Vormittag zur freien Verfügung und die Kinder nutzen den ruhigen Verkehr um Fahrrad zu fahren. Die Jungs trampeln und die Mädchen fahren auf dem Gepäckträger mit, der ein oder andere ist noch recht wackelig unterwegs, sehr zur Belustigung der andren. Nach einem kurzen Mittagessen geht es zurück mit dem Bus. Wer von uns gedacht hatte die Hinfahrt sei flott gewesen, wurde eines besseren belehrt. Der Busfahrer war ein Nepalesischer Michael Schumacher, nur das der, erstklassiges Material zur Verfügung hat. Wer mit einer solchen Schrottkarre so fahren kann, muss ein Naturtalent sein, der Schweiß lief ihm die Stirn herunter, Beleg dafür dass die fehlende Servolenkung einiges abverlangte. Zu unserer Freude sind wir in 7,5 Std. da, mit Pausen. Wir erreichen Kathmandu im Dunkel ohne Strom. Einige
Einkaufzentren und Restaurants sind mit Notstromgeneratoren beleuchtet, der
Rest schlummert im Dunkel. Im Scheinwerferlicht wird die extreme Luftverschmutzung durch Nebel sichtbar. Zurück im Guest House machen wir es uns bequem und erholen uns von der langen Fahrt. Im Hostel gibt es noch eine Überraschung bei der Ankunft. Eines der Kinder hatte vergessen den Wasserhahn zu schließen, ein Mädchenzimmer ist überschwemmt und das Kabel für den Internetanschluss abgerissen. So entsteht noch ein wenig Arbeit, bevor alle in die Betten können.