Kathmandu bei  Tag

Kathmandu hat ca. 1,5 Mio. Einwohner, die Stadt wächst so rasant das die genaue Zahl niemand weiß. Über den Verkehr habe ich ja gestern schon berichtet, zu Fuß scheint das Ganze noch ein wenig schlimmer zu sein. Zum Glück liegt unser Guest  House in einer Fußgängerzone, so dass wir uns erst einmal vorsichtig anpassen  können. Von der Unterkunft sind es nur wenige Meter zu einer der größten Stupas in Nepal. Am frühen Morgen führt uns der Weg zu einem der Frühstückshäuser direkt daran vorbei. Die Gläubigen laufen im Uhrzeigersinn um die Stupa und drehen dabei etliche Gebetsmühlen die in den Wänden eingelassen sind. Gebetsketten werden Kugel für Kugel weiter gedreht und Mantras gemurmelt, eine beeindruckende Kulisse. Umgeben ist die Stupa von unzähligen kleinen Geschäften, in denen man
Gebetsmühlen, Räucherstäbchen, Gebetsfahnen und alles was das tägliche Leben
braucht kaufen kann. Die Preise sind sehr überschaubar, wir haben heute für 1€
– 105 Rupien bekommen.  Ein Frühstück zum satt werden kostet zwischen 1,50€ und 2,00€. Nach dem der Magen gefüllt war sind wir eine Runde um die Stupa gelaufen und haben uns das Bunte Leben angeschaut, beeindruckend wie offen hier Religion gelebt wird. Niemand ist aufdringlich, natürlich sind Bettler unterwegs aber es lässt sich alles weg Lächeln. Noch benommen von den Eindrücken machen wir uns auf den Weg ins Hostel, wo die Kinder schon aufgeregt warten. Nach einem freundlichen Tashi Delek und vielen Umarmungen nehmen wir am Tagesablauf teil. Eine  Slakline die Ingrid und Herbert mitgebracht haben, ist schnell aufgebaut und sorgt für große Belustigung der Kinder und Jugendlichen. Wir sind insgesamt 5 Paten, Nick natürlich nicht zu vergessen. Die anderen Paten haben schon langjährige Erfahrung mit Kathmandu, was sich als sehr hilfreich für uns heraus gestellt hat. So spielen wir an diesem Tag Fußball, machen beim Musikunterricht mit und Essen natürlich alle zusammen. Die große Überraschung folgte am Abend für uns. Die Kinder hatten einige Lieder und Tänze einstudiert, die uns vor dem Abendbrot dargeboten wurden. Wir haben uns sehr über diese Geste gefreut und es war ein riesen Spaß die Kultur näher kennen zu lernen. Noch mehr hat mich der rücksichtsvolle Umgang der Kinder
untereinander beeindruckt. Alle packen mit an, jeder versucht dem anderen zu
helfen, selbst unser Gepäck wird getragen. Was mir ehrlich gesagt etwas peinlich ist. Wenn einem 1,93 großem Kerl ein Kind den Rucksack trägt. Es ist erstaunlich was diese kleinen zierlichen Personen so alles wegschleppen. Es nicht zu erlauben wäre einer Beleidigung gleich gekommen und so haben wir sie gewähren lassen. Morgen geht es schon um 7 Uhr mit dem Bus nach Pokhara, ich bin gespannt wie es läuft 38 Kinder und 8 Erwachsen mit Sack und Pack in den Bus zu kriegen. Nach bisherigen Erfahrungen kein Problem :-).