Zum Beginn dieses Blogs über die Allgäu Orient Rallye 2011 zunächst ein paar Hintergrundinformationen: 

Als 2. Vorsitzender der Soester Jürgen Wahn Stiftung e.V. hatte ich schon im Frühjahr 2010 von dieser Rallye gehört. Die Rallye machte nämlich im Mai 2010 schon einmal Station bei unserem Projekt in Syrien. Aber zunächst zur Rallye allgemein. 

Ziel dieser Rallye, die 2011 zum 6. Mal stattfindet, ist es, alte Autos nur über Landstraßen und ohne Maut und Fähre nach Jordanien zu bringen. Die Autos müssen entweder 20 Jahre und älter sein oder dürfen nicht mehr als 1111,11 Euro als Listenpreis (Schwackeliste) haben. Eine GPS-Navigation ist natürlich auch nicht zulässig. Die Autos werden dann in Jordanien an die Vereinten Nationen (World Food Programme (WFP)) übergeben. Dort werden sie ausgeschlachtet und der Erlös der Teile fließt humanitären Projekten zu. Es werden 111 Teams an der Rallye teilnehmen, das bedeutet 333 Autos bzw. Motorräder und 666 Personen. Die Medien haben diesen Event wahrgenommen und darüber berichtet.

Auf dem Brunch der Jürgen Wahn Stiftung (JWS) am 28.11.2010 war der Organisator der Allgäu-Orient-Rallye, Herr Wilfried Gehr, und das „STR-AMM“ Rallyeteam anwesend (www.allgaeu-Orient.de). Der Kontakt dazu kam über unseren Syrienkoordinator Dr. Hassan Daoud. In 2010 unterstützte die Allgäu-Orient-Rallye die Tagesstätte für behinderte Kinder der Jürgen Wahn Stiftung e.V. in Salamiyah (Syrien). Die Rallyefahrer mussten Rollstühle für die Tagesstätte für behinderte Kinder in Salamiyah (Syrien) mitnehmen. Diese Tagesstätte wurde mit Mitteln der Jürgen Wahn Stiftung errichtet und 2002 eingeweiht. Da die Organisatoren der Rallye und die Teams von unserer Arbeit sehr beeindruckt waren, beschlossen sie, diesen Ort als offizielles Etappenziel  in den Routenverlauf einzufügen. In diesem Jahr stehen der Bau und die Einrichtung einer Nähschule an. Dazu sollen die Teams jeweils eine Nähmaschine mitbringen und ggf. Finanzmittel sammeln. 

Spätestens jetzt war klar, dass wir bei dieser Fahrt mitmachen müssen. Da alle 111 Startplätze bereits am 7.7.2010 nachts um 3:33 Uhr innerhalb von 5 Minuten vergeben waren, half hier nur eine "green"-Card der Rallyeorganisation. Diese wurde uns gerne gegeben. Bis Weihnachten war das Team gefunden. Wir haben zwar keinen Schrauber dabei, sind aber guten Mutes, dass wir keine größere Panne an den alten Autos haben werden. Für das Kartenlesen sorgen 2 Landvermesser, kleinere Schäden am Fahrzeug werden durch 2 Handwerker erledigt, ein Journalist wird die täglichen Berichte verfassen und Heiko sorgt für den großen Überblick. 

Die 3 Autos sind ausgesucht und werden z.Z. noch einmal gewartet und für die lange Reise durchgecheckt. Am 30.April ist der Start in Oberstaufen. Dann geht es auf verschiedensten Wege nach Istanbul. Dort findet am 5.Mai der Neustart in den Orient statt. Wie man nach Istanbul kommt, ist jedem Team selbst überlassen. Unsere Route nimmt z.Z. konkrete Formen an. Aber je nachdem welche Aufgaben das Organisationskomitee für uns vorbereitet, müssen wir variabel sein. Wir werden hoffentlich für alles gewappnet sein. Es ist vorgesehen, täglich über den Routenverlauf zu berichten.  

Am kommenden Wochenende (12.04.) ist in Oberstaufen die offizielle Teampräsentation. Auszug aus der Einladungs-Email: (Man zitiert ja jetzt wieder korrekt)„Bei der Teampräsentation sollten sich möglichst alle Teams in maximal 3 Minuten auf der Bühne präsentieren. (wer, was, wie, Ziele, Ambitionen, Fahrzeuge, Sponsoren, Besonderheiten…).
Dabei sollen der Spaß und das Kennenlernen im Vordergrund stehen!
In den vergangen Jahren haben viele der Teams die Bühnenplattform genutzt und sich was Besonderes einfallen lassen, um in Erinnerung zu bleiben, die „Gegner“ „einzuschüchtern“ und präsent zu sein. Sicher habt auch Ihr tolle Ideen.“ Außerdem gibt es an diesem Tag die offiziellen Autotüraufkleber und die Startnummernschilder.
 

Da gibt es jetzt für mich noch einiges zu tun.