Halli Hallo liebe Leser!

Ich war letztes Wochenende auf Fraser Island, mit Nicole und Mara natürlich und Heiko, Maras Freund, der für drei Wochen Urlaub in Australien macht!

Wir hatten uns alle riesig auf Fraser Island gefreut, weil uns davon schon soviel erzählt wurde und alle sagten, dass es sooo super toll und wahnsinnig schön sein soll! Viel besser als Moreton Island. Es ging wieder einmal mitten in der Nacht los: Wir mussten um viertel nach 6 morgens in der Stadt an der Roma Street sein, wo uns unsere Tourorganisation einsammelte und die Tour von dort aus startete. Das hieß für uns 5 Uhr aufstehen, denn halb sechs mussten wir die Fähre nehmen. Doch schon als wir aufstanden, wurde unsere Vorfreude etwas getrübt: die Wolkendecke, die am Himmel zu sehen war machte uns etwas Sorgen. Nunja, als wir im Bus saßen hieß es erstmal ca. 4 Stunden fahren bis wir an unserem Ziel ankamen. Ich meine als ich auf die Uhr geguckt hab, war es 11 Uhr morgens, als wir mit dem Auto von der Fähre auf die Insel gefahren sind! Zwischendurch haben wir viele Stopps gemacht, was eigentlich nur unseren Schlaf unterbrochen hat, weil fast alle im Bus sowohl auf der Hinfahrt als auch auf der Rückfahrt am pennen waren. 😉 Mitten in der Nacht aufstehen, ist ja auch nicht so der Hit, ne?

Wir auf jeden Fall auf der Insel angekommen, da gings dann erstmal ne ganze Zeit lang am Strand entlang. Fraser Island ist die größte Sandinsel der Welt, die zweitgrößte ist North Stradbroke Island und die drittgrößte ist Moreton Island. Moreton Island könnte man locker in einem halben Tag umfahren, würde ich jetzt mal behaupten. Das sieht auf Fraser Island schon ganz anders aus. Die Insel ist 122 km lang und am breitesten Punkt ca. 23 km breit. Da fährt man schon mal ne Zeit lang.

Unser erstes Ziel war der „Eli Creek“, das ist ein kleiner Fluss mit klarem Wasser, wie man es nur im  Leitungswasser hat. Das war schon beeindruckend. Dieser Fluss führte bis ins Meer und wir sind ein Stück darin gelaufen bzw. geschwommen. Da das Wetter ja leider nicht wirklich mitgespielt hat und es auch ziemlich kalt war, was sehr ungewöhnlich ist, war auch das Wasser etwas kalt. Aber wenn man erstmal drin war gings dann. Ich glaube Mara hatte den meisten Spaß, die ist da drin rumgesprungen wie ein kleines Kind ;). Das Wasser war ungefähr kniehoch, wurde aber an manchen Stellen tiefer, sodass man sich von der Stelle, wo wir in den Fluss gegangen sind bis zum Meer, gut treiben lassen konnte. Es war sehr angenehm darin zu laufen, weil der Boden aus Sand bestand. Deswegen ist der Fluss auch still.

Als wir alle wieder an unserem Bus angekommen waren, der an der Mündung stand, gab es erstmal Lunch für alle. Und was gab es: Subway- Sandwiches. Das war schon mal ein Pluspunkt für unsere Tourguides.

Zweites Ziel für diesen Tag war „ Lake Wabby“.  Nach unserem Lunch sind wir dann erstmal wieder ein Stück gefahren und weiter Richtung Inland. An unserem Parkplatz angekommen, hieß es dann erstmal ein Stückchen laufen. 2,4 km bis wir am See ankamen. Auf dem Hinweg sind wir über eine Sanddüne gelaufen, die ganz plötzlich auftauchte. Erst sind wir die ganze Zeit durch den Wald gelaufen und als es ein bisschen bergauf ging und wir oben am Hügel ankamen, konnte man plötzlich nichts anderes mehr sehen, außer Sand. Das sah schon geil aus. Da hab ich erstmal wieder Sandbilder gemalt! 😉 Ein kleines Stück weiter ging es dann einen steilen Berg runter, immer noch aus Sand und unten am Fuß lag der Fluss. Von der einen Hälfte von Sand umrandet, von der anderen Seite von Bäumen.

Der See lag quasi in einem Loch, nicht besonders groß, aber sehr interessant. Auch hier sind wir natürlich reingesprungen. Der See war um einiges wärmer als der Fluss. Da sind auch ein paar Fische rumgeschwommen, große Fische, die einem auch gefährlich nah kamen. Gefährlich waren sie nicht, aber fast genauso ekelig wie Algen. 😉 Da hatten Nicole und Mara, dann wieder was, womit sie mich ärgern konnten.

Auf dem Weg zum See hin, haben wir die Entfernung gar nicht so wahr genommen und hatten auch einen strammen Schritt drauf. Aber auf dem Rückweg wussten wir ganz genau wie lange laufen müssen und im See hatten wir uns ja auch schon ausgepowert. Eine dreiviertel Stunde und eine Toilettenpause später kamen wir dann auch endlich wieder am Bus an und wir fuhren in unser Resort. Wie gut, dass wir nicht gecampt haben, da wären wir nämlich wahrscheinlich ganz schön nass bei geworden, es hat nämlich immer zwischendurch mal angefangen zu regnen, was uns beim Schwimmen nicht soviel ausgemacht hat, da waren wir ja eh nass.

Unser Dinner hat aber alles wieder gut gemacht, das war nämlich echt richtig gut! Buffet, all you can eat! Jummy! Das Essen war wirklich gut und zum Nachtisch Applecrumble mit Vanillesauce.

Abends ging es dann noch in die Beachbar, ein paar Bierchen trinken! Das tat gut! Leider hielt unsere Partynacht aber nicht besonders lang an, weil wir alle ziemlich müde waren und am nächsten morgen hieß es schon wieder um 6 Uhr aufstehen, damit wir um halb sieben frühstücken gehen konnten, weil um halb acht ging es schon wieder weiter!

Unser Morgenspaziergang ging durch den Rainforest, wo wir ein bisschen Orts- und Naturkunde unterrichtet bekamen! Wir starteten an der Central Station, die früher mal ein Bahnhof war, weil Züge von dort zum Strand Waren transportierten.

Hier war unsere Morgenfitness aber noch nicht vorbei. Weiter ging es zum Lake Birrabeen mit weißem Sand und.. leider Gottes.. Regen. Ansonsten wäre es echt ein richtig schöner Anblick gewesen. Komplett umrundet von Bäumen und an einer Seite der Strand. Aber nichts desto Trotz hieß es auch hier wieder rein ins Wasser. Das war ganz schön kalt. Da Mara und mir das Wasservolleyball nicht richtig eingeheizt hat, entschieden wir uns etwas Aquagymnastik zu betreiben. So hatten wir unser Workout und uns wurde warm. 😉 Raus wollten wir nämlich auch nicht, weil es ja am regnen war und es war auch ziemlich windig.

Aber auch dieser Moment kam und wir haben uns ganz schnell in unser Handtuch gehüllt und ab zum Bus. Das war dann nicht mehr so angenehm. Es war kalt, wir waren nass und wir hatten Sand überall. Bei der nächsten Gelegenheit zogen wir uns dann sofort um, was bei mir nicht soviel geändert hat, da meine Sachen vom Regen auch nass geworden waren. Naja, nen bisschen Verlust ist immer, woll? Im Resort gab es dann noch mal Lunch, was wir uns selber kaufen mussten, weil das leider nicht mehr im Preis drin war. Als ich auf dem Weg zur Toilette am Restaurant vorbeigegangen bin, dachte ich mir so, dass es auch nicht wirklich einer merken würde, wenn ich mir einfach einen Teller nehmen würde und mal am Buffet vorbeigucken würde. Aber nein, ich hab schön meinen Meat&Mushrooms Pie gegessen.

Danach hieß es dann auch schon wieder nach Hause fahren, weil es ja immerhin ein Weg von 4 Stunden vor uns lag. Wahrscheinlich sogar mehr. Wir haben nämlich auf dem Rückweg bei einer Ingwerfabrik stopp gemacht, als kleine Überraschung. Roch ganz schön stark nach Ingwer ;). Aber das war noch nicht alles. Unser Tourguide fragte uns, ob wir Lust hätten wilde Kängurus zu sehen, weil einige von uns noch gar keine gesehen hatten. Wir waren natürlich alle gespannt und wir haben sogar welche gesehen. Unsere ersten wilden Kängurus, bis jetzt hab ich sie nur in Lone Pine gesehen.

Zu Hause angekommen, hieß es dann nur noch kurz meinen Gasteltern „Hallo“ sagen, also „Hello“ ne 😉 und die Kurzfassung von Fraser erzählen und danach ging es dann auch  ins Bett, weil so ein Wochenende doch ganz schön fertig macht.

Aber nächstes Wochenende geht es schon weiter, da fahren wir nämlich nach Byron Bay, mit derselben Crew und gehen surfen, mit hoffentlich besserem Wetter.

 

Viele liebe sandige Grüße

Helena