Nachdem ich gestern den Einstufungstest absolviert habe, hat heute mein Unterricht begonnen. Schon gestern hat die Sprachschule auf mich einen guten Eindruck gemacht und das hat sich heute bestätigt. Der Unterricht ist interessant und anspruchsvoll. Ich bin vormittags in einer „Communication Class“ und wir haben über das Thema „Charity“ gesprochen. Zuerst gab es eine Art Brainstorming und jeder konnte aus seinem Land erzählen. Für kanadische Schüler ist es zum Beispiel verpflichtend, während der High School einige Stunden ehrenamtlich zu arbeiten. Anschließend haben wir in 3er-Gruppen ein multikulturelles Konzert geplant und überlegt, wie wir Spenden sammeln können. Die Planungen haben wir dann dem Kurs präsentiert. Ich bin herzlich aufgenommen worden und die Gruppenarbeit und Präsentation haben mir den Einstieg erleichtert. Die Mitstudenten sind sehr höflich und es wird viel Rücksicht genommen. Das habe ich schon als besonders empfunden, insbesondere weil die meisten Studenten erst Anfang 20 sind. Und dennoch werden auch Witze gemacht und die Stimmung ist, auch zwischen Lehrern und Studenten, locker und entspannt.

Nachmittags habe ich noch zusätzlichen Unterricht in einer kleineren Gruppe (zurzeit 6 Studenten) gewählt. Heute hatten wir das Thema „Ethik“ und wir haben das Für und Wider von „Cloning“ diskutiert! Puuh… schon auf Deutsch ist dieses Thema anspruchsvoll – auf Englisch war es eine echte Herausforderung für mich!

Während ich den Blog schreibe, merke ich übrigens, dass ich manche Sätze einfacher auf Englisch schreiben könnte. Nach deutschen Wörtern muss ich fast suchen! Awesome! (Das ist ein Wort, dass die Kanadier für alles benutzen: Wenn etwas verrückt ist oder großartig oder toll oder spannend. Unter uns Studenten ist es ein Art „Running-Gag“: Im Zweifelsfall ist es immer „Awesome!“)

Ein witziges Erlebnis hatte ich dann noch heute Vormittag: Aufgrund meiner blonden Haare und den blauen Augen falle ich ja sowieso schon zwischen den vielen asiatischen und südamerikanischen Studenten auf. Aber in der Frühstückspause stand ich dann auch noch aufgrund meines Essens im Mittelpunkt. Ich hatte mir morgens Karotten geschält und während ich diese aß, merkte ich, dass mich die Mädels aus Brasilien erst verwundert anschauten und mich dann ungläubig fragten, warum ich denn Karotten essen würde?? Ich habe die Frage erst gar nicht verstanden und bin mir noch immer nicht sicher, ob in Brasilien nur morgens kein rohes Gemüse gegessen wird oder grundsätzlich nicht. Es hat die Mädels auf jeden Fall sehr beeindruckt und immer, wenn wir im Laufe des Tages irgendwen trafen, erzählten sie: „Das ist Saskia, sie ist Karotten wie ein Hase!!“ Großartig!! ;-)

(Sara hat mir heute Abend zum Glück versichert, dass es für Kanadier nicht unüblich sei! Ich bin beruhigt und werde mir morgen wieder meine Karotten schälen!)

 

Hallo zusammen,

die Saison 2011/12 ist noch garnicht richtig zu Ende, da wirft die neue Spielzeit in Gelsenkirchen schon ihre Schatten voraus.       Der S04 verlängerte den Vertrag von Timo Hildebrand bis 2014.    Das geschah garantiert nicht nur aus purer Dankbarkeit, weil Hildebrand, als sich alle möglichen Schalker Torhüter verletzten, einsprang, und zudem auch noch ansprechende Leistung zeigte, sondern, weil das Tor jetzt wirklich offen ist.      Bei Ralf Fährmann weiß man nicht, wie er nach seiner Verletzung wiederkommt, Lars Unnerstall zeigt gute Aktionen, wackelt aber genauso oft.    Hildebrand hat auch seine Patzer gemacht, war aber alles in allem gesehen, der stabilste.         Ich hatte ja so meine Bedenken nach seiner Verpflichtung, aber er hat nicht nur erzählt, er hat seine Chance wirklich genutzt.         Das wird eine ganz spannende Vorbereitung.     Alle drei haben jetzt die Möglichkeit sich ins Licht zu rücken, um ab dem 24. August, 1. Spieltag der Saison 2012/13, im königsblauen Kasten zu stehen.             Erfreulich auch die Meldung, das Julian Draxler zum vorläufigen Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft gehört.   Ob er am Ende wirklich zum Kreis der 23 zählt, die  in Polen und der Ukraine bei der EURO 2012 den Titel holen möchte, bleibt abzuwarten.      Draxler macht noch sein Abitur, ist 18 Jahre jung, wenn es gut läuft, dann soll er seine Erfahrungen bei so einer Endrunde ruhig sammeln, mit allem was dazu gehört.     Seine  Turnierzeit wäre eher die WM 2014 in Brasilien und die EURO 2016 in Frankreich.   Aber wenn es so kommt, dann kommt’s halt so.

 

Tschüß, bis die Tage

R.A.

Eine Woche nach dem “Superdienstag” hat uns der Probenalltag eingeholt. Einer effizienten Vorstandssitzung und einem knappen Resümee unseres Chorleiters Jörg Segtrop folgte die Chorprobe.

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Im Gegensatz zu den letzten Proben legte Jörg Segtrop gestern den Schwerpunkt nur auf das Magnificat von J.S. Bach. Phrasen oder Themen des 1. Chores “Magnificat” wurden mit einzelnen Stimmen geprobt und dann nach und nach mit den anderen Stimmen zusammengesetzt.

“Konzentrieren Sie sich bitte nicht so sehr auf den Text. Singen Sie bitte erst einmal auf der Silbe >dann< !” oder “Das hörte sich ja schon ganz gut an. Gab es irgendwelche Verletzte?” Waren nur einige der Anweisungen oder Kommentare, die der Chorleiter mit einem Schmunzeln auf den Lippen gab. Es ist faszinierend zu beobachten, wie er es schafft, die Motivtion hoch zu halten.

Die verdiente Belohnung bekam er in der Pause. Im Namen des Chores bedankten sich Anja Stute und Barbara Herrmann mit einem persönlichen Gedicht und in Form von Schokolade für die Anstrengungen der letzten Wochen.

Im Block “Organisatorisches” blickten wir bereits auf das nächste Jahr. Ein Großteil des Chores stimmte für ein kombiniertes Proben- und Ausflugswochenende. Nun heißt es einen Termin und ein Ziel für 2013 finden. Ich freue mich jetzt schon drauf! Ferne Orte zu besuchen, entspannt zu proben und in der Freizeit die Seele baumeln zu lassen. HERRLICH! Mir fallen spontan zwei Ziele ein, die ich Vorschalgen werde.
Auch wurden  Einzelheiten zu der Teilnahme beim SING! Day Of Sing genannt.

Unserr Geburtstagskinder dirigierten natürlich ihr Ständchen.

In der zweiten Probenhälfte ging es mit Bach weiter.

Alle Mühen wurden am Ende der Probe belohnt. Tutti sangen wir eine doch ganz gut gelungene Rohfassung des Chores “Magnificat”. Dies war zumindest die allgemeine Meinung.

Der Chorleiter fasste es wie folgt zusammen: “Die Noten können Sie. Bitte nichtbis zum nächsten Mal vergessen. Musik machen wir dann später daraus!” Na toll!

Mit dem “Sicut locutus est” schlossen wir die Probe.

Nächste Woche geht es mir Herrn Bach und Herrn Segtrop weiter. Ich freue mich drauf!
Freuen Sie sich doch auch mit!
Immer montags im Walburgahaus Werl um 19:45 Uhr.

www.madrigalchor-werl.de

Ursprünglich hatte ich vor, möglichst bald Downtown zu sehen, aber ich bin sehr froh, dass ich den Tipp meiner Gastmutter gefolgt bin: dem Janes Walk. Eine tolle Möglichkeit, einen Teil von Toronto ganz individuell und nah kennenzulernen. Die Spaziergänge waren so lohnenswert, weil sie von Menschen gestaltet worden sind, die mit dem Viertel selbst verbunden sind.

Janes Walk ist eine Mischung aus Stadtführung und Spaziergang und fand an diesem Wochenende unzählige Male in Toronto statt. Die Leute sind eingeladen, einen Stadtteil, ein Viertel, eine Nachbarschaft kennenzulernen und zu erfahren, was sich verändert hat, was dort passiert oder gerade entsteht. Geleitet werden die Walks von Leuten, die die Ansichten und Ziele von Jane Jacobs vermitteln und weiterentwickeln wollen. Jane Jacobs, inzwischen verstorben, hat zu Lebzeiten auf die Stadtentwicklung und Bebauung Einfluss genommen, um zum Beispiel Aspekte wie Gemeinschaft und Nachbarschaft zu stärken. Die Ideen von Jane Jacobs sind anscheinend weiterhin präsent und die Walks stehen im Zeichen der Visionen von Jane Jacobs.

Ich habe durch die Spaziergänge zwei Stadtteile kennengelernt: Bloordale und Parkdale – beide fußläufig von meiner Unterkunft aus erreichbar. Beide Stadtteile müssen vor einigen Jahren wirklich sehr heruntergekommen gewesen sein, doch unter anderem durch das private Engagement der Geschäftsleute und der Menschen, die dort leben, haben sich die Viertel wieder verändert. Der „Bloordale Walk“ wurde von Adam geleitet, der in dem Stadtteil selbst wohnt und uns an seinem täglichen Leben hat teilhaben lassen: Wo er einkauft, wo sein Lieblingsplatz ist, wo man gut essen kann und wer sein Friseur ist. Wir konnten selbst die Geschäfte erkunden, er hat uns die Inhaber vorgestellt (häufig Einwanderer), die uns ihre Geschichte erzählten, von ihren Erfahrungen in dem Viertel berichteten und unsere Fragen beantworteten. Das war so spannend!! Zum Abschluss lud Adam alle Teilnehmer des Walks zu sich nach Hause ein, um die Gespräche und Diskussionen fortzusetzen. Ich vermute, dass das Jane Jacobs sehr gefreut hätte!

Bei meinem zweiten Walk lag der Fokus auf „Essen“. Essen könne der Schlüssel für Gemeinschaft und Miteinander sein – zwei Faktoren, die auch Jane immer wichtig gewesen wären. Es wurden „Community Gardens“ gezeigt. Das sind Flächen, die von der Gemeinschaft bzw. einer Gruppe von Ehrenamtlichen bewirtschaftet werden. Sie bauen dort Gemüse und Kräuter an, ernten diese gemeinsam und Kochen auch zusammen. Das ist nur ein Beispiel, wie Nachbarschaft und Gemeinschaft über „Essen“ entstehen kann. Vorgestellt wurden auch Cafés und Coffee Shops, die hier in den letzten Jahren – ähnlich wie in Europa – entstanden sind. Jedoch nicht die großen Ketten, sondern die kleinen und individuellen Geschäfte!! Ein besonderes Café lag mitten in einer Wohnsiedlung und war früher einfach ein Wohnhaus. Die Eigentümerin hat quasi das Wohnzimmer zu einem Café umgestaltet. Bei ihr durften wir leckeren, frischen Obstsaft probieren: ein Mix aus Äpfeln, Orangen und Himbeeren. Wer eine Saftpresse hat, muss diese Mischung unbedingt ausprobieren!!

 

Ziemlich abgefahren war dann Hot’n Dog:

Aus 60! verschiedenen Toppings kann man hier seinen Hot Dog kreieren!

Neben vielen verschiedenen Ketchup- und Senfsorten steht auch Ajoli, Balsamico oder sogar Nutella! auf der Karte!! Oder anstatt Gurken kann man Oliven, Marshmallows oder Paprikasticks (ja, ich kenne diese eigentlich auch nur als Knabbersnack!) wählen.

Ich hab mich immerhin getraut auf meinem Hot Dog Mango-Chutney auszuprobieren und hab dies, auf Empfehlung des Inhabers, mit einem Sweet-Chili Ketchup kombiniert. Aber auf die Gurken wollte ich nicht verzichten!!

 

 

 

In einem tibetischen Restaurant durften wir „Momos“  probieren – gibt es dafür ein deutsches Wort? Ich hab keins gefunden. Es sind auf jeden Fall gebackene Teigkugeln mit verschiedenen Füllungen – in diesem Fall Fleisch. Und beim Restaurant „Cowbell“ durften wir ein Stück hausgemachte Salami kosten. Auf der Karte habe ich auch „Landjäger“ entdeckt – dafür gibt es anscheinend kein englisches Wort! Ich fand es sehr besonders, diesen nahen Einblick in die Geschäfte zu bekommen und von den Ideen und Geschichten der Inhaber zu erfahren.

Neben den inhaltlichen Aspekten habe ich bei beiden Walks die Stimmung als besonders wahrgenommen: es herrschte eine entspannte, lockere und gleichzeitig respektvolle Atmosphäre. Das Stimmengewirr um mich herum war nie aufdringlich und die Gruppe war ruhig, wenn jemand etwas zu sagen hatte. Niemand schob sich in den Vordergrund, es gab keine hitzigen Diskussionen und jeder war willkommen sich einzubringen.

Ich glaube es liegt in der Natur eines jeden Babys genau das Gegenteil von dem zu machen, was seine Eltern sagen. Und genau so ist das natürlich auch bei mir. Heute Morgen bin ich mit Papa zum Bäcker gegangen. Im Kinderwagen sitze ich nicht mehr so gerne und mache das durch ein freundliches “raus” deutlich.
Die ersten paar Meter laufen für Papa wie geschmiert. Ich gehe gut gelaunt neben ihm her. Mit einem Fingerzeig auf den Kinderwagen deute ich ihm an, dass er den Griff nach unten stellen soll, damit ich auch mal schieben kann. Mama spielen macht Spaß und Papa findet es auch toll, wenn ich den Kinderwagen schiebe. In dem Moment der beidseitigen Freude lasse ich den Wagen los, drehe mich um und renne in die andere Richtung.  Papa ist erstaunt über den plötzlichen Richtungswechsel und ruft mich natürlich sofort zurück. Das ignoriere ich, laufe schneller und fange an zu lachen, weil Papa mich mit schnellen Schritten erreichen will. Er schnappt mich, sagt dass ich aufpassen soll um und setzt mich neben dem Kinderwagen wieder ab. Ich will mich wieder umdrehen um wieder in die andere Richtung zu laufen, da steht aber jetzt der Papa im Weg. Den Weg nach Rechts sperrt er mir dem Kinderwagen ab und zu meiner Linken ist eine Mauer, die einfach noch zu hoch ist für mich. Ich gebe mich geschlagen und gehe in die gewollte Richtung weiter.
Die Mauer zu meiner Linken ist zu Ende und eine kleine Garageneinfahrt mit Hauseingang liegt vor mir. Perfekt um einen Richtungswechsel vorzunehmen. Ich renne in die Einfahrt in Richtung Haustür und schon kommt ein “Ronja, komm da weg wir wollen doch zum Bäcker”. Nö, sehe ich nicht ein, ich bleibe stehen. Schon schnappt mich Papa wieder und trägt mich zu dem nächsten Ort, an dem ich wieder von drei Seiten eingekesselt bin. So geht das noch ein paar Mal. Zwischendurch werde ich mal wieder in den Kinderwagen gesetzt, dann geht`s für ein paar Schrittchen mal wieder schneller. Beim Bäcker angekommen kauft Papa Brötchen und ich freue mich schon jetzt wieder auf den Rückweg.

Bis dann, Eure Ronja.

Was mir bei meinen Ausflügen in die Museen immer wieder auffällt ist, wie wenig ich über die Geschichte in diesem Pazifikbereich kenne. In der Schule hat man sich auf die deutsche Geschichte konzentriert. Europa und Amerika. Doch man hat immer diese einseitige Betrachtung. Klar, es wird versucht dies zu vermeiden doch eine andere Sichtweise bekommt man meistens nicht.

Ich bin derzeit in Queenstown und habe einige Orte in der Umgebung besucht, die einen Goldrausch hatten. In Arrowtown kann man sich selbst ein Sieb ausleihen und das Glück im Fluss heraussieben, falls man dort überhaupt noch etwas finden kann.
Dort wurde auch die Siedlung der chinesischen Einwanderer nachgebaut, die abseits vom eigentlichen Ort eine eigene Kommue geschaffen haben. Sie waren als Gäste ins Land geholt worden, damit sie den abflachenden Goldrausch wieder aufleben lassen. Meistens waren es junge Männer, fast noch Kinder, die aus den südlichen Teilen Chinas kamen, weil sie in Neuseeland den fünffachen Jahresgehalt verdienen konnten. Viele waren allerdings nicht allzu vom Glück verfolgt und statt das Geld, das für ihre zurückgebliebene Familie bestimmt war, abzuschicken, wurde es in Alkohol und Drogen investiert.  Dazu kam, dass die Situation unangenhemer wurde: Je mehr Chinesen kamen, desto zuwider wurden sie den anderen Goldgräbern. Nicht nur durch die Sprachbarriere wurden sie ausgegrenzt. Sie wurden der Brutalität beschuldigt, des Opiumhandels, Habgier, Zügellosigkeit und bösen Angewohnheiten. Erst nachdam das Gold weg war und die meisten Glückssucher abgezogen waren, wurden sie als tatkrätige Arbeitskräfte angesehen. Trotzdem wurden diejenigen, die nicht heimkehrten, bei der Rente nicht beachtet und sogar explizit ausgeschlossen.
Die Karikatur ist an sich schon fast lächerlich, denn die chinesische Krake greift eine Maori-Frau an, also eine Person, die zu der Zeit selbst keine Rechte bei den Weißen hatte und ihres Landes beraubt wurde (trotz des Vertrags von Waitangi haben Geschäftsmänner den Maori ihr Grund und Boden abgekauft und das zu ungerechten Preisen). Aber sie war Teil der ersten Einwohner Neuseelands, also wohl das beste Zeichen für die Vereinnahmung des Landes.

Hallo zusammen,

im Ruhrgebiet wird scharf geschossen.  Besonders in Gelsenkirchen, aber keine Angst, alles legal und nur für die gegnerische Mannschaft gefährlich.   29 mal hat es eingeschlagen während der Saison im Kasten des Gegners, und somit zog Klaas-Jan Huntelaar nicht nur mit Fallrückzieherkönig Klaus Fischer gleich, sondern er distanzierte seinen schärfsten Konkurrenten im Kampf um den Titel des Torschützenkönig aus dem Süden der Republik gleich um drei Treffer.     Hunterlaar gelangen beim 3-2 Erfolg seiner Truppe gleich zwei Treffer, während Gomez beim 4-1 Sieg der Bayern in Köln leer ausging.     Ein schöner Erfolg am Ende einer alles in allem gesehen, guten Saison des S04.     Bedingt hauptsächlich durch die direkte Qualifikation für die Champions League in der kommenden Spielzeit.                 Das Aus im Viertelfinale bei den Gladbachern, stößt da genauso bitter auf, wie das Ausscheiden aus der Europa League, nach einem in den letzten zwanzig Minuten unverständlich hergeschenkten Hinspiel in der Arena.          Jetzt kann sich die Stevens-Truppe auf ihre USA-Tour freuen, und hoffen, das der frischgebackene Torschützenkönig der Liga zu seinem versprochenen Essen nicht nur Hamburger springen lässt.           Der S04 geht in die Pause, und das ist auch gut so, denn bis zwei Spieltage vor Schluss hing ja alles noch am seidenen Faden, was die Quali für die CL betraf.    Jetzt können wir ein wenig duchpusten und die Beine baumeln lassen, bis die EURO 2012 am 8.Juni losgeht.                 DFB-Pokal und CL-Finale entfallen für unsereins auf Grund anderer Verpflichtungen sowieso.  Lediglich die Relegationsspiele zwischen Hertha BSC Berlin und ??? werde ich mir zu Gemüte führen.             Aber glauben Sie mal nicht, das jetzt hier Ruhe einkehrt.  Im Gegenteil, das beherrschende Dauerhema ist ja noch nicht abgeschlossen, und der Aufbau für das EURO 2012- Zelt steht auch kurz bevor.

 

Tschüß, bis die Tage

R.A.

Manche Leute schaffen es nach einer mehrstündigen Reise noch wie aus dem Ei gepellt auszusehen. Ich gehöre nicht dazu! Der Shuttle zum Airport, die Fahrt mit dem Bus Downtown und die Subway bis Dufferin haben ausgereicht, dass ich verschwitzt und mit letzter Kraft vor meinem neuen Zuhause stehe. Meine zwei Koffer mit insgesamt knapp 40 Kilo haben mich noch mal richtig geschafft – vorläufiger Höhepunkt waren die Treppenstufen der Subway Station. Dabei hätte ich doch einfach nur den Aufgang „escalator“ nehmen müssen. Da mir dieser „Straßenname“ jedoch nichts sagte, habe ich mich für den anderen Aufgang entschieden und die Koffer hoch gewuchtet. Nie wieder werde ich vergessen, dass „escalator“ das englische Wort für „Rolltreppe“ ist!!

Entsprechend abgekämpft stand ich also auf der Veranda und bevor ich überhaupt meine Gastmutter kennenlernen konnte, wurde ich schon von der Nachbarin zur Linken begrüßt und gefragt, ob ich etwa die „German Lady“ sei. Die ältere Dame fand es mindestens so spannend wie ich, dass ich nun mehrere Wochen hier wohnen würde und so sprachen wir direkt ein paar Minuten. Meine erste Konversation in Kanada und ich stellte fest: Es funktioniert! Ich kann mich tatsächlich unterhalten und mich nicht nur mitteilen, wenn ich etwas brauche!

Und dann öffnete Sara die Tür und begrüßte mich so herzlich! Verschwitzt wie ich war, nahm sie mich in den Arm, freute sich, dass ich da war und setzte mich erstmal auf die Couch mit einem kalten Cranberry-Juice-Sparkling-Water-Mixgetränk – das war so göttlich! In dem Moment war ich mir sicher: Hier bin ich richtig!

Heute Morgen beim Frühstück ist mir dann erneut bewusst geworden, dass es genau richtig war, eine private Unterkunft zu suchen. Ich hätte kein Appartement haben mögen. Was ich in diesen paar Stunden schon alles von Sara gehört und erfahren habe. Das kann ich mir nicht anlesen, kann kein Reiseführer mir erzählen und das kann ich auch nicht selbst erkunden. Als wir dann auf die „Floriade“ in Venlo zu sprechen kamen (sie bietet hier in Toronto eine Reise dorthin an) und darauf, dass sie gerne den Landschaftspark in Duisburg sehen würde, war es eine gute Gelegenheit für mein Gastgeschenk: Der neuen Bildband der Stadt Hamm – The Green City. Wie gut, dass ich diesen Tipp bekommen habe! Es hat mir viel Freude gemacht jemand gänzlich Fremden meine Stadt zu beschreiben und von ihr zu erzählen. Sara’s Fazit: Dafür, dass Hamm nur 180.000 Einwohner habe, sei es ja doch ziemlich groß und hätte viel zu bieten. Bei einer Metropole mit 2,5 Mio Einwohner, sind 180.000 eben einfach wenig ;-)

 

 

Hallo zusammen,

die einen feiern heute den Gewinn der Meisterschaft, andere den Sprung auf den Relegationsplatz.     Der FC Schalke 04 hatte gestern Grund zum feiern, und zwar seinen 108. Geburtstag.      Es ist zwar kein “rundes” Ereignis, aber immer wieder eins, an das man sich gerne erinnert.     Im vergangenen Jahr fand sogar genau auf diesem Tag das Halbfinalrückspiel in der Champions League bei Manchester United statt.   Vom Ergebnis her (1-4 und das Aus), gab es zwar nicht viel zu feiern, aber immerhin war der S04 der letzte deutsche Vertreter in der Königsklasse.     In der kommenden Saison darf da ja bekanntlich auch wieder mitgemischt werden.             Heute feiert auch noch ein Schalkefan Geburtstag.  Mein ehemaliger Mannschaftskamerad, Zimmerkollege im Trainigslager und Block Xer in der Arena wird wieder ein Jahr älter.  Das Datum kann man sich aber auch gut merken: 5.5.’55.    An dieser Stelle schon einmal herzlichen Glückwunsch.      Das Wetter draussen ist ja nicht so feierlich, sodas das Bundesligafinale heute auf dem Sofa mit Pay-TV stattfindet.    Ich hab dann aber noch den Fimmel, dabei mit einem Ohr die Radiokonferenz zu hören.      Lustig ist dann immer, wenn zufällig ein Spiel gleichzeitig im TV und Radio auf dem Äther sind.    Da wird im Radio schon gejubelt, während im TV sich  erst ein Akteur den Ball z.B. für einen Freistoß zurecht legt.      Der Garten muß also warten.   Die Wände im neuen Domizil tun das nicht, die wollen vorgestrichen werden, damit das heutige Gebutstagskind bald tätig werden kann.

 

Ein spannendes Buli-Finale allen und tschüß, bis die Tage

R.A.

P.S.: Nicht das jetzt jemand auf falsche Gedanken kommt, falls er die Schützenbeilage in der heutigen Printausgabe des WA gelesen haben sollte, und dabei u.a. auf das Königspaar des Schützenverein 1823 Pelkum e.V. gestoßen ist, das R. in meinem Kürzel vor dem A. am Ende meines Blogbeitrags, bedeutet nicht Reinhard, wie heute da fälschlicher Weise zu lesen war, sondern immer noch: Rainer.:-)

Mein erstes Frühstück in Kanada wäre definitiv ein Foto wert gewesen!

In meiner Best Western Übernachtung war “Continental Breakfast included” und ich hatte mich heute Morgen wirklich auf dieses Frühstück gefreut! Schließlich hatte ich um 14 Uhr (das war 20 Uhr deutsche Zeit) das letzte Mal etwas gegessen. Gestern Abend hatte ich gar keinen Hunger mehr gehabt, aber dafür heute Morgen! Voller Vorfreude bin ich dann runter ins Restaurant und hab meinen Voucher abgegeben. Und das war mein Frühstück: Ein kleines, weiches Brötchen, frisches Obst und einen Muffin! Keine Frage, lecker war’s: frische Ananas, Weintrauben und Mango. Der Muffin war frisch (ich vermute mal mit Ahornsirup) und das Brötchen warm aufgebacken. Aber von 10 Stückchen Obst wird man nicht satt und ein Milchbrötchen ohne Butter und Marmelade – da trinke ich sogar Kaffee, damit es durch den Hals flutscht!

Heute beim Einkaufen gab es dann erstmal eine leckere Käsestange und… ich hab Brot im Supermarkt entdeckt! Zumindest helles Brot gab es mit einer schöner Kruste! Die nächsten Frühstücke sind also steigerungsfähig!

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