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Nach einer, im wahrsten Sinne des Wortes, schlechten Vorbereitung fuer das telefonische Interview morgen (Mittwoch) – ich habe wohl etwas Falsches gegessen und mich den halben Tag uebergeben – habe ich heute Abend etwas Kraft getankt. Und ich bin zum bereits erwaehnten Pizzaladen gegangen. Ich dachte, ich koennte mit dem Chef ueber Arbeit ins Gespraech kommen. In den vergangenen Tagen hing dort immer wieder das Schild ‘Help wanted’, aber nur tageweise. Ich hatte den Eindruck, dass sich dort immer wieder Leute probiert haben, aber dann doch wieder gegangen sind. Also muss die Arbeitssuche fuer den Chef immer wieder neu begonnen haben. Und nun komme ich. Nach all dem Uebergeben heute mit Hunger auf Arbeit, aber eben auch richtigen Hunger.

Wir kommen ins Gespraech, ueber Arbeit. Das Einzige was dieser, sorry fuer das Wort, ’Vogel’ mir zu bieten hat, ist seine Telefonnummer. Wie ‘beautiful’ ich doch aussehe, toent er immer wieder, an Komplimenten fuer mich uebertrumpft er sich gerade immer wieder. Und ich mache einen auf Dummchen, auf Paris Hilton, wie sie bei den Presseterminen auftritt: Ich grinse, danke ihm fuer die Worte und mache gute Miene zum boesen Spiel. Innerlich verdrehe ich die Augen, aber ich nehme seine Nummer statt eines erhofften Arbeitsangebots. Ich sage, ich melde mich. Natuerlich. Ich grinse. Denke aber, was fuer ein Idiot er ist. Ich gehe, schmeisse, kaum aus seinem Blickfeld heraus, den Zettel mit seiner Nummer weg. Ich wollte Arbeit, und was macht er? Vermutlich weiss ich nun, warum die alle paar Tage neue Mitarbeiter(innen) suchen. Ich habe jedenfalls keinen Hunger mehr auf Pizza. Und das nicht nur, weil ich mir wohl den Magen vertan habe. Na ja, ich hake es als Erfahrung ab. Morgen (Mittwoch) habe ich ja eh ein telefonisches Interview. Fuer ne gute Stelle. Die Vorbereitung war schwierig, wenn man sich den halben Tag uebergibt. Aber keinen Arbeitgeber interessiert das, also nutze ich nun die Nacht. Ich bin alleine im Zimmer, plaudere wieder mal mit mir selbst. Ueber die Firma habe ich mich bereits schlau gemacht, morgen frueh wird weiter geuebt. Bis dahin hoere ich immer wieder diesen Song von Ivy Quainoo im Hintergrund. Der hats mir angetan. Anders als dieser doofe Pizzaladentyp ;)  Natuerlich konnte ich ‘The Voice of Germany’ hier nicht im TV schauen, aber den Song von Ivy habe ich durch Zufall gehoert hier. Wow, klasse Song, klasse Saengerin. Beim Schreiben dieser Zeilen tanze ich an meinem Notebook etwas mit. Der Song verbreitet gute Laune, das richtige Rezept nach der Sache mit meinem Magen und nach dem doofen Pizzaladenbesitzer. Morgen Nachmittag (20.30 Uhr dt. Zeit) gebe ich am Telefon beim Vorstellungsgespraech alles! Fuer meine Interviewerin werde ich die “Voice of Germany” werden :)

Ich denke noch etwas nach, ueber das, was ich morgen beim Gespraech sagen will. Euch eine gute Nacht (ob mit oder ohne Pizza…)

Liebe Gruesse, eure Auswanderin :)

Hallo zusammen,

zu einem Heimspiel des FC Schalke 04 fahren wir gerne zeitig los.  In der Hauptsache geht es uns darum, das wir das Auto auf dem Parkplatz A an der Arena abstellen können, weil man von dem, wenn man nach dem Abpfiff nicht lange herumklüngelt, gut wieder herunterkommt, und sofort auf dem “richtigen” Fahrstreifen zur A2 ist.       Wenn man besonders gut durchkommt auf dem jetzt sechsspurigen Highway Ruhrpott to Berlin, dann hat das meistens den Nebeneffekt, das die Spielstätte der Königsblauen noch geschlossen ist,  was aber nicht weiter stört, denn dann hat man ja ausreichend Zeit sich umzuschauen, und die ankommenden Fans zu beobachten.             Am Sonntag war es besonders interessant, wuselten doch viele kleine, überwiegend weibliche Menschen mit der Eintrittskarte in der Hand um die Arena.      Es war nicht schwer zu erkennen, das es sich da um Besucher aus dem asiatischen Raum handelte, vermutlich Japaner, so meine Vermutung, trägt doch mit Atsuto Utchida ein Akteur aus dem Land der aufgehenden Sonne, die königsblauen Farben.           Es hat ja schon reichlich Beiträge über die Japaner im Fernsehen gegeben, und einige Klischees, die ihnen “anhaften”, auch gezeigt.                     Junge Frauen/Mädchen lachen viel und etwas schrill, vor allem wenn sie zu mehreren zusammenstehen.   Stimmt.     Der Kleidungsstil manchmal etwas ungewöhnlich, inclusive der Farbzusammenstellung.  Stimmt, gibt es aber bei den Europäern auch.        Sie haben O-Beine.  Stimmt, wie neulich auch in einem Fernsehbericht  zu sehen war, und wissenschaftlich erklärt wurde.          Es sieht schon etwas, sagen wir mal, anders aus, wenn die doch relativ klein gewachsenen Japanerinnen flotten Schrittes durch die Gegend laufen.      Das ist ja alles nichts negatives, nur wenn du da mit deinen 193 cm stehst, und eine fröhliche Gruppe Asiatinnen an dir vorbeitrippelt, fällt dir spontan die Geschichte von Gulliver’s Reisen ein.       In einem Punkt können sie aber nicht nur mit den Europäern mithalten:  es gibt auch unter ihnen sehr hübsche, wie mir meine Frau bestätigte.

 

Tschüß, bis die Tage

R.A.

Liebe Närrinnen und Narralesen,
was ist das für ein Tag gewesen?
Nach sanfter Nacht begann es toll,
ich hat schon früh die Windel voll,
doch in der Dusch stand Mama blank,
ich fiel bald um, weils’ bei mir stank.
So wurd’ auch ich dann frisch gemacht,
bei Brot und Wurst wurd’ viel gelacht,
hat grad’ den Teller abgeleckt,
schon wurd’ ich ins Kostüm gesteckt.
War weder Schaf, noch war ich Schäfer,
nein, ich war ein Marienkäfer.
So gings’ dann, ich hätts’ fast erraten
in Mamas alten Kindergarten,
da gabs’ , was Kindern echt gefällt,
es wurd’ Theater dargestellt.
Ich glaubte kaum was ich da sah,
Roswitha war auch als Käfer da.
so gab es zwei der Käferlein
der Eine groß, der Andre’ klein.
Eines war natürlich klar,
dass Papa auch begeistert war,
er sprach, das fand ich nicht so gut
ein Käfer den ganzen Winter ruht.
Deshalb wurd ich ins Bett gebracht
und sag zu euch jetzt gute Nacht.
Doch eins’ steht fest und leis’ ich lach
morgen werd’ ich wieder wach.

 

Helau, Eure Püppi

 

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Alaaf und Helau zusammen!

Herrlich, da sehe ich gerade auf wa.de die Bilder vom Karneval in Hamm und freue mich einfach ueber die Bilder. Ein Stueck Heimat, und die Bilder anschauen macht einfach Spass! Ich sehe, dass auch die Polit-Prominenz aus Hamm vertreten ist. Hier in den USA ist ja gerade Vor-Wahlkampf, Mitt Romney hat ja vor kurzem den Praesidentschaftsvorentscheid in Florida fuer sich gewonnen, vermutlich wird er derjenige sein, der bald gegen Barack Obama antritt. Als Resident, und eben nicht Staatsbuerger, darf ich eh nicht waehlen. Das ist rechtlich (fast) der einzige Unterschied zum Staatsbuerger.  So richtig interessiert mich das Geschehen hier aber nicht. Schon im Studium der Sozialwissenschaften habe ich mich immer nur fuer die Lokalpolitik interessiert, es ist eben eine sehr greifbare Politik. Umso lustiger finde ich unsere Hammer Politiker nicht nur auf der grossen Polit-Buehne zu sehen, sondern auch im Karneval. Der vermutliche USA-Praesidentschaftskandidat Mitt Romney schmeisst mit Geld um sich, die Hammer Politiker mit Kamelle! Alaaf nach Hamm. Mein Hamm :)

Sitze gerade im Internetcafe, im Hostel ist es mir zu laut. Ich wollte nur schnell etwas Essen und warten bis meine Haare nach dem Duschen endlich trocken sind. Dann wollte ich meine Reise antreten und von Laden zu Laden hier gehen. Per Internet habe ich auf die Bewerbungen fuer “einfache” Jobs nie eine Antwort bekommen, es geht wohl doch nur, wenn man persoenlich dort hingeht. Das war jedenfalls der Plan fuer heute. Na ja, war…

Ich habe die Zeit hier im Internet genuzt und schnell noch weitere Bewerbungen abgeschickt. Prompt bekomme ich eine Antwort, Mittwoch habe ich fuer eine interessante Stelle ein telefonisches Gespraech. Und ich sehe, dass ein grosser deutscher Discounter, der gerade seine USA-Offensive auch in Florida fortsetzt, Management-Trainees sucht. Richtig, die mit den blau-weissen Tueten. Die suchen Leuteu.a.  fuer Fort Lauderdale, noerdlich von Miami, dort habe ich damals auch meinen ersten Marathon gemacht. Freitag soll man sich dort vorstellen, wenn man Interesse an den Positionen hat. Yo, hab ich :) Ich meine, einen Vorteil habe ich als Deutscher: Ich kenne das Unternehmen, kenne die Philosophie. Warum also nicht? Also will ich Freitag dort hin.

Einziges Problem an meinen veraenderten Plaenen: Ich habe kaum noch Geld, maximal drei Wochen sind noch drin, dann muesste ich die Rueckreise nach Deutschland antreten oder ich bekomme schnell Arbeit im Pizzaladen oder so.

Also was mache ich? Ich freue mich ueber die Vorstellungsgespraeche, wieder zwei Chancen etwas auf die Beine zu stellen. Aber es ist auch ein Risiko: Klappt nix, hab ich finanziell ein Problem. Aber ich konnte bisher immer unter Druck etwas auf die Beine stellen. Das war immer so, warum sollte es dieses Mal anders sein? Vielleicht sollte ich diese Woche kraftvoll angehen, (mindestens) zwei gute Vorstellungsgpraeche fuehren und wenn beides nicht klappt, steh ich diesen Samstag im Souvenirshop! Es gibt eine Menge Laeden und Restaurants hier die Leute suchen. Just in diesem Moment denke ich, ich nehme die Herausforderung an, lasse mich auf die Vorstellungsgespraeche ein und werde endlich meine Karriere hier beginnen. Geschlagen gebe ich mich hier nicht, ich werde also gleich versuchen nicht zu viel nachzudenken und dann ueberlegen, wie ich die Gespraeche angehe. Da das eine nur telefonisch ist (es gibt eh immer zwei Runden Interviews hier), muss ich besonders gut vorbereitet sein. Mein Englisch ist sehr gut, aber Muttersprachler bin ich nicht. Am Telefon wird es sicherlich schwieriger, aber ich fuehle mich gerade wie der Klitschko am Wochenende: Ich nehme den Kampf an :) Hoffentlich gehe ich als Sieger aus dem Gespraech heraus :)

Ich werde gleich etwas Spazierengehen, wieder mit mir selbst quatschen und fuer Mittwoch ueben. Bis dahin werde ich aber noch weitere Bewerbungen absenden, hier schickt man meistens nur (!) den Lebenslauf ab. Zeugnisse wollen die hier nie sehen, ein Anschreiben macht man auch nicht immer.

Ich mache mich wieder an die Arbeit. Mit viel Zuversicht und Energie! Endlich wieder!

Alaaf und Helau nach Hamm!

Hallo zusammen,

glatter Sieg für Königsblau, und hoffentlich kein glatter Bruch für Lars Unnerstall.  Der Schalker Keeper verletzte sich ja äußerst unglücklich gestern.  Nach dem Luftkampf  landete er auf der Schulter.  Eckgelenkprellung, so die erste Diagnose.   Sehr unangenehm und langwierig.     Hat mich seiner Zeit zehn Wochen außer Gefecht gesetzt.   Wir waren ja keine Profis, und hatten keine 24-Stunden Rundumbetreuung mit dem entsprechenden Ärtztestab.  Aber das nur nebenbei.         “Wie der Raul die Pässe spielt, traumhaft!”, schwärmte “Waldi” Gebhart, ehemaliger Aktiver der Königsblauen, zwei Reihen vor mir sitzend, als der Spanier mit herrlichen Zuspielen auf “unserer” Seite die Wolfsburger ein ums andere Mal in Verlegung brachte.       Es war ein schöner Sonntagnachmittag gestern in Gelsenkirchen, und in der Arena war es von den Themperaturen her angenehmer als draußen, wie ich bei einem kurzen Gang an die die Luft in der Halbzeitpause feststellen konnte.             Nur zu Beginn war es für die Augen und Nasen der Besucher nicht erfreulich, als die Wolfsburger Anhänger in ihrem Block grün-weiße Bengalos abbrannten.   Das kam besonders nicht gut an, weil das Arenadach geschlossen war.           Auf dem Platz dann eher ein sportliches Feuerwerk, an dem sich allerdings nur die Fans des S04 erfreuen konnten.      Und es hätte noch schlimmer kommen können für die Wölfe, ja müssen.   Klaas-Jan Huntelaar verpasste es mit einem versemmelten Handelfmeter, und einem “Tausendprozentigen” aus kurzer Distanz, noch vor dr Pause das Spiel zu entscheiden, und sich in  der Torjägerliste vor M.G. aus B. zu platzieren.      Aufgehoben ist ja nicht aufgeschoben.      In Durchgang zwei dann doch frühzeitig die Entscheidung, als Joel Matip mit der Hacke einnetzte.    Die zweite “Bude” vom Hunter machte dann alles klar.    In den nächsten Wochen wird sich die königsblaue Abwehr wohl auf  jede Menge Routine verlassen können(müssen).   Nach einer kurzen Pause wird wohl Matthias Schober wieder seinen Stammplatz als Nummer 2 für das Tor auf der Bank einnehmen.     Gut das die Stevenstruppe noch einen Schnapper im Köcher hat.   Aber jetzt wird es dann doch ein wenig eng.          Wer mag, feiert heute Rosenmontag, und dann beginnt die Vorbereitung auf das nächste Spiel:  Donnerstag 21.05Uhr, Rückspiel Europa League in der Arena.

 

Tschüß, und in Hamm ruft man “Helau”, bis die Tage

R.A.

Heute Vormittag war ich mit Papa unterwegs, einen Spaziergang machen und die Betonung liegt auf “Gang”. Ja, mit meinen neuen Schuhen kann ich prima auf allen Untergründen laufen, die es in unserer Umgebung gibt. Ich hätte gerne die richtig matschige Wiese ausprobiert, aber da hatte Papa etwas gegen. Das nächste Mal reiße ich mich von seiner Hand los und lass mich in die Murre fallen, das hat es dann davon!
Heute Nachmittag haben wir mit Opa Peter zusammen Waffeln mit Vanilleeis und heißen Kirschen gegessen. Also mein Fall war das nicht. Papa war drauf und dran bei mir Fieber zu messen, denn das hätte es nicht gedacht. Naja, dann hat er halt drei gegessen und ich nur ein Herzchen. Auch gut.
Mama will mich bald verkleiden, denn wir wollen Karneval feiern. Ich bin mal gespannt als was ich gehe. Papa meint, dass ich gut als Nervensäge gehen könnte. Ich hoffe Mama weiß was ich dazu anziehen muss. Denn ich kann mir nicht vorstellen wie so ein Kostüm aussieht.

 

 

 

 

 

 

 

 

Helau und Alaaf, Eure Püppi

 

Hallo zusammen,

die gestrigen Spiele haben wieder einmal mehr als deutlich gemacht, das man sich im Kampf um die sonnigen Tabellenplätze, keine großartigen Ausrutscher erlauben darf.        Die Gladbacher lernen in dieser Saison immer mehr, das man auch manchmal diese sogenannten “Schweinespiele” gewinnen muß.  Sie haben es getan, wobei der Betzenberg auch nicht mehr das ist, was er einmal war.    In gloreichen Zeiten hätte da nach dem Anschlusstreffer die Hütte gebrannt, und irgendwie wären die “Roten Teufel” noch zum Ausgleich gekommen, oder hätten in der Nachspielzeit gar noch den Siegtreffer erzielt.    Ist aber nicht mehr, und deshalb krebsen die Pfälzer auch da unten rum, und die Gladbacher schielen verdient weiter Richtung Champions League.                        Am Ende der Saison könnten die Rheinländer zu den Krösussen der Liga gehören, wenn sie den Einzug in die CL wirklich schaffen sollten.   Garantierte Antrittssumme von der Uefa, und dann noch die ganzen Fantastillionen aus den Spielerverkäufen am Ende der Saison, da kommt was zusammen, auch noch eine Mannschaft?                               Egal, das ist nicht mein Thema.                                                                           Heute sind drei Zähler ja schon mal wieder Pflicht, um erstens die siegreichen Werderaner auf Distanz zu halten, und zweitens den “Fohlen” und den “Nullingern” aus dem Süden auf den Fersen zu bleiben.                              Diskussionsstoff  gab es gestern an unseren Telefonen zusätzlich noch reichlich.     Otto is back!  Ich wollte es, wie so manch anderer, nicht glauben was da im Netz zu lesen, und im Radio zu hören war.        Otto Rehagel setzt sich mit frischen 73 Lenzen noch einmal auf die Trainerbank.             Ganz Berlin muß wohl wirklich eine Wolke sein,  über deren Inhaltstoffe ernsthaft nachgedacht werden muß.            Der gebürtige Essener ist bereits der fünfte Coach innerhalb von gut zwei Jahren bei der Hertha.             Das “Weiße Haus” der Bundesrepublik schickt sich an, den Rekord zu jagen, denn da rollen die Umzugswagen Richtung Niedersachsen ja auch an.                Die Hertha hat wenigstens schon jemanden gefunden, egal wer, wie auch immer, aber einen neuen Präsi für die Republik zu finden ist da schon schwieriger.       In diesen Tagen laufen, und ziehen doch reichlich Prinzen durch die Straßen, vielleicht ist ja da jemand dabei, der nach Aschermittwoch ein bisschen Zeit hat.       Oder spekuliert Herthas “Toppmanager” Preetz auf den Posten?                 Nicht das da jemand auf die Idee kommt und…..  Nee, nee, keine Zeit.   Mittwochs ist Schießtraining, und am Wochende ist Bundesliga.      Da hätte die Flugbereitschaft ja Dauereinsatz,  und das kann man ja in diesen Zeiten wohl kaum jemandem zumuten.   Das Thema ist vom Tisch, endgültig. ;-)             Konzentieren wir uns wieder auf das wirklich Wichtige im (Fußball)Leben: S04 – Felix Wolfsburg, 15.30 Uhr in der Arena.

 

Tschüß, bis die Tage

R.A.

 

 

Jetzt muss ich mal hier den ganzen Staub vom Blog runterpusten und euch auf den neusten Stand bringen!

Nach langer langer Zeit in Geelong bekamen Fabian und ich dann doch noch einen Job auf einer Honigfarm 2oo km von Geelong entfernt. Nach einem spontanen “Bewerbungsgespräch konnten wir direkt anfangen. Schlafen konnten wir in

So haben wir eine Woche lang gelebt, schade eigentlich den es war dort sehr gemütlich

einen extra bereitgestellten Caravan mit Gas- und Stromanschluss. Für diesen mussten wir 15 Dollar pro Person pro Nacht bezahlen. Verdienen sollten wir 18 Dollar pro Stunde. Von diesem Verdienst werden immer 27% Steuern abgezogen. Doch wussten wir leider nicht richtig was auf uns zukommt. Richtig bewusst wurde es uns erst nach dem 2 Arbeitstag: 6 Stunden, alleine in einem nur von Neonröhren beleuchteten Raum. Gut das wäre noch zu verkraften aber auch die Boxen mit den Waben zu heben wäre noch ok. ABER NICHT WENN ALLES VOLLER BIENEN IST! Die eigentlich sehr nützlichen Tiere flogen zu Hunderten um mich rum, stachen bei jeder Gelegenheit und macht die 6 Stunden zu einem Höllen Trip. Nach dem 4. Tag war mein Bein nur noch rot und aufgequollen. Das wir hier nicht lange bleiben würden war uns dann nach 6 Tagen klar. Hinzu kam die total Abgeschiedenheit. Weiterhin hatte ich eine kleine Begegnung mit einer Redback, welche eine recht giftige Spinne ist, zwar nicht tödlich aber doch war ich verdutzt als ich einen der Rahmen aus der Box gehoben habe und sie direkt vor meiner Nase hatte.

 

Am 26.1. hatte ich Geburtstag, welchen ich sagen wir mal: sehr alternativ verbracht. Da ich am 27. arbeiten musste und Fabian in Geelong bei seinen Bekannten geblieben war, verbrachte ich meinen Geburtstag alleine in einem Caravan, ganz ohne Party, Kuchen, Freunden und Familie. Durch die Zeitverschiebung war es auch schwierig mit meiner Familie zu telefonieren. Also blieben auch die Glückwünsche aus. Aber rückblickend sage ich mir, dass auch das mal eine Erfahrung war. Es ist halt auch auf der Südlichen Halbkugel der Welt nicht alles immer friede, freude Eierkuchen. Nun ja nachdem auch ich dann auch aus Mooroduc rausgekommen bin, zog ich wieder bei Erik in Geelong ein.

Patriotismus pur, hier gab es sogar Menschen mit einem Flaggenrock.

Kamele am Wasser sieht man auch nicht so oft.

Einmal im Jahr wird ähnlich wie in Soest Geelong zu einer Großstadt, tausende Leute bewegen sich über die Promenade um den Nationalfeiertag zu feiern.

Irgendwann kam es mir so vor das es mehr ums feiern ging als um den Nationalferiertag

 

 

 

Also: alles wieder auf Null, um 300 Dollar reicher aber mit einem Haufen Bienenstichen und nicht besonders guter Laune. Die bekam ich aber relativ schnell wieder, weil ich jetzt doch wieder die Chance hatte meine Surfkenntnisse auszubauen. Mit Sven und Sarah holte ich dann auch noch meinen Geburtstag auf dem Victoria Night Market nach.  Der Victoria Market ist ein sehr bekannter Markt in Melbourne. Früher wurde in dem alten viktorianischen Gebäude allerhand Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch, Anziehsachen und alles was man sonst noch im Haushalt braucht verkauft. Leider ist es heute nur noch überfüllt mit Touristen Ständen. Man bekommt billige Plagiate von Prada bis hin zu nachgemachten Rolexuhren und irgendwelche industriell gefertigte “original Aborigine made” Kunstgegenstände kaufen. Neben Hunderten von Japanern (klassisch mit Videokamera und Anglerhüten) gab es dort nur noch wenig von dem Ursprünglichen Markt.

Das alte Eingangschild lässt viel hoffen...

Nach einiger Zeit zog auch ich dann zu Fabians Bekannten. Die Familie in der wir jetzt immer noch leben sind typische Aussies. Das Haus besteht aus Holz und Gipsplatten, es ist kaum genug Platz für 2 Gäste, die 2 Kinder und dem Hund, es wird auf Sauberkeit nicht viel Wert gelegt aber es ist auch nicht dreckig, man geht viel an den Strand zum surfen. Mittlerweile bin ich ein recht akzeptabler Surfer geworden. Nicht nur das Posen am Strand klappt sonder auch das aufstehen wenn man den mal eine gute Welle erwischt hat. Eine andere Lieblingsbeschäftigung ist sich über die Australische “Kultur” lustig zu machen. Wie schon einmal erwähnt gibt es keine Australische Kultur, wenn man einen Australier nach seiner Kultur fragt wird er entweder von der Kultur seines Heimatlandes schwärmen oder dich ratlos anblicken. kultur wird hier klein geschrieben aber, was allerdings auch so seinen Charme hat, weil alle ziemlich gut miteinander auskommen, egal aus ob man nun aus China stammt oder ein deutscher Backpacker ist. Hierzu ein sehr bekannter Australischer Witz: “What’s the difference between a yogurt and an Australian? After a while the Yogurt develops culture the Australian doesn’t.” Übersetzt heißt das so viel wie: “Was ist der Unterschied zwischen einem Joguhrt und einem Australier? Der Joghurt entwickelt nach einiger Zeit Kutur, der Australier nicht!” Ich habe auch mal nachgefragt, was die Australier den von den vielen Deutschen hier unten halten. “Ist doch schön! Ihr deutschen seid so Arbeitswütig und Zuverlässig!”

 

Sowas hört man doch gern und denkt sich, dass man gute Chancen hat, wenn man eine Anzeige mit “Two German hardworking and reliable guys searching for a Job” in eine Internetbörse schreibt. Leider eine Fehlinformation! Auch nach 2 Wochen bekamen wir keine Rückmeldung von den wenigen Farmern die hier in der Gegend sind. Also weiteten wir unsere Suche immer weiter aus. Erst sollte es nach Shepparton (250 km von Geelong weg) gehen. Dort konnte man nur Tomaten pflücken, wobei wir da auch gleich auf der Honigfarm hätten bleiben können, dann sollte es nach Mildura (560 km) gehen, dort waren Lisa und Thomas zwei andere Backpacker, welche aber wieder zurück nach Bundaberg gingen, weil es auch in Mildura nix zu holen war. Irgendwann waren wir dann der Verzweiflung nahe, mal wieder kein Job in Ausblick und auf dem Bankkonto konnte man vor lauter roter Zahlen, kein Geld mehr sehen. Also machten wir den Tollkühnen Plan das wir ab Dienstag nächster Woche auch nach Bundaberg fahren. Bis dahin sind es dann 2.000 km und einmal quer durch Victoria und New South Wales durch bis an die Ost Küste. Ein schöner Plan aber eigentlich wollten wir in Richtung Westen, aber wie sagten meine Eltern immer so schön: “Erst die Arbeit dann das Vergnügen!” Da fällt mir auf… bisher hatte ich mehr Vergnügen als arbeiten also liebe Eltern es tut mir aufrichtig leid. :-) Soweit war unser Plan. Dieser wurde aber innerhalb von 2 Tagen wieder komplett umgeworfen, denn Ann hatte über viele Ecken Bekannte bei einer Straßenbaugesellschaft, welche uns nun einen Job in Adelaide (705 km von Geelong) anbot. Hier in Australien ist das so: “Hard labour Jobs” also alles was mit Bauarbeiten zu tun hat werden richtig gut bezahlt. Deshalb bekommen wir auch 1800 Dollar alle 14 Tage mit Steuern inklusive. Da kommt eine echt schöne Summe zusammen, wenn man da 2 Monate arbeitet. Ich glaube dann haben wir erstmal ausgesorgt! Ab jetzt werden wir den Van verkaufen, nur noch Taxi fahren und in Hiltons schlafen. Nein, Scherz aber ich glaube das wir jetzt schon echte Premium Backpacker sind!

 

Jetzt für die die es geschafft haben sich meine Story bis zum ende durchzulesen (oder die die einfach bis nach unten gescrollt haben) noch ein par Fotos:

meine zeit in den usa ist vorbei. offiziel hatte ich gestern meinen letzen arbeitstag. meine hostfamiliy ist gestern abend mit dem neuen au pair nach maimi geflogen. sie hatten mich nachmittags überrascht mit einem riesigen kuchen. die ganze küche war geschmückt, balloons und girlanden mit “we’ll miss you” hangen überall. ich habe dann eine schärpe bekommen mit “best au pair 2010-2012″. damit und allen kids wurden dann noch ein paar fotos geschossen. wir aßen dann den unfassbar leckeren kuchen. anschließend bekam ich noch ein t-shirt mit den handabdrüclen von allen kiddies! super süß. außerdem eine karte. meine hostmom wollte mir eigentlich ne giftcard geben für meinen reisemonat, der heute beginnt, aber konnte sie irgendwie nicht finden. so hat sie mir ein bisschen bargeld geben. :)
ich habe ihnen dann mein scrapbook gegeben, obwohl ich das erst im märz machen wollte, aber da wir das nun doch so groß aufgezogen haben, hab ich mich umentschieden. alle haben sich sehr gefreut und das hat mich gefreut. dann hieß es das erste mal goodbye sagen für 3,5 wochen. mein großer hat ganz doll geweint und wollt mich gar nicht mehr los lassen. ich musste fast auch anfangen zu weinen. schon am tisch als ich das alles sah, schoßen mir die tränen in die augen. und auch wenn ich jetzt hier sitze und drüber nach denke, fang ich wieder fast an zu weinen. es ist alles so traurig. ich werde boston und diese familie so unglaublich vermissen!

jetzt gerade allerdings sitze ich mitten im flur und versuche meine sachen in die koffer zu bekommen, was sich als mehr als schwer herausstellt. ich habe gerade einen dritten koffer gekauft und irgendwie hab ich das gefühl, dass das immer noch nicht alles passt. aber ich kann nicht noch einen kaufen und mitnehmen. also entweder muss nun was hier bleiben, wenn es nicht passt oder ich weiß auch nicht. das ist echt scheiße! ein koffer ist schon voll mit 50lbs und damit das höchstlimit erreicht. einen koffer packe ich gerade für meinen reisemonat und den anderen ja, daneben liegen so viele sachen, dass ich nicht einmal weiß, wie die da rein passen sollen. mein handgepäcktrolley ist auch schon voll. naja, ich warte nun auf meine wäsche im trockner und dann sehe ich in ruhe weiter. sonst bleib eben wirklich irgendwas hier. oder ich frag meine hostfamily, ob die mir das im juni mit nach deutschland bringen können, wenn die rüber fliegen.

heute abend geht es dann endlich los: mein letzer monat fängt an. 3,5 wochen reisen mit meiner frau mama. heute abend werde ich sie endlich in phoenix, az treffen und dann starten wir unsere roadtrip durch arizona, california, nevada, utah, wyoming, idaho, monatana und dann wird nach louisana geflogen. das wird einfach nur toll und anstatt nur traurig zu sein, freue ich mich ganz doll darauf!! :)

Hallo zusammen,

das war gestern nicht der volle königsblaue Geschmack aus der Bierstadt Pilsen, das war eher etwas, um beim Vergleich mit einem Bier zu bleiben, was mit gerade mal halber Volumenzahl.    Vor allem wieder einmal in Durchgang eins.   Unverständlich wie frei teilweise die Gastgeber bei Ballannahme agieren konnten.      Besonders anfällig wieder einmal die linke Abwehrseite, wenn die Tschechen darüber noch mehr und konsequenter ihre Angriffe vorgetragen hätten, es wäre wohl ein rabenschwarzer Abend für Christian Fuchs und dem S04 geworden.       Bemühungen der Blauweißen waren ohne Zweifel da, aber so richtig etwas konstruktives bekamen sich nicht zu Stande.             Zum Haareausraufen die unnötigen Fehlpässe.         Unbedrängt war es den Akteuren nicht möglich, den Ball unfallfrei über 10 oder 15 Meter zum ebenbfalls freistehenden “Kollegen” zu spielen.   Der konnte dann nur staunend zuschauen, wie das Spielgrät ins Aus kullerte.                  Mann konnte froh sein, das es, ohne die Leistung von Viktoria Pilsen zu herabzuwerten,  “nur” gegen den Tabellendritten der “Gambrinus”-Liga ging, und am Ende das Wunschergebnis eines jeden Klubs heraussprang, der zuerst Auswärts in einem europäischen Wettbewerb antreten muß:  ein Unentschieden mit einem Auswärtstor, von wegen das mit der Europacup-Arithmetik, mit diesem eben auswärts geschossenen Tor.   Aber damit beschäftigen wir uns erst in der nächsten Woche, wenn die Tschechen am Donnerstag zum Rückspiel 21.05Uhr in der Arena aufkreuzen.   Böhmische Braukunst besucht die Sauerländische, sozusagen.                  Richtig stark waren am gestrigen Abend die Fans des S04.  Auch wenn es auf dem Platz nicht lief, und die Truppe lange zurücklag, waren keine Pfiffe aus dem Schalker Block zu hören, im Gegenteil, es wurde gesungen und angefeuert.   Das war schon Champions League reif.      Ich weiß schon, was der ein oder andere jetzt darüber denkt, aber “wir” reisen schließlich noch durch Europa.

 

Tschüß, bis die Tage

R.A.

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