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Eigentlich sollte hier ein langer Blogeintrag zur Skifreizeit stehen, die ich mit 14 Schülern der Maximilian-Kolbe-Schule, 2 Lehrern und einer weiteren BFDlerin erlebt habe.
Leider ist mein Laptop gerade abgestürzt und alles wurde gelöscht. Deshalb gibt es jetzt nur wenige Worte zu dieser Freizeit und ein paar Fotos:

Im Januar waren wir eine Woche lang im bayrischen Mittenwald in einer Jugendherberge und haben uns dort jeden Vormittag auf die Langlauf Ski gestellt.

Naturschauspiel bei Sonnenschein

und auch bei bedecktem Himmel!

Auch ich musste mit vielen Schülern als blutige Anfängerin starten und so manches Mal hatten sie viel zu Lachen als ihre Betreuer und geübten Alpinski Fahrer auf dem Hintern im Schnee lagen.

…zack! Eine Landung im Schnee!

Nach 2 Tagen Übung konnten auch wir BFDlerinnen eigene Gruppen übernehmen und mal mit den Anfängern und den „Profis“ in die Loipen gehen.

Mit etwas Übung war das Langlaufen schnell kein Problem mehr.

Die Nachmittage haben wir mit einem bunten Programm aus Alpinski, Rodeln, Schwimmen, Ausflüge in die benachbarten Städte, Winterwanderungen und einer Tour nach Garmisch-Patenkirchen in die Partnachklamm (einer vereisten Schlucht) verbracht.

Einblick in die Partnachklamm – sieht doch aus wie eine Orgel aus Eis, oder?

Ein kleines Highlight war der Bayrische Abend der Jugendherberge, der mit traditioneller Musik und regionalem Essen gefeiert wurde. Das Nordkirchener Betreuerteam trat dazu natürlich passend in Landestracht an und unsere Dirndl und Lederhosen sorgten bei den Schülern für viel Erstaunen und einige Lacher.

Fesche Madels!

Ich bin unglaublich froh, diese Skifreizeit zusammen mit dieser Gruppe erlebt zu haben – Eine weitere Erfahrung, die mich darin bestärkt hat später etwas in dieser Richtung zu machen. Es war eine Woche voller Spaß, aber sie war auch körperlich sehr anstrengend und durch die dauerhafte Abrufbarkeit als Betreuerin sehr belastend. Durch diese Zeit konnte man aber viele Jugendliche, die man zuvor schon kannte, noch besser und von einer ganz anderen Seite kennen lernen und auch Kontakt zu anderen Schülern aus niedrigeren Klassen bekommen.

Schön war’s!

Man soll ja so viele Erfahrungen, wie nur möglich mitnehmen und ich kann definitiv behaupten, dass ich das bisher gemacht habe.
Ich hoffe ich konnte euch trotz relativ kurzen Berichts einen schönen Eindruck in meine Woche im Schnee geben.

Zuerst einmal wünsche ich allen Lesern ein wunderschönes, glückliches, erlebnisreiches und tolles neues Jahr 2013!
Nachdem ich gut ins neue Jahr gerutscht bin, ist mein Urlaub nun auch schon vorbei. Ab morgen fahr ich mit den anderen BFDlern nach Bocholt für ein dreitägiges Seminar – eine Art Zwischenauswertung. Ich bin mal gespannt wie das so wird und was uns da so erwartet. Aber so wie ich die Gruppe kenne, können das ja eigentlich nur sehr witzige Tage werden, ich werde auf jeden Fall berichten 😉

So in diesem Sinne wars das erst einmal von mir für den Jahresbeginn, aber einen guten Vorsatz muss ich noch loswerden: ich werde mehr bloggen! 😀

„Stille Nacht, heilige Nacht, alles schläft, einsam…“, „O Tannenbaum, o Tannenbaum“, „Habt ihr’s schon gewusst, habt ihr’s schon gehört? Weihnachten ist leise, alles Laute stört …“ all diese Melodien und Liedtexte schwirren Tag für Tag in meinem Kopf herum und ich ertappe mich immer wieder dabei, wie ich sie leise vor mich hin summe. Die Zeit rund um Weihnachten ist jedes Jahr etwas ganz besonderes, aber noch nie hab ich sie so intensiv empfunden wie in den vergangenen vier Wochen. „In der Kinderheilstätte ist es gar unmöglich nicht in Weihnachtsstimmung zu kommen“, dieser Satz war immer wieder in Gesprächen von mir und meinen Mit-Bundesfreiwilligendienstlern (BFDlern) zu hören und er ist einfach nur wahr. Alles was man mit der Adventszeit verbindet war fester Bestandteil der Arbeit in der Maximilian-Kolbe-Schule (MKS) und dem Wohnheim. Den Anfang machte schon die Projektwoche Ende November. Die Berufspraxisstufe der MKS, also auch die 13c, meine Klasse, arbeitete an Verkaufsstücken für den Lüdinghausener Weihnachtsmarkt. Holzengel in groß und klein, dick und dünn, Kerzenständer aus Metall, Weihnachtskarten, Schals, Wichtel und noch vieles mehr wurden mit viel Liebe zum Detail gefertigt. Zusammen mit einem Teil meiner Klasse sorgte ich in dieser Zeit für den süßen Geruch auf den Schulfluren. Plätzchen backen war unsere Aufgabe, Dose für Dose füllte sich und zum Schluss zogen wir mit einem Wagen voller Plätzchentüten durch alle Gebäude der Kinderheilstätte und brachten unsere Leckereien an den Mann beziehungsweise eher an die Bewohner, Schüler, Lehrer, Betreuer und Verwaltungsangestellten. Ganz im Ernst, so viele Plätzchen hab ich noch nie zuvor in der Weihnachtszeit in den Ofen geschoben. Ich weiß gar nicht genau wie viele Dosen es nun waren, aber das Wichtigste war ja auch, dass die Kekse richtig lecker waren und ja, das waren sie! Naja, aber das ist bei weitem noch nicht das Einzige, was die Adventszeit in Nordkirchen ausmacht: Basteln und Malen für die passende Klassenraumdekoration, eine Schneelandschaft an unserer Fensterfront, einen Adventskalender vorbereiten, der an jedem Tag eine kleine Überraschung für jeden Schüler bereit hält und einen Adventskranz aus Einmachgläsern, Farbe, Kerzen und Tannenzweigen gestalten. Es macht unglaublich viel Spaß zusammen mit den Schülern und Bewohnern dem 24. Dezember entgegen zu fiebern und die Adventszeit zu genießen. Besonders das wöchentlich stattfindende Adventssingen mit der gesamten Berufspraxisstufe bereitete mir eine enorme Freude. Weihnachtslieder singen ging in den letzten Jahren für mich immer mehr verloren, doch in der MKS kam man am Singen aller bekannten Lieder gar nicht vorbei. Man merkte aber auch wie sehr die vorweihnachtliche Zeit die Kinder und Jugendlichen zunehmend nervös machte und alle etwas aufdrehten, aus meiner Perspektive nun oftmals sehr anstrengend, aber mir ging es vor einigen Jahren doch vermutlich genauso vor lauter Neugierde auf Heiligabend und den bevorstehenden Jahreswechsel. Die Höhepunkte der Vorweihnachtszeit in Nordkirchen liegen aber vor allem in der letzten Schulwoche: mit insgesamt sechs Schülern besuchten wir am Mittwoch, dem vorletzten Schultag, den Weihnachtsmarkt in Dortmund, zogen durch die Innenstadt, guckten uns die vielen Stände an und kauften noch das eine oder andere Weihnachtsgeschenk. Ich fand es toll mit den Schülern auch mal raus zu kommen, etwas außerhalb der Schule zu unternehmen. Den Nachmittag durfte ich schon einen vorgezogenen Heiligabend auf der Wohngruppe erleben. Mit allen Mitarbeitern und Bewohnern fand die Weihnachtsfeier der „WG Sandmännchen“ statt. Neben einem typischen Weihnachtsessen, bestehend aus Rouladen, Klößen und Rotkohl, veranstalteten wir auch eine Bescherung für die zehn Bewohner. Ganz aufgeregt saßen die kleineren und größeren Bewohner vor der verschlossenen Wohnzimmertür und warteten darauf sich an den Weihnachtsbaum begeben zu dürfen. Einer nach dem Anderen erhielt sein Geschenk, das ganz individuell für jeden Bewohner ausgesucht wurde und mit einem Strahlen in den Augen öffneten sie das Geschenkpapier. Es ist wunderbar zu sehen, wie sehr sie sich über ihre Geschenke freuen und mit welcher Faszination und Hingabe jedes Kind das Geschenk direkt ausprobiert, beispielsweise schoss die Eine direkt Fotos mit der neuen Digitalkamera und den Nächsten zog es sofort raus an die frische Luft, um das neue Fahrrad auszuprobieren. Am letzten Schultag genossen wir dann noch einmal alle zusammen die Weihnachtszeit mit einem ausgiebigen Brunch, der keine Wünsche offen ließ. Der perfekte Abschluss vor Ferienbeginn! Jeder Schule bekam eine Plätzchentüte mit lieben Weihnachtswünschen mit nach Hause und auch unter den Kollegen wurden ein paar Kleinigkeiten ausgetauscht. Beim Verlassen von Haus 3 der MKS hörte man überall nur die Rufe „Frohe Weihnachten“, „Hab tolle Ferien“, „Bis in zwei Wochen“; ich freue mich nun so sehr auf das Weihnachtsfest zu Hause. Doch genauso freue ich mich auch schon wieder auf den Schulbeginn am 7. Januar, denn wenn ich so darüber nachdenke, wie schön die Adventszeit in der Kinderheilstätte war, wird mir auch klar, wie sehr mir meine Schüler, Bewohner und Kollegen ans Herz gewachsen sind und wie viel Freude mir die Arbeit bereitet. In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest und ein frohes neues Jahr 2013.

Es ist schon wieder Mitte der Woche und dabei kommt es mir so vor als wäre gestern erst Montag gewesen, aber nur noch 1,5 Tage und ich habe schon wieder Wochenende.
Heute war eigentlich ein gewöhnlicher Schultag, bis zum zweiten Block! Nach dem Frühstück ging ich mit zwei Schülern meiner Klasse zum „Trommelzauber“, ein Trommelworkshop bei dem interessierte Schüler angemeldet werden konnten. Im Forum von Haus 3 kamen die älteren Schüler zusammen und jeder schnappte sich eine Trommel. „Ja okay, kann ja ganz witzig werden“, war so meine Einstellung zu dem Ganzen. Der „Vortrommler“ zeigte den Schülern verschiedene Rhythmen, sang zusammen mit ihnen Lieder und erzählte nebenbei auch so einiges von Afrika und der Trommelei. Es war schon verdammt cool und machte auch mir echt Spaß, denn der Typ hatte es einfach drauf die Massen zu begeistern und zum Mitmachen zu animieren. Doch der Hähepunkt kam erst noch für mich! Nach dem Mittagessen trafen sich alle Trommler erneut im Forum und diesmal waren auch die Jüngeren mit dabei, die schon eher am Vormittag diesen Workshop besucht hatten. Ich stand mit dem Großteil meiner Klasse oben am Geländer und konnte auf die Masse herunterschauen. ‚Zig Schüler saßen auf dem Boden, hatte eine Trommel vor sich und sangen, tanzten und trommelten voller Freude. Drumherum einige Eltern, Lehrer und Betreuer, die den „Kleinen“ zusahen und sich mitreißen ließen. Fast das gesamte Haus 3 war am Klatschen und Singen und ich fand es einfach nur faszinierend, wie die Schüler zusammen diese positive Stimmung verbreiteten. Eine Gemeinschaft von Trommlern – Schülern, die zusammen den Schulalltag meistern! Und ganz im Ernst: was gibt es schöneres als so eine Gemeinschaft?! Auch wenn sich in den Klassen nicht immer so ein Zusammenhalt entwickeln kann (wie beispielsweise in meiner alten Stufe), da oftmals die Klassen gewechselt werden und nach einem Jahr eine Gruppe von Schülern wieder neu zusammengepackt wird, war an diesem Mittwoch zu spüren, dass es diese eine Gemeinschaft gibt und die Schüler bei solchen Events immer wieder verbindet 🙂

Schon einen Monat – 4 Wochen – über 20 Arbeitstage bin ich nun in der Kinderheilstätte Nordkirchen. Ich merke zwar jeden Tag wie anstrengend die Arbeit ist, aber trotzdem komme ich eigentlich immer mit einem Lächeln im Gesicht aus dem Schulgebäude. Mir ist bereits nach der kurzen Zeit klar, dass dieses Jahr eine einmalige Möglichkeit für mich ist, so viel zu lernen und es in keinem Fall eine Zeitverschwendung ist, weil ich nicht sofort studieren gehe und möglicherweise nächstes Jahr die Probleme des Doppeljahrganges zu spüren bekomme. Wenn nicht jetzt, wann dann? Nach einem Studium steigt man sofort ins Berufsleben ein, also ist jetzt doch wohl die beste Möglichkeit um sich sozial zu engagieren, freiwillig solch ein Jahr zu machen und einiges im Umgang mit Menschen zu lernen. Es macht mir so unglaublich viel Spaß zusammen im Team aus Sonderpädagogen, Integrationshelfern und Erziehern mit den behinderten Kindern und Jugendlichen zu arbeiten. Mittlerweile, nach knapp drei Schulwochen hat sich alles eingependelt und ich fühle mich wie ein Teil der Kinderheilstätte. Man geht über die Gänge, jeder kennt einen, zu welcher Klasse man gehört und überall grüßt man die Leute, wird gegrüßt und wird in Gespräche verwickelt. Was gibt es schöneres als dieses Zugehörigkeitsgefühl?! Selbst für die Kinder bin ich kein fremdes Gesicht mehr und viele werfen mir ein Lächeln zu und rufen ein lockeres „Hi!“. Eine Gruppe von elf Schülern mit drei Lehrern und zwei Integrationshelfern ist meine Klasse für dieses Jahr. Ich bin noch einmal in der 13, schon irgendwie witzig, genau der Jahrgang, den ich gerade hinter mir hab, mach ich nun noch einmal mit. Man könnte sich beinahe wie in einer Klasse einer Regelschule vorkommen und nicht wie in einer Förderschule, der Maximilian-Kolbe-Schule. Alle Schüler sind sehr fit und selbstständig, keine Rollstuhlfahrer, wie sie viele der anderen BFDler haben. Aber im Lern- und Sozialverhalten wird einem schnell der Unterschied zu meiner Schullaufbahn bewusst und auch praktische Hilfsmittel, wie der „Talker“ gehören zu meinem Alltag. Die Schüler lernen jeden Tag verschiedene Aufgaben des alltäglichen Lebens zu übernehmen – Tisch decken, Fegen usw und viele praktische Arbeiten prägen meine Tagesabläufe. In der sogenannten Berufspraxisstufe gehört für mich in diesem Jahr viel Backen, Nähen, Stricken und Werken mit Metall dazu – ich muss gestehen, viele Dinge, die mir vorher fremd waren und besonders für Nähen und Stricken konnte man mich nie begeistern, aber es kann doch auch sehr viel Spaß machen. Aktuell lern ich auch die andere Seite des Schullebens kennen, die mir vorher unbekannte Position der Lehrperson. Natürlich erfordert es auch so einiges an Geduld die Schüler bei ihren Aufgaben zu unterstützen, besonders wenn es um für mich selbstverständliche Dinge wie das Addieren und Subtrahieren oder Rechtschreibung geht, diese Schritt für Schritt durchzugehen und einzelne Fehler zu besprechen. Es bereitet mir ungemeine Freude, wenn man sieht, dass diese Dinge dann nach einigen Wiederholungen immer besser funktionieren und verstanden werden. Ich muss gestehen, dass ich mich aber auch noch an die eine oder andere für mich schwierige Situation gewöhnen muss: sich bei den „Kids“ den nötigen Respekt zu verschaffen und mit einem rauen Ton mal durchzusetzen, wenn es nötig ist. Um halb vier ist die Schule für uns alle geschafft, erleichtert und erschöpft geht man zum Auto und freut sich auf was Leckeres zu essen zu Hause und einfach mal eine kurze Pause einzulegen bevor meine privaten Aktivitäten starten. Jeden Donnerstag geht’s für mich direkt nach Schulschluss noch weiter auf die Wohngruppe – diese habe ich in der vergangenen Woche gewechselt. Ich bin nun nicht mehr der Intensivgruppe im Wohnheim zugeordnet, sondern arbeite ab sofort im Team der „Sandmännchen“ mit. Es war mein Wunsch, mehr mit Schwerstbehinderten und Rollifahrern zu arbeiten, um die Pflegetätigkeiten besser kennen zu lernen. Denn meine Ansicht ist es einfach: Wenn ich nun schon dieses Jahr nutze, um meine Berufswahl zu überprüfen, möchte ich auch die Arbeit mit Behinderten in jeder Hinsicht kennen lernen. Das Team ist super und auch die Kinder haben mich herzlich in der letzten Woche aufgenommen und den Nachmittag mit mir verbracht. Ich bin einfach mal gespannt wie sich das noch so entwickelt, denn bisher hab ich nur einen Nachmittag auf dieser Gruppe verbracht und eine Betreuerin bei ihrer Arbeit begleitet, mit einer Bewohnerin einen Apfelkuchen gebacken und beim Abendessen zusammen mit allen am Tisch gesessen. Ich glaube es ist nicht zu überhören, ich bin begeistert von meiner Entscheidung in Nordkirchen zu arbeiten! Ich kann jedem nur nahe legen: Wenn ihr die Chance bekommt solch ein Jahr zu machen und euch für die soziale Tätigkeit interessiert, solltet ihr es unbedingt tun. Leider hab ich nur noch sehr wenig Zeit und schaffe es deswegen auch nicht immer direkt in meinen Blog zu schreiben.

Ich war genauso nervös, wie an meinem ersten Schultag an der Grundschule und am St. Christophorus Gymnasium. Heute hatte ich sozusagen meine Einschulung in der Maximilian-Kolbe-Schule, aber auf eine ganz andere Weise als früher – der kleine Unterschied ist, dass ich dieses Mal auf der anderen Seite stehe und nicht die Schulbank drücken muss. Jetzt hat die Schule begonnen und es gefällt mir richtig gut! Auch wenn ich sehr aufgeregt war, hab ich mich tierisch auf die Schule gefreut (das kam in dieser Form echt schon lange nicht mehr vor 😀 )! Nun ist die 13 c mit 12 Schülern also meine neue Klasse und ich fühl mich so wohl. Ein super Lehrerteam, nette Schüler und eine tolle Atmosphäre. Der Blick auf den Stundenplan hat mir klar gemacht, dass ich nicht nur „normale“ Fächer wie Mathe und Lesen, sondern auch Textil- und Backunterricht und auch Werken mit Metall auf mich zukommen werden (richtig cool 🙂 ). Die erste Woche ist noch etwas entspannt und durcheinander, da alles noch nicht so seinen Rhythmus hat, aber spätestens in der nächsten Woche geht es richtig los mit dem geregelten Unterricht. Ich freu mich schon auf morgen früh!

Heute morgen war mir schon echt mulmig zumute, als ich durch die Eingangstür zum Wohnheim ging. Was kommt da auf mich zu? Wie wird meine Gruppe sein? Komme ich mit den Leuten klar? Fragen über Fragen schwirrten in meinem Kopf herum, aber wie sich herausstellte ganz ohne Grund!
Bevor die Schule beginnt, verbringe ich, genauso wie die restlichen BFDler, noch eine Woche in meiner Wohngruppe. Jedem von uns wurde eine Wohngruppe zugeordnet, in der einmal in der Woche am Nachmittag und einmal im Monat am Wochenende gearbeitet wird.

Kaum hatte ich die Klingel von meiner Gruppe gedrückt, wurde mir auch schon die Tür geöffnet. Flur, Wohnzimmer, Küche + Esszimmer, Abstellkammern und die verschiedenen Bewohnerzimmer – gang schön viele Eindrücke. Aber nach einer herzlichen Begrüßung durch die Mitarbeiter und langsamen Annäherungen der Kinder, war ich mir sicher, dass ich hier gut zurecht kommen werde. Eine Fahrradtour, den Mitarbeitern einfach über die Schulter gucken, Fußball spielen, Gespräche führen – all das machte es mir leichter, einen Draht zu den Kindern zu finden. Aber es wird noch etwas Zeit brauchen, bis ich mir hundertprozentig sicher bin bei den Dingen, die ich tue.

Die letzte Woche hat mir echt geholfen und mich perfekt vorbereitet auf diese Zeit:) Auch wenn ich mir nicht immer sicher war, was mir die Übungen bringen werden, nun weiß ich es: ich kann definitiv selbstsicherer mit den neuen Situationen umgehen und dank der vielen Erzählungen unserer Teamerinnen war man super darauf vorbereitet, auf mögliche Herausforderungen.
Selbsterfahrungen, wie das gegenseitige Anreichen von Nahrung, Rollstuhlfahren und sogar mal Blind sein (unvorstellbare Geflüh, wenn man nichts sehen kann!), geben mir echt die Möglichkeit mich in das was ich tue, besser hinein zu fühlen. Auch wenn es in diesen Momenten für viele Lacher sorgte, als man sich gegenseitig den Joghurtlöffel in den Mund steckte 😀 , kann ich nun verstehen, wie es sich anfühlt und inwiefern es sogar unangenehm werden kann.

Ihr merkt es, ich freue mich immer noch auf meine Arbeit, auch wenn man jeden Tag neue Herausforderungen zu knacken bekommt:) Schritt für Schritt finde ich mich in meine Arbeit ein!

Hallo Arbeitswelt, hier bin ich!
Ich bin angekommen – zurück in einem geregelten Alltag und unmittelbar am Anfang eines, so wie es mir bereits vorkommt, interessanten und tollen Jahres.
Die Zeit nach dem Abi, die für mich aus Freunden, Schlafen, Shoppen, Feiern und Entspannen bestand, ist nun vorbei. So schön die letzten Wochen auch klingen, aber ich bin wirklich froh, dass nun etwas Neues für mich beginnt und wieder ein Rhythmus in mein Leben kommt 😉

Für mich hat heute mein Bundesfreiwilligendienst in der Kinderheilstätte Nordkirchen begonnen:) Ein Jahr werde ich nun als Bufdi (was für eine tolle Bezeichnung für freiwillige Helfer wie mich :D) in der Maximilian-Kolbe-Förderschule arbeiten und auch einige Stunden im Monat in einer Wohngruppe verbringen. Vielleicht war es die Ratlosigkeit, welche Ausbildung oder welches Studienfach ich wählen soll oder auch einfach die Neugierde auf alles, was mich nun erwartet – die Arbeit mit Kindern mit Behinderung, der Beruf des Sonderpädagogen, die persönliche Herausforderung (mich in ein neues Team einzufinden, soziale Erfahrungen zu sammeln, herauszufinden ob die Arbeit mit Behinderten das Richtige für mich ist und natürlich (es tut mir leid, solche Standard-, 0-8-15-Erwartungen müssen auch sein) meine eigenen Stärken und Schwächen herausfinden).

Diese Woche ist noch sehr entspannt und es geht einfach darum, dass die 18 Bufdis der Schule sich kennen lernen und wir uns mit der bevorstehenden Zeit auseinandersetzen.
Ich kann bisher wirklich nur sagen, dass ich mich riesig auf die Zeit in Nordkirchen freue:) Bei unserer „Nordkirchen-STadtralley“ und vielen Kennenlernspielchen hab ich schon einige nette Leute kennengelernt mit denen man sehr viel Spaß haben kann.

Ihr werdet so bald wie möglich wieder von mir hören und könnt an meiner Zeit in der Nordkirchener Kinderheilstätte teilhaben!

Achja eins muss ich noch loswerden: Mir war wirklich nicht bewusst, dass die Kinderheilstätte so riesig ist, bereits auf dem Lageplan sah es nach einem riesigen Komplex aus Wohnheimen, Schulgebäuden, Kindertageseinrichtung, Verwaltung, Ärzten, Garten, Spielplätzen und so weiter aus. Der Eindruck hat sich absolut bestätigt, es kommt einem ein bisschen vor wie ein kleines Dörfchen (bei meinem Vorstellungsgespräch hab ich ja nur das Verwaltungsgebäude gesehen), aber ich bin sicher in einiger Zeit kann ich auch zielsicher über das Gelände laufen und weiß genau, wo was ist 😀