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23.08.2013

Salamu kutoka Kenya! (Liebe Grüße aus Kenya)

Pünktlich nach afrikanischer Zeit gab es morgens Frühstück, irgendwann um halb 9. Wenn wir eines bisher gelernt haben, dann, dass die Uhrzeit hier nicht wichtig ist. „Just five minutes later“ hieß es wieder ab in Anthonys Auto nach Thika. Wie schon erwähnt, ist Thika auch berühmt für Ananas.  Diese kauft man in Afrika auf einem Markt – Supermärkte soll es geben, wir haben bisher nur noch keinen gesehen.

Aber man braucht auch keinen hier, denn auf dem Markt gibt es alles; wie alle Arten von Früchten (viel süßer als in Deutschland), die wir direkt probieren durften. Lecker!  Auch Schuhe, Kleidung, Gemüse und Steine. Letztere konnte man ebenfalls essen, was bei uns für Belustigung sorgte.

Ein Stück weiter, schlug die gute Laune in Erstaunen um. Anthony zeigte uns, wie man in Kenya Autos repariert: Der Boden getränkt mit Öl – Chemikalien und zerbeulte Autos, soweit das Auge reicht. „But in a week they will be like new“, erläuterte Anthony. Nicht ganz unrealistisch, da eine Schar fleißiger Tagelöhner Motoren zerlegte, schweißte und Autos lackierte. Eine Gasse weiter sah es ähnlich aus, wir dachten, wir wären auf einer Müllhalde gelandet. Dieser ganze Plastikmüll wurde von Arbeitern in Säcke gestopft und fertig war die Matratze. Sie sollen bequem sein – wir werden es im Dorf testen.

Eine weitere Art von Handwerk lernten wir danach kennen. Am Rand einer Straße haben  Metallbauer ihre Stände aufgebaut, in denen sie aus alten Industrieabfällen neue Waren wie Töpfe formen.

In einem nahe gelegenen Restaurant wurde danach auch für uns gekocht: Pommes! Heute war definitiv der Tag des deutschen Essens. Daraufhin schlug Anthony vor, dass wir für ihn und seine Familie kochen sollten. Doch bis dahin blieb uns noch etwas Zeit. Diese nutzten wir um das KARI (Kenyan Agriculture Research Institute) zu besichtigen. Dort forschen Wissenschaftler an dem effizientesten Anbau unter anderem von Macadamiapflanzen. Wir lernten auch etwas über die Arbeitsbedingungen der Arbeiter, sie verdienen etwa 200€ pro Monat.

Anschließend ging es für uns über die Autobahn nach Hause. Dort angekommen zeigten wir Anthonys Söhnen etwas deutsche Kultur: Mensch-Ärger-Dich-Nicht und später selbstgekochte Spaghetti mit Tomatensoße.

Katharina

22.08.2013

Jambo, ein weiteres Mal „Hallo“ aus Kenia!


Der heutige Tag war geprägt von langen Autofahrten. Wir durften bereits um 7 Uhr aufstehen, frühstücken und dann ging es auch schon zu Fuß los, einmal um den Block zu Anthonys Nachbarin. Dort stand Anthonys Auto, mit dem wir mehrere Stunden in die Nähe von Karatina, einem Ort nördlich des Mount Kenya gefahren sind. Dort trafen wir einen Freund von Anthony, den wir fünf ebenfalls in dem Fünfsitzer mitnahmen, um „etwas“ weiter eine Kaffee-Fabrik zu besichtigen. In dieser werden die von den Bauern angelieferten Kaffeebohnen gewaschen, geschält und getrocknet. Zum Abschluss bekamen wir einen kleinen Beutel Kaffeebohnen und wir erfuhren, dass die Bauern nur etwa 24 Cent pro Kilo Kaffee bekommen, aber dreimal so viel bekommen müssten, um ein wenig Gewinn zu machen.

Nach der Besichtigung fuhren wir weiter zu der Schule, in der Anthony damals unterrichtet wurde. Da in Kenia grade vier Wochen Ferien sind, trafen wir nur einen einzigen Schüler an. Die Ferien enden jedoch, solange wir noch in Kenia sind, also werden wir noch die Möglichkeit bekommen, gefüllte Klassenräume zu sehen.

Mittagessen gab es anschließend bei Anthonys Mutter, im Dorf Titu, gefolgt von einer kurzen Besichtigung von Anthonys Farm mit 2 Kühen, 2 Schweinen, ein paar Hühnern und über 800 Bananenbäumen.

 

Auf der Rückfahrt hielten wir noch an einem wunderschönen Flusslauf an und trafen einen von den vielen Verwandten Anthonys.

Die weitere Rückfahrt dauerte noch weitere 3 Stunden, weshalb es bei unserer Ankunft schon dunkel war und diesmal kein Fußball gespielt wurde.

Kwaheri!

 

Jan und Jan-Hendrik

21.08.2013

Habari ya jioni, Guten Abend und liebe Grüße von unserem Balkon!

Einen wirklichen Kulturschock hatte Gott sei Dank bisher keiner von uns, der einzige Schock war das erste Duschen heute Morgen. Fließendes Wasser ist zwar genug vorhanden, jedoch ist dies sehr kalt. Danach waren wir zumindest alle wach 🙂

Der Tag begann mit einem nahezu deutschen Frühstück. Das einzige, was uns gefehlt hat, war der Kaffee! Der wäre nach der relativ kurzen und unruhigen Nacht das Tüpfelchen auf dem i gewesen. Denn der nahe Flughafen und der Nachbarshahn sorgten für musikalische Untermalung. Aber langsam leben wir uns hier ein 🙂

Nun ging es erst einmal mit Anthony in die Stadt, um Geld zu wechseln und kenianische SIM-Karten für unsere Handys und den Laptop zu kaufen. Wir sind nun Besitzer von einem ungewohnt großen Haufen Papiergeld, da ein Euro etwa 114 kenianische Schilling wert ist. Dennoch ist das Einkaufen hier vergleichsweise billig. Eine 0,5l-Flasche Coca Cola kostet hier zum Beispiel nur 70 Schilling.

Nach dieser äußerst zeitaufwändigen Aktion (Anthony: „African time is always good time“) fuhren wir weiter in die ca. 40km entfernte Stadt Thika und sahen auf dem Weg jede Menge Fußgänger, die uns auf Kenias größter Autobahn kreuzten. Diese ist dreispurig, hat jedoch an beiden Seiten noch eine zweispurige Nebenstraße, an der viele Händler ihre Lebensmittel verkaufen. Thika ist besonders berühmt für Ananas und Schweinefleisch, weshalb wir in dem Restaurant „Pork City 2“ zu Mittag aßen. Zum Schwein gab es Salat und eine reisähnliche Masse und wir aßen alle zusammen mit den Händen von einem großen Brett in der Mitte des Tisches.

Satt und zufrieden ging es weiter in einen Tierpark. Dort durften wir Affen, Strauße und sogar Krokodile bestaunen. Am Rande des Parkes gab es außerdem zwei sehr beeindruckende Wasserfälle.

Nach all diesen Eindrücken waren wir sehr erschöpft und uns fielen direkt im Auto die Augen zu.

Als wir allerdings wieder in Nairobi auf den Platz vor unserem Haus fuhren, kamen uns die Kinder schon schreiend entgegen gerannt und wollten mit uns Fußball spielen – da konnten wir natürlich nicht nein sagen! 🙂

Nun sind wir total fertig. Die Jungs liegen schon in ihren Betten, weil sie sich beim Fußballspielen völlig verausgabt haben. Wir warten nun nur noch auf das Abendessen und werden danach wahrscheinlich wie tot ins Bett fallen. Auf unserem Balkon ist es jetzt auch schon dunkel und die Grillen zirpsen mit dem Flugzeuglärm um die Wette.

Usiku mwema, Gute Nacht!

Maike und Katharina

Abends, 20.08.2013

Wir sind`s nochmal 😀
Nachdem unser Flugzeug nach Nairobi ein wenig Verspätung hatte, sind wir dennoch gut und sicher angekommen. Interessant war vor allen Dingen, dass fast die komplette Abfertigung am Flughafen Nairobi aufgrund des Brandes in Zelten stattfand. Trotzdem herrschte beachtliche Ordnung und es gab keine sonderlichen Behinderungen. Am Flughafen wurden wir von unserem Koordinator Anthony abgeholt und zu seinem Haus am Rande Nairobis gefahren. Schon auf dieser Fahrt konnten wir viele Eindrücke über das Leben hier sammeln, etwa über die Fahrweise von Kenianern und die Armut, die hier vorherrscht. Bei Anthony zuhause angekommen, wurden wir freundlichst von seinen 3 Söhnen, seiner Frau, deren Schwester, und seiner Nichte begrüßt. Im Anschluss daran gab es ein ordentliches Essen, bestehend aus Reis und Linsensuppe, dass im Gegensatz zum Flugzeug-Essen sehr lecker war.

Zu unserer Überraschung ist Anthonys Haus größer und schöner, als wir beim Anblick von außen vermuteten. Um uns nach ca. 14 Stunden fast ausschließlich sitzen ein wenig die Beine zu vertreten, fragten wir die Kinder, ob wir nicht Fußball spielen sollten. Immer wieder kamen Nachbarskinder hinzu, die mitspielen wollten und so waren wir am Ende eine richtig große Mannschaft. Abends, vor einem ebenfalls sehr leckeren Essen, lernten wir mit Anthonys beiden älteren Söhnen noch Zahlen und Begriffe auf Swahili.

Jan und Jan-Hendrik

(Internet und Strom sind in Kenya keine Selbstverständlichkeit, deswegen laden wir die Einträge gerade alle auf einmal hoch. Wir bemühen uns jeden Tag zu schreiben.)

20.08.2013

Jambo!
Die erste Etappe unseres Hinfluges ist geschafft. Wir sind in Abu Dhabi gelandet, nachdem wir einen angenehmen Flug in einem Airbus A330-200 hatten. Hier ist es ganze 37° C warm, allerdings nur außerhalb der Gebäude und des Fliegers. Das Flughafengebäude erinnert von außen an eine wüstenartige Star Wars-Stadt. Innen ist es kreisförmig und mit unbekannten und bekannten Geschäften, wie z.B. McDonalds bestückt.

Nun warten wir auf unseren zweiten Flieger, der uns nach Nairobi fliegen wird. Da bis dorthin allerdings noch etwas Zeit ist, können wir uns noch ein wenig ausruhen und Frühstücken, denn der Schlaf im Flieger war kurz und das Essen ist längst verdaut.

 

Tutaonana baadaye (bis bald).

Jambo!
In weniger als einer Woche geht es für uns ins unbekannte Kenia. Am Dienstagmorgen werden wir am „Jomo Kenyatta“-Flughafen in Nairobi landen. Wir, das sind Katharina, Maike, Jan-Hendrik und Jan.
Geschockt hat uns alle der Brand am Flughafen am letzten Dienstag. Dabei wurden große Teile der Gebäude zerstört, unter anderem der Teil für die internationalen Verbindungen. Doch mittlerweile hat sich Gott sei Dank herausgestellt, dass unser Flug wie geplant stattfinden wird. Die Flughafenmitarbeiter haben provisorische Zelte errichtet. Wir hoffen, dass alles reibungslos klappt. Die aktuellen Infos finden sich auf der Internetseite des Flughafens: https://www.kaa.go.ke/media/press-releases/383-jkia-information-page
Nun stecken wir mitten in den Reisevorbereitungen. Wir haben schon viele Gastgeschenke besorgt – unter anderem kiloweise Haribo und andere Süßigkeiten. Die vielen Impfungen haben wir glücklicherweise alle hinter uns, Kenianische Schillinge sind bestellt und die Aufregung steigt! So langsam kann es losgehen. Trotz monatelanger Vorbereitung wissen wir noch nicht genau, was auf uns zukommt, denn uns erwartet eine völlig fremde Kultur. Dennoch freuen wir uns auf das Abenteuer Kenia!
Kwa heri,
Katharina, Maike, Jan-Hendrik & Jan