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Die Euphorie, Begeisterung und Freude der Südafrikaner auf das Spiel der Bafana Bafana gegen Uruguay war ungebrochen. 25.000 Besucher versammelten sich auf dem Fanfest im Herzen Kapstadts, um den ersten WM-Sieg Südafrikas im eigenen Land zu feiern. Zwischen trötenden oder geschwenkten Vuvuzelas und der vielfarbigen Nationalfahne der Regenbogennation feierten Südafrikaner gemeinsam mit Touristen auf den Anpfiff der Partie hin.
Selbstbewusst und optimistisch gaben sich die südafrikanischen Fans vor dem Spiel: „Wir gewinnen 2:0“ war der meistgehörte Tipp. Dass am Ende alles anders kam, konnte da noch niemand vorhersehen. Nach dem Spiel war es dann entschieden: die 0:3-Niederlage Südafrikas wiegt schwer auf den Hoffnungen aller Afrikaner. Denn egal ob Südafrika, Ghana, Algerien oder die Elfenbeinküste, all diese Länder spielen für den gesamten Kontinent, nicht nur für ihre eigenen Nationen.
So hoffen ein ganzes Land und ein ganzer Kontinent auf einen Sieg Südafrikas gegen Frankreich. Nur so kann die Chance auf den Einzug in das Achtelfinale bewahrt werden. Eine erneute Niederlage Südafrikas und somit das frühe Ausscheiden aus dem Turnier würde einen großen Verlust bedeuten. Nämlich die ausgelassen Freude der Südafrikaner über ihre „Jungs“, ihrer „Bafana Bafana“. Wer diese Freude einmal erlebt hat, der bedauert ein viel zu frühes Ausscheiden Südafrikas.

Angekommen in Kapstadt hat sich das Wetter von regnerisch zu sonnig gewandelt. Doch meine ersten Eindruecke vom Volunteerin in Kapstadt sind bisher gemischt. Die Stimmung unter den meisten Volunteer ist gut, jedoch haengt die Organisation, meinen bisherigen Turniererfahrungen nach, etwas hinterher. Ich bin mal gespannt wie die Spieltage im Green Point Stadium ablaufen werden. Die viel diskutierte Sicherheitslage in Suedafrika erweist sich bisher als nicht so schlimm, wie die deutsche Presse sie macht. Aber man sollte das Turnier nicht vor dem Finale loben, oder so aehnlich.
Mehr gibt es bald. Meine erste "Stelle" ist das Media-Ticketing, also Fotografen mit SAD’s und aehnlichem zu versorgen. Mit diesen SAD’s koennen Fotografen den Fotograben betreten und das Spiel abfotografieren. Danach werden die Jobs in Rotation vergeben. Zumindest ist das der Stand, den ich erfahren habe. Das kann sich alles aber noch aendern 🙂

Als sei der erste Flug nicht schon lang genug gewesen, war ich noch mehrere Stunden auf dem Flug von Dubai nach Kapstadt im Flieger "eingequetscht". Naja, aber ich habes geschafft und bin nun seit einigen Stunden in Cape Town. Die Wetterlage? 14 Grad, Regen und ab 17h fiese Dunkelheit. Zumindest was das Wetter betrifft ist Deutschland momentan die bessere Wahl. Morgen geht es dann zur Akkreditierung ins Green Point Stadium.

Erste Etappe: Amsterdam – Dubai.

Nun ist es soweit. Ich starte Richtung Kapstadt, um dort die WM als Volunteer erleben zu können. Doch meine Reise dorthin ist zwei geteilt und die erste Hälfte habe ich nun schon hinter mir: Die Strecke Amsterdam – Dubai.

Schon im Anflug ist der Burj Kalif zu sehen, der es aus dem Flugzeug aber nur auf Fingernagelgröße bringt. Das ist also das größte Gebäude der Welt. Soso.
Vom Landeanflug bis zum Betreten der Duty-Free-Area im Flughafen dauert es 15 Minuten und wenige Schritte. Schnell ist klar, dass man sich in einem der größten Konsumtempel der Welt befindet. Der Wartebereich ist eine riesige Shopping-Mall, in der alles zu kaufen ist. Für jeden Preis der Welt. Und es wird gekauft und gekauft und gekauft. Trotz anstehender Flugreise schleppen zahlreiche Menschen aus der ganzen Welt prallgefüllte Einkaufstüten mit sich. Konsumieren, koste es was es wolle. Parallel dazu sind zahlreiche globale Nomaden im und am Flughafen zu finden. Sie sind Gastarbeiter, vor allem aus Indien, die die Arbeiten auf dem Rollfeld oder den Putzdienst in den Wartehallen übernehmen. Das Schicksal dieser Leute, die fern ihrer Heimat in Dubai arbeiten, um ihre zurückgelassenen Familien mit dem nötigen Einkommen zu versorgen, ist mittlerweile bekannt. Der Reichtum und der Konsum müssen sich ja auf einige Schultern verteilen. Dubai, ein Zentrum der Globalisierung.