Alle Beiträge dieses Autors

Hallo liebe Leser!
Ein letzter Block von meinen Erlebnissen in Australien und zwar von meiner Woche in Cairns. Es war super! Das möchte ich schon einmal vorweg nehmen! Als ich Montagnacht von Perth nach Cairns geflogen bin, lernte ich am Flughafen schon Rouven und Kai kennen, zwei Deutsche, die wie ich raushören konnte, genauso unorganisiert waren wie ich! Da dachte ich mir: mit denen freundest du dich doch gleich mal an, die sind mir sympathisch! In Cairns angekommen, musste mir Rouven auch gleich das Geld für den Shuttlebus in die Stadt vorstrecken, weil ich keinen Cent Bargeld in der Tasche hatte und die Karte nahmen sie nicht. Wir hatten halb fünf in der Früh und sogar Mecces machte erst um 5 Uhr auf! Gut, dass wir da dann wenigstens freies Internet hatten, so konnten wir nach den günstigsten Hostels suchen. Nach drei Stunden rumgammeln, machten wir uns auf den Weg um bei einem Hostel an der Promenade einzuchecken, weil das eigentlich so ziemlich die beste Lage ist.. Man ist schnell in der Stadtcenter, fast direkt am Wasser und nicht weit von den Anlegestellen. Tja, einchecken konnten wir aber erst ab 13.00 Uhr, also konnten wir nur unser Gepäck verstauen, und chillten und noch einmal in den TV- Raum um dort ein wenig Schlaf vom Flug nachzuholen, weil mehr war mit uns auch nicht anzufangen. Mittags haben wir uns dann schon mal ein bisschen die Stadt angeguckt, aber in Cairns gibt es auch nicht soviel zu sehen wie in den anderen Städten! Cairns ist so ein bisschen das australische Malle. Noch mehr Deutsche als irgendwo anders und eigentlich wird jeden Tag gefeiert! 😉 Den ersten Abend haben wir uns auch sofort wieder nen Beutel Goon gekauft und haben uns gemütlich einen im Hostel getrunken und uns über Gott und die Welt unterhalten. Die Woche fing schon gut an dachte ich mir. Im Hostel selber lernten wir noch viele andere Leute kennen, auch wieder viele Deutsche, unter anderem die Christin, mit der Rouven und ich am nächsten Tag die Cape Tribulation Tour buchten mit einer Übernachtung in Port Douglas, weil meine Gastmutter meinte, dass ich mir das unbedingt mal angucken solle, weil der Ort so schön wäre.
Danach klapperten wir sämtliche Souvenir- Läden ab, die wir nur finden konnten und davon gibt es so einige in Cairns. Insgesamt ist nicht soviel passiert in Cairns, weil wir wirklich sehr viel rumgegammelt haben, aber ich dachte mir, das darf zum guten Schluss auch mal sein. Zwei Daytrips hatte ich geplant und die peppten meinen Aufenthalt noch mal auf. Als erstes ging es dann mit Rouven und Christin nach Cape Tribulation, wo wir wilde Krokodile gesehen haben und auch noch mal soo einiges über die Pflanzenwelt in Australien lernten. Abends gingen wir dann noch mal in Port Douglas raus, wo gerade an dem Wochenende ein Carnival stattfand, aber ich muss ja sagen, mit Deutschland können die da aber nicht mithalten. 😉 Am nächsten Tag lagen wir am Pool und spazierten den 4 Mile Beach entlang um nicht ganz so faul zu wirken ;). Da hatten wir dann schon Samstag und mir blieb nur noch ein Tag um meinen Daytrip zu machen, auf den ich mich schon die ganze Zeit gefreut hatte und was eines meiner größten Ziele war, das ich mir für Australien vorgenommen hatte. Schnorcheln gehen im Great Barrier Reef! Bei diesem Trip hatte ich auch noch mal einen Intro- Dive dabei, d. h. dass ich einen Tauchgang von ca. 10- 15 min dabei hatte, um mal das Gefühl zu bekommen, wie es ist tiefer im Wasser auf Entdeckungstour zu gehen. Das war der helle Wahnsinn. Ersteinmal hatte ich ja Angst wieder Seekrank zu werden, aber diesmal hatte ich Glück und dann ging es auch sofort mit der schweren Sauerstoffflasche unter Wasser. Zuerst bekam ich doch ein wenig Panik, weil unsere Anleiter etwas hektisch wurden, damit wir zügig ins Wasser kamen, aber als ich dann im Wasser war und ich auch überhaupt keine Probleme hatte zu atmen und genügend Luft bekam, machte es mir richtig Spass und war fast schon ein bisschen traurig, dass es so schnell wieder vorbei war. Aber danach konnte ich noch Schnorcheln gehen und selber ein bisschen auf Entdeckungstour gehen. Da habe ich dann Nemo entdeckt und sogar die Schildkröte, die auch genauso aussah wie im Film. Das war echt beeindruckend, obwohl ich es mir etwas farbenfroher vorgestellt hätte. Ich hatte eine Einmal-Unterwasserkamera mit und die Bilder sind sogar gar nicht soo schlecht geworden. Abends war ich echt müde, aber zum Abschluss haben wir uns noch mal schön einen getrunken zusammen im Hostel. Ich muss sagen in Cairns hatte ich das erste Mal das Gefühl, länger in Australien und vor allem in Cairns bleiben zu wollen. Ich habe zwar überall so nette Menschen getroffen, aber keine bis auf meine Au Pair Mädels aus Brisbane sind mir doch schon soweit ans Herz gewachsen, wie die Leute in Cairns.
Allerdings habe ich mich auch schon wieder riesig auf meine Kiddis und meine Gastfamilie gefreut und wieder in Brisbane angekommen, hab ich mich fast schon erschrocken, wie sich meine Kiddis verändert hatten. Toby redete und redete und redete und Lucy zog sich an allem und jeden hoch und ist in diesen knapp drei Wochen auch ganz schön gewachsen. Die allerletzten zwei Tage in Australien ohne zu wissen, ob und wann ich einmal wiederkomme und auf einmal bekam ich schon ein komisches Gefühl wieder nach Hause zu kommen!
Aber alles ganz unbegründet, denn zu Hause erwartete mich meine Familie und meine Freunde, die einen kleinen gemütlichen Sit- in bei mir zu Hause organisiert hatten und die mir wieder zeigten, warum ich mich die ganze Zeit so auf zu Hause gefreut habe. Der Möhnesee ist doch schon eine wundervolle Gegend. Ich muss sagen, auch wenn ich das ganze Jahr total klasse fand und dankbar bin für all die wertvollen Erfahrungen, die ich mitnehmen durfte, bin ich froh wieder zu Hause zu sein und fühle mich hier im Moment auch immer noch pudelwohl!
Aber ich habe auch schon wieder Pläne geschmiedet mit einer Freundin in ungefähr 5 Jahren noch mal nach Australien zu fliegen. Mal gucken was daraus wird.
Hiermit verabschiede ich mich also, denn dieses war der letzte Blog.
Ich kann nur allen die mich fragen sagen: Seht zu, dass ihr ins Ausland geht, eigentlich egal wie lange und wohin, aber diese Erfahrungen prägen einen ungemein und machen auch verdammt viel Spass.

Viele viele liebe Grüße vom schönen Möhnesee
Helena

P.S.: Dieser Blog hat solange gedauert, weil ich seitdem ich wieder hier bin, nur unterwegs bin und eher selten zu Hause. Schützenfest und so ne? 😉

Hallo liebe Leser!

Meine zweite Destination war Perth auf meiner Reise und ich bin wiedermal ungeplant und ungebucht am Mittwoch nach Perth geflogen, was tatsächlich drei Stunden gedauert hat, das hätte ich ja gar nicht gedacht. Aber die Australier haben immer Recht, wenn sie sagen, dass sich die Leute die Entfernungen überhaupt nicht einschätzen können in Australien. Was Entfernungen sind hab ich in meinem Perthaufenthalt auf jeden Fall kennen gelernt. An dem Mittwoch, als ich gelandet bin, hab ich im Bus in die Stadt zwei Mädels aus Österreich kennengelernt, die mir ein Hostel empfohlen, dass echt gut sein solle, wo es Pancakes for free zum Frühstück geben solle und wo sie sich bei ihrem letztem Aufenthalt echt wohl gefühlt hätten. Da dachte ich mir, gut, dann brauch ich ja nicht lange suchen, weil die Hostels hier alle so ungefähr den gleichen Preis haben. Ich also dahin, kam darein und fragte an der Rezeption, ob sie noch ein Bett für eine Nacht frei hätten. Der Typ sah etwas verwirrt aus und stotterte sich auch ein bisschen einen zurecht und es hakte auch ein bisschen bei Einchecken, was mir schon so ein bisschen komisch vorkam, aber nun gut er zeigte mir dann auch bald mein Zimmer. Als ich darein kam traf mich fast der Schlag. Ich wusste nicht wo ich stehen sollte geschweige denn wo ich meine Taschen hin packen sollte und mein Bett konnte ich auch nicht erkennen, weil überall Klamotten herumlagen und Sachen rumstanden. Er zeigte mir dann einfach ein Bett und das bezog ich mir dann. Ich war froh, dass ich nur eine Nacht gebucht hatte und als ich mir die Küche und das Bad ansah, wusste ich auch, dass ich auf keinen Fall länger bleiben würde. Das war echt ekelig. Mir wurde zwar von anderen Hostelbewohnern mitgeteilt, dass es auch Schlimmere geben würde, aber das konnte ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Naja, ich wollte mir eh erstmal die Stadt angucken und ging dann erstmal los. Da es dann auch schon recht spät am Nachmittag war, fingen die Läden schon an zu schließen und viel gab es nicht mehr zu sehen. Ich ging nur durch die beiden Fußgängerzonen um mir einen ersten Eindruck zu verschaffen. Zurück in meiner Kaschemmel angekommen, quatsche ich nur noch mit den deutschen Mädels von unserem Zimmer und ging auch früh zu Bett. Am nächsten Morgen, nahm ich nur schnell die Pancakes for free mit, checkte aus und machte mich dann auf den Weg um die Stadt noch mal genauer zu sehen und um als aller erstes natürlich erstmal einen Plan zu machen. Ich ging ins Visitor Centre und checkte einige Flyer und Broschüren um, wenn Michelle, die ich in Adelaide kennengelernt hatte, abzusprechen, wie lange wir ein Auto mieten wollen würden und wo wir genau hinfahren würden. Das hatten wir uns nämlich schon in Adelaide überlegt. Danach schaute ich mir den Bell Tower an, das größte Musikinstrument der Welt und dort konnte ich einige gute Fotos von dem Bell Tower selbst, aber auch von der Skyline von Perth machen. Dort direkt am Wasser, arbeitete eine von den deutschen Mädels von meinem Zimmer und sie hatte mir einen Kaffee versprochen, wenn ich sie besuchen würde. Also konnte ich dort ein bisschen in der Sonne sitzen und die schöne Aussicht auf den Swan River genießen. Ich wollte aber auch bald schon wieder los, weil ich ja eigentlich nur diesen einen Tag in der Stadt hatte und noch ein bisschen was sehen wollte. Also ging ich ins Western Australia Museum, ja ich bin total zum Museumsgänger geworden, wo ich mich ein bisschen umgeschaut habe und mir anschließend noch die ACDC- Austellung anguckte, die hier zur Zeit ist. Später nahm ich den kostenlosen Bus ( blue Cat) und fuhr zum Kings Park, wo ich erst ganz weit laufen musste um die vielen Treppen zu erreichen, die ich dann auch noch hoch musste. Aber als ich oben war, wurde ich mit einer wunderschönen Aussicht auf die Stadt, den Bell Tower, den Fluss und die Umgebung belohnt. Das war echt wunderschön. Perth hatte mich bis dahin noch nicht zu sehr überzeugt, aber der Blick von da oben, war echt toll. Da oben war dann auch noch ein Anzac- Denkmal, so wie man es ganz häufig vorfindet in Australien zum Gedenken an die gefallenen Soldaten im 2. Weltkrieg. Von da aus machte ich mich auf der anderen Seite wieder auf den Rückweg in die Stadt, wo ich nur zurück zum Hostel ging um meine Sachen zu holen und um mich dann mit Michelle zu treffen um in einem neuen Hostel einzuchecken. Wieder mal nichts vorher gebucht, betraten wir einfach das Hostel und fragten, ob sie noch zwei Betten für uns frei hätten. Alles kein Problem in einem 10er- Zimmer war noch was frei. Ja als wir das Zimmer betraten, kam uns ein strenger Männerdeo- Geruch entgegen und als wir uns so die Taschen und Klamotten ansahen, stellten wir fest, dass wir auf einem reinen Männerzimmer gelandet waren. Naja… , war ja wieder nur für eine Nacht. Abends kochten wir dann nur schnell und wollten dann im Internet ein Auto für den nächsten Tag buchen. Das war aber alles gar nicht so einfach und erreichen konnten wir zu der Uhrzeit auch keinen mehr um zu fragen, ob das auch alles so stimmt, was im Internet steht. Wir vershoben, das ganze dann auf den nächsten Morgen, riefen eine Nummer an, ließen uns die Adresse geben und fuhren zu dem Auto- Verleih um uns ein Auto abzuholen. Da Michelle 21 war bekamen wir wenigstens auch nen Auto. Unter 21 hat man eigentlich keine Chance, es sei denn ist Australier. Das heißt offiziell durfte ich das Auto auch gar nicht fahren, wie gesagt, offiziell. Wir bekamen unser kleines süßes orangenes Auto, ne kleine Knutschkugel und fuhren runter nach Fremantle unser erstes Ziel. Wir hatten uns so überlegt bis nach Albany so ein bisschen an der Küste entlang zu fahren, mehr oder weniger, mit vielen Stopps dazwischen um uns was anzugucken und von Albany wieder direkt nach Perth zurück zu fahren. Für alle die das jetzt auf der Karte angucken und denken es sieht nicht weit aus: Es ist weit!!! Alleine von Albany direkt nach Perth sind es über 400km. Aber erstmal ging es nach Fremantle und das ist nur 20km von Perth entfernt, also ein guter Einstieg in unsere dreitägige Autotour. In Fremantle sind wir als erstes ins Visitor Centre, haben uns ne Karte geholt und uns die Highlights einzeichnen lassen. Wir haben uns dann das Round House, die markets und das Gefängnis angeguckt. Fremantle erinnerte mich so ein bisschen an Byron Bay auch wenn es ganz anders aussah, aber es war trotzdem auch klein und süß und hatte ganz viele kleine Läden in der Einkaufsstraße. Danach ging es weiter nach Bunbury, wo wir übernachten wollten. Die Fahrt dauerte ca. zwei Stunden darunter und auf dem Weg versuchten wir schonmal ein Hostel zu buchen. Die sagten uns leider, dass alles Hostels voll wären, weil ein Konzert in der Stadt wäre, dass wir natürlich nicht wussten. Wir hatten uns schon damit abgefunden im Auto zu pennen, für eine Nacht ja kein Problem. Wir hatten ja bis jetzt nur komische Nächte in Perth. Wir wollten allerdings nicht ganz so wild parken, weil die Polizei herum fährt und kontrolliert und man richtig dick Strafe zahlen muss, wenn man erwischt wird. Wir suchten einen Campingplatz und bekamen da einen Abstellplatz und Dusche/WC dabei. Mehr brauchten wir eigentlich auch gar nicht. Eine Küche fanden wir auch vor und auf dem BBQ machten wir unser Fleisch fertig. Am nächsten Morgen gingen wir dann wieder als erstes ins Visitor Centre und holten uns wieder eine Karte mit den eingezeichneten Highlights dadrauf. Als erstes ging es zum Dolphin Discovery Centre, wo man wilde Delfine am Strand sehen konnte, wenn sie denn so nah kamen. Leider haben wir keine gesehen. Danach ging es zu einem Panorama Lookout, wo wir über ganz Bunbury drüber gucken konnte, ja gut, Bunbury ist jetzt auch nicht so groß, obwohl es angeblich die zweitgrößte Stadt in Western Australia sein soll. Danach hieß es auch schon wieder ab ins Auto und auf den Freeway weiter zu einem schönen Platz, wo man direkt aufs Meer gucken konnte: Cape Naturaliste . Dort machten wir einen kleinen Walk und schauten uns auch noch den Sugarloaf Rock an. Weiter ging es nach Magaret River, eine der schönsten Weinregionen in WA, wo wir uns allerdings eher die Strände anguckten, die spätnachmittags in ein schönes Sonnenuntergangslicht getaucht wurden. Von Bunbury nach Magaret River ist auch auch noch mal eine Stunde Fahrt, allerdings wollten wir noch ein ganzes Stück weiter und in Walpole schlafen, damit wir am nächsten Tag nicht so weit bis nach Albany fahren mussten. Auf diesem Weg, wo ich wiedermal am fahren war, passierten viele unglaubliche Sachen, wo wir auch einfach nur eine Schweineglück hatten. Kurz vor Pemberton wurden wir von der Polizei angehalten und ich musste pusten und mein internationaler Führerschein wurde gecheckt. Eigentlich kein Grund zur Panik, aber ich durfte das Auto ja eigentlich gar nicht fahren und wir hatten ein bisschen Angst, dass die Fahrzeugpapiere gecheckt werden oder sowas. Ich wollte noch schnell die Plätze tauschen, weil es eh schon dunkel war und die Polizisten noch andere Fahrer am checken waren, aber da stand schon einer an meiner Fahrertür und begrüßte uns ganz freundlich. Ich wäre fast gestorben. Es schoß mir soviel Adrenalin ins Blut, dass meine Hände so zitterten und man mir eigentlich schon von meinem Gesicht ablesen konnte, dass ich eigentlich nicht am Steuer sitzen sollte. Aber der Polizist war sehr nett, alles war im grünen Bereich und gab uns sogar noch ein paar Tipps, was wir uns angucken sollten, auf unserem Weg nach Albany. Nach ein paar mal tief durchatmen, ging es weiter und keine halbe Stunde später, als wir auf einer Straße waren, die durch einen Wald führte, sahen wir ein Känguru auf der Straße. Ich bremste ab, aber das Vieh bewegte sich keinen Meter, also wollte ich drumherum fahren, weil ich dachte, dass es dann nach links in den Wald springt, ja von wegen. Es sprang direkt auf die andere Fahrbahn, wo ich war zum Ausweichen und und ich bremste wieder und berührte das Känguru aber noch, das drehte sich einmal und sprang weiter in den Wald. Ich blieb voller Schock stehen, Adrenalin schoss wieder voll ins Blut und ich musste meine Schnappatmung erstmal wieder in den Griff bekommen. Dem Känguru ging es gut, es war nicht verletzt und es sprang auch noch ganz normal, soviel konnten wir sehen, aber ich hatte Angst, dass was am Auto war. Wir fuhren aber erstmal weiter und mussten das erstmal verdauen und uns fragen, ob das gerade wirklich passiert war. Es stand aber auch einfach da und bewegte sich nicht vom Fleck und als ich es umfahren wollte, sprang es mir voll in den Weg. Das hat es bestimmt extra gemacht… Als wenn das nicht schon Aufregung genug, nach so einem langen Tag war lief keine zehn Minuten später ein Opossum über die Straße und ich hörte Michelle nur „Stopp“ rufen, realisierte das aber gar nicht und sah auch das Opossum viel zu spät. Dieses lief mir natürlich auch mitten in die Fahrbahn und es sagte nur zweimal Bumm Bumm auf der rechten Seite und das Opossum erreichte nicht mehr die andere Straßenseite. Auch da sind wir einfach weitergefahren. Ich meinte zu Michelle ob sie das Tier noch quietschen gehört hätte und sie guckt mich nur mit ganz großen Augen an und meinte nur: „ Ich wollte gerade sagen, wie süß das aussah!“. Das war dann der dritte Streich und wir wollten einfach nur noch in unserem Hostel ankommen, was dann auch ohne weitere Zwischenfälle klappte.

Am nächsten Morgen ging es wieder früh los, weil wir ja noch weiter bis nach Albany wollten und wir starteten unsere Tour mit einem kleinen Walk durch einen Wald zum Giant Tingle Tree, der ganz lustig aussah und eine ganz außergewöhnliche Form hat. Aber von diesen Bäumen gibt es recht viele in Australien. Weiter ging es zum Tree Top Walk, wo wir über ein Gerüst, teilweise 40 Meter über der Erde wanderten und uns die Baumkronen angucken konnten! Auch hier fanden wir verschieden geformte Bäume, bei denen wir wieder schöne Fotos machen konnten. Unser nächstes Ziel war Denmark, den Ort schauten wir uns an, weil der Polizist meinte, dass es dort echt schön wäre. Auf dem Weg dorthin, lief uns ein Emu über den Weg, aber diesmal konnten wir wenigstens rechtzeitig reagieren und fuhren schön langsam und gaben dem Emu die Zeit, wieder in den Wald zu sprintenl. In Denkmark, wir wieder ins Visitor Centre rein, Karte geholt, Highlights abgeklappert. Es war ganz nett und wir hatten auch eine schöne Aussicht auf einen Strand, aber das wars dann auch schon. Endlich in Albany angekommen, hatten wir mehrere Highlights, die wir uns alle im Crash- Kurs ansehen mussten, damit wir nicht allzu spät nach Perth kamen. Als erstes fuhren wir einen kleinen Berg hoch, wo wir einen Panorama- Ausblick über ganz Albany, den Hafen und das Meer hatten. Das war echt schön, man konnte in jede Richtung schauen und sah trotzdem immer was anderes. Hier schnell Fotos aufgenommen ging es dann die Hauptstraße entlang, zum Dog Rock, der wie ein Hundekopf aussah. Das Entertainment Centre, welches ein ganz kleines bisschen an das Opera House erinnerte, mit ganz viel Phantasie, konnte man als Wahrzeichen von Albany verstehen. Der Anzac Peace Park, hatte es uns ein bisschen angetan, weil es sich schon irgendwie lustig anhörte mit dem Peace inner Mitte, aber wenn man es übersetzte, war es gar nicht mehr so lustig. Dieser Park war auch in Gedenken an die Soldaten vom 2. Weltkrieg angelegt worden. Albany ist echt ganz nett und dafür dass es eigentlich nur ein größeres Dörfchen ist recht gemütlich. Danach hieß es dann auf nach Hause, viereinhalb Stunden nach Perth zurück. In diese drei Tage hatten wir schon verdammt viel reingequetscht, aber das war noch nicht alles, denn am nächsten Tag wollten wir noch 200 km in den Norden fahren um uns die Pinnacles (Pinnekels ausgesprochen) anzugucken. Das taten wir dann auch und auf ging es wieder, ab ins Auto und los. Auf dem Weg zu den Pinnacles fuhren wir durch eine wirklich wunderschöne Landschaft, die sich auch immer wieder veränderte und wir hatten teilweise sogar Ausblick aufs Meer und auf Sanddünen. Die Pinnacles sind Steine, die aus der Erde kommen und eigentlich gar nicht so interessant, aber man glaubt gar nicht von was man sich als Tourist alles begeistern lässt. Man ist sich nicht ganz sicher wie diese Steine entstanden sind, aber man hat einfach mal eine Touristenattraktion daraus gemacht. Eine ganze Wüste voller Pinnacles, man sah weit und breit nichts anderes. Erst machten wir einen kleinen Walk und nachher fuhren wir auch nochmal mit dem Auto durch. Danach ging es wieder zurück nach Perth.

Ich hätte auch noch gerne den Wave Rock gesehen, der wie eine Welle aussieht, aber der ist ca. viereinhalb Stunden Inland und dafür hatten wir leider keine Zeit mehr. Aber ich denke, dafür, dass ich nur 5 Tage hatte hab ich doch recht viel gesehen von Westaustralien. Montagnacht bin ich dann nach Cairns geflogen und bin jetzt gespannt, was mir meine letzte Woche in Australien so bringt. Ihr werdet von mir hören und wie gesagt, über Kommentare würde ich mich echt freuen.

Viele liebe Grüße aus Perth, Albany und den Pinnacles.

G´day mates!

Meine Au Pair Zeit ist vorüber und jetzt bin ich auf Reisen, bevor es dann endgültig heißt: Bye bye Australia! Knapp drei Wochen habe ich um mir Australien noch einmal genauer angucken und ein paar Städte zu besuchen! Mein erstes Ziel hieß Adelaide und so ungeplant wie auf dieser doch recht großen Reisen war ich noch nie! Aber was solls, dachte ich mir, das wird schon. Ich bin also am Mittwoch, den 4. Mai nach Adelaide geflogen, hatte weder ein Hostel gebucht, noch eine Tour. Ich landete und wusste gerade mal wie ich günstig mit einem öffentlichen Bus in die Stadt komme um keinen Shuttlebus bezahlen zu müssen! Das Einzige was ich organisiert hatte, war ein Anruf, den ich den Abend vorher getätigt hatte um in einem Hostel zu fragen, ob die möglicherweise am nächsten Tag ein freies Bett hätten.

Das erste was mir in Adelaide auffiel, war das Wetter! Es war rattenkalt. Die letzten Tage in Brisbane waren sogar wieder etwas schwül, auch wenn die Temperaturen wieder sehr angenehm winterlich wurden, aber in Adelaide merkte ich dann den klimatischen Unterschied! Durschnittlich um die 16° Grad, das wars. Ich hatte eine ganze Jeans eingepackt und nur eine Sweatshirtjacke plus eine Fleecejacke. Das war das erste mal das ich durchgängig eine Woche gefroren hab in Australien. Man solls nicht glauben. Ich weiss noch gar nicht genau, wie das werden soll, wenn ich wieder zurück in Deutschland bin. 😉 Naja…

Ich also zum Hostel und da ich aber auch noch nicht genau wusste, ob und was fuer Touren ich machen wollte, habe ich erstmal nur für drei Nächte gebucht. In meinen endlich gebuchten Zimmer angekommen, dachte ich ich steh im Wald. Das Zimmer sah aus wie Sau und ich dachte schon: Super, die machen hier nicht sauber! Aber da täuschte ich mich anscheinend, denn als ich nachmittags wiederkam, war es alles aufgeräumt und sauber! Das waren anscheinend nur die Vorgängerinnen, die son Müll hinterlassen hatten.

Nach dem Einchecken machte ich mich auf dem Weg zum Informationszentrum um mir Flyer fuer Tagestouren zu holen und weitere Ideen, was man denn sonst noch so machen kann. Außerdem bekam ich so schon einen ersten Eindruck der Stadt. Adelaide ist auch recht praktisch, schachbrettförmig angelegt und vom meinem Hostel musste ich keine zehn Minuten laufen, da war ich auch schon in der Rundle Mall, die Fußgängerzone der Stadt. Nachdem ich endlich so ein paar Ideen hatte ging ich noch ins PeterPans, ein Reise- und Tourenbüro um mir gute Angebote zu holen. Dort buchte ich auch gleich meine zweitägige Tour nach Kangaroo Island. Mit dabei bekam drei zusätzlich günstige Nächte im Hostel nach meiner Tour. Das Wochenende war also geplant und die einzelnen Tage auch. Mittwoch hatte ich erstmal nur einen Plan gemacht und mir die Stadt zu Fuß und per Bus angeguckt. Donnerstag bin ich nach Hahndorf gefahren, eine „deutsche“ Stadt, ein bisschen außerhalb von Adelaide, in der man Wein probieren konnte, und deutsche Spezialitäten kaufen konnte, wie z. B.: Sauerkraut und Gewürzgurken in 5kg Dosen, Haribo und Rittersport ganz echt aus Deutschland, Knödel halb und halb von Pfanni, Wenner Nougatwaffeln, sogar Tortenguss und Sahnefest und noch vieles vieles mehr. Als ich den Laden betratt fing mein Herz an zu leuchten und ich bekam mein Grinsen überhaupt nicht mehr vom aus meinem Gesicht. Man konnte sogar Warsteiner Biergläser kaufen. Leider durfte ich keine Fotos machen, aber die Dosen hab ich von außen fotografiert! 😉 Marzipan war so teuer, das galt schon fast als Delikatesse. Es gab dort auch ein Restaurant, wo man richtig Schweinehaxen essen konnte, Brezel und natürlich deutsches Bier! Eine Mitarbeiterin, die gerade draußen stand erzählte mir, dass das „Maibock“ gerade ganz frisch eingetroffen sei! Die war ganz aufgeregt darüber. Hahndorf ist ein kleines Dorf mit einer ganz langen Hauptstraße und ganz vielen kleinen Lädchen, richtig süß. Ich schlenderte so durch den Ort und schaute mir alles genau an. In einem Laden konnte man Kuckucksuhren kaufen und über Lautsprecher konnte man Blasmusik spielen hören. Es lief sogar gerade als ich da drin war ein bekannter Marsch, leider weiß ich grad nicht mehr wie der hieß. Aber da musste ich auch grinsen, weil ich mich doch schon wieder sehr auf die Blasmusikzeit freue! :D. Als ich weiter die Hauptstrasse entlang lief, wehte mir richtig die Herbstluft um die Ohren und den Bäumen sah man es auch richtig an, dass es Herbst war. Mehr so das Herbst- Wetter was ich auch von zu Hause kenne, nicht so wie in Brisbane, wo es einfach mal dauerwarm ist! 😉 Nicht das ich es nicht mögen würde, das brisbanische Wetter! 😉

Der Witz des Tages war eigentlich, dass ich mir zu Mittag einen Meatpie (typisch australisch) gegessen hab, anstatt mir etwas aus deutscher Küche zu gönnen! Sehr schmunzeln musste ich auch über das Ehepaar, das vor einem Café saß, sie ein Glas Wein, er eine Flasche Bier: Öttinger! Und er dachte wahrscheinlich er gönnt sich ein gutes, edles deutsches Bier! 😀 ein

Zurück im Hostel angekommen, hatte eine andere Backpackerin bei uns im Zimmer eingecheckt, die mich gleich dazu einlud mit ihr und nen paar Freuden abends rauszugehen und der Einladung folgte ich natürlich gerne. Wir waren eine recht große Gruppe, besuchten ein paar Pubs, tranken ein paar Bierchen und hatten sichtlich Spass. Das Englisch- Reden wurde mit Bier zu Bier leichter und schon bald fror ich auch nicht mehr so doll! Als ich zum Hostel zurück kehrte, war die Tür geschlossen und die Rollladen unten. Ich hatte nen Schlüssel von meinen Zimmer und versuchte den in alle möglichen Schlüssellöcher zu stecken ohne Erfolg. Ich konnte mich nicht daran erinnern, dass mir jemand gesagt hatte, wie ich reinkommen würde, wenn die Tür zu ist, also dachte ich, Fuchs wie ich war mit meinen paar Bierchen auffem Kessel ich könnte ja durch mein Fenster klettern, weil ich im Erdgeschoss schlief! Jaa ich hatte natürlich nicht an das Gitter gedacht, was sich davor befand! Also ging ich zum Küchenfenster um zu gucken, ob noch jemand wach war und ich fand den Cleaning- Boy. Ich klopfte an das Fenster und brüllte (weil da ja ein Fenster zwischen uns war) den Cleaning- Boy an und fragte ihn wie ich den rein kommen würde und er antwortete ganz normal, dass er mir die Tür öffnen würde! Uupps, da war wohl nur ein Gitter zwischen uns, denn ich verstand den Cleaning- Boy auch in normaler Lautstärke wunderbar! Er öffnete die Tür und entschuldigte sich bei mir, dass man mir keinen Pin gegeben hätte, obwohl es überhaupt nicht seine Schuld war! Ich war nur froh, dass ich jemanden gefunden hatte, der mich rein lassen konnte, sonst hätte ich wohl noch ein bisschen draußen warten müssen. Er gab mir dann einen Pin und ich fiel tot ins Bett.

Von dem Abend hatte ich auch noch den ganzen nächsten Tag was und so richtig kam ich irgendwie nicht in den Gang! Meine Ernährung trug auch nicht wirklich dazu bei den Ausnüchterungsvorgang zu beschleunigen. Ein Pancake- Frühstück bei Mecces, weil ich doch unbedingt die kleinen Vegemite- Tuben als Probe mit nach Hause bringen wollte, die ich dort noch nicht mal bekam und einen Besuch in einer Schokoladen- Fabrik! Super! Aber ich meisterte den Tag doch ganz gut und die Schoki schmeckte sogar ganz gut! Ist ja auch nach geheimen Lindt-Rezpten gemacht, wie wir auf der Tour erfuhren. Der Besitzer der Haigh’s Schoko- Fabrik hat nämlich bei der Lindt- Familie gelernt und ihnen im Gegenzug Englisch beigebracht.

Am Wochenende ging es dann nach Kangaroo Island für zwei Tage. Das war wiedermal wahnsinnig schön und obwohl die Tour auch Sauteuer war, bin ich froh, dass ich sie gemacht habe. Schöne Aussichten, wilde australische Tiere wie Koalas, Kangaroos und sogar ein Echidna, welches unser lustiger Tourguide extra für uns gefangen hatte! Er stoppte den Bus, sprang heraus und schmieß sich in den Busch um schnell genug zu sein! Wir hatten einen wunderschönen Sonnenunterg an der Admirals Arch, wo wir auch neuseeländische Seehunde beobachten konnten. Vorher hatten wir noch das Highlight unserer Tour besucht, die remarkable rocks! Die waren landschaftlich wiedermal einfach nur der Hammer und erinnerten mich ein bisschen an die Great Ocean Road. Unser Tourguide kletterte auf die ganzen Rocks und gab uns gute und auch witzige Inspirationen für lustige Fotos. Allgemein hatten wir eine nette Gruppe, bereiteten alle zusammen unsere Lunchs und Dinners vor und abends hatten wir sogar ein nettes Lagerfeuer mit Marshmallows. Als es dunkel war suchten wir noch nach kleinen Pinguinen, die aus dem Wasser gekommen waren und Unterschlupf in den Gras/Sanddünen suchten. Am nächsten Tag fuhren wir zur Seal Bay, wo wir australische Seelöwen mit Babys sehen konnten, aus weniger als fünf Metern Entfernung. Das war echt schön. Danach sind wir Sandboarden gefahren, was ich auch auf Moreton Island schon gemacht hatte, aber es war soo lustig, wenn sich einer schön im Sand langemacht hat und den Berg wieder hochkam, völlig außer Puste und nur am Sand spucken war! 😉

Als letztes Ziel sind wir zu einem Strand gefahren, der ganz einsam und verlassen war und wo wir erstmal typische australische Strand- Spring- Bilder machen mussten! Einer ist sogar ins Wasser gegangen, aber dafür war es eigentlich definit zu kalt! Auch diese Insel hat mich wieder mal sehr beeindruckt, was mich eigentlich wundert, weil ich ja jetzt auch schon son bisschen was geshen hab in Australien! Aber wie gesagt, ich habe bis jetzt noch keinen Ort gesehen, der mir nicht gefallen hat!

Montag bin ich dann an den Strand gefahren um mir den anzugucken, aber der Besuch dauerte nicht lange, weil es viel zu kalt und windig war und auch der Strand nicht wirklich besonders schön war. Ich finde der St. Kilda Strand in Melbourne und auch der Glenelg Strand in Adelaide sind Möchtegern- Strände! So nach dem Motto: Hauptsache es ist einer da! 😉

Dienstag hab ich dann wieder mal 20 Postkarten geschrieben, die hoffentlich ankommen und ansonsten, hab ich auch viel „gechillt“ muss ich sagen! Eine Woche ist doch recht lang für Adelaide, allerdings fand ich das gar nicht so schlimm, denn dann musste ich nicht so hetzten, dass ich alles sehe und kann meine letzten Tage in Australien nochmal richtig genießen! Montagabends saß ich vorm Fernseher und sah mir einen richtig schlecht gemachten Film an, ich kann noch nicht mal sagen zu welcher Kategorie der gehört, der hieß „Legion“ glaub ich und nett aussehende ältere Frauen fraßen auf einmal Menschen und sowas. Auf jedenfall lernte ich Michelle kennen, die auch aus Deutschland kommt und wir quatschen ein bisschen und wollten am nächsten Tag zusammen ins South Australia Museum gehen. Als wir so quatschen, stellten wir dann auch fest, dass wir beide fast zur gleichen Zeit in Perth sind und wollten auch ein paar Tage zusammen in Perth planen und vielleicht sogar ein Auto mieten. Als wir am nächsten Tag mit unserer Museums Tour durchwaren, die über Aboriginals und noch mehr handelte, guckten wir noch ein bisschen im Internet und fingen an für Perth zu planen, doch schon! 😉

Abends hab ich dann nur noch meine Tasche gepackt und bin früh ins Bett gegangen, weil am nächsten Tag ging es mit dem Flugzeug weiter nach Perth!

Das war der erste Streich meiner Tour und der zweite ist auch schon zu Gange und was ich dann alles so in Perth gemacht habe, erfahrt ihr im nächsten Blog!

Übrigens würde ich mich sehr über Kommentare freuen, weil ich doch auch sehr daran interessiert bin, wer meine Blogs so liest.

Viele liebe Grüße aus Adelaide und von Kangaroo Island!

Helena

Hallo liebe Leute!

Jaja, lang ists her!
Es ist viel passiert und irgendwie auch nicht… Ich hab ewig nicht gebloggt, weil mein PC jetzt endgueltig den Geist aufgegeben hat, weswegen ich jetzt auch immer schoen mit mit ae und so weiter schreibe…
Tja wo soll ich anfangen, das aergerliche ist eigentlich, dass ich schon fast einen Blog fertig hatte, bevor mein PC gestorben ist und ich die Daten noch nicht runter habe von dem PC, aber das ist auch wieder eine ganz eigene Geschichte… 😉
Es ist eigentlich echt nicht viel passiert seit meine Pool- Party und meinem Urlaub in Melbourne. Mein Gastvater war fuer drei Wochen geschaeftlich in Amerika, weswegen meine Gastmutter, die Kids und ich dann an die Gold Coast gefahren sind fuer ein paar Tage, dort haben wir dann gemeinsam den Themenpark Sea World besucht und Toby war beeindruckt von den Pinguinen, den Delfinen und ganz besonders von den Pelikanen! 🙂 Die Delfin-Show war der Hammer und sehr beeindruckend auch fuer mich.
Ende Februar hatte Toby auch noch Geburtstag und ist zwei geworden. Zwei. Das hoert sich so nach nichts an, immer noch so gut wie ein Baby, kann so gerade eben laufen und unterhalten nur mit sich selbst, weil sonst keiner weiss, was er erzaehlt.. Wir spielen immer nur gute Miene zum boesen Spiel und nicken und sind natuerlich total interessiert und konzentriert an einem Dialog beteiligt!:) Es ist schon suess, wenn er mich Hunty nennt, aus welchem Grund auch immer… Als wir im April nochmal fuer ein paar Tage an der Gold Coast bei den Grosseltern waren, fing er dann an mit Haana zu nennen und er kriegt auch schon fast ganze Saetze hin! Toby hatte so seine Phasen, wo bestimmte Woerter den ganzen Tag genannt werden mussten. Angefangen hatte es mit "ball" und alles war einfach mal ein ball und wenn Kinder Woerter bis zu 50mal hintereinander sagen, dann merkt man erst wie kaputt diese Woerter gemacht werden! Von "ball" ging es dann ueber in ein quengelndes "mummy mummy mummy" fuer eine gewisse Zeit, bei dem es keine Rolle spielte ob Mummy gerade in der Naehe war oder nicht.  Wenn Toby mir was erzaehlen will, dann kommt er auch meistens an und sagt:" mummy, hunty…. big truck." oder was auch immer… Er vertauscht mich nicht wirklich, aber mummy ist meistens sein erstes Wort, weil Mummy auch eigentlich die erste Adresse ist, wenn er was erzaehlen will! 😉
Mittlerweise sind wir auf "truck" umgestiegen und gestern morgen musste ich sogar morgens um 7 rausrennen, damit wir der Muellabfuhr zugucken konnten.
Lucy hat angefangen sich derbe fortzubewegen, wenn es auch noch nicht richtig als krabbeln zu bezeichnet war, robbte sie trotzdem fleissig auf allen vieren durch die Gegend und zog sich mit den Ellenbogen und Knien ueber den Wohnzimmerteppich oder den Kuechenboden. Mitte April fing sie dann an zu sitzen, zumindest wenn man sie hinsetzte und sie nicht das Gleichgewicht verlor oder man sie umschubste, so wie Toby es tat! :"Guck mal Toby, Lucy kann jetzt sitzen!" Toby guckt sie mit einem fiesen Geschichtsausdruck an gibt ihr einen kleinen Schubs, ich hoer nur einen lauten Bumbs und sofortiges Babygeschrei! Irgendwie muss ich lachen, wenn ich daran denke, weil das haette mal echt gut als lustiges Homevideo zu einer dieser Shows schicken koennen, aber es war echt fies! Aber Lucy ertraegt viel! Ob Toby auf ihrem Hintern sitzt, waehrend Lucy sich eigentlich fortbewegen will, oder ob er sie im Schwitzkasten haelt, sie lacht meistens immer und eigentlich haben die beiden Spass! Und dann kommt immer die bloede Nanny und unterbricht beide bei ihrem doch so grossem Spass! Es sieht echt gemein aus manchmal!
Mittlerweile kann Lucy sich selber hinsetzen und in den letzten paar Tagen fing sie an sich an Sachen hochzuziehen und zu stehen. Allgemein ist Lucy aber wohl eher ein Spaetzuender, meinte meine Gastmutter, Toby haette das alles viel eher gekonnt… Naja, muehsam entwickelt sich das Eichhoernchen! 😀
Zwischen all diesen Entwicklungen, war ich zusaetzlich bei anderen Familien Babysitten um mir ein bisschen Taschengeld fuer meine Reise dazu zu verdienen, die sich bei mir gemeldet hatten, nachdem ich einen kleinen Zettel an Pinnwaende von Spielplaetzen gepinnt hatte und mich als Babysitter angeboten hatte. Ich hab mich mit anderen Au Pairs getroffen um Sushi selber zu machen, ein Picknick inner Stadt zu halten, ein Pancakefruehstueck alla Australia zu machen oder um Kangaroo Steaks und Kanga Bangas ( Kangaroo- Wuerstchen) vom BBQ zu essen.
Tja dann war es auf einmal Ende Maerz und ich merkte, dass ich nur noch zwei Monate in Australien bin, davon nur noch 5 Wochen in meiner Gastfamilie. Die Zeit verging so unglaublich schnell und jetzt sind es nur noch ein paar Tage und dann bin ich auch schon wieder in Deutschland!
Ich hatte vor einiger Zeit schonmal ueberlegt mir die Haare zu faerben, weil ich eine absolute Haarfaerbe- Jungfrau bin und dachte jetzt hier in Australien ist die beste Moeglichkeit, weil wenn es nicht aussieht, dann kennt mich hier wenigstens keiner. Ich sprach mit einigen Au Pairs darueber und eine meinte dann ich sollte das auf jeden Fall machen und sie koennte mir die auch faerben. Gesagt Getan! Ich die Haarfarbe gekauft und ab gings. Als ich dann auf dem Stuhl sass, bekam ich schon ziemlich Muffensausen, aber die Haare waren noch nicht ganz trocken, als die Maedels meinten, das wuerde echt gut aussehen! Ich muss sagen, mir gefiehl es auch von Anfang an richtig gut und meiste Feedback was ich bis jetzt bekommen hab war mehr als positiv. In Australien haben alle gesagt, dass es richtig gut aussehen wuerde und es mir sogar besser stehen wuerde. Meine Familie in Deutschland und meine engen Freunde sind da noch nicht so ganz von ueberzeugt! Meine Oma meinte zu mir:" Deine schoenen roten Haare." und ich dachte nur:‘ ja Gott sei Dank ist der Rotstich raus‘ 😉 Aber mal gucken ob ich es jetzt erstmal so lasse oder ob ich schon bald wieder blond werde… muss ja jetzt auch regelmaessig faerben ne ;).
Kurz danach erhielt ich ja meine Flugdaten und es lauft jetzt alles am Schnuerchen.. mehr oder weniger. Der Opa hatte mich netterweise zum Flughafen gefahren, damit ich die Umbuchungsgebuehr zahlen konnte, die jetzt auf einmal 115 statt 100 Euro getrug und dann fragte ich auch gleich nach wie das denn aussehen wuerde mit meinem Gepaeck, da ich 30kg von Deutschland mit nach Australien bringen konnte. Die Airline- Tante meinte dann zu mir, dass ich einen Koffer von 23 kg und ein Handgepaeckstueck von 7kg mitnehmen koennte und dass sie auch nicht wuesste, wieso ich soviel haette mitnehmen duerfen aber in Australien waere man da sehr strikt und ich muesse $40 pro Kilo Uebergewicht bezahlen. Wenn ich nen Schluck Wasser getrunken haette, haette ich das glatt wieder ausgespuckt. Da ist mir doch fast schlecht geworden. Jetzt werde ich wohl was nach Hause schicken muessen oder so. Mal gucken, da kuemmer ich mich drum, wenn ich wieder in Brisbane bin.
Ja. Mein PC. Ich hatte mich schon damit abgefunden, dass ich mir wohl einen neuen haette zulegen muessen, wenn ich wieder in Deutschland bin, allerdings hatte ich gehofft, dass er solange wenigstens noch halten wuerde. Helena hat natuerlich auch keine Sicherheitskopie oder so gemacht. Laptop also wieder zu "fixmylaptop" gebracht, in der Hoffnung die machen den nochmal fit! Ja von wegen. Der Repariertyp meinte dann zu mir, dass da groessere Probleme vorliegen wuerden und dass ich mir ne externe Festplatte kaufen solle, damit sie mir alle Daten von meinen PC da draufziehen koennten. Ich dann noch ne externe Festplatte gekauft. Dann erzaehlte mir der Typ, dass das irgenwie nicht funktionieren wuerde und dass von 70 Gig die sich auf meinen PC befinden gerade mal 3 kopiert wurden und da sind keine Fotos dabei.
Superklasse. Ich koennte zu einen Spezialisten gehen, die sich damit beschaeftigen wuerden, aber das waere super teuer. Jetzt muss ich mich in Deutschland damit auseinandersetzen, allerdings, hab ich bis jetzt noch kein einziges Foto von Australien. Ausserdem hab ich noch soviele andere schoene Fotos dadrauf. Drueckt die Daumen das es klappt.
Im April waren meine Gasteltern dann nochmal fuer neun Tage in Thailand im Urlaub und die Kinder wurden aufgeteilt an die beiden Grosseltern, wo ich dann teils teils arbeiten musste. Als meine Gasteltern dann wiederkamen blieben mir nur noch zweieinhalb Wochen bevor ich anfangen wuerde zu reisen. Es war aber keinen Falls Abschiedsstimmung auf, es lief alles normal weiter bis zur letzten Minute, vor allem, weil ich ja auch nochmal zurueck nach Brisbane komme um richtig Tschuess zu sagen und die Kinder verstehen sowieso so nicht was vorsich geht.
Zwischendurch hab ich dann nochmal eine Tour nach St. Helena Island und nach Noosa gemacht ueber die ich vielleicht im naechste Blog ausfuehrlicher berichte.
Jetzt befinde ich mich auf jeden Fall in Adelaide heute morgen 6.25 am ging mein Flieger, gott was unmenschliche Zeiten fuer mich, vor allem weil ich 4 Uhr aufgestanden bin 😉 und jetzt geht mein Abenteuer "Reise" los. Und was das fuern Abenteuer ist, sag ich euch! Helena hat einfach keinen Plan und ist schlecht organisiert und deswegen wird das alles ein bisschen spontan hier. Aber mehr dazu naechste Woche. Ich sage nur eins: Adelaide ist A****- Kalt! 😉
Jetzt hab ich euch erstmal upgedatet und ich geh jetzt gleich auch schon wieder ins Bettchen, weil ich totmuede bin.
Viele liebe Gruesse aus Adelaide
Helena

Leute ihr glaubt gar nicht was für ein Drama es sein kann, einen Flug umzubuchen! Das Thema zieht sich jetzt schon so lange, dass es einen Blog wert ist!

Angefangen hatte es Ende Januar, als ich mich endlich entschieden hatte, wann ich zurück kommen will, weil ich aufgrund eines Super- Schnäppchen- Angebots meine Flüge für meine Reise in Australien gebucht hatte!

Jetzt konnte ich endlich auch meinen Rückflug nach Deutschland buchen! Ich wollte an einem bestimmten Tag in Deutschland landen und damit mich auch niemand missversteht und nachher irgendwas falsch am Telefon rüberkommt, wollte ich persönlich zu dem Büro meiner Airline fahren und das klären, weil war ja auch alles auf Englisch ne?

In Deutschland hatte ich meinen Flug in einem Reisebüro gebucht und mir wurde gesagt, dass ich bei dieser Airline einmal für umsonst umbuchen kann, was mir ganz gut passte, weil ich mir noch nicht sicher war, wann ich wieder zurück kommen wollte.

Mein provisorischer Rückflug lag also erstmal auf dem 15. März 2011, weil das so ziemlich der späteste Termin war den man Anfang Juli 2010 den man im Voraus buchen konnte.

Ich also auf zum Büro und da fing das Drama auch gleich schon an! Die Airline hatte ihr Büro am Flughafen! Wenn ich mit dem Zug zum Flughafen fahre, dann kostet mich eine Fahrt geschlagene $15 egal wie weit bzw. kurz ich nur fahre! (privates Unternehmen und so) Nun gut, dachte ich dann muss ich halt einmal diese $30 zahlen, besser als wenn ich nachher noch mal irgendwas umbuchen muss, weil am Telefon alles falsch gelaufen ist!

Im Büro wurde ich sehr freundlich empfangen und auch das umbuchen an sich war eigentlich kein Problem! Ich fand einen Flug der mir sehr gut passte und der sollte jetzt gebucht werden! Die Mitarbeiterin meinte dann zu mir, dass ich aber 100€ als Umbuchungsgebühr zahlen müsse! Ich hatte ihr dann erklärt, dass mir mein Reisebüro gesagt hatte, dass ich das bei dieser Airline nicht machen müssen, worauf sie dann meinte, dass sie in Frankfurt anrufen würde und das dort mit der Reisefirma klären würde. Das alles geschah an einem Freitag, also sagte sie mir, dass sie mich am Montag anrufen würde und mir berichten würde!

Montag kam auch ein Anruf und sie meinte, dass ich diese 100€ zahlen müsse, aber ich könnte das mit meinem Reisebüro klären, wenn ich wolle und sie dann zurückrufen! Das hab ich dann auch gemacht bzw. ich musste bis abends warten um in Deutschland im Reisebüro anrufen zu können und so hätte ich ja auch erst frühestens am nächsten Morgen wieder bei der Airline anrufen können!

Im Reisebüro schüttete ich dann mein Herz aus und erzählte meine ganze Leidensgeschichte mit der Umbucherei und dann wurde mir gesagt, dass ich doch bitte alles per Email schicken solle und dass diese dann innerhalb der nächsten 12 Stunden bearbeitet werden würde! Außerdem wurde mir noch mitgeteilt, dass ich mindestens drei Monate vor Abflug buchen müsse, um den Umbuchungskosten zu entgehen! Ich wollte gerne für den 25. Mai buchen also war ich ja noch vier Monate davon entfernt! Noch alles im grünen Bereich!

Ich schrieb also eine Email mit meiner Leidensgeschichte und wartete auf eine Antwort.

Dienstag nichts. Mittwoch kam auch keine Email. Donnerstag, so langsam wird’s komisch! Freitag ok ich ruf noch mal in Deutschland im Reisebüro an! Niemand beantwortete das Telefon. Ich hatte schon das Gefühl, dass die meine Nummer sahen und extra nicht mehr dran gingen! Danach kam das Wochenende und ich musste wieder warten!  Montag wieder angerufen! Keiner ging dran! Danach schickte ich meine Mutter in das Reisebüro, da ich doch etwas ungeduldig wurde! Meiner Mutter wurde gesagt, dass das bearbeitet werden würde! Ich also wieder gewartet und nach ein paar Tage vergeblicher Anrufe schrieb ich eine weitere Email. Endlich bekam ich eine Email, dass die Mitarbeiterin zurzeit verhindert sei und dass ich die Gebühr bezahlen solle und später zurückerstattet kriegen würde! Nun gut, zumindest musste ich sie nicht zahlen! Ich rief also bei der Airline in Büro an unter der Nummer die mir von der Mitarbeiterin gegeben wurde! Keiner beantwortete das Telefon, nur das Band sprach zu mir! Zumindest schon mal mehr als im Reisebüro ;).

Es wurde mit mitgeteilt, dass die Mitarbeiterin gerade nicht erreichbar sei, weil sie nicht am Schreibtisch sei oder einen Kunden hatte! Gut dachte ich, vielleicht hat sie gerade Mittagspause! Oder vielleicht hatte sie sogar Urlaub?

Ich probierte es noch mal und noch mal ein paar Tage lang! Wieder beantwortete keiner das Telefon! Ich war ziemlich verärgert, weil ich nicht noch mal $30 für die Zugfahrt ausgeben wollte und ins Büro zu fahren! Ich rief also im Callcenter an, weil der Flug ja soweit eigentlich gebucht war! Ich Callcenter hing ich erstmal über 15 min in der Warteschleife, lies mich von grauenvoller Musik, bei grauenvoller Verbindung zudödeln, aber auflegen konnte ich ja auch nicht! Das musste ja geklärt werden! Endlich war ein Mitarbeiter am Apparat! Ja.. das war aber auch einer… Erstmal war ich sowieso in der Oversea- Zentrale, das heißt ich telefonierte gerade mit Arabien oder so. Dann konnte der Mitarbeiter schlechter Englisch sprechen als ich, sodass ich alles mindestens ungelogen mindestens dreimal nachfragen musste, weil ich nicht verstand was er von mir wollte! Erschwerend kam noch hinzu, dass die Verbindung eine absolute Katastrophe war. Meine Gastmutter die natürlich auch zu Hause war, war glaub ich auch schon total angenervt, dass ich immer nachfragte, was der Typ jetzt genau von mir wollte ich schon den Kaffee auf und stand den Tränen nah, weil ich einfach nicht fassen konnte, dass es so schwer sein würde meinen Rückflug umzubuchen! Im Endeffekt teilte ich dem Mitarbeiter dann mit, dass er mir bitte eine Email schreiben sollte, damit ich weiß was ich tun solle. Ich versuchte dann ihm meine Emailadresse durchzugeben, aber anscheinend ist dies auch nicht richtig angekommen, denn eine Email habe ich nie erhalten! Na toll! dachte ich jetzt muss ich doch wieder zum Flughafen fahren! Es wurde auch so langsam knapp denn der 25. Februar rückte immer näher und somit auch der Ablauf meiner drei- Monats- Frist! JAA! Das ganze hatte sich schon über vier Wochen gezogen und der Spaß ist noch längst nicht vorbei! Ich also auf dem letzten Drücker wieder zum Flughafen gefahren und sie da, ich traf die gleiche Mitarbeiterin, die ich auch beim letzten Mal hatte. Ich sagte ihr dann, dass ich sie angerufen hätte, aber dass keiner dran gegangen sei, und sie dann nur: oh bist du nicht durchgekommen, oh, das  tut mir wirklich leid! Da dachte ich mir nur jaa.. das kannste dir schön in den… Naja auf jeden Fall meinte sie dann, dass das mit dem 25. jetzt auch irgendwie nicht mehr geht, weil ich zu spät war und jetzt hab einen Flug am 2. Juni sodass ich am 3. Juni lande! Morgens halb sieben in Frankfurt! Was gibt es Schöneres? Nicht wirklich glücklich damit, aber das lies sich jetzt auch nicht mehr ändern! Wäre ja auch zu schön gewesen, wenn das geklappt hätte! Meine Mutter hat sich auch sehr gefreut, die darf nämlich um drei Uhr nachts aufstehen, damit sie auch pünktlich in Frankfurt ist! Aber das macht sie ja gerne für mich! Mein Vater meinte, dass wäre kein Problem! 5 Uhr aufs Mopped und ab die Post! Außerdem ist meine Flugzeit diesmal auch länger und beträgt 23 Stunden! Öhhh… Ich hoffe nur, dass ich nicht so lange Aufenthalt überall habe!

Auf jeden Fall meinte die Airline Mitarbeiterin dann, dass ich also die 100€ bezahlen solle und ich fragte dann, ob das von meinem deutschen Konto abgebucht werden könne. Sie meinte zu mir, dass das nicht gehen würde, nur Kredit oder Cash! Ich hatte bis zu dem Zeitpunkt aber noch kein Konto und ich trage auch keine 100€ in der Tasche in Australien. Sie meinte dann, dass einer aus Deutschland in Frankfurt bei der Airline anrufen müsse und dann würde das auch funktionieren. Ach jetzt doch?

 

Wer jetzt denkt, dass das alles ja nicht noch komplizierter werden könnte, der liest mal ganz eifrig weiter! Die Geschichte ist nämlich noch lange nicht vorbei!

 

Ich verließ also das Reisebüro ohne irgendwelche Daten oder Unterlagen vom neuen Flug! Sie meinte zu mir, dass ich das alles per Email kriegen würde, wenn ich das bezahlt hätte!

Wieder Muttern angerufen, der die Nummer von der Airline in Frankfurt am Flughafen gegeben und somit alles andere in die Wege geleitet! Wie lange es gedauert hat und wie viele verschiedene Nummern Mutter und ich gewählt haben, bis wir den richtigen Types anner Strippe hatten erzähl ich jetzt nicht auch noch! 😉 Weil bei der Airline am Flughafen ist immer erst einer vier Stunden vor Abflug zu erreichen! Die meisten Flüge gehen abends um zehn nach zehn, also kann man erst abends um zehn nach sechs mit jemandem dort sprechen!

Die teilten uns dann freundlicherweise mit, dass das ganze aber auch nur per Kreditkarte (die wir nicht besitzen) gezahlt werden könne, weil es ja über das Telefon laufen würde, ansonsten müssten wir nach Frankfurt fahren und vor Ort mit der EC- Karte zahlen! Ja Herzlichen Glückwunsch! Sechs Stunden hin und her fahren damit in fünf Minuten mal eben Geld abgebucht wird? Nein Danke! Mutter sich also wieder die Finger heiß telefoniert, wer uns denn mal eben seine Kreditkarte zur Verfügung stellt, bis sie auf den Gedanken kam, dass das Reisebüro dann ja auch direkt bezahlen könne! Mutter also ab zum Reisbüro! Dort wurde sie nach der Flugnummer gefragt, die ich ja noch nicht weiß, weil ich ja noch keine Unterlagen und Details bekommen habe! Zwischen diesen ganzen Aktionen fand ich eine Internetseite in meinen alten Flugunterlagen, auf der ich meine Flugzeiten nachverfolgen konnte. Ich die also eingetippt und siehe da: Der 15. März war tatsächlich storniert worden und das neue Datum eingebucht! ABER… Da stand zwar bestätigt drunter und ich fand auch eine Flugnummer die ich meiner Mutter geben konnte, jedoch war das nur der Flug von Brisbane nach Sydney! Darunter konnte ich leider nicht den Flug von Sydney nach Frankfurt vorfinden. Schön! Was sollte das jetzt heißen! Die freundliche Airline- Mitarbeiterin aus dem Büro am Brisbaner Flughafen hatte mir versichert, dass das alles eingebucht ist, es müsse nur noch bezahlt werden!

Ich dann wieder Mutter angerufen, der zumindest schon mal diese Flugnummer gegeben und die wieder ab zum Reisebüro! Die Reisebüro- Mitarbeiterin meinte dann, dass sie sich drum kümmern wolle, allerdings hat meine Mutter bis jetzt noch keinen Anruf erhalten! Und daraufhin ist sie dann wieder ins Reisbüro gegangen. Ihr wurde gesagt, dass sie von Deutschland aus auch nichts erreichen könne und dass ich das von Australien aus regeln müsse. Ja man hätte ja wenigstens mal Bescheid sagen können, nachdem man sich extra Haustelefonnummer und Handynummer hat geben lassen…

Da uns ja gesagt wurde, dass man das mit Kreditkarte bezahlen könne, rief Muttern dann noch mal bei einer der hundert verschiedenen Nummer an und der Types sagte dann wiederum ganz entsetzt, dass ihm doch nicht einfach die Kreditkartennummer gegeben werden könne am Telefon.  Das könnte man nicht einfach so bezahlen, das würde nicht funktionieren. Außerdem war er auch ganz davon entsetzt, dass uns erzählt würde, dass das doch möglich wäre, ob wir denn mit ihm vorher telefoniert hätten? Ja als ob wir noch wüssten, wie die alle heißen würden, mit denen wir telefoniert haben, waren ja schließlich ein paar mehr…

Nunja gestern morgen hab ich eine Email von meiner Ma bekommen in der drin stand, dass sie jetzt noch mal hin- und hertelefoniert hätte und dass ich letztendlich doch wieder ins Büro der Airline müsste um die Umbuchungsgebühr zu bezahlen, aber dass sie jetzt endlich die Flugdaten hätte. ENDLICH! Ich kann’s gar nicht glauben! Nach zwei Monaten schweißtreibender, harter Arbeit, endlich geschafft! Aber ja ich hab endlich die Unterlagen und ich komme endlich sicher nach Hause! Morgens um halb sieben lande ich in Deutschland! Uns wurde nämlich mitgeteilt, dass es der Fehler des Reisebüros war. Die haben nämlich von Anfang an einen Rückflug eingebucht und wenn das vorliegt, dann müsste man immer eine Umbuchungsgebühr zahlen und eigentlich hätte sich das Reisebüro wohl doch drum kümmern können, aber wie sagt man so schön: Selbst ist die Frau!

Das Einzige was ich jetzt noch machen muss ist die Unterlagen mit den Flugdaten nehmen und ins Airline- Büro am Flughafen gehen und die Umbuchungsgebühr bezahlen! Mal gucken wie ich dahin komme, aber den Zug nehme ich ganz sicher nicht! 😉 Aber das sollte doch eigentlich kein Problem sein! Mal gucken was das gibt! Ich werde berichten!

Meine Gastmutter meinte zwischendurch mal, dass ich einen Beschwerdebrief schreiben solle, das könne ja so nicht angehen! Eigentlich sollte ich das echt mal machen! Die ganze Aktion hat mich nämlich viele Nerven gekostet! Ich habe mich mit anderen Au Pairs unterhalten und auch denen ist nichts bekannt von einer Umbuchungsgebühr bei der Airline und dass sie deswegen ja auch gerade diese Airline gewählt hätten! Eine erzählte mir auch von ihren Problemen mit dem CallCenter im Irgendwo! Allerdings weiß ich leider nicht, was daraus geworden ist!

Zumindest weiß ich schon mal in welchem Reisebüro ich nicht mehr buche und mit welcher Airline ich nicht mehr fliege! 😉

 

Ansonsten geht es mir soweit ganz gut und ich fange an die letzten Tage zu zählen! (Fünf Wochen nur noch in meiner Gastfamilie)  😉 Im nächsten Blog schreib ich was ich in der Zeit nach Melbourne alles gemacht hab!

 

Viele liebe Grüße aus noch Brisbane! 😉

 

Helena

 Hallo liebe Leser,

Ihr habt euch bestimmt schon gewundert, ob ich nichts mehr erlebe in Australien, nachdem ich jetzt meine beiden größeren Trips (Sydney und Melbourne) hinter mir habe.

Ganz so ist es nicht, obwohl ich sagen muss, dass es doch um einiges ruhiger zu geht in letzter Zeit.

Wovon ich ganz vergessen hab zu erzählen ist von meiner Poolparty zum Geburtstag! Das ist ja jetzt nun wirklich schon ein Weilchen her. Ich war die ganze Zeit am überlegen, was ich den zu meinem Geburtstag am 6. Februar machen könnte. Ich wollte auf jeden Fall für meine Familie kochen, hatte ich mir überlegt, schön Königsberger Klopse, weil ich das immer schon mal meiner Familie zeigen wollte und da bot sich doch jetzt die Gelegenheit. Was aber machen den ganzen Tag über! Da ich wusste, dass meine Familie sich nicht ganz so viel aus Geburtstagen macht, wie meine Familie in Deutschland, wollte ich natürlich nicht die ganze Familie einberufen, wenn sie es sonst auch nicht machen! Die machen einfach nichts Besonderes dann, es gibt zwar Geschenke, aber es ist ein ganz normaler Tag! Bei uns ist immer groß Kaffee trinken angesagt 😉

Aber für mich gab es extra ein Pancake- Frühstück, worüber ich mich so sehr gefreut habe, weil auch extra die eine Oma vorbei gekommen ist und dann konnte ich auch noch meine Geschenke auspacken! Richtig cool! Wir saßen alles zusammen und aßen Frühstück, gibt es bei uns sonst nämlich auch nie.

Was aber machen in der Zeit zwischen Frühstück und Dinner? Ich überlegte mir ein paar andere Au Pair Mädels einzuladen und eine kleine Poolparty mit Kuchen und Sekt zu organisieren für Nachmittags. Da ich mich wirklich kurzfristig dazu entschieden hatte und erst zwei Tage vorher eine Nachricht rumgeschickt hatte, dachte ich dass die meisten schon ihr Wochenende verplant hätten, aber es sind doch alle recht zahlreich erschienen! Das freute mich umso mehr, denn alle nahmen zudem auch noch den langen Weg mit dem Bus auf sich um ein bisschen mit mir nachmittags zu feiern! Sie verschönerten mir meinen Geburtstag ungemein, durch schöne Geschenke und lustige Spiele, so entstand am Ende ein kleines Heft mit Selbstportraits von allen Gästen und wir hatten soviel Spaß dabei! Ich genoss die Zeit wirklich sehr, denn so schön hätte ich mir meinen Geburtstag ohne meine Familie, meinen Freund und meine Freunde nicht vorgestellt. Mir machten nichts großes, es war relativ schlicht und ruhig, aber ich fand es wunderschön. Nach den Selbstportraits sprangen wir alle zusammen mit dem Pool und wer kann schon behaupten, dass er zu seinem Geburtstag im Februar schon mal eine Pool- Party geschmissen hat? 😉 Das könnte ich öfter haben!

Abends kochte ich dann für meine Gasteltern und die Eltern meiner Gastmutter kamen auch vorbei. Königsberger Klopse mit Kartoffeln und Apfelmus. Ich hatte es noch nie vorher gekocht und wusste noch nicht mal, ob es funktionieren würde, aber ich muss sagen, mit dem Ergebnis war ich recht zufrieden! Auch meiner Gastfamilie schmeckte es und als Dessert gab es eine dicke fette Schokoladen- Erdbeertorte mit fetter Schokocreme dazwischen! Eine richtig gute vom Cheese-Cake-Shop! Waaohh! Die war der absolute Hammer! Ich habe noch nie so eine geile Torte gegessen! Danach war ich kurz vorm Platzen, aber die Torte musste ich aufessen! Die hat so unglaublich gut geschmeckt! Der Wahnsinn. Unbeschreiblich!

Die war das Sahnehäubchen von meinem Geburtstag, das Schokosahnehäubchen im wahrsten Sinne des Wortes! 😀  Ich genoss diesen Tag wirklich sehr.

Vielen lieben Dank dafür noch mal an meine Gastfamilie und an alle Mädels, die extra vorbeigekommen sind und mit mir gefeiert haben!

Joar… das war mein Geburtstagserlebnis, aber die anderen Erlebnisse folgen schon bald.

 

Viele liebe Grüße

Helena

Halli Hallo meine lieben Leser!

 

Ich war fünf Tage in Melbourne und es war der Wahnsinn! Australien ist einfach geil, egal, wo ich bis jetzt war, es war immer irgendwie aufregend.

Melbourne ist schön! Ich muss sagen, Melbourne gefällt mir besser als Sydney! Sydney ist zwar besonders und hat tolle Sehenswürdigkeiten, aber Melbourne hat irgendwie mehr Charakter! Es ist etwas kleiner und von der Struktur her sehr einfach aufgebaut, nämlich einfach ein Rechteck, das das CBD umfasst und mit der „Tram“, die sogenannte Straßenbahn, kommt man ganz einfach und schnell von einem Fleck zum nächsten.

Es wird immer wieder gesagt, dass Melbourne die europäischste aller Städte in Australien wäre, was ich jetzt nicht so sehr erkannt habe, aber vielleicht gefiel mir die Stadt ja auch deswegen so, weil sie mach an Europa erinnerte??!! Man weiß es nicht genau.

Mittwochnachmittag kam ich an, nach zwei Stunden Flug und einer Stunde Uhr vorstellen und mein Weg führte direkt ins Hostel. Ich hatte meinen „Urlaub“ ganz unbewusst ziemlich gut geplant, wie ich nachher feststellte. Melbourne hat zwei Flughäfen und ich bin nach Avalon geflogen, da ich mit $ 120 für Hin- und Rückflug ein absolutes Schnäppchen gemacht hatte. $ 60 für einen Flug ist schon verdammt günstig für australische Verhältnisse. Der Flughafen allerdings lag wirklich in der Walachei, man glaubt gar nicht wie ländlich es 50 Minuten außerhalb Melbourne schon aussieht.

In der City angekommen, musste ich keine 10 Minuten laufen, da war ich schon am Hostel angekommen, was nun nicht das schönste Hostel war, aber irgendwie machte mir das diesmal nichts aus! Normalerweise kann ich es echt nicht leiden, wenn die Hostels alt und gebraucht aussehen, die Wände nur halb gestrichen sind oder Macken haben und ganz schlimm ist es wenn die Bäder nicht sauber sind. Aber das war alles soweit in Ordnung, nur die Küche und der Gemeinschaftsraum waren nicht der Renner, aber die sind nie schön in Hostels. Auch unser 10er- Zimmer war ziemlich zusammengewürfelt und mein Bett wackelte so sehr, wenn ich mich nur umdrehte, als würde ich da oben drauf sonst was veranstalten, aber meinem Bettnachbar unter mir machte das nichts aus. Als ich in meinem Zimmer ankam, waren ein paar Leute auf dem Zimmer mit denen ich mich sofort anfreundete und mit denen ich am gleichen Abend noch auf eins, zwei Bierchen raus ging. Unser Zimmer vertrat halb Europa, der Schweizer, der unter mir schlief, eine aus Irland, eine aus Belgien, eine aus Frankreich, nachher noch zwei aus Norwegen, zwischendurch mal einer aus Japan, kreuz und quer, aber immer sehr lustig. Die Leute waren alle sehr nett und wir hatten viel Spaß zusammen. Es war sogar ein deutscher auf dem Zimmer. Es war irgendwie komisch, dass man Leute aus dem Nachbarland auf dem Zimmer hatte, sich aber trotzdem in Englisch unterhalten musste. Der Schweizer sprach französisch, weil er aus dem französischem Teil der Schweiz kam und irgendwie fühlte es sich so an, als wenn sie von neben an kommen würden und man doch meinen sollte, dass man sich auf Deutsch unterhalten könne, aber dann musste man doch über drei Ecken, also auf Englisch reden. War aber auch kein Problem.

Nachdem ich ein bisschen „ausgepackt“ hatte, wollte ich mir schon mal einen ersten Eindruck von Melbourne bekommen und ein bisschen die Stadt zu Fuß erkunden. Da der Schweizer Langeweile hatte, kam er mit. Wir liefen ein bisschen durch die Hauptstraßen und gingen später zu den berühmten Victoria Markets und bummelten dort ein bisschen. Abends machten wir uns dann auf dem Weg nach St. Kilda, wo wir uns mit der Irin verabredet hatten und wo ich auch die Belgierin und die Französin kennen lernte. Zusammen tranken wir ein paar Bierchen und auch hier traf ich wieder einen deutschen (es ist echt unglaublich, wie viele Deutsche man in Australien trifft, man glaubt es nicht bis man es selber erlebt) und später fuhren wir alle zusammen wieder zurück zum Hostel und gingen ins Bett. Ich hatte das 10er- Zimmer gewählt, weil das das günstigste war und ich dachte mir Privatsphäre habe ich eh nicht egal ob auf nem zweier, dreier oder zehner Zimmer und jetzt muss ich sagen, bin ich richtig froh, dass ich so viele Leute auf dem Zimmer hatte. Man kommt zwar nie vor zwölf oder eins zum pennen, was sich aber gut aushalten lässt und man ist nie allein und hat immer irgendwem zum quatschen. Das immer wieder einer ins Zimmer kommt, wenn man schon schläft stört mich überhaupt nicht, dass krieg ich nicht mit, ich hab ja Stöpsel inne Ohren. 😉

Außerdem mussten meine Bettnachbarn auch damit leben, dass ich immer früh aufgestanden bin, denn die waren nämlich immer alle schön am ausschlafen, aber ich hatte ja nur vier Tage in Melbourne.

Am Donnerstag hatte ich eine Tagestour nach Phillip Island gebucht um mir die Pinguin- Parade anzugucken, eine der Hauptattraktionen in Melbourne. Vormittags, nicht allzu früh ging es los und die Tour die ich gebucht hatte, hatte ihr Büro gleich direkt um die Ecke des Hostels was für mich wieder sehr praktisch war, da ich nicht weit laufen musste. Um zur Phillip Island zu kommen, muss man keine Fähre nehmen, sondern einfach über eine kleine Brücke fahren und dann ist man schon da. In dieser Tour steckten noch ein paar andere Attraktionen drin, die für mich eigentlich gar nicht so besonders waren, da wir z. B. zum Koala Sanctuary gefahren sind. Da ich ja schon in Brisbane Koalas gesehen hatte, war es nicht allzu spannend für mich, trotzdem schön zu sehen! Des Weiteren besuchten wir noch so eine Art Zoo, wo wir typische australische Tiere zu sehen bekamen, die ich aber auch schon kannte. Ursprünglich hatte ich auch eine andere Tour gebucht, wir ich nur zur der Parade gefahren wäre, aber irgendwie wurde das umgebucht und ich dachte mir: gut dann nimmste halt die Tour. Weiter ging es zu „the Nobbies“ wo wir ein paar Seehunde zu sehen bekamen, zwar nur auf der Kamera, weil die soweit draußen im Meer auf ein paar Steinen rumrobbten, aber immerhin. Außerdem konnten wir draußen noch ein paar kleine Pinguine sehen, die sich in den Gräsern versteckten. Dann ging es gegen Abend zu unserer Hauptattraktion. Die Pinguin- Parade. Da die Pinguine erst gegen Sonnenuntergang aus dem Wasser kommen um sich Schutz in den Gräsern zu suchen, mussten wir etwas geduldig sein und warten und warten … und warten. Wir kamen ungefähr so gegen acht Uhr abends an und unser Tourguide meinte zu uns, dass die Pinguine am Tag zuvor gegen fünf vor Neun aus dem Wasser gekommen wären. Zuerst schaute ich mir den Giftshop an, aber um zwanzig nach acht machte ich mich dann auch los auf die Tribüne um mir einen guten Platz zu sichern und um ja  nichts zu verpassen. Eine halbe Stunde saß ich da und es passierte nichts. Dann kamen zwei Pinguine aus dem Wasser gewatschelt und danach passierte erst mal ne ganze Zeit lang nichts mehr. Dann kamen noch mal ein paar aus dem Wasser aber immer nur vereinzelt oder in kleinen Gruppen. Insgesamt hab ich vielleicht 25 Pinguine gesehen und war etwas enttäuscht, da ich was von hunderten Pinguinen gehört hatte. Unser Tourguide meinte auch, dass das ja sehr ungewöhnlich wäre. War klar! 😉

Naja trotzdem war es eine schöne Tour mit einem netten Tourguide, was auch immer sehr wichtig ist und wir haben ja wenigstens ein paar Pinguine gesehen.

Das Beste war eigentlich, dass wir zum Dinner Pizza bekamen und dass wir auf dem Rückweg ne DVD geguckt haben. 😉 So sammelt eine Tagestour Pluspunkte 😀

Am nächsten Tag ging es noch mal nach St. Kilda, was aber nicht besonders spannend war muss ich sagen und dann zum Albert Park, wo die Formel 1 Strecke liegt. Es wurde schon fleißig vorbereitet für das große  Rennen Ende März. Ansonsten hätte man die Strecke wahrscheinlich gar nicht erkannt. Ich bin dann über die Start- und Ziellinie und ein Stück weiter über die Strecke gelaufen. Auch das war nicht besonders spannend, aber es wird interessant das im TV zu sehen, weil man weiß, dass man schon mal da gewesen ist und daher gelaufen ist.

Danach ging es wieder mit der Tram zurück in die City, wo ich noch eine Rundfahrt mit dem freien Shuttlebus gemacht hab. Da muss ich Melbourne ja auch sehr loben. Eine kostenlose Tram die einem außenrum um das CBD fährt und ein kostenloser Shuttlebus.  Da hab ich dann noch mal ein paar andere Ecken Melbournes kennengelernt. Wieder im Hostel angekommen, wollte ich eigentlich früh ins Bett gehen, da ich am nächsten Tag früh für eine andere Tour aufstehen musste, aber daraus wurde leider nichts. Nachdem ich mich nachmittags bei Starbucks hingesetzt hatte und meine 20 Postkarten geschrieben hatte traf ich noch ein paar Leute vom Zimmer, mit denen ich noch zusammen ein bisschen quatschte.

Es wurde wieder recht spät (halb zwei) und am nächsten Morgen noch härter aufzustehen, aber ich freute mich schon, denn es ging auf zur Great Ocean Road. „Nicht viele Gegenden können es landschaftlich mit der Great Ocean Road aufnehmen“ versprach mir mein Reiseführer (danke Papi) und dieser behielt Recht. Nach eineinhalb Stunden Autofahrt erreichten wir den Anfang der Great Ocean Road, die uns weitestgehend fast direkt am Wasser entlang führte und es war wahnsinnig toll. Von dem was ich bis jetzt gesehen habe, haben mich die Eindrücke von der Great Ocean Road am meisten begeistert und es ist ein Muss für jeden, der sich auch nur ein klitzekleines Bisschen für die Natur interessiert und das tut eigentlich jeder! Unsere Hauptattraktionen waren die zwölf Apostel, die auch am bekanntesten sind, aber vorher und nachher besuchten wir viele weitere tolle Sachen, die uns genauso beeindruckten. Das erste große Highlight war natürlich der Anfang der Great Ocean Road, wo wir die ersten Fotos mit dem Schild machen konnten. Davor machten wir kurz halt bei einem Leuchtturm, irgendwie Standard in Australien ;). Danach hielten wir an schönen Aussichtspunkten über die Strände und Klippen entlang und machten eine kleine aber schöne Tour durch den Rainforest, der auf dem Weg lag und danach ging es zu einer Felsenformation die sich „Razorback“ nannte und bei der ein kleiner Strand lag, der schon ziemlich beeindruckte und dann kamen wir zu den zwölf Aposteln, die eigentlich überhaupt nicht mehr zwölf Apostel sind, sondern nur noch acht. Ganz langsam aber sicher verabschieden sich die Apostel nämlich einer nach dem anderen. Sie verschwinden, bzw. „brechen ab“ durch die Wellen, die sich an ihnen brechen. Vor zwei Jahren ungefähr, sei der letzte Apostel zusammengebrochen.

Wir hatten wieder einmal ziemlich Glück mit dem Wetter, so kalt und bewölkt der Tag auch angefangen hatte, so sonnig war es als wir an den zwölf Apostel waren und die Sonne tauchte diese somit in ein wunderschönes Licht, was uns schöne Fotos schenkte! Es ist einfach wahnsinnig schön und es fühlt sich ein Stück weit so an, als wäre man schon mitten im Outback. Unser letzter Stopp war die London Bridge, die auch schon keine Brücke mehr ist, weil ein Teil schon weggebrochen ist.

Beide Touren waren absolut super, die Tourguides waren nett und lustig und ich kann sie nur weiterempfehlen! Bei beiden Touren, habe ich übrigens auch wieder Deutsche getroffen, was wirklich praktisch war, weil man dann wen zum Reden hatte. Die sind wirklich überall. 😉

Dann ging es wieder zurück nach Melbourne, wo ich Abends noch auf das Eureka Skydeck wollte, um Melbourne von oben zu sehen, da ich durch die beiden Touren einen freien Eintritt bekommen hatte. Aber ich muss sagen, das war irgendwie nichts Besonderes, das einzig Gute war, dass ich einen gepressten Penny für Nicole ergattern konnte, weil sie die sammelt.

Zurück im Hostel packte ich auch schon meine Sachen und ging ins Bett, weil ich hundemüde war und am nächsten Tag früh aufstehen musste, um meinen Bus zurück zum Flughafen zu kriegen.

Die fünf Tage haben mir unglaublich viel Spaß gemacht und verleihen mir riesige Vorfreude auf meine große Reise im Mai, da ich einfach wieder mal so viele nette unterschiedlich Leute kennengelernt habe, die die Reise um Einiges bereichern.

Das Wetter war ganz in Ordnung, dafür dass Viktoria auch erst vor kurzem von den Fluten betroffen war. Es war wenigstens nicht so schwül, wie in Queensland, was mich fast umgehauen hätte, als ich in Brisbane wieder aus dem Flugzeug stieg. Zwischendurch hat es mal geregnet, aber ansonsten mal eine Abwechslung zu dem ständig warmen und schwülen Wetter in Brisbane. Aber wir wollen uns ja nicht beschweren. 😉 Wenn ich wieder in Deutschland bin, werde ich mir wahrscheinlich sowieso erstmal wieder den Hintern abfrieren und ich mag gar nicht an den Winter denken…

So das wärs erstmal wieder von mir..

Mein Respekt allen den, die meinen wieder mal viel zu langen Blog komplett durchgelesen haben. Aber wenn ich schreibe, dann sprudelt es alles so aus mir heraus. 😉

Viele liebe Grüße an alle die das hier lesen!

Helena

Halli Hallo!

Ich war fünf Tage in Sydney und es war einfach nur genial. Sydney ist schön, aber auch sehr groß! Da ist es doch praktischer in Brisbane zu wohnen, da ist alles ein bisschen übersichtlicher!

Morgens um 8 ging mein Flieger, da hieß es dann 5 Uhr aufstehen für mich, aber alles kein Problem! Ab in den Flieger und los ging es nach New South Wales! In Sydney angekommen hieß es dann wieder die Uhr eine Stunde vorstellen, da Queensland der einzige Staat ist in Australien, der die Uhr nicht umstellt! Deutschland war jetzt also fünf Tage lang 10 h hinterher, anstatt 9h.

In Sydney angekommen ging es natürlich sofort zur größten Touristenattraktion, zum Opera House und zur Harbour- Bridge. Ausgestiegen an der Circular- Quay Haltestelle, wo mich der Zug hingebracht hatte, stand ich direkt vor den großen Fähre- Stationen, die von dort überall losfuhren. Die Harbour- Bridge auf der linken Seite, konnte ich schon ganz gut erkennen, das Opera- House auf der rechten Seite noch nicht so gut! Also ging ich an der Promenade entlang und kam immer näher bis ich es endlich komplett betrachten konnte! Wahnsinn! Das haut einen echt um, wenn man es live sieht! Es fasziniert auch ziemlich, man sieht es zwar oft im TV oder irgendwo anders, aber das es dann doch so genial aussieht, kann man erst glauben,  wenn man wirklich da ist! Aber das Dach sieht immer total weiß aus, ist es aber gar nicht! Das ist eher so cremefarbend. Vom Opera- House hab ich mir dann noch mal die Harbour- Bridge genauer angesehen und mich da hingesetzt und alle Eindrücke auf mich einwirken lassen.

Da Mara und Nicole einen Flug später gebucht hatten, hatte ich noch Zeit um mir die Stadt bei einer Sightseeing- Tour mit dem Bus anzugucken um schon mal einen genaueren Eindruck zu bekommen! Danach nahm ich dann die Fähre nach Manly und von da aus einen Bus nach Churchpoint, wo wir eine Freundin von Maras Mutter besuchten und auch über Nacht blieben. Mara und Nicole kamen mit einem Auto, dass wir uns geliehen hatten, da wir uns am nächsten Tag noch die Northern Beaches angucken wollten!

Wir also angekommen in Churchpoint, ging es auch gleich sofort ein bisschen weiter in den nahegelegen Nationalpark zum Picknick! Wir hatten eine megaschöne Aussicht auf Palm Beach, der am nächsten Morgen unser erstes Ziel sein sollte!

Wir genossen unser Picknick mit einem Gläschen Sekt, mit dem wir auf Nicoles Geburtstag nachträglich anstießen und futterten uns schön viel mit vielen Leckereinen. Danach ging es dann nach Hause und selbst das Haus der Freundin war aufregend! Nicht nur, dass wir uns sowieso schon den ganzen Tag wie im Urwald vorkamen, weil es wieder einmal so aussah, als ob Tarzan gleich an einer Liane vorbeigeschwungen kommt, weil man eigentlich nur Bäume sehen konnte, nein der Aufzug mit dem wir zum Haus hochfuhren, war unser kleines Highlight für den Tag! Aber damit noch nicht genug! Als wir am nächsten morgen duschen gingen, hatten wir einen schönen Ausblick über diesen Urwald, weil die Dusche im Bad nicht abgetrennt war und dadurch stand man direkt am Fenster! Was kein Problem war, denn sehen konnte einen eh keiner, weil man ja nur Bäume sah! 😉

Danach gab es dann erstmal ein schönes deutsches Frühstück, weil die Familie auch aus Deutschland kam und ein deutscher Bäcker in der Nähe war! Das war ein Genuss! Wie ich richtige Brötchen vermisse!

Dann machen wir uns auf den Weg um uns die Strände anzugucken! Unser erster Stopp war Palm Beach, wo wir es uns erstmal bequem machten, sonnten und das Wasser testeten! Alles topp! Ich bin so braun geworden in Sydney! Hier in Australien wird jetzt mal so richtig die Bräune aus meiner Haut rausgeholt! Flip- Flop- Streifen auf dem Fuß sag ich nur! 😉

Danach ging es dann an ein paar weitere Strände, die aber im Grunde alle gleich aufgebaut waren und den gleichen Sand hatten, dafür genossen wir aber die Aussicht über mehrere Strände hinweg von einem Lookout!

Am Nachmittag erreichten wir dann wieder Manly, wo wir uns ein bisschen genauer umschauten und direkt an der Fähre- Station asiatisch aßen! Da hab ich erstmal ausprobiert mit Stäbchen zu essen! Das hat sogar geklappt! Hab meine ganze Packung damit gegessen!

Abends brachten wir  das Auto zurück und fuhren zum Hostel in Kings Cross! Wer Sydney kennt, weiß, dass Kings Cross das Rotlicht- Milieu von Sydney ist und das stimmt auch. Wir waren umgeben von Stripclubs, doch durch die regelmäßig vorbeifahrende oder reitende Polizei, war alles recht sicher! Das Hostel war so lala, aber wir wollten ja auch nur drin schlafen! Am Freitag dann ging es auf zur großen Wanderung in Sydney! Wir wollten die Stadt zu Fuß erkunden und das taten wir dann auch! Es ging durch die Botanical Gardens, von wo wir ganz tolle Position zum Fotografieren hatten und somit wunderschöne Bilder vom Opera House und der Harbour- Bridge jeweils einzeln, beides zusammen, und natürlich mit uns drauf! Wir haben so unglaublich viele Fotos gemacht, ich glaub Nicole hat über 900 Fotos gemacht.. da bin ich mit meinen 350 schon nen bisschen pisselig, aber ich krieg die ja noch alle. Danach ging es dann auf das Opera- House zu, wo wir unsere Mittagspause gemacht haben und in „the Rocks“ haben wir eine Kneipe entdeckt, die das Oktoberfest- Feeling nach Australien holen wollte, richtig mit Schweinshaxen und Dirndl.

Danach sind wir dann noch mal die Pitt Street runter gelaufen, einer der Hauptstraßen in Sydney. Die andere ist George Street. Abends ging es dann noch auf den AMP- Tower um uns Sydney bei Sonnenuntergang noch mal von oben anzusehen. Leider war die Brücke überhaupt nicht beleuchtet und das Opera House konnte man durch andere Hochhäuser auch nicht richtig sehen!

Am Samstag stand die Tour in die Blue Montains auf dem Plan! Früh morgens ging es los, denn wir hatten zwei Stunden Autofahrt vor uns! Wir hatten eine Tour gebucht, die uns abholte und auch wieder zum Hostel hinbrachte. Die Hauptattraktion war dort die drei Schwestern zu sehen, die ursprünglich mal fünf waren! ( Berge) Allgemein konnte man natürlich nur sehr viel auf und ab sehen, mit ganz viel Bäumen überall. Aber ich hätte nicht gedacht, dass es mir so gut gefallen würde. Es war echt schön! Warum die Blue Montains, Blue Montains heißen? Wegen der zahlreichen Eukalyptusbäume, die dort wachsen. Die geben Öltröpfchen ab, die dann zusammen mit feinen Staubpartikelchen und Lichtstrahlen einen blauen Dunst über die Täler legen. So steht es in meinem Reiseführer (Danke Papa), aber wir haben uns das natürlich alles schön auf Englisch angehört, aber das wäre jetzt zu kompliziert geworden. Auf jeden Fall, war es schön, die verschiedenen Wasserfälle zu sehen und Schluchten zu bewandern. Das Highlight hierbei war der Zug am Ende der uns wieder zurück zu unserem Bus brachte. 1. wir fuhren rückwärts und 2. der Zug ging fast senkrecht in die Höhe! Mara wäre fast gestorben, aber sie war ganz tapfer!

Abends wieder im Hostel angekommen, fielen wir nur noch ins Bett, obwohl diese Wanderung noch lange nicht so anstrengend und lang war, wie die zu Fuß in Sydney, den Tag zuvor.

Sonntag wollten wir uns Bondi Beach angucken, ein ganz bekannter Strand, der sogar seine

eigene Tierarztsendung hat. (läuft immer im TV: Bondi Vet)

Hier befolgen wir auch schön brav den Insidertipp von Rob, er meinte nämlich wir sollten den Bondi- Bronte Walk machen! Wir nahmen also den Bus und fuhren bis nach Bronte, wo der Strand ein bisschen kleiner war als der Bondi Beach, aber deswegen nicht weniger gut besucht. Von Bronte konnten wir dann schön 2,5 km am Wasser entlang laufen, bzw. oben auf den Felsen, von denen man aber einen superschönen Ausblick auf das Meer, den Strand und die vielen kleinen Häuschen hatte. Irgendwie erinnerte mich das an Spanien! Ich war noch nie da, aber so in Etwa stelle ich mir Spanien vor. 😉 mit diesen vielen kleinen Häusern direkt am Wasser.

Kurz bevor wir schon fast am Bondi Beach angekommen waren, konnten wir ihn überhaupt erst sehen und der Strand war noch größer, dafür aber auch noch besser besucht! Sehr sehr busy wie ich immer sage. So viele Menschen waren da, vor allem aber auch viele junge Menschen. Ich glaub das ist ne gute Partymeile da. Wie es sich nun mal so gehört, haben wir uns dann Fish& Chips geholt und am Strand gegessen bevor es dann auch schon fast wieder hieß auf geht’s nach Hause! Wir hatten zum Glück den letzten Flug genommen an dem Abend, sodass wir noch den ganzen Tag Zeit hatten, was zu machen.

Es war auf jeden Fall ein gelungener Abschluss und Sydney hat sich von ihrer besten Seite präsentiert! Auch mit dem Wetter hatten wir wieder mal Glück: Mittwoch hat es ein bisschen gedröppelt, aber ansonsten nur strahlender Sonnenschein mit kaum einer Wolke am Himmel.

Das ich mir bereits Mittwoch schon auf den Schultern einen leichten und Donnerstag einen dollen Sonnebrand auf dem Bauch eingefangen hatte, muss ich ja bestimmt nicht erwähnen! 😉 Im Gesicht hatte ich mich immer brav eingecremt, damit meine Gasteltern nicht wieder in Ohnmacht fallen mussten!

Also Sydney ist schon was Besonderes und das muss man mal gesehen haben, aber ich bin froh nicht dort zu wohnen, so bleibt es auch immer was Besonderes!

Am 9. Februar geht es für fünf Tage nach Melbourne und gestern hab ich auch meine Flüge für meine große Reise gebucht! Dann geht es nämlich nach Adelaide, Perth und Cairns.

Viele liebe Grüße

Helena

Halli Hallo liebe Leser,

Ich wollte auch endlich mal über die Fluten berichten, auch wenn es schon längst vorbei ist und man schon vieles gehört hat, wollte ich doch mal meine Erfahrung berichten!

Uns hatte es zum Glück nicht wirklich getroffen, wir hatten zumindest kein Wasser im Haus! Wir hatten dennoch Stromausfall und sind wieder an die Gold Coast zu den Großeltern gefahren, weil ohne Strom ist eh schon ätzend genug, dann aber noch zwei kleine Kinder dabei, wäre noch komplizierter geworden.

Also, wir sahen im TV schon seit Wochen Berichte über Fluten in Rockhampton, was aber noch mal ca. 700 km nördlich von uns liegt, aber bis dahin hatten wir noch nichts über Fluten in unserer Nähe gehört und deswegen war es auch kein Grund zur Sorge.

Am Sonntag den 9. Januar kamen wir von unserem Urlaub an der Gold Coast zurück und kaum waren wir zu Hause fing es dann auch schon wieder an zu regnen wie aus Fässern, das waren keine Eimer mehr, das waren Fässer! Montag ging es dann auch schon los und wir

sahen die schrecklichen Bilder von die Flut in Toowomba, die ganz überraschend und ohne Ankündigung die Autos über die Straßen schwemmte und dann kamen die Warnungen auch für Brisbane, dass der Fluss steigen würde und bestimmte Gebiete unter Wasser setzen würde! Und von da an stand der Fernseher auch nicht mehr still! Den ganzen Tag über lief nichts anderes außer Fluten in Süd- Ost Queensland und mittlerweile hatte es auch Ipswich schwer getroffen!

Wie ich ja auch in meinen letzten Blogs geschrieben hatte, hatte es echt viel geregnet über die letzten Monate, was eigentlich alles total ungewöhnlich wäre, der trockenste Monat wurde plötzlich zum nassesten und der Dezember war durchschnittlich so kalt, wie schon lange nicht mehr! In den Wettervorhersagen wurde immer schon ein sehr nasser und verregneter Sommer prophezeit! Na toll, dachte ich mir und jetzt auch noch die Flut!

Montagmittag fing Brisbane dann an zu evakuieren und auch Rob (mein Gastvater) kam von der Arbeit nach Hause, weil die Gegend auch betroffen sein sollte.

So langsam fing es an ernst zu werden. Caroline machte sich schon die ganze Zeit sorgen, was ja nichts Neues ist, deswegen blieb ich ganz cool und machte mir keine Sorgen, denn wenn unser Haus hätte geflutet werden sollen, dann hätte das Wasser erstmal den 25% Hügel rauf kommen müssen.

Ich realisierte das alles eigentlich gar nicht, obwohl ich die Flut im TV sehen konnte und ich teilweise auch die Orte kannte von denen gesagt wurde, dass sie morgen wahrscheinlich unter Wasser stehen würden.  Es wurde die ganze Zeit davon gesprochen, dass diese Flut wahrscheinlich noch schlimmer werden würde als die von 1974, die wohl so ziemlich die schlimmste gewesen sein sollte in den letzten was weiß ich wie vielen Jahren und da hatte der Fluss wohl eine Höhe von 5.45m erreicht und Caroline erzählte mir, dass damals die Riding Road unter Wasser stand und da wurde es schon etwas gruselig, weil das die Strasse ist, die unten am Fuße unseres Hügels liegt und dann wäre es doch echt schon weit gekommen das Wasser, weil von der Strasse bis zum Fluss sind es bestimmt noch mal 900m, wenn nicht sogar noch mehr!

Aber alles halb so schlimm! Dennoch wurden die Leute sehr hektisch und nervös. Als Rob von der Arbeit kam, sollte er mal eben noch ein paar Sachen einkaufen, weil man weiß ja nie so genau was noch passiert! Rob erzählte dann, dass die Regale teilweise schon komplett leer gekauft waren und dass sich die Leute um die Sachen schon gekloppt haben und mit einander geringt haben haben bestimmte Sachen zu kriegen! Als Caroline das erfuhr war sie natürlich komplett aus dem Häusschen! Und Dienstag kam dann auch die angekündigte Flut! Das Riesenrad von Brisbane und Southbank, also die Lagune standen unter Wasser!  Die Fähren fuhren nicht mehr und die Stegs der Fährestationen gingen nicht mehr ein kleines bisschen bergab ins Wasser sondern gingen bergauf ins Wasser. Das Wasser war und ist auch immer noch Kackbraun und ziemlich gefährlich was Krankheiten anging.

Die Bilder im TV wurden immer schlimmer: man konnte z. B. eine Familie zuerst in ihrem Auto sehen, komplett umschlossen von Wasser und sie wussten nicht wie sie sich retten sollten. Ein wenig später sah man dann die Familie auf dem Dach des Autos sitzen, weil das Auto immer weiter im Wasser versank. Bis dato wusste noch keiner ob die Familie immer noch da sitzt, ob sie gerettet wurden oder ob sie überhaupt noch leben. Die Mutter und das Kind hat man Kilometer weit weg vom Auto gefunden, lebend, den Vater hat man bis heute noch nicht gefunden! Diese Bilder fand ich dann schon ziemlich krass, genauso wie die von Leuten die auf ihrem Dach saßen und darauf gewartet haben, gerettet zu werden. Und die Reporter- Helikopter hatten nichts Besseres zu tun als ihre Bilder und Videos zu machen und die im TV zu zeigen. Nachher wurden die Bilder dann nicht mehr gezeigt, weil es einfach zu dramatisch war! Ich meine, wie kann man denn auch Bilder von Personen zeigen, von denen man noch nicht mal weiß, ob sie noch leben oder nicht. Ganz egal ob man die Gesichter erkennen konnte oder nicht!

In Brisbane wurde derzeit weiter evakuiert und das Wasser stieg weiterhin! Uns ging es gut und Rob und sein Arbeitskollege versuchten das Büro mit Sandsäcken zu sichern, so wie viele andere auch versuchten, ihre Häuser zu sichern. Gebracht hat es im Endeffekt leider gar nichts, auch Rob hatte Wasser in seinem Office und er war gerade erst fertig geworden mit Renovieren! Andererseits konnte er noch von Glück sprechen, da man nachdem die schlimmste Flut vorbei war, Bilder im TV sehen konnte, wie einige Häuser aussahen und da war die ganze Wand voller Schlamm und die Kühlschränke waren nur braun und eigentlich konnte alles weggeschmissen werden!

Am Dienstag wurde Caroline dann richtig nervös, weil Rob noch mal zum Büro gefahren war um gucken wie es aussieht und sie versuchte ihn während der Zeit, die er nicht zu Hause war ungefähr alle fünf Minuten anzurufen und alles was sie zu mir immer nur sagte war: er geht nicht an sein Telefon! Ich krieg ihn nicht ans Telefon! Ja ich wär auch irgendwann nicht mehr dran gegangen! Außerdem hatte sie tierische Angst, dass die Windeln nicht reichen und dass wir nicht genug zu essen haben! Und ich guck in den Schrank und denk mir so: was denkt sie denn wie lange wir jetzt zu Hause „gefangen sein werden???“ In der Zeit hatte sie dann auch schon mit den Großeltern von der Gold Coast telefoniert und eine Shopping liste aufgestellt, was die Großeltern alles holen sollten, weil die Supermärkte ja hier alles schon leer waren und man wusste ja auch nicht, wann die Supermärkte wieder beliefert werden konnten, weil teilweise einige Orte schon abgeschnitten waren.

Abends sind dann Caroline und Rob doch noch mal einkaufen gefahren, weil der Weg noch „einigermaßen sicher“ war, auch wenn Caroline schon daran zweifelte ob wir überhaupt hier zu Hause sicher wären! Also bitte! Ich meine die Leser wissen jetzt leider nicht wo genau wir wohnen, aber ich versichere euch, ich hätte nie gedacht, dass ich mal diesen Berg mögen würde, auf dem wir wohnen! Manche Autos kacken ab, wenn sie den hochfahren müssen! Also Ja! Wir waren absolut sicher zu Hause! Das einzige was halt hätte passieren können, ist dass der Strom ausfällt, was ja dann am Mittwoch auch passiert ist so gegen Mittag rum, aber Caroline meinte vorher schon zu mir wenn das wirklich passiert, dann würden wir an die Gold Coast fahren!

Wir hatten auf jeden Fall Dienstag noch richtig dich eingekauft, auch Sachen die wir überhaupt nicht brauchten! Das Beste war aber dann dass die Großeltern auch noch mit den ganzen Einkäufen kamen, was total schwachsinnig war, weil wir auch so schon genug gehabt hätten und Rob extra noch mal angerufen hatte und gesagt hatte, dass sie nicht kommen sollten! Stattdessen haben sie dann aber einen auf Superhero gemacht und sich selber in Gefahr begeben, als sie sich auf den Weg hier her gemacht haben, weil man ja nicht genau wusste, wo es jetzt überflutet ist und wo nicht!

Ende vom Lied war dann, dass unser Schrank fast platzte, ebenso, wie der Kühl- und Gefrierschrank und Mittwoch uns dann der Strom ausfiel und wir alles ausräumen durften und an die Gold Coast schleppen durften! Super Idee mit dem Essen hochbringen!

Mittwochs morgens um 4 Uhr sollte die Flut am höchsten sein und mittags fiel dann auch bei uns der Strom aus, auch wenn unser Ort keineswegs von den Fluten betroffen war.

Erst da realisierte ich wie nah die Fluten eigentlich doch um uns herum sind! Ich konnte die ganze Zeit die Bilder sehen und ich kannte die Orte weil auch Brisbane City teilweise überflutet war, aber es kam nicht richtig an mich heran! Aber da dachte ich dann: Krass jetzt haben sogar wir keinen Strom mehr, dann müssen die Fluten ja echt großen Schaden angerichtet haben, was das Stromnetzwerk angeht.

Wir also Sachen gepackt, der Opa kam schon wieder von der Gold Coast um uns abzuholen und dann ab mit zwei vollgepackten Autos los! Es war ja auch verdammt lange her, dass wir an der Gold Coast waren.

Ich fand es eigentlich gar nicht so schlecht, weil es an der Gold Coast für mich gechillte Arbeit ist! Die Großeltern sind die ganze Zeit da und machen ab und zu was mit Toby und wenn dann gehe ich mit ihm in den Whirlpool oder fahre mit ihm zum Strand. Besser geht es doch gar nicht.

Natürlich verfolgten wir weiterhin die Bilder im TV, eigentlich blieb uns auch nichts anderes übrig, weil bis Samstag eh nichts anderes lief. Ganze Boote mit ihren Anlegestationen flossen den Fluss hinunter und der Gehweg auf dem Fluss hatte sich auch gelöst und floss in Richtung Meer. Sogar ein Restaurant was auf dem Fluss gebaut worden war wurde mehr oder weniger entzwei gerissen und floss Stromabwärts. Grauenvolle Bilder im Fernsehen und auch in der Zeitung. Das Bild der Flut 2011 überhaupt, sollte das Bild werden, das einen Soldat mit einem kleinen Kind auf dem Arm zeigt und dieses Kind hat den Nachnamen auf den Arm geschrieben bekommen, damit jeder wusste wo es hingehört! Das ging schon ziemlich an die Nerven muss ich sagen! Ein Mann wurde interviewt, der eine Frau mit ihren zwei Söhnen retten wollte und einer von den Jungs hätte wohl gesagt, dass er erst seine Mutter und seinen Bruder retten sollte und er selbst konnte nachher nicht mehr gerettet werden! Der Mann war total fertig! Diese richtig dramatischen Videos und Bilder wurden nachher nicht mehr in Australien gezeigt, weil es einfach zu emotional war und zu dramatisch!

Donnerstag hatte sich die Situation dann schon wieder einigermaßen beruhigt, zumindest sollte es nicht noch schlimmer werden und bald fingen auch schon die Aufräumaktionen an! Da muss ich Australien ja wirklich meinen Respekt aussprechen! Wie viele freiwillige Helfer sich zur Verfügung gestellt haben! Ganze Busse wurden voll gemacht und die fuhren dann dahin, wo noch Helfer gebraucht wurden! Das war der helle Wahnsinn! Ganz Brisbane schien irgendwie nur noch zu helfen! Sogar Kinder, die einfach helfen wollten, damit es anderen Menschen bald wieder besser geht und sie wieder in ihre Häuser können! Die haben sich nicht gefragt ob sie überhaupt helfen, die haben nur gefragt wo sie gebraucht werden und dann haben sie sich mit Schüppe und Besen auf den Weg gemacht! Richtig cool! Ich muss ganz ehrlich sagen, auch wenn wir in Deutschland nie soo große Probleme mit Hochwasser haben, ich könnte mir nicht vorstellen, dass man diese Menschenmassen an freiwilligen Helfern sehen würde!

Aber es ist auch irgendwo wieder typisch australisch! Das passt total zu den Leuten hier, so wie ich sie kennengelernt habe. Ich find das total genial, so ein Zusammenhalt! Wahnsinn.

Die Australier kann ich am besten mit Carolines Worten beschreiben: The Australians are all really friendly and helpful, but they are all freaking stupid! Sie sind wirklich alle freundlich und hilfsbereit, aber irgendwo haben sie echt einen an der Klatsche! Sehr sympatisch!

Das liegt bestimmt an der Sonne! Manche haben davon vielleicht einfach nur ein bisschen viel abbekommen! 😉

Auf jeden Fall sieht man jetzt kaum noch das Brisbane überflutet war, bis auf das immer noch kackbraune Wasser im Fluss und alles kehrt zum Alltag zurück.

Allerdings werde ich vielleicht keine Fähre mehr in die Stadt nehmen können. Die Ferry- Stations wurden alle so beschädigt, dass sie jetzt erstmal erneuert werden müssen und das dauert mindestens drei Monate haben sie gesagt! Da ich nur noch drei Monate in Brisbane bleibe wird das vielleicht nichts mehr! Schade!

Meine größte Sorge war ja eigentlich, auch wenn sich das jetzt nicht so schön anhört, dass ich nicht nach Sydney fliegen kann, weil der Flughafen vielleicht gesperrt war. Aber da hatte ich Glück, er war die ganze Zeit über offen und bis Mittwoch wo ich geflogen bin hatte sich auch schon alles wieder beruhigt!

Jetzt wisst ihr auch worüber ich als nächstes berichte: Sydney!

Das mit den Fluten war ein wahnsinns Erlebnis für mich, einfach weil man dadurch das Land auch noch mal richtig kennen lernen konnte fand ich! Ich möchte nicht sagen, dass ich es toll fand das mal Action in Brisbane war, sondern interessant wie dieses Land mit so einer Katastrophe umgeht, da es in Australien ja nun mal öfter Hochwasser und auch Buschfeuer gibt.

 

Viele liebe Grüße

Helena from Down under oder vielleicht doch besser Brisbane under?

Hello again…

Ja wie gesagt, ich hatte bis nach Weihnachten immer noch keine Pläne für Silvester. Das Problem war, dass ich wusste, dass ganz viele andere Au Pairs nach Sydney fliegen würden, aber das war mir einfach zu teuer. Mara war mit ner Silvesterfreizeit an der Gold Coast und Nicole hatte für Silvester nen Date. Also was machen? Ich hatte mich schon damit abgefunden, dass ich alleine zu Hause billigen Fusel in mich reinlaufen lassen und dann von unserem Hügel aus den wunderschönen Blick auf die Stadt genießen werde um 0 Uhr. Das hätte ich wahrscheinlich auch besser gemacht. Wäre aufregender gewesen als an der Gold Coast, aber so war ich wenigstens nicht allein.

Caroline und Rob hatten mich die Tage vorher die ganze Zeit gefragt was ich denn machen würde zu Silvester und ob ich jetzt schon Pläne hätte! Wahrscheinlich hatten die nur Angst, dass ich ne Hausparty organisiere! Naja nicht zu Unrecht ;). Bevor nämlich alle AuPairs ausgeflogen waren, wollten wir noch mal zusammen feiern. Ursprünglich war geplant bei Anja zu feiern, da ich aber Sturmfrei hatte bot ich an, bei mir zu feiern um das ganze mal auszunutzen! Hihi. Wir also die ganze Planung zu mir umverlegt und ab ging die Party! Und wie sie abging. Ende vom Lieb war, dass wir zehn Mädels und ein Typ waren, ein sehr heftiges Trinkspiel gespielt haben und dabei ging es nicht um Pinneken, sondern ein Glas Wein jeweils und nachher alle zusammen in den Pool gesprungen sind! Waohh hatten wir ein Spass! Ja gut die beiden Mädels die bei mir gepennt haben, haben mich nachher zwar ins Bett bringen müssen und ich hab mir am nächsten Morgen die Kloschüssel vielleicht ein bisschen genauer angeguckt als gewöhnlich, aber Frühstück gemacht habe ich trotzdem! Das tat irgendwie richtig gut! Mal wieder so richtig einen drauf machen und am nächsten Tag schön auskatern! Das hatte mir irgendwie ein bisschen gefehlt! 😉

Wenn mein Gastvater das wüsste, wäre ich wahrscheinlich achtkantig geflogen, aber was er nicht weiß, macht ihn nicht heiß! Außerdem hab ich alles wieder schön aufgeräumt und sauber gemacht!

Nun gut, nachdem ich mir meinen Urlaub mit etwas Gaudi versüßt hatte, musste ich mich endlich entscheiden, was ich denn nun Silvester mache! Caroline hatte mir dann angeboten, dass ich doch runter zur Gold Coast kommen könnte (ca. 1h Fahrt mit dem Auto) und mit Caroline, Rob noch nem anderen Pärchen feiern könnte. Nun gut, dachte ich besser als alleine! Caroline meinte dann noch irgendwas von wegen arbeiten und/oder Babysitten und mir war es eigentlich relativ egal, weil ich eh nichts geplant hatte.

Ursprünglich sollte ich Freitag zur Gold Coast kommen und Sonntag dann wieder mit den anderen Großeltern nach Hause fahren, weil die zum Lunch vorbeikamen. Aber wie das ja alles hier so ist wurde der Plan dreimal umgeschmissen und ich blieb dann bis zum 3. und bin dann mit Caroline, Rob und Lucy wieder nach Brisbane gefahren, (Toby blieb an der Gold Coast) und am 5. sind wir auch wieder runter gefahren bis zum 9.

Das bedeutete für mich eigentlich sehr angenehmes Arbeiten! Da die Großeltern ja auch da waren, hab ich mal hier was gemacht und da geholfen, aber wir haben keine festen Arbeitszeiten aufgeschrieben und ich konnte auch son ein bisschen machen was ich wollte! Also hab ich eigentlich noch mehr gechillt, als ich eh schon mache! 😉

Auf jeden Fall kam ich an der Gold Coast an, der Ort heißt Paradise Point, wo die Großeltern wohnen und ich kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Das war vielleicht eine Villa!!!

Rob erklärte mir auf der Hinfahrt, als er mich vom Bahnhof abgeholt hat, dass sie auf einer Insel leben würden und ich konnte mir das gar nicht vorstellen, weil sie davon vorher noch nie irgendwas erzählt haben, aber man merkt es auch nicht wirklich weil man nur über eine kleine Brücke fährt und dann ist man schon auf der „Insel“. Aber… diese Insel ist die Insel der Luxusvillen! Ein Palast neben dem anderen, der eine größer, schöner, eleganter, individueller und teuerer als der andere! Man kann es sich kaum vorstellen. Als wir über die Brücke fuhren passierten wir ein Tor und dieses Tor war von der Security besetzt. Caroline meinte dann zu mir dass alle 90 Sekunden ein Security­- Auto an unserem Haus vorbeifahren würde und das deswegen die Gegend eigentlich total sicher wäre. Aber ich hab nicht einmal ein Auto an unserem Haus vorbeifahren sehen, die standen immer nur vorne an diesem Tor.  Aber die Anwohner würden wohl dafür bezahlen! Naja wer’s hat… 😉

Bevor wir dann bei den Großeltern zu Hause ankamen, hat Rob eine kleine Rundfahrt mit mir gemacht und mir alle Prollvillen gezeigt! Das war schon der Hammer. Riesige Eingangsportale, Tore und große Zäune, Palmen als Allee, ich kam mir ein bisschen vor wie in einem Ferienpark.

Alles wunderschön bepflanzt und gepflegt, aber wie gesagt, die Leute zahlen ja auch dafür.

Auf jeden Fall kamen wir dann in unserer eigenen „Villa“ an und Rob meinte vorher schon zu mir, dass das ziemlich klein wäre! Caroline sagt immer die kleinste Villa auf der Insel, aber ich weiß nicht genau ob das stimmt, könnte aber wahrscheinlich schon gut hinkommen.

Toll, da hat er mich erst so beeindruckt und dann sagt er so hier sind wir dann endlich angekommen in unserm trauten Heim! Aber selbst das Haus war noch voll die Villa. Es gefällt mir sehr gut, ich mag so große Häuser ja! Wenn ich jetzt anfangen würde das Haus zu beschreiben, dann müsste ich wahrscheinlich dafür schon nen eigenen Blog anfangen. Das Haus ist erst sieben Jahre alt und somit relativ modern, aber sehr gemütlich. UND: da wir ja vom Wasser umgeben sind, hat auch so gut wieder jeder ein Boot vor der Terrasse. Die Großeltern natürlich auch.

Kaum angekommen, wurde ich dann sofort gefragt, ob ich nicht Lust hätte mit Toby in den „Spa“ (Whirlpool) zu springen, den man kalt lassen kann, aber natürlich auch erhitzen kann.

Ich also sofort die Vorzüge der Villa ausgenutzt.

Abends haben wir dann Essen bestellt, es gab indisch, für mich das erste mal, aber es war super lecker. Die Großeltern waren mit den Nachbarn auf deren Boot, also waren wir zu Hause nur 5 Leute.

Wir habens ganz gemütlich angehen lassen. Wir haben gegessen, dann gab es um neun Uhr ein Feuerwerk, auf das wir perfekten Blick hatten, weil das aus dem Park in der Nähe kam, wo eine Lifeband spielte und für die Kinder extra schon immer ein Feuerwerk um 9 Uhr veranstaltet wird. Danach zwei Flaschen Sekt, die eine 60 $ die andere 70$, aber wir haben’s ja! 😉 und dann war das Spannung eigentlich auch schon raus. Um 12 Uhr konnte ich keine einzige Rakete sehen, weil das Feuerwerk ja schon um 9 Uhr war und Caroline war um halb zwölf schon ins Bett gewandert und die Frau des anderen Pärchen ne viertel Stunde später auch. Da war ich etwas schockiert, weil ich dachte, dass wir um 12 noch mal zusammen anstoßen, aber irgendwie kam nichts mehr… wir haben uns dann das Feuerwerk von Sydney angeguckt, die auch eine Stunde voraus sind und dann bekam ich einen Anruf von meinem Papi über den ich mich sehr gefreut hab, denn so konnte ich ein bisschen mit jemandem quatschen.

Das Einzige was sich an dem Abend wirklich gelohnt hatte, war der Alkohol, weil Rob mir einen Long Island Icetea gemacht hatte, an dem ich den ganzen Abend rumgenuckelt habe, weil da soviel Alkohol drin war… joa nach dem und den zwei Gläsern Sekt fühlte ich mich dann fast so wie bei der Hausparty, nur dass ich bei der Hausparty nicht mehr wusste wie ich mich fühle. 😉

Am nächsten Morgen hab ich auf jeden Fall ein bisschen gebraucht bis ich in die Gänge kam, hab natürlich um 9 Uhr versucht in Deutschland anzurufen um denen ein frohes Neues zu wünschen, aber da kam ich schon nicht mehr durch.

Letzten Samstag waren wir alle zusammen auf dem Boot der Großeltern. Ich war schon ein bisschen aufgeregt, weil ich nicht wusste wie weit wir raus fahren werden und wer meine Geschichte vom Whale watchen kennt, der weiß auch wieso ich so besorgt war 😉 . Zudem fragte Caroline auch noch nach Seasickness- Tabletten und da dachte ich nur so.. oh nein, ich bin nicht mehr sicher ob ich überhaupt noch mit möchte. Aber wir waren nur für ein Stündchen unterwegs, ganz langsam im ruhigen Wasser. Das war sehr angenehm. So konnte ich mir dann die ganzen Luxusvillen von hinten angucken. Ganz am Ende konnte man sogar Surfers Paradise sehen, dass ist ca. 25 min von den Großeltern entfernt.

Auf dem Boot können sechs Leute schlafen und es hat zwei Toiletten. So groß sieht es gar nicht aus von außen. Die haben sogar ne Waschmaschine auf dem Boot. Natürlich auch eine Küche und so eine Art Wohnzimmer. Die Großeltern sind schon mal ein halbes damit umhergesegelt. Das wäre nichts für mich.

Danach hatten wir dann ein wahnsinns Lunch. Fast schon wie ein zweites Weihnachten. Garnelen und Muscheln und ganz viele andere Sachen! An die Garnelen hab ich mittlerweile ja gewöhnt und ich mag sie auch gerne, aber an die Austern hab ich mich nicht rangetraut. Dafür hab ich die Garnelen zum ersten Mal selber geknackt und aus ihrer Hülle rausgepuhlt. Hörte sich auch sehr ekelig an, wenn die anderen die ausgeschlürft haben.

Gestern ist Rob Kite- Surfen gegangen und der Opa, Toby und ich sind mitgekommen um zu gucken. Das fand ich ganz interessant zu sehen. Beim Kite- Surfen, steht man auf einem Brett, dass einem Snowboard sehr ähnlich sieht und man lässt sich von einem riesigen Segel, dass durch einen speziellen Gurt an der Hose bzw. am Körper befestigt ist, übers Wasser ziehen. Der Wind war so stark, dass Toby ein bisschen Sturmfrisur hatte und Rob ist ganz schön schnell übers Wasser gedüst. Mehrere Leute waren Kite- Surfen und manche haben sogar ein paar Tricks gezeigt, so sind z. B. Einige richtig geflogen für ein paar Meter, wenn sie mit dem Wind gesprungen sind. Das war richtig cool.

Ich hatte somit quasi doch meinen kleinen Urlaub und hab dabei trotzdem nicht viel gemacht und konnte auch entspannen!

Heute kehrte dann der Alltag schnell zurück, aber nicht für lange denn nächste Woche Mittwoch geht es schon auf nach Sydney! *freu*!

Also das wärs erstmal wieder von mir!

Viele liebe Grüße an alle fleißigen Leser!

Helena