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Seit drei Wochen bin ich wieder in Deutschland, zuhause. Erstaunlicher- /erschreckenderweise war ich sehr schnell wieder im Alltag drin. Das Leben geht halt weiter, auch wenn man mal ein Jahr „ausgesetzt“ hat.

Richtiger „Alltag“ ist es jedoch noch nicht für mich. Momentan bin ich auf Jobsuche und schreibe Bewerbungen.
Dafür war ich am letzten Wochenende auch auf der Frankfurter Buchmesse. Wobei es dabei eigentlich darum ging Freunde wiederzusehen, da ich in Mainz studiert habe und immer noch einige Kommolitonen dort sind. Somit war es ein schönes Wochenende. Abgesehen von der Fahrt hin und zurück, denn ich scheine Stau anzuziehen. Am Freitag bin ich natürlich in die Vollsperrung auf der 45 gekommen und habe statt 3Stunden 10 benötigt. Am Montag war ich dann noch auf einem Konzert und von da aus bin ich direkt nach Hause, um nicht in einen Stau zu kommen. Das Glück wollte nicht mit mir sein, denn auch dieses Mal war eine Vollsperrung im Spiel. Gott sei Dank in der anderen Richtung, aber trotzdem war meine Strecke betroffen. Es ging trotzdem wesentlich schneller als auf der ersten Fahrt.

Für die nächste Zeit, wird dies erstmal das letzte Mal sein, dass ich hier im Blog schreibe. Über Bewerbungen zu berichten, ist wahrscheinlich nicht sonderlich interessant 😉
Wenn (wenn, nicht falls) ich mich mal wieder auf mache in die Welt, melde ich mich wieder. Ich hoffe, dass es Spaß gemacht hat hier zu lesen und zu sehen, wo ich war und was ich alles erlebt habe.
Auf jeden Fall kann ich sagen, dass ich es vermisse. Neuseeland, das Reisen und die Menschen, die ich dort getroffen habe. Und ich denke, das hier werd ich auch ein wenig vermissen: Menschen damit neidisch machen, was ich erlebe 😉 Oder ihnen einfach nur mit meinen Geschichten eine Freude machen.

Bis bald,
Anna

Meine letzten Stunden haben geschlagen. Um Mitternacht geht mein Flieger nach Deutschland und dort lande ich dann am Sonntagmorgen.

Vor der Kunstgalerie

Doch meinen letzten Tag verbringe ich noch in Kuala Lumpur. Seit Donnerstag bin ich nun hier und es gefällt mir wirklich gut. Mal abgesehen von dem Wetter, denn es ist immer über 30°C und dazu eine unglaublich hohe Luftfeuchtigkeit. Daran muss man sich erstmal gewöhnen.
Meinen ersten Tag hier habe ich der Innenstadt gewidmet und mir den Kuala Lumpur Tower und eines der höchsten Gebäuden der Welt angesehen. Die Petronas Towers sind 452m hoch und galten zwischen 1998 und 2004 (wenn auch umstrittenerweise) als die höchsten Gebäude der Welt. 2004 wurde dann der 508m hohe Taipai eröffnet. Nun ist der Burj Khalifa (828 Meter) das höchste Gebäude der Welt. Meiner Meinung ist es einfach nur ein Gebäude, sodass ich meinen nächsten Tag interessanter fand. Dort ging es dann zu den Batu Caves. Die Höhlen werden heute als Gebetsstätte genutzt und beherberen mehrere Tempel. 272 steile Treppenstufen führen hoch zu den Höhlen und auf dem Weg nach oben wird man von Makaken begleitet. Zunächst dachte ich, dass die Affen wirklich niedlich sind, doch da ich ihnen nichts zu essen geben konnte (und wollte) wurden mir gebleckte Zähne gezeigt oder einfach ignoriert. Letzteres habe ich bevorzugt.

In der Stadt gibt es zudem noch unzählige Märkte auf denen man nicht nur allmögliche Sorten von Essen kaufen kann, sondern auch alles von Taschen, TShirts, Schmuck… was auch immer das Herz begehrt. Natürlich muss man hart verhandeln und nachdem ich die ersten paar Male garantiert zu viel gezahlt habe, bin ich besser geworden.

So, und das war mein letzter Eintrag aus dem Ausland. Wir sehen uns dann in Deutschland! 🙂

Why so serious?!? Der Joker in einer von Melbournes StraßenDas Festland hat mich wieder und statt der üblichen Touristenattraktionen, suche ich nach Straßenkunst in den unzähligen Gassen von Melbourne. Es gibt hier etliche Hinterstraßen, die voll sind mit Graffiti und anderen Kunstwerken. Natürlich ist nicht alles schön, doch ich habe schon so einige ziemlich beeindruckende Werke gefunden. Zudem kann man in den Gassen auch mal eine echt gute Bar oder interessante Läden finden. Nicht nur die Hauptstraßen sind voll mit Geschäften. Die Schätze sind meist versteckt und wollen entdeckt werden.

Melbourne heißt aber auch, dass ich mein letztes Ziel in Australien erreicht habe und meine Reise bald ein Ende hat. Zwei Tage habe ich noch für Melbourne (morgen geht es an der Great Ocean Road entlang) und dann fliege ich ab nach Kuala Lumpur. Ein kurzer Zwischenstopp in Malaysia bevor es dann endgültig nach Hause geht.

Seit fast zwei Wochen bin ich nun in Tasmanien, dem „kleinen“ Inselstaat Australiens. Meine Reise startete in Hobart, der Hauptstadt. Dort habe ich in meinem Hostel meine Reisebegleitung, Florence, für die nächsten anderthalb Wochen getroffen.

 

Hinter den Ohren kraulen mögen sie am liebsten! Mein erstes Hautnah-Treffen mit einem Forrester-Känguru

Das Ganze hat lustig angefangen, denn eigentlich wollten wir nur zusammen frühstücken und es artete etwas aus, denn wir haben irgendwie beim hitchhiken einen Fahrer „gekidnappt“, der uns den halben Tag herumgefahren hat. Da das so gut geklappt hat war der Plan gefasst, dass wir eine Weile zusammen reisen. Am nächsten Tag sind wir noch in Hobart geblieben, aber nicht im Hostel. Florence ist Couchsurfer. Das ist quasi hitchhiken, nur mit Schlafplätzen.

Wir sind also mit vielen Autos und vielen Personen durch Tasmanien gereist und haben in den Häusern von ein paar netten Australiern gewohnt. Ob nun der Bootdesigner, der Fischermann oder die ehemalige Navy-Soldatin, sie alle haben eine Couch oder ein zusätzliches Bett zu vergeben. Dazu gibt es dann interessante Gespräche, Diskussionen und Touristentouren.

Couchsurfen wollte ich schon eine Weile ausprobieren, doch dazu gekommen bin ich nicht. Aber es macht wirklich Spaß und ich werde es in Zukunft wohl öfters mal machen. Man lernt die Menschen kennen und wo und wie sie leben. Dazu gibt es viele Insiderinformationen und.. es ist kostengünstig, denn man zahlt nichts. Außer ein Abendessen oder eine Flasche Wein, je nach den Kochkünsten.

Nun bin ich wieder in Hobart und mache noch ein paar Tagestrips in die Umgebung. Dann geht es wieder zum Festland, um ein paar Tage in Melbourne zu verbringen.

Hallo aus Oz!
Nach einem viel zu langen Tag am Flughafen saß ich im Flugzeug nach Sydney. Angekommen wurde es dann ein wenig interessanter: Zum Einen gibt es einen riesigen Unterschied bei der Passkontrolle, denn da sind die Australier ähnlich freundlich wie die Deutschen (gelächelt wird da nicht). Zum Anderen hatte ich eine Dose mit Salz, Pfeffer und andere Gewürze mit mir. Ich wollte die Gewürze noch für meinen letzten Monat nutzen und war auch so klug das vorher zu deklarieren. Ähnlich wie die Neuseeländer sind Australier sehr streng mit ihren Kontrollen bezüglich der Einführung von Lebensmitteln. Es ging für mich also statt durch die Röntgenmaschine gleich zum roten Teppich, zum Hund. Der wuselte dann freudig an meinem Rucksack vorbei und fand die Box natürlich unglaublich interessant, sodass ich alles nochmal erklären durfte, was ich da habe. Aber Ehrlichkeit bewährt sich, denn ich durfte meine Box mitnehmen.

Dann kam aber der Schock. Ich hatte meine Sachen ins Hostel gebracht und wollte mir dann etwas zu Essen holen. Es war in Sydney dann 21Uhr, in Neuseeland 23Uhr. Es war ein Schock so viele Menschen zu sehen, so viele Autos, der Lärm, die Hochhäuser und die Läden, die alle noch offen hatten. Ich war so etwas einfach nicht mehr gewohnt! Vor ein paar Wochen bin ich um kurz vor 22 Uhr in Wellington durch die Stadt gelaufen und die Straßen waren tot (im Vergleich zu Sydney). Mit anderen Worten: Ich bin mit weit aufgerissenen Augen durch die Stadt geirrt.

Diese Schockstarre hat sich mittlerweile aber gelegt. In den nächsten Tagen bin ich durch die Stadt gelaufen, zur Habour Bridge, zum Opera House, durch den botanischen Garten, in den Zoo und heute zum Bondi Beach DEM Strand von Sydney. Und nun, nun warte ich darauf, dass es 20.40Uhr wird, denn dann geht mein Zug nach Melbourne. Ab durch die Nacht, um die 970km.

Opera House und Habourbridge im Hintergrund

Nicht in einem schmutzigen, nassen Loch, in das die Enden von irgendwelchen Würmern herabbaumelten und das nach Schlamm und Moder roch. Auch nicht etwa in einer trockenen Kieshöhle, die so kahl war, dass man sich nicht einmal niedersetzen oder gemütlich frühstücken konnte. Es war eine Hobbithöhle, und das bedeutet Behaglichkeit. – „Der kleine Hobbit“ – J.R.R. Tolkien

Und nachdem ich die jetzt mit eigenen Augen gesehen habe, will ich auch so eine haben!

Bilbos Höhle

Als meinen letzten Ausflug in Neuseeland habe ich mit Hobbiton ausgesucht. Ein letztes Mal Mittelerde besuchen und auf den Spuren des Hobbits und der Gefährten (ob nun in „Der Herr der Ringe“ oder in „Der kleine Hobbit“) wandeln.
Nach den Filmarbeiten von „Herr der Ringe“ wurde die Kulisse zum größten Teil abgebaut. Wegen schlechten Wetters wurde nicht alles abgebaut und nachdem die Farmbesitzer immer mehr Interessenten hatten, die sich das Filmset ansehen wollten haben sie mit New Line Cinema einen Vertrag abgeschlossen, um Touren anbieten zu können. Im letzten Jahr fingen dann die Dreharbeiten für die drei Hobbit-Filme an und so wurde alles wieder aufgebaut. Dieses Mal wurde nichts wieder abgebaut, sodass ich ein wunderschönes Set besuchen konnte!
Es ging vorbei an winzigen und größeren Hobbithöhlen. Es kam immer darauf an, aus welcher Perspektive und mit welchen Schauspielern gedreht wurde, damit die Größenverhältnisse stimmen. Der große Partybaum unter dem Bilbo seinen 111. Geburtstag gefeiert hat, steht in der Mitte des Ortes und ist wirklich beeindruckend. Bilbo und Frodos Höhle darf man leider nicht betreten, da sie aber am höchsten Punkt des Ortes liegt und der wichtigste Auenland-Ort in den Büchern (und Filmen) ist, ist es die schönste Höhle von allen. Natürlich nur von außen, denn die Höhlen sind nichts weiter als Außenfassaden. Die Innendrehs wurden alle in Wellington gemacht. Von Bilbos Höhle gibt es in zwei Innenvarianten: Eine große, damit Bilbo normal darin aussieht und eine kleine, damit Gandalf viel zu groß wirkt. Die große dient nun Peter Jackson in seinem Haus in Wellington als Gästezimmer.

Meine Hobbithöhle

Es ist wirklich beeindruckend, wie viel Lieb zum Detail dem Set gegeben wurde. Obwohl man die meisten Details in den Filmen gar nicht sieht! An den Fensterrahmen sind feine Schnitzereien, das Holz wurde extra auf Hobbitgröße gehackt. Es gibt Gemüsegärten, die auch jetzt noch gehegt und gepflegt werden. Und dann ist da noch das Projekt mit dem „Grünen Drachen“. Der „Grüne Drache“ ist die Kneipe in Hobbiton. Wir durften wegen Bauarbeiten leider nicht nah dran, aber der Blick über den Teich hat schon einiges gezeigt. Zum Kinostart vom ersten Hobbit-Film soll der „Grüne Drache“ eröffnet werden, als echte Kneipe, mit Auenlandbier. Das hat übrigens nur 1% Alkohol. Man wollte den Schauspielern zwar Bier geben, aber keine Alkoholleichen beim Dreh haben.

Nach diesem Tag im Hobbit-Land bin ich schon sehr auf den Film gespannt, auf alle drei Filme. Und ich kann andauernd sagen: Da war ich schon!

Gerade sitze ich in meinem Bus von Tauranga nach Auckland (absoluter Luxus, er hat freies Wifi). In ein paar Stunden sitze ich im Flieger nach Sydney. Das war Neuseeland für mich. Für’s erste, denn ich werde ganz bestimmt nochmal hierher kommen.

Von dem einen Vulkan bin ich nun zum nächsten, mit einem kurzen Zwischenstopp auf einem Vulkan. Man könnte es eine heiße Angelegenheit nennen, aber es hat mehr gestunken (und geregnet).
Von Taupo aus ging es für mich nach Rotorua, die am gleichnamigen See liegt. Dieser See ist jedoch der Krater des Rotorua Caldera. Ausgebrochen ist er das letzte Mal vor ungefähr 240,000 Jahren und seine Hitze verteilt er auf dem ganzen Gebiet in und um Rotorua herum. Dadurch gibt es überall heiße Quellen und Geisire, die zur größten Touristenattraktion gehören. Obwohl dadurch die Stadt unglaublich nach verrotteten Eiern stinkt (vor allem, wenn man in der Nähe der Quelle steht) ist es eine der meistbesuchtesten Städte der Nordinsel. Ich kann es schon verstehen, denn es ist faszinierend, wenn ein ganzer Park in Dampf gehüllt ist und es in den kleinen Tümpeln das Wasser brodelt oder plötzlich eine 30Meter hohe Fontäne in die Luft steigt.

Nach ein paar Tagen war mir der Eiergeruch aber genug und ich habe mich auf den Weg an die Westküste gemacht, nach New Plymouth. Die Stadt liegt am Fuße des Mount Taranaki, einem anderen Vulkan, der fernab der Vulkangruppe in der Mitte der Nordinsel liegt. Dieser Stadtort wird von den Maoris folgendermaßen erklärt:
Taranaki war früher auch in der Mitte der Nordinsel angesiedelt, bei all den anderen Vulkanen. Dann begann jedoch eine Rivalität zwischen den Vulkanen, um die Gunst von Mount Pihanga, und ein Kampf brach aus. Mount Tongariro hat diesen Kampf gewonnen, Taranaki an der Seite verwundet und von der Mitte der Insel verstoßen. Taranaki floh und auf seinem Weg an die Westküste zog er eine tiefe Schleife, der heute als Whanganui River bekannt ist. Als er seine jetzige Position eingenommen hat, sammelte er Regenwolken um sich, um seine Tränen zu verbergen. Wenn er sich jedoch in seiner vollen Pracht zeigt, so will er Pihanga an sich erinnern. Aus diesem Grund bricht der Tongariro immer wieder aus, um Taranaki zu warnen, je wieder zurück zu kommen.

Seit Montag befinde ich mich in Taupo, am Lake Taupo und nah am Tongariro. Und der hat es dann am Montag selbst nach Deutschland geschafft. Nach einer hundertjährigen Ruhe hat sich der Vulkan entschlossen, doch mal wieder Asche und ein wenig Geröll zu spucken. Glücklicherweise ging der Wind und somit die Aschewolke in die süd-östliche Richtung, sodass Napier und Wellington schlechte Luft hatten und nicht ich hier oben. Es ist auch niemand in Gefahr gekommen und die Nachrichtenreports, die ich im Radio verfolge, klingen ziemlich relaxt. Es kommt was kommt und dann wird man sich damit beschäftigen, Sicherheitsvorkehrungen wurden natürlich vorgenommen und damit muss erstmal gewartet werden. Warum also Panik schieben?!
Mit dem Ausbruch wurde mir so aber auch die Möglichkeit genommen das Tongariro Crossing zu machen, einer Tageswanderung hoch auf den Tongariro, entlang der Emerald Lakes und der Möglichkeit Mount Ngauruhoe zu besteigen. Letzterer ist übrigens weltberühmt und mittlerweile besser als Mount Doom, oder im Deutschen als „Schicksalsberg“ bekannt. Außerdem ist der Name wesentlich einfach auszusprechen.

Meine Reise vor Taupo führte mich aus der Hauptstadt Wellington nach Napier. Dort bin ich ein paar Tage geblieben und habe auf besseres Wetter gehofft, doch das kam nicht. Also bin ich nach Taupo. Montag geht es dann nach Rotorua. Dort gibt es etliche thermale Quellen, weshalb die ganze Stadt einfach stinkt. Zudem wurden einige Maoridörfer nachgebaut, in denen Aufführungen gezeigt werden, wie die Rituale der Maori früher aussahen. Ich denke, dass das sehr interessant sein wird, wenn auch sehr touristenlastig. Aber das bin ich ja auch.

Nach ganzen zweieinhalb Monaten habe ich mein geliebtes Nelson nun endgültig verlassen. Eigentlich hatte ich am Sonntag gehen wollen, ahb es dann aber auf Montag verschoben.. und jetzt wird es doch Mittwoch geworden, weil mir der Abschied einfach zu schwer fällt. Das Hostel und die Leute, die hier leben sind mir sehr ans Herz gewachsen und wir sind wie eine kleine Familie (gut, eine etwas größere Familie, immerhin sind wir ~14 Leute). Es wird zusammen gekocht und gefeiert und einfach nur die Zeit miteinander verbracht. Ob nun in Nelson selbst oder in der Umgebung.
Ich hoffe wirklich, dass wir in Kontakt bleiben und uns vielleicht auch wieder sehen. Bei den Deutschen in der Runde bin ich mir da eigentlich ziemlich sicher, so weit auseinander wohnen wir nicht. Frankreich und England sind auch kein Problem. Interessanter wird dann schon Kanada, Brasilien, Argentinien, Finnland, Malaysia, Japan und China. Das sind doch mal nette Urlaubsziele!

Der Abschied von Nelson heißt aber auch, Abschied von der Südinsel. Ich habe noch einen Monat, um mir die Teile der Nordinsel anzusehen, die ich noch nicht gesehen habe. Also alles zwischen Wellington und Auckland. Und am 30. August werde ich dann in den Flieger nach Sydney steigen, um für einen Monat ein kleines bisschen von Australien zu sehen. Wer weiß, vielleicht gefällt es mir so gut, dass ich mir noch mal ein work&holiday Visa hole und ein Jahr in Australien verbringe…

Es ist ruhig geworden im Hostel. Insgesamt fünf Personen, die auf lange Zeit im Hostel gewohnt haben, sind am Wochenende abgereist. Das ist die Hälfte unserer „Familie“ und man merkt es schon sehr.

Doch das Leben geht weiter und ich wollte mal den unbewussten Mittelpunkt des Hostels vorstellen:

Die Weltkarte hängt im Wohnzimmer, schön neben dem Kamin, der abends immer an ist (es ist immerhin Winter). Und drumherum sind Sessel.
Jeden Abend sitzen Leute in diesen Sesseln und es gab noch keinen Abend an dem nicht die Karte, die Länder darauf, Thema waren. Ob es nun bedeutet, dass man zeigen soll, wo man herkommt, wo man schon gereist ist oder – etwas was ich ganz besonders mag – wo man noch hin möchte. Die Karte eröffnet unglaublich Möglichkeiten und man lässt der Fantasie gerne freien Lauf, wenn man an einem kalten Abend am Kamin sitzt. Manchmal wird auch einfach nur das eigene oder jemand anderes Wissen getestet, indem Länder oder Städte gesucht werden müssen. Das kann dann auch schonmal in eine peinliche Situation führen, wenn man ein Land/ eine Stadt nicht finden kann.

 

Und noch ein kurzer Nachschub bezüglich des Wetters… soweit ich weiß geht es euch nicht so ganz so gut im deutschen Sommer.. Wenn meine Wetteranzeige richtig ist, sind verdammt viele Wolken am Himmel und sonderlich trocken und warm scheint es auch nicht zu sein. Im Vergleich dazu bin ich mit meinem neuseeländischen Winter echt zufrieden: Wir haben ganze 13°C, klarer Himmel mit einer warmen Sonne und keinen Wind. Da ziehe ich den WInter wirklich vor!

Schöne Grüße aus dem sonnigen Nelson ins regnerische Werl! 😉