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Wie viel Gewalt verträgt eine Frau??? Donnerstagabend, mein nächster interessanter Termin im Roncallihaus: Frau Ulrike Dustmann berichtet über ihre Erlebnisse und Erfahrungen als Betreuerin im Soester Frauenhaus. Erschienen sind knapp 40 interessierte Frauen.Um es vorwegzunehmen: Ich war geschockt über die vielfältigen Arten von Gewalt, die sich vor unseren Türen in vielen Familien abspielen. Zudem sind mir einige weitere Lichter aufgegangen über Hintergründe, warum so viele gedemütigte Frauen (über 50%) zu ihren „Be-Herrrschern“ zurückkehren und verbleiben.Opfer häuslicher Gewalt sind in der Regel Frauen und natürlich ihre Kinder, die diese Konflikte hautnah miterleben müssen.Leider erst seit 30 Jahren wird das, was früher unter den Teppich „Ehekonflikte“ gekehrt wurde, beim richtigen Namen genannt: sexualisierte und psychische Gewalt. Und das sind eindeutig strafbare Handlungen. Von diesen Formen der Gewalt ist statistisch jede 4.Frau betroffen!!! Diese Formen der Gewalt finden in allen Schichten, Altersgruppen und Kulturen statt, was eigentlich nichts anderes sagt, als dass das Patriarchat,  die Macht des Stärkeren, noch lange nicht überwunden ist oder – wie ich glaube – jemals sein wird.Es bedarf schon einer gehörigen Portion Leids – und auch Mut und Kraft -, bevor betroffene Frauen ein Frauenhaus aufsuchen, denn die Flucht kann einen sozialen Abstieg bedeuten und ist mit Scham und Isolation verbunden. Es ist doch erschreckend, dass – so die Dozentin – alle Frauen die Schuld bei sich selbst suchen. So meinte eine Betroffene, die ein in der Mikrowelle erhitztes Mittagessen an den Kopf geworfen bekam, sie habe ja auch wirklich nichts Frisches gekocht. Unglaublich!Gewalt beginnt schon da, wo Familienmitglieder systematisch das Selbstwertgefühl ihrer Angehörigen zerstören, z.B. durch Bemerkungen wie:“ Das kannst du eh nicht!“ oder „Du bist doch für alles zu blöd!“Was mich besonders traurig gemacht hat: Viele Frauen schaffen es erst nach 4-5 Fluchten in ein Frauenhaus, ihren „Peiniger“ zu verlassen.Zum Schluss noch ein paar statistische Fakten, die deutlich machen, wie groß das Elend ist: in der BRD gibt es 360 Frauenhäuser, davon 65 nur in NRW, in Soest allein haben sich im letzten Jahr 85 Frauen an das Frauenhaus gewandt, die Dunkelziffer ist weit höher! Diese Zahlen sprechen für sich.Ich wünsche allen Frauen, rechtzeitig die Notbremse ziehen zu können, und ich wünsche mir, dass  die verursachenden Männer sich möglichst schnell wirksamen therapeutischen Maßnahmen stellen!Ihre und EureHeidi Bertels  

Ich weiß nicht, wie Sie es mit der  sogenannten „Alternativen Medizin“  halten, aber mit zunehmendem Alter habe ich selbst diesen Bereich immer mehr in mein Leben mit einbezogen. Wir alle wissen, dass es Krankheiten gibt, wo auch die Schulmedizin passen muss. Hier ist die Alternative Medizin gefragt. Optimal sicherlich das Zusammenspiel Schulmedizin – Alternative Medizin oder letzteres für sich allein.

 

Da ist ja auch noch die Kostendämpfung.  Genauso wie Sie, bezahle ich fast alle Medizin aus eigener Tasche. Folgedessen kommen auch die sogenannten „Hausmittelchen“  aus Großmutters Nachlass wieder auf den Tisch. Meine Krankenkasse bietet diese sogar in einer eigenen Broschüre an. Tipp: Fragen Sie auch einmal bei Ihrer Kasse nach.

 

Soviel zum Einstieg in dieses Thema.  Am vergangenen Dienstag ging es um die „Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)“, wozu der Regenbogen-Kindergarten in Wiehagen eingeladen hatte.

Eine Gruppe äußerst interessierter Frauen nahm dieses Angebot wahr. Einige aus diesem Kreis hatten sich schon mit der Traditionellen Chinesischer Medizin beschäftigt, für die anderen war dieses Gebiet noch neu.

 

Ulrike Schmidt, Heilpraktikerin mit Zusatzausbildung in TCM, stellte in einem äußerst interessanten Vortrag die Medizin vor. Ich merkte ihr sofort an, sie ging in dem Thema auf, sie sah es als das „Ihrige“ an und brachte den Bereich sachlich rüber.  Eigene Krankheitserfahrungen waren für Frau Schmidt der Auslöser, Heilung durch alternative Analyse und Behandlungsmethoden zu suchen und eine Ausbildung zu beginnen.  Es ist immer gut, wenn jemand von eigenen Erfahrungen spricht und daraus auch einen eigenen Nutzen gewonnen hat – und diesen noch weitergibt.

 

Die Traditionelle Chinesische Medizin wirkt vorbeugend, Krankheiten können durch sie auf den Weg der Heilung gebracht werden. Hierbei ist es wichtig, auf sich selbst zu hören, auf den eigenen Körper. Unter Einbeziehung von Körper, Geist und Seele geht es darum, eine gesundheitliche Störung als ein Ganzes zu erfassen. Yin und Yang müssen gleiche Anteile des Ganzen haben. Yin ist weiblich und weist auf passive Menschen hin, auf ruhende weibliche Prinzipien, auf das Bewahrende, auf die Bewegung von innen nach unten. Yang ist männlich. Im Gegensatz zum weiblichen zählen hier das Aktive, das Bewegende, das männliche Prinzip, die Bewegung nach außen, das nicht greifbare sowie das Kraftvolle.

 

An Hand einer schematischen Darstellung wurden Faktoren erläutert, die im Alltag vorkommen und somit zur Ungleichheit von Yin und Yang führen. Hierzu können gehören:

 

·        Überbelastung

·        Kraftlos

·        Angstgefühle

·        Migräne

·        Magen- und Verdauungsstörungen

·        Menstruationsprobleme oder auch

·        Allergien und Infekte ……………… .

  

Wir alle wissen, dass durch die Hektik des Tages, alles muss schneller und effektiver gehen, keine Zeit, Familie und Beruf, Kinder, Schule, Ausbildung der Kinder, Pflege der Eltern, Wohnung, Haus, Garten, Urlaubsreise und nicht zu vergessen:  Die Planung der Freizeit!!!!!!!!!     einiges auf der Strecke bleibt. Und was? Unsere eigene Gesundheit.

Wie bereits festgestellt, wir müssen mehr auf den eigenen Körper achten. Wir Frauen müssen mehr hinterfragen, viele Dinge neu entdecken und wieder den Lebenszyklus ehren.

 

Wir pflegen die Traditionen nicht mehr und die damit verbundenen Übergänge im weiblichen Körper.

Hierzu gehört die Geburt, das Kindsein, die Menstruation, Gründung einer Familie, wirtschaftlicher Aufbau, die Wechseljahre, das Alter, der Tod. Um hier mehr Klarheit zu erhalten, kann die Verarbeitung in spirituellen Verhaltensweisen hilfreich sein –ansonsten sind wir, so die allgemeine Meinung, exotisch angehaucht.

 

Jede Frau muss sich um sich selbst kümmern, sich entspannen und suchen, was ihr gut tut. Wir müssen Emotionen, die wir nicht losgeworden sind und Gedanken, obwohl wir körperlich schon abgebaut haben, endlich loslassen. Das ist schwer.  Denn was wir über Jahre antrainiert haben ist nicht von jetzt auf gleich veränderbar.  Alles ist verbunden mit unserer Lebenskraft – und auf die müssen wir Frauen, wenn wir unserem Körper etwas Gutes tun wollen, achten.

 

Zum Abschluss wies Frau Schmidt noch auf folgende Bücher hin:

 

·        Ernährung der nach Traditionellen Chinesischen Medizin (Fachbuch für Laien)

von Peter Hollmeyer

·        Der Schein des Mondes auf dem Wasser

von Xiaolan Zhao

·        Frauenkörper – Frauenweisheit

von Dr. med. Christiane Northrup

  

Ein Abend, der mich in einigen Punkten doch zum Nachdenken gebracht hat ………… und der eine Wiederholung verdient.

 

Ganz liebe Grüße, bleiben Sie alle weiter fit, munter und gesund oder werden es

Eure / Ihre

Elvira Biekmann

         

 

100 Jahre Internationaler Frauentag Schon am Freitagnachmittag begannen wir (Elvira Biekmann und ich), natürlich mit der tatkräftigen Unterstützung der Hausmeister, mit den Vorbereitungen und der Dekoration für die Veranstaltung „100 Jahre Internationaler Frauentag – Sonntagsmatinee“.Getränke, Plakate, Ständer, Blumen, Kerzen, Tischdecken u.a. mussten erst einmal aus Elviras Auto geschleppt werden. Bei entspannter Musik (die Hausmeister Günter und Kevin hatten nämlich ihre neuen Boxen, die einen phantastischen Klang wie im Kino erzeugen, angeschlossen) ging uns die Arbeit leicht von der Hand und nach 2 Stunden waren wir auch schon fertig und mit unserer Arbeit sehr zufrieden. Wir wollten ja, dass sich unsere Gäste wohl fühlen werden. Der Sonntag konnte kommen!Während Elvira die Gäste einzeln begrüßte, besaß ich die verantwortungsvolle Aufgabe, Fotos zu schießen. Ich hoffe, jeden Gast einmal vor die Linse bekommen zu haben. Wie ich feststellen musste, sind Frauen (mich und Elvira („Komm bloß nicht zu nah!“) eingeschlossen) sehr eitel, wenn es um die bildhafte Verewigung geht.Zu Beginn gab es ein Gläschen Sekt, bevor nun der offizielle Teil mit Elviras Begrüßung zum „100. Internationalen Frauentag“ begann.100 Jahre! Das hört sich wirklich viel an, aber wenn man mal genau überlegt, wie lange es schon Männer und Frauen gibt, sind 100 Jahre erst einmal der Anfang, in denen aber schon vieles – längst noch nicht alles – erreicht worden ist.Lange – so Elvira – hätten Frauen im Hintergrund gewirkt und sich in der Öffentlichkeit zurückgehalten. An dieser Stelle hat Elvira mich gebeten, darauf hinzuweisen, dass sie mit interessierten Frauen einen Rundgang durch Wickede plane, der Frauen, die sich durch „gelebte Aktivität“ in Wickede ausgezeichnet hätten, nicht in Vergessenheit geraten lässt.Begrüßt wurden unsere rund 80 Gäste (darunter auch einige Männer) auch von der stellvertretenden Bürgermeisterin Gertrud Martin, die u.a. erwähnte, dass noch in den 50-er Jahren eine Frau nur mit Zustimmung ihres Ehemannes ein Konto eröffnen oder einen Arbeitsplatz annehmen konnte. Nicht zu glauben!!! Bin ich froh, dass ich 10 Jahre später geboren wurde, aber mein Mann hätte mir das sicherlich erlaubt J.Sehr aufmerksam und gespannt lauschte ich der anschließenden Festrede von Angelika Weigt-Blättgen, der leitenden Pfarrerin der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen. Mit angenehmer und klarer Stimme gab sie einen anschaulichen Abriss der Geschichte des „Weltfrauentages“  von Clara Zetkin bis heute. Sehr eindrucksvoll und aufschlussreich!Sie beendete ihren Vortrag mit den Worten, dass es derzeit manchen Rückschritt bei der Gleichberechtigung gebe und eine große Herausforderung die Themen „Gewalt gegen Frauen“, „Frauen und Pflege und die „Rentenfrage“ seien. Es gibt also weiterhin sehr viel zu tun!Eingeladen hatten wir auch die Liedermacherin Carla Ludwig aus Soest, die schon vor 15 Jahren zum 1.Internationalen Frauentag in Wickede zu Gast war.Wenn meine Stimme nur halb so gut klänge, wäre ich schon zufrieden. Sie meinte, ihre tolle Stimme sei ein „Gottesgeschenk“. Da hat er mich wohl bei der Verteilung gesanglicher Qualitäten vergessen.Mit ihren fröhlichen, aber auch nachdenklichen Liedern gestaltete sich das Programm sehr kurzweilig, zumal das Publikum mitspielen und mitsingen durfte.Ich fand es sehr mutig und offen von ihr, dass sie Vieles, auch sehr Privates aus ihrem Leben einem Publikum erzählte, das ihr doch eigentlich fremd war. Als ich sie daraufhin ansprach, meinte sie, es sei ein Teil ihrer Lebensreflexion und solle anderen Frauen Mut machen, über sich selbst, über ihre Probleme und deren Lösung nachzudenken. Sie hat es mit ihren Liedern und Gedichten geschafft, dass eine Frau nach der Veranstaltung zu ihr kam und sich mit den Worten bedankte, dass sie nun wisse, wohin ihr Weg in Zukunft gehe. Bemerkenswert!Wer Carla Ludwig auch kennen lernen möchte: Am 10.April um 11 Uhr tritt sie mit einigen anderen Musikerinnen im Cafe „Dreiklang“ in Werl auf.Abgerundet wurde das tolle Programm mit zwei Bauchtänzen, die Eva Bernais geschickt und anmutig präsentierte. Sie erhielt mit Recht viel Applaus für ihre gekonnte Darbietung.Nach so viel Nahrung für Augen, Ohren und Hirn  gab´s auch etwas Leckeres für den Magen. Das sympathische Wirtsehepaar Wolf hatte eine köstliche Kartoffelsuppe vorbereitet und sogar zur Hälfte gesponsert. Dankeschön!Mit vielen netten „Pläuschchen“ klang diese würdige Jubiläumsveranstaltung aus.Apropos „AUS“: Ich habe mich so in meinen Blog vertieft, dass ich zweimal völlig vergessen habe, die „Aus“-Taste zu betätigen! Die Folge: Ein total verkokeltes Mittagessen (Ich hoffe, der Gestank geht jemals wieder aus der Küche heraus!) und eine übergelaufene Milch für den als Belohnung gedachten „Latte Macchiato“, was mein Mann mit einem süß-sauren Lächeln und einem knurrenden Magen quittierte.In diesem SinneIhre und EureHeidi Bertels

Wir waren gekommen, um das Konzert zu hören und bekamen hierbei zusätzlich von Larissa Danil eine geschichtliche Führung durch das russische Land. Eine wirklich gute Idee, Musik und Informationen über Russland zu verschmelzen. Frau Danil trug es interessant vor, wir hörten alle gespannt zu.  In ihren Erklärungen ging sie auf die überall vorhandene Gastfreundschaft der Menschen in Russland ein. Es wird viel gelacht, gesungen, getanzt, man ist fröhlich miteinander und bringt oftmals viele Gäste und Freunde mit nach Hause. Wie sie sagte, ist der Samstag der sogenannte „Gästetag“.  Es wird eine Suppe gekocht, oftmals verlängert, damit alle satt werden und rundum glücklich sind. Natürlich wird auch dabei getrunken, es stimme aber nicht, dass jeder Mann in Russland täglich ½ Liter Wodka trinkt.

 

Sie erzählte von den „Moskauer Abenden“, von den herrlichen Abendstimmungen, wenn sich der Himmel über den umliegenden kleinen Dörfchen verfärbt und die russische Seele anfängt zu träumen.

Sie erzählte von der Atmosphäre, die einen umfängt, wenn man sich fallen lässt, um den Augenblick in sich aufzunehmen. Und sie erzählte von kleinen Marktplätzen, wo die Menschen auf Bänken sitzen und zufrieden und glücklich sind.

 

Doch jetzt zur Folkloregruppe „Birke“ , denn es ging ja hauptsächlich um die Musik. Der Name „Birke“ ist angelehnt an den uns allen bekannten Baum und ist ein Symbol Russlands. Wie Ella Höhn mir erklärte, wird die Birke in Liedern besungen wie ein schönes Mädchen.

 

 In dieser Gruppe, die von Oskar Höhn, der seinerzeit in Russland Musik studiert hat, geleitet wird, haben sich Aussiedlerinnen zusammengeschlossen, die russische Folklore singen. Zu der Gruppe gehören  acht Frauen, die an dem Nachmittag alle in ihren schönen Trachten einschließlich interessanter Kopfbedeckungen auftraten. Mitternacht in Moskau, Katjuscha, Tumbalalajka, Kalinka, all diese Lieder trugen sie mit schönen Stimmen vor. Folklorelieder, Russische und Ukrainisches Volkslieder, wir tauchten ein in ein für uns fremdes Land.

 

Zum Auftritt der „Schola“ St. Vinzenz:

Fasziniert war ich von dem gregorianischen Choral „Puer natus“.  Reine Männerstimmen, ein stimmgewaltiges Volumen in der Klosterkapelle, dunkle Kleidung, ein eindrucksvolles Bild vor dem Altar.  Ich fühle mich einfach überfordert, diesen Gesang näher zu beschreiben.  Gregorianische Gesänge erinnern mich immer an den Film „Der Name der Rose“.

 

Das anschließende Lied „Möge die Straße uns zusammen führen“ , hier sang wieder der gemischte Chor, ist ein irischer Segenswunsch und sicherlich vielen bekannt.  Hier noch einmal der Text:

 

Möge die Straße uns zusammenführen

und der Wind in deinem Rücken sein;

sanft falle Regen auf deine Felder

und warm auf dein Gesicht der Sonnenschein.

Refrain:

Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand; und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand.

 

Irische Segenswünsche sind tiefgründig, poetisch, voller Fantasie, voller Weisheit und Stärke. Vielleicht sind sie deshalb so wunderbar für viele Gelegenheiten, für alle Tage hilfreich, auch als Begleiter durch schwere Zeiten.

 

Nach dem Konzert wurde um eine Spende für die vielen Menschen in Japan gebeten, die durch das verheerende Erdbeben der Stärke 9, das einen gewaltigen Tsunami auslöste, jetzt auf Hilfe angewiesen sind.  Zwei Mädchen in schönen Trachten standen am Ausgang der Kapelle und sammelten das Geld ein.

 

Zum Abschluss:

Ich habe schon mehrere Blogg-Berichte geschrieben. Jetzt weiß ich, wie schwer es ist, Musik zu beschreiben, sich mit ihr auseinanderzusetzen, das Gefühl des Erlebens zu erleben und dieses dann noch als geschriebenes Wort aufs Papier zu bringen.

 

Alles in allem eine wunderbare Veranstaltung mit vielen Menschen, die mit ebenso viel Applaus gedankt haben.

 

Elvira Biekmann

 

Frühlingsbasar im Heilig-Geist-Kloster

Ich liebe Basare und ganz besonders die, die im Wimberner Kloster angeboten werden.

Am vergangenen Samstag ging es schon um 11.00 Uhr los. Doch der Basar musste an diesem Tag auf meine Einkaufs-Rallye verzichten. Im Wege d es Frauen-Märzes, denn ich hatte mir vorgenommen, alle Veranstaltungen zu besuchen, hatte ich mich im Vorfeld für das „Literarische Frühstück“ entschieden. Am Sonntag ist ja auch noch ein Tag, ich kann eben nicht auf zwei Hochzeiten gleichzeitig tanzen. Was nicht geht, geht nicht.  Und doch –  kennen Sie das auch: Man möchte gerne, rennt überall hin und hat schließlich von keinem Angebot etwas. Fazit: Finden Sie auch, dass ich schlau und weise bin?

 

Und dann kam der Sonntag. Geweckt mit viel Sonnenschein und gut gefrühstückt, ging es um 10.00 Uhr erst einmal zur Feier des 100. Internationalen Frauentages ins Bürgerhaus. Neugierig? Weiterlesen beim vorherigen Block von Heidi Bertels.

 

Zum Besuch des Klosters waren mein Mann und ich so gegen 15.00 Uhr in Wimbern und bogen in die Einfahrt zum Koster ein. Auto an Auto, kein Stellplatz war mehr frei. Dann doch, eine kleine Lücke! Der kleine Nissan-Flitzer passte wunderbar hinein,  eine Sorge weniger. Dann die Stufen zum Kloster hoch, die Tür schloss sich – und wir waren in einer anderen Welt. Die Atmosphäre eines Klosters hält mich gefangen, sie strömt einen eigenartigen Reiz aus, macht mich neugierig auf mehr.

 

Gewöhnt an die sonstige Ruhe im Kloster, war es heute richtig laut, viele Besucherinnen und Besucher gingen ein und aus, alle wollten zum Frühlingsbasar. 

 

Im  Festsaal des Klosters luden viele schöne Gegenstände zum Kaufen ein.  Wunderschöne Post- und Glückwunschkarten, Lesezeichen, Briefpapier, alles schön ordentlich in Papierkästen lagernd, sagten zu uns: Nimm uns mit und beschrifte uns. Das taten wir auch, eine Frühlingskarte wurde noch am gleichen Abend an meine Cousine Gisela nach Recklinghausen verschickt.

 

Auf einem weiteren Tisch lagen kunstvoll besticke Tischdecken, Läufer, mit oder ohne Bordüren,

Hardanger Stickerei oder Plattstich,  sogar  der aus der Handarbeit nicht mehr wegzudenkende Kreuzstich war vorhanden.  Kleine Decken mit Blütenreigen, das Auge konnte sich nicht sattsehen.

Wie viele Arbeitsstunden hierin stecken und wie viel Fingerfertigkeit!

 

Der nächste Stand war mit Socken gefüllt, Damen-, Herren-, Kindersocken bzw. Söckchen. In allen Farben leuchteten sie, gleichwohl für die/den,  die/der oftmals kalte Füße hat. Hacke und Ferse waren gekonnt gestrickt, die Spitze gut herausgearbeitet. Hier zeigt sich die wahre Meisterin (oder Meister? Es soll auch Männer geben, die Socken stricken!) Passend dazu Schals, die mit guter Wolle und ebenfalls in leuchtenden Farben auf den nächsten Winter warten. (Lieber jetzt kaufen, dann ist man vorbereitet!)

 

In der Mitte des Festsaals ein langer Tisch mit vielen Bastelarbeiten, rund um den Ostertisch.

Osterhasen in allen Variationen, auf Papier, aus Ton, Plüsch oder Stoff, soweit das Auge reicht. Kleine Frühlings- oder Ostergestecke, Osternester, kleine Küken aus Wolle, einfach schön zum schauen.

 

In einer weiteren Ecke des Festsaals wurden Handtücher mit gehäkelter Spitze angeboten. Ich habe mir sofort zwei gekauft.  Handtücher mit schöner Spitze mag ich, in weiss habe ich sie am liebsten.

 

Und last not least ein Tisch mit vielen Kerzen in unterschiedlichen Ausführungen. Sie sind teils  mit einer schönen Schrift versehen, dann wieder mit farbigen Akzenten abgesetzt. Bei uns zu Haus wartet jetzt eine gelbe Kerze auf den Ostertisch, eine weitere wird an meine Nachbarin Margit verschenkt. Neu auf dem Frühlingsbasar war der Modeschmuck, der kunstvoll präsentiert wurde und sicherlich den einen oder anderen Frauenhals jetzt schmückt.

 

Fast hätte ich es vergessen: Wie immer, lud die Cafeteria zum Waffelessen ein. Schon allein der Duft von frischen Waffeln, noch beim Schreiben läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Ein guter Kaffee dabei, die Welt war in Ordnung. Ilse Rücker und die Eheleute Biermann, die mit am Tisch saßen, genossen ebenfalls die Kaffeerunde.  Mittlerweile war es schon 17.30 Uhr, Schwester Hildegard Maria gesellte sich noch zu uns, Sr. Heribaldine erzählte von vergangen Zeiten und auf mein Nachfragen hin plauderte Ella Höhn über das Konzert der Chorgemeinschaft Birke sowie über die Schola St. Vinzenz.  Doch darüber mehr im nächsten Block.

  

Zum Abschluss möchte ich noch einmal auf den Erlös des Frühlings-Basars zu sprechen kommen.

 

Die Einnahmen und Spenden sind gedacht für ein Gesundheits- und Entwicklungsprojekt im indischen Bundesstaat Tripura, im Dhalai  Distrikt.

 

Dort ist die Not am größten. Jedes Jahr sterben viele Menschen in den entlegenen Dörfern, weil keine Gesundheitsversorgung sie erreicht.

Denn im ganzen Bezirk gibt es nur ein Gesundheitszentrum. Viele Gesundheitsprobleme sind verursacht durch Mangel an Wasser (Hygiene) und sauberem Trinkwasser. Hohe Mütter- und Kindersterblichkeit sind die Folge von Mangel an Immunisierung und von mangelhafter vor- und nachgeburtlicher Versorgung.

 

Um diesem Dilemma abzuhelfen ist folgendes von den Styler Missionsschwestern geplant:

 

·         Zweimal monatliche Mütterberatung, um die Rate der Müttersterblichkeit von jetzt 80% auf 30% herabzusetzen

·         Zweimal monatliche Impfungen durchzuführen, um die Kindersterblichkeit zu reduzieren

·         Zweimal monatlich Besuch der Dörfer mit einer „Mobile Clinic“, um vielen Menschen auch in entlegenen Dörfern Gesundheitsbetreuung zu ermöglichen

·         Schulung von Frauengruppen für Entwicklungsförderung durch Anlegen von Gemüsegärten, Pflanzen von Bäumen, Einführung eines Sparsystems / Kleinkreditprogramm

·         Trainingprogramm für das Begleitpersonal dieser Projekte

·         Weitere Begleitmaßnahmen

    

Alles in allem ein Tag, der für mich schon anstrengend und aufregend war – und gleichzeitig bereicherte.

 

Liebe Grüße und eine geruhsame Nacht, denn mittlerweile ist es 22.40 Uhr,

 

Ihre/Eure Elvira Biekmann

      

Die Veranstaltung Literarisches Frühstück" brachte manche Frau zum Nachdenken. Frühstück" klar, aber literarisch? Schließlich konnten sich nur einige Frauen, und zwar diejenigen, die im letzten Frauenmärz auch schon daran teilgenommen hatten, darunter etwas vorstellen.

Als an diesem herrlichen Sonnentag 20 Frauen von der Spezies Leseratte", Bücherwurm" und Lese Eule" im Gasthof Garthe eingefunden hatten, waren alle erst mal begeistert von dem liebevoll gedeckten Tisch, der wunderschönen Dekoration und – für alle Frauen sehr verführerisch – dem Tisch mit vielen interessanten Büchern und netten Spruchkarten und Lesezeichen.Nach einem Glas Sekt zur Einstimmung genossen alle das schmackhafte und vielseitige Frühstücksbüfett, denn wie heißt es so schön

Das Auge isst mit" und Ein gutes Frühstück hält Leib und Seele zusammen".

Danach stellten die Frauen ihre Lieblingsbücher vor, vom Roman wie Die Teerose", die Geschichte der 17jährigen Fiona, die aus ärmlichen irischen Verhältnissen emporsteigt durch ihre Gabe, sich mit Tee sehr gut auszukennen. Spannend bis zum letzten Wort. Die Biographie von Walter Kohl, dem Sohn von Helmuth Kohl mit dem Titel

Leben oder gelebt Werden" zeigt den Leserinnen wie sich ein Sohn aus dem überlangen Schatten eines Vaters befreit, der ihn unwillentlich, aber faktisch beherrscht hat.

Und nur einige Bücher noch zu nennen wie Die schönsten Jahre" von Elke Heidenreich, ein Beziehungsbuch zwischen Mutter und Tochter, Die Klatschmohnfrau" in dem gezeigt wird, dass das Leben auch noch im hohen Alter lebenswert sein kann. Die wahre Geschichte der Gynäkologin Konstanze Kuchenmeister, die gegen eine Krebserkrankung angekämpft hat Aber auch ein echter Ratgeber zum glücklichen und harmonischen Miteinander, innerhalb der Familie, Freunde und im Alltag wurde im Buch

Ich pflanze ein Lächeln" aufgezeigt.

Und noch viele andere interessante Bücher. Alle Frauen waren begeistert und genossen aber auch, sich mit den Neben" Frauen, teilweise bis zu diesem Morgen unbekannt, begeistert über Bücher aller Sorten zu unterhalten.Jedenfalls gingen alle literaturbegeisterten Frauen nach diesem wunderschönen Morgen mit vielen Eindrücken nach Hause und freuen sich jetzt schon auf das nächste

Frühstück mit Literatur", das wahrscheinlich schon im Herbst stattfinden wird. Aber bestimmt trifft frau" sich beim nächsten Frauen März wieder.Bei dieser Gelegenheit möchte ich es persönlich nicht versäumen, mich zu outen denn ich bin süchtig, ja es ist wirklich so ich bin Lese" – süchtig. Und das schon von meiner frühesten Kindheit an mein erstes Buch waren die lustigen Geschichten von Max und Moritz", da war ich gerade 6 Jahre alt und von da an ging es munter weiter mit dem Lesen.

Jede Bücherei wie die Bücherei in der Firma meines Vaters in Wickede und auch die Pfarrbücherei bei uns wurde, was Kinderbücher anbetraf, durchgelesen. Alle Karl May Bücher, die Bücher von Enid Blyton und viele andere las ich und natürlich wurden in der Nachbarschaft die Bücher der Freundinnen ausgeliehen.

Ich vergaß über `s Lesen Raum und Zeit" und mit der Taschenlampe im Bett wurde bis spät in die Nacht bzw. den frühen Morgen auch so manches Buch verschlungen, bis meine Mutter evtl. dazwischen funkte und ich zähneknirschend das Buch kurz vor dem Ende doch noch weglegen musste.Das passiert mir heute auch noch manches Mal, zwar nicht das

mit der Taschenlampe lesen", aber das ich beim Lesen die Zeit vergesse und es dann sehr spät äh" früh geworden ist.

Im Laufe meines Lebens sind es bestimmt Tausende Bücher geworden, die ich durchgelesen habe und ich denke, es geht so weiter.

Gottseidank ist das Lesen wohl vererbbar und somit tauschen auch meine Tochter und ich uns Bücher laufend aus oder empfehlen uns interessanten Lesestoff.

Auch mein Sohn liest sehr gerne, allerdings ist da unser Geschmack nicht der gleiche. Naja, ich denke, auch das ist völlig normal denn das mich die Bücher über Geld und Kapital" eines VWL`er nicht so interessieren und ihn die Frauenromane, ist auch eine klare Sache.

Ach ja, ich höre auch gerne Hörbücher allerdings nur im Auto. Da wird manche Fahrt sehr kurzweilig und auch auf längeren Urlaubsfahrten in Deutschland hören wir, meine Mann und ich uns gerne eher lustige Geschichte, Bücher wie z.B. von Bernd Stelter oder Comedy an.Wie heißt es so schön

Ein Haus ohne Bücher ist wie ein Körper ohne Seele"

 

 

 

 

viele Grüße von Christa Schulze

Erfreut begrüßte Frau Behme, die Vorsitzende des Landfrauenverbandes Werl-Wickede, die zahlreich erschienenen Frauen und übergab nach einer kurzen Vorstellung der verschiedenen Angebote des Verbandes und die übrigens für alle Frauen vom Lande" offen sind, das Wort an den Rüthener Friseurmeister Dominik Busch.

Jede Frau ist schön" diese schlagkräftige Aussage vom Rüthener Friseurmeister Dominik Busch, zauberte doch bei allen Frauen im Saal ein Lächeln ins Gesicht.

Zu Beginn erzählte er aber auch eine andere Art von Wirkung und Einwirkung und die Geschichte des blinden Bettlers, der am Abend ein volle Sammelbüchse hatte aufgrund des schlagkräftigen Spruches Heut ist Frühling und ich kann ihn nicht sehen". Dieser schlagkräftige Satz war doch eine bessere Werbung als ein einfacher Mitleidsspruch wie etwa Ich bin blind, bitte spendet". Wertvolle Ideen in Bezug auf die Kleidung und Farbgebung und auf die Blickpunkte nach dem Motto

weniger ist mehr" nahmen die Frauen genauso auf als Tipp fürs tägliche Leben wie die Hinweise auf die Wirkung des Gesichts, wobei natürlich ein Lächeln immer eine positive Ausstrahlung nach sich zieht.

Hautnah zeigten einige spontane Models" eine Vorher Nachher Schau, denn durch kleine Schminktricks oder kleinste Veränderungen der Frisur, die Herr Busch spielerisch demonstrierte, war die Wirkung doch immens positiv und der Vortrag wurde auch sehr aufgelockert und lebendig.Auch Gesprächstipp wie das Wort

aber" aus den Sätzen entfernen und durch das Wort und" ersetzen kam bei den Frauen gut an. Als Beispiel war ein Gespräch mit dem Sprössling, der mit dem Zeugnis nach Hause kommt und dem gesagt wird Das Zeugnis ist ja ganz gut, aber die 4 in Mathe sieht nicht so gut aus". Besser wäre Das Zeugnis ist doch ganz gut und an der 4 in Mathe muss noch gearbeitet werden. Frei nach dem Motto Wenn man den Kopf in den Sand steckt, knirscht man morgen mit den Zähnen" sollte man immer nach vorne schauen und das Beste aus jeder Situation und aus sich selbst machen.

Durch viele inspirierende Anregungen und individuelle Ratschläge bereichert war dieser Abend ein Höhepunkt im Wickeder Frauenmärz

Ganz viele positive Grüße von

Christa Schulze

Stressabbau durch Klangmassage? 

Ein wenig skeptisch war ich schon, als ich mich heute Nachmittag auf den Weg zu einer Klangmassage in Ruhr-Apotheke begab. Die Woche war wegen vieler Termine recht anstrengend ausgefallen, und da mich bisher noch keine Entspannungstechnik wirklich überzeugt hatte (z.B. autogenes Training – aber das liegt wohl eher an mir als an der Technik),

empfand ich diesen Termin anfangs eher als zusätzliche Belastung mit wenig Überzeugungspotential.

In der Ruhr-Apotheke empfing mich freundlich Elena Rossi, die sich in der Klangmassage nach Peter Hess hat ausbilden lassen (siehe Foto).  Der kleine Behandlungsraum strahlte eine gemütliche Atmosphäre aus – leicht abgedunkelt, eine Lichterkette brannte und drei messing-glänzende Schalen erwarteten mich.

Ich wurde sanft gebettet, mit einer Decke umhüllt, und anschließend wurde eine „Schweigepflicht“ von 30 Minuten vereinbart. Das empfand ich als sehr angenehm, denn z.B. bei physio-therapeutischen Massagen meine ich immer, den Masseur/ die Masseurin freundlichkeitshalber unterhalten zu müssen. So konnte ich mich problemlos auf mein Körpergefühl konzentrieren.

Die eigentliche Klangmassage beginnt damit, dass die Klangschale mit einem Klöppel angeschlagen und somit zum vibrieren gebracht wird. Die schwingende Schüssel wird anschließend über den gesamten Körper geführt und dann in Magen- und Brusthöhe abgesetzt.

(Mein Tipp: Vor einer Klangmassage nicht zu viel essen, denn die Schalen sind recht schwer).

Diese Schalen werden in regelmäßigen Abständen angeschlagen, und die somit ausgelösten Schwingungen klingen im gesamten Körper nach. Ich habe mich in Gedanken auf eine kleine Traumwolke begeben und entwickelte – etwas übertrieben formuliert – das Gefühl, schwerelos durch das All zu gleiten. Die Matratze unter mir spürte ich phasenweise nicht mehr.

Die Zeit verrann viel schneller als gedacht – und der hohe Klang, der vorher als Signal für das Ende der Behandlung angekündigt war, beendete meine kleine Traumreise etwas unvermittelt.

Schade! Ob nun wirklich vorhandene Blockaden  abgebaut oder Selbstheilungskräfte gestärkt worden sind – wie es die Klangmassage verspricht-, kann ich nach einer Behandlung nicht sagen. Es war eine angenehme Erfahrung, die ich jedem einmal empfehlen möchte.

Ein entspanntes Wochenende wünscht: Heidi Bertels

  

Ich nahm heute mit meinen zwei Kindern (3 und 6 Jahre) an dem Kurs "Yoga und Entspannung für Müttern mit Kindern" im Regenbogen-Kindergarten in Wickede (Ruhr) teil.

Als wir in die Turnhalle kamen, hatte die Kursleiterin Frau Reichert bereits Decken und Kissen bereit gestellt. Die Kerzen brannten, so das alles in allem eine gemütliche, wohltuende Atmosphäre herrschte.

Nachdem sich jeder vorgestellt und begrüßt wurde, sangen wir gemeinsam ein Lied. In diesem Lied wurden verschiedene Yogaübungen eingebaut. Alle Kinder konnten diese Übungen auf spielerische Art und Weise gleich mitmachen. Jetzt war es Zeit, uns mit dem Flugzeug auf den Weg zu machen. Wir folgen zum "Wundergarten" und trafen auf unserer Reise auf den Affen Toto. Mit ihm kletterten wir auf Bäume und mußten uns nach heftigen Stürmen erst einmal erholen. Wir kuschelten uns in unsere Decken und die Kinder bekamen ein Kuscheltier auf ihren Bauch gelegt, um ihren Atem besser zu spüren. Leise Entspannungsmusik ging durch den Raum, die Kinder spürten ihren Körper und lauschten ihrem Atem. Man spürte förmlich, wie jeder einzelne langsam zur Ruhe kam. Da wir uns noch immer im Wundergarten befanden,  durfte jeder diesen nach seinen eigenen Vorstellunen malen. Danach flogen wir mit dem Flugzeug zurück nach Wickede.

Abschließend konnten wir, in gemütlicher Runde bei Tee und Plätzchen, Frau Reichert alle Fragen bezüglich Kinder-Yoga stellen oder in den zur Verfügung gestellten Büchern stöbern.

Ich entschied mich dazu, an diesem Kurs teilzunehmen, da wir in einer sehr schnelllebigen Welt leben. Oftmals hetzt man von einem Termin zum nächsten und das spüren natürlich auch die Kinder. Ein paar Übungen kennelernen, um mal zur Ruhe zu kommen, sich etwas mehr mit dem Thema Kinder-Yoga zu beschäftigen, das konnten wir durch diesen Kurs.

Tümay Omeirat

Frauenkloster Heute

Ein herrlicher Frühlingstag blauer Himmel und Sonnenschein und so viel Vorfrühlingswärme, dass frau" sich freute, die dicke Winterjacke mit einer Strickjacke austauschen zu können. Genau der richtige Einstieg, um das Heilig-Geist-Kloster" der Steyler Missionsschwestern in Wimbern zu besuchen.

Der Empfang am Eingang des Klosters war sehr herzlich und eine einladende Kaffeetafel wartete schon auf die vielen Frauen, die sich für diesen Tag der Begegnung im Kloster angemeldet hatten.

Schwester Oberin Hildegard Maria begrüßte die Frauen und den Quotenmann Herr Pastor Ferber der sich aber auch sichtlich wohl fühlte im Kreis der interessierten Frauen. Frau Gudrun Arndt von der kfd und Frau Elvira Biekmann, die Mit Initiatorin dieser Begegnung im Kloster schlossen sich den begrüßenden Worten an und freuten sich über die gute Beteiligung.Nach diesen einladenden Worten ließen sich alle den leckeren Kuchen schmecken. Beim anschließenden lockeren Gesprächsaustausch konnte es passieren, dass im netten Plausch mit der Tischnachbarin festgestellt wurde, das man zwar im gleichen Ort wohnte, aber dass man sich bis heute noch nicht gesehen hatte und sich daher schon dieses Treffen bei der Kaffeetafel gelohnt hatte. Auch das gehört zu einem solchen Nachmittag

nette Begegnungen, intensive Gespräche und Austausch über die Ortsgrenzen hinweg.

Gespannt hörten dann alle den Ausführungen der Schwester Oberin zu, als sie über das Klosterleben" berichtete. Abgerundet wurden ihre Ausführungen durch eine hervorragende Diashow. Sie bestätigte auch, was viele Frauen bereits vermuteten und erzählte, dass sich das Klosterleben von früher bis heute sehr verändert hat und das auch die Altersstruktur sich sehr verändert hat, in Deutschland waren 1987 1132 Frauen im Orden der Steyler Schwestern, aber 2010 nur noch 444. Allerdings ist es in Indonesien umgekehrt, 1987 waren es nur 267 und 2010 bereits 719 Frauen. Dieser ausführliche Bericht über das Klosterleben war für alle Frauen doch sehr interessant und aufschlussreich.Anschließend bildeten sich verschiedene Interessensgruppen. Literarisch interessierte Frauen tauschten sich über Gedichte aus und über den

Hintersinn" einzelner Sätze in der Lyrik und sie waren doch sehr erstaunt, wie sich die Ausdrucksformen früher und heute unterscheiden.

Einige Ordensschwestern erzählten hautnah von ihren Auslandseinsätzen, ausländische Ordensfrauen berichteten von ihrer Sichtweise des Lebens in Deutschland. Natürlich sind die Ordensschwestern auch für viele Frauen in Not ein Anlaufpunkt und auch darüber wurde berichtet.

Sehr interessant war aber für alle Frauen der Rundgang durch das mehrstöckige große Kloster, sei es die vielbestückte Bibliothek, der Raum mit den Fitnessgeräten oder das persönliche Zimmer einer Ordensschwester und viele andere Räume. Gerne genossen die Besucherinnen bei diesem sonnigen Vorfrühlingswetter aber auch den Blick in die Ruhr Auen, auf die grünen Wiesen Wimberns oder auf die Wickeder Höhen und sie konnten gut verstehen, dass viele der älteren Ordensschwestern, die hier leben, gerne ihre noch verbleibenden Lebensjahre hier verbringen möchten.

Den Abschluss bildete dann eine Dankandacht mit Gesang und Meditation in der wunderschönen Klosterkirche. Der Ausdruckstanz von Schwester Marita war die Abrundung an diesem interessanten und begegnungsreichen Nachmittag.

 

 

viele Grüße von Christa Schulze