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Als ich neulich mit Mama durch die Stadt gegangen bin, fielen mir Leute auf, die an bunten Ständen allerlei Dekoration verschenkt haben. Ja ich konnte es auch kaum glauben, verschenkt! Und freundlich waren die alle. Am ersten Stand habe ich ein Fähnchen bekommen mit drei Buchstaben  drauf und am nächsten gab es ein Luftballon. Natürlich hatten alle auch lustige, bunte Zettel mit netten, lachenden Gesichtern. Da war niemand traurig und auch die Leute waren alle freundlich. “Och ist die Kleine aber süß”, habe ich gehört.
Mama hat mir hinter erklärt, dass die Leute freundlich sind, weil sie unsere Stimme bei der Wahl haben wollen. Bestimmt sind sie sonst auch freundlich, aber vor den Wahlen sind sie immer besonders lieb und verschenken schöne Sachen.
Vom letzten Wagen, der durch die Fußgängerzone fuhr und so geschmückt war wie mein Kinderwagen, hat ein Prinzenpaar Schokolade geworfen. Das wäre mir persönlich auch etwas lieber gewesen als ein Zettelchen und ein Luftballon.
Papa hat gesagt, dass er und Mama auch zur Wahl gehen, denn wählen ist Pflicht und jede Stimme zählt. Ich hoffe sie nehmen mich mit, dann kann ich mir das schon mal anschauen.
Ich habe irgendwie nie die Wahl, bei mir heißt es immer “Jetzt geht’s ab ins Bett” oder “Das wird jetzt gegessen”. Ach doch, ab und zu habe ich auch die Wahl und zwar in meiner Badewanne, den blauen Gummiwal.

Viel Spaß beim ankreuzen, Eure Ronja!

Ich glaube es liegt in der Natur eines jeden Babys genau das Gegenteil von dem zu machen, was seine Eltern sagen. Und genau so ist das natürlich auch bei mir. Heute Morgen bin ich mit Papa zum Bäcker gegangen. Im Kinderwagen sitze ich nicht mehr so gerne und mache das durch ein freundliches “raus” deutlich.
Die ersten paar Meter laufen für Papa wie geschmiert. Ich gehe gut gelaunt neben ihm her. Mit einem Fingerzeig auf den Kinderwagen deute ich ihm an, dass er den Griff nach unten stellen soll, damit ich auch mal schieben kann. Mama spielen macht Spaß und Papa findet es auch toll, wenn ich den Kinderwagen schiebe. In dem Moment der beidseitigen Freude lasse ich den Wagen los, drehe mich um und renne in die andere Richtung.  Papa ist erstaunt über den plötzlichen Richtungswechsel und ruft mich natürlich sofort zurück. Das ignoriere ich, laufe schneller und fange an zu lachen, weil Papa mich mit schnellen Schritten erreichen will. Er schnappt mich, sagt dass ich aufpassen soll um und setzt mich neben dem Kinderwagen wieder ab. Ich will mich wieder umdrehen um wieder in die andere Richtung zu laufen, da steht aber jetzt der Papa im Weg. Den Weg nach Rechts sperrt er mir dem Kinderwagen ab und zu meiner Linken ist eine Mauer, die einfach noch zu hoch ist für mich. Ich gebe mich geschlagen und gehe in die gewollte Richtung weiter.
Die Mauer zu meiner Linken ist zu Ende und eine kleine Garageneinfahrt mit Hauseingang liegt vor mir. Perfekt um einen Richtungswechsel vorzunehmen. Ich renne in die Einfahrt in Richtung Haustür und schon kommt ein “Ronja, komm da weg wir wollen doch zum Bäcker”. Nö, sehe ich nicht ein, ich bleibe stehen. Schon schnappt mich Papa wieder und trägt mich zu dem nächsten Ort, an dem ich wieder von drei Seiten eingekesselt bin. So geht das noch ein paar Mal. Zwischendurch werde ich mal wieder in den Kinderwagen gesetzt, dann geht`s für ein paar Schrittchen mal wieder schneller. Beim Bäcker angekommen kauft Papa Brötchen und ich freue mich schon jetzt wieder auf den Rückweg.

Bis dann, Eure Ronja.

Schaukeln ist schön und schaukeln mach auch einen riesigen Spaß. Leider ist irgendwann aber auch mal Schluss mit schaukeln, aber doch bitte erst wenn ICH das sage. Das wusste wohl Papa noch nicht und hat mir zu etwas so banalem wie Mittagsessen, einfach aus der Schaukel genommen. Wo leben wir denn. Ich hatte gar keinen Hunger, ich war nur hungrig darauf, die Luft in einer sich bewegen Schaukel an meinem Gesicht zu spüren. Außerdem war mein Magen voll mir irgendwelchen Krabbelmonstern, die bei jeder Schaukelbewegung Saltos schlugen.
Hui, habe ich geschrien, als er mich aus der Schaukel nahm. Da hat er mich einfach auf seine Schulter geworfen und ins Haus getragen. Damit war ich nicht einverstanden und das habe ich ihm auch gezeigt. Ich hab mich auf den Boden geworfen, geweint und mit den Armen gerudert. Und was macht er? Er geht und lacht sich kaputt. Hey, die Situation war ernst, da gab es nichts zu lachen. Dann hat er Mama Bescheid gegeben und die schielte auch noch grinsend um die Ecke.
Es hatte dann keinen Sinn mehr weiter zu weinen. Mittlerweile hatte ich dann doch Hunger, weil es so nach Essen roch und wir haben dann gegessen. Aber beim nächsten Mal bleibe ich hart, dann weine ich so lange, bis wir wieder schaukeln.

Hungrige Grüße, Eure Ronja

Heute, nach meinem Mittagsschlaf hat mich Papa in den Kinderwagen gesteckt und wir sind spazieren gegangen. Das Wetter lud regelrecht dazu ein und weil ich die letzten Tage kaum draußen war, brauchte ich endlich mal wieder frische Luft. Unterwegs auf den Wegen Werls fielen mir Plakate auf, die an vielen Bäumen und Schildern befestigt waren. Mit einem “DA” habe ich Papa auf diese Schilder aufmerksam gemacht. Der erwiderte mit einem “Richtig, da gehen wir jetzt hin!” Genau verstanden habe ich es nicht. Erst als wir die Fußgängerzone hoch gingen und am Markt angekommen waren, wusste ich was er meinte.
Die Kirmes ist in Werl. An das letzte Mal Kirmes konnte ich mich kaum noch erinnern, vor allem nicht daran, dass alles so höllisch laut war. Papa musste mich aus dem Kinderwagen nehmen und ich habe mich ganz doll an ihm festgehalten. Erst als er eine Bratwurst für uns beide gekauft hat, ging meine Angst langsam verloren. Papa hat gesagt, dass ich zur nächsten Kirmes auch in ein Karussell darf. Cool, ich wollte schon immer einen Feuerwehrwagen lenken.
Für Mama haben wir noch eine Banane mit Schokoüberzug gekauft. Ich weiß gar nicht ob es zum Schluß nur noch ein Banane-Schoko-Shake war, weil die Schokolade doch etwas zu schmilzen drohte, in der Plastiktüte unter’m Kinderwagen ;-o. Naja der gute Wille war da.

“DIE NÄCHSTE FAHRT GEHT RÜCKWÄRTS!” Eure Ronja

Gestern war die Spielgruppe bei uns und wir haben alle zusammen Mamas Geburtstag nachgefeiert. Als kleines Geschenk haben wir unser Wohnzimmer etwas umgekrempelt. Mama hat’s gefallen. Papa war es wohl etwas zu laut, der hat den Keller aufgeräumt. Gefallen hat es ihm natürlich trotzdem, denn er mag uns Kleine.
Mittags habe ich mal wieder schön geschlafen. Sogar so schön, dass ich ganz schlecht wach geworden bin. Mama hat mich geweckt und ich bin einfach liegen geblieben. Dann hat Mama gesagt, dass gleich meine Freunde und Freundinnen kommen und “schupp” war ich wach und bin aufgestanden.
So leicht geht das bei mir, manchmal!

Gruß, Eure Ronja!

Es ist schon irgendwie komisch, Papa hat mir gesagt, dass es heute Mittag gehagelt, geblitzt und gedonnert hat. Ich habe aber nichts davon mitbekommen, denn ich lag in meinem Bettchen und hab’ die schönsten Träume geträumt. Ich glaube ich bin noch nie von einem Gewitter wach geworden, obwohl ich unter’m Dach schlafe und der Regen ganz schön laut prasselt. Ganz anders sieht das aber aus, wenn ich schlafe und Papa geht leisen Schrittes an meiner Tür vorbei. Meistens knacken dann seine morschen Knochen und ich bin wach. Oder wenn ich mal nicht schlafen kann und einer der Beiden sitzt noch im Stuhl neben mir, bis ich eingeschlafen bin. Wenn sie dann keine Socken an haben und der leicht feuchte Fuß sich vom Korkboden abzieht wie eine Antirutschmatte aus einer Duschwanne, dann bin ich sofort wieder wach.
Ich habe mich gefragt, woran das wohl liegen könnte? Nun, Gewitter, Hagel und Regen hat es schon immer gegeben, selbst als die Menschen noch in Höhlen gelebt und  Mammut-Bratwurst gegessen haben. Die Geräusche haben sich praktisch in das menschliche Gen eingebrannt. Da damals aber die wenigsten Höhle mit Korkboden und auch die Duschwannen keine Antirutschmatten hatten, sind das wohl eher Geräusche der Moderne und  für schlafende Kinder ungewohnt.
Wer weiß, vielleicht werden die Babys der Zukunft nicht mehr von feuchten Füßen sondern von schlecht geölten Robotern wach. Ein gruseliger Gedanke, dann doch lieber Papas knackende Knochen.

Bis dann, Eure C3PO – Ronja

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Morgens schaue ich Mama ganz gerne mal beim Duschen zu. Das Wasser perlt an der Duschabtrennung herunter, ich stehe daneben und warte darauf, dass ein Tropfen auf die Fliesen kommt, den ich dann mit meinem Finger verteilen kann.

Als Mama da so eingeseift stand, habe ich natürlich sofort gesehen was da über ihrem Kopf so war. Mit einem Fingerzeig in Richtung Decke und einem erstauntem “DA, DA, DA!” habe ich Mama darauf hingewiesen, dass da etwas ungewohntes hängt.
Ich weiß nicht genau was es war, aber Mama sah etwas erschrocken aus, obwohl sie nur grob hingeschielt hat. Der Körper dieses Teils war ungefähr so groß wie ein Fingernagel und insgesamt war es so groß wie ein Handteller, also Körper plus die acht Beine. Ich meinte natürlich so groß wie mein Fingernagel und mein Handteller.
Mamas Gesicht sah etwas angespannt aus. Ich meine ich hätte ein leichtes zucken festgestellt, als sich das Tier in Bewegung gesetzt hat. Sah schon interessant aus, wie es die Decke entlang ging und an der Schräge krabbelte, bis es um die Ecke war.

Mama sah dann auch wieder etwas entspannter aus. Anschließend hat sie mir gesagt, dass das Teil Spinne hieß und das man keine Angst davor haben muss.
Ja ne, is klar!
Eure Ronja

 

Hier noch etwas ernstes zum Schluss:

Robeez ruft “vorsorglich und freiwillig” alle Kinderschuhe zurück, die im Zeitraum vom 1. April 2011 bis 13. April 2012 in Europa verkauft wurden!
Robeez hat eine spezielle Website eingerichtet, www.robeezreturns.com, auf der sich Verbraucher registrieren können, um bei betroffenen Schuhen einen Gutschein im Wert von 40 Euro zu erhalten

Ich war mit Mama und einigen Freundinnen im Cafe Dreiklang frühstücken und ich muss sagen, ich werde immer mutiger. Ich bin einfach die Sprossenleiter hoch geklettert und anschließend gerutscht. Und weil zu Hause auch eine Leiter im Garten stand, habe ich es da auch mal versucht. Das klappte aber nicht so gut, bestimmt weil am Ende keine Rutsche war!
Tante Karin und Hannah waren neulich bei uns und haben noch etwas vom Osterhasen vorbei gebracht. Ich fahre ja bald in den Urlaub und deshalb gab es schon mal Strandequipment. Ein Schlauchboot für eine Hochseeangeltour, Schaufel, Eimer und Harke um den Eifelturm aus Sand nachzubauen. Und natürlich das Wichtigste, eine scharfe Sonnenbrille, um den Kerlen auf die Pampers zu schauen, ohne dass sie etwas davon merken. Sehe ich nicht cool aus ?

 

Eure Püppi!

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Der Osterhase, was muss das nur für ein tolles Tier sein, wenn ich bedenke wie viele Sachen er alleine bei uns im Garten und im Haus versteckt hat. Süßigkeiten, Eier, Klamotten und nicht nur für mich, sondern für alle anderen auch. Für die Kinder, die Tanten, Mama und Papa, einfach alle. Das muss ja ein riesiges Tier sein, oder der hat einen LKW mit, oder das ist gar kein Hase sondern ein Elefant mit angeklebten Hasenohren. Der könnte das schaffen, all die Sachen zu transportieren. Aber den hätte man doch sehen müssen.Also Mama hat zwischendurch gesagt” Ich glaube ich habe den Osterhasen hier vorbei laufen gesehen. Ich habe natürlich sofort raus geschaut, aber da war keiner und einen Osterelefanten hätte man bestimmt nicht übersehen, oder !?
Ostersonntag waren wir dann im Garten und haben Eier gesucht, die der Osterelefant versteckt haben muss. Ich habe extra auf Elefantenküttel geachtet, das wäre ja der Beweis gewesen. Es waren aber keine da. Naja, vielleicht musste er ja nicht.
Wer die Sachen nun letztendlich bringt, ist dann doch egal. Ich für meinen Teil habe jetzt 1 Jahr lang Zeit meine Geschenke zu essen, aber wie ich meine beiden Großen kenne, werden sie mit Tatkräftig dabei helfen.

Allen Lesern dieses Blog wünsche ich Frohe Ostern, Eure Ronja!!!!

Mama war heute nur kurz im Keller, um die Wäsche in den Trockner zu stecken. Als sie wieder oben war, liefen mir schon die Tränen die Wange herunter. Ein blauer Fleck und eine Beule zierten die rechte Seite meiner Stirn. Papa musste etwas schmunzeln als er die Stelle sah. Natürlich habe ich den Beiden nicht verraten wie ich das mal wieder geschafft habe.
Abends, kurz vorm “ins Bettchen gehen” haben Papa und ich dann das Wohnzimmer aufgeräumt. Ich habe etwas ins Regal gelegt und *BOING*, schon wieder gestoßen.”Aha” hat Papa gesagt, ” jetzt wissen wir wenigstens wie du das heute Morgen geschafft hast”. Zum Glück war es dieses Mal auf der Anderen Seite der Stirn. “So ist die Symmetrie des
Gesichtes wenigstens wieder hergestellt” meinte Papa.
Na schönen Dank, Eure Püppi!