Hallo zusammen,

wenn sich zwei Anhänger des FC Schalke 04 mal in einer Bäckerei zum Kaffee treffen, kann man sich ja gut vorstellen, das dann nicht über das Wetter, Flüchtlinge und das bevorstehende Osterfest geplaudert wurd.                      Knallhart und schonungslos wurde die Situation beim S04 analysiert.       Die Aufstellung und Leistung vergangenen Sonntag eine Katastrophe.            Und dabei kommt ja dann unvermeidlich automatisch der Zeitsprung zurück zur eigenen aktiven fußballerischen Vergangenheit.                         Vergleiche werden gezogen, und je länger die „Abrechnung“ mit der Truppe ihren Lauf nimmt, um so kritischer wird sie.                    Jetzt kann ich ja als ehemaliger Torwart nicht viel, oder sagen wir mal besser, garnicht über die Leistungen von Ralf Fährmann im Schalker Gehäuse meckern.                   Aber ich habe in der Jugend auch mal Linksaußen gespielt, ja, ja ich weiß schon, und so hätte ich natürlich die Flanken, die ja momentan im Schalker Angriffsspiel fehlen, pausenlos in der gegnerischen Strafraum segeln lassen, die mein Gegenüber dann mit einem Kopfball aus zehn Metern in den Winkel gezirkelt hätte, und er hätte auch so manches „Ding“ mit seinem rechten Schlappen versenkt.                  Nun muß ich kurz, und fast beiläufig anmerken, des mein Leidensgenosse nicht ganz die Größe von Olaf Thon erreicht und wie ich Linksfüßler ist.                     Aber das spielt im Moment des Erfolges ja überhaupt keine Rolle!                  Hauptsache die Kugel zappelt im Netz.        Egal wie.              Es ist müßig zu erwähnen, das wir mit den Startaufstellungen von Trainer Breitenreiter schon lange nicht mehr einverstanden sind.                      Matip und Sane wären gute Kandidaten für die Tribüne.          Der eine geht ja sowieso, und der andere braucht mal eine Denkpause, denn sein Spiel haben die Abwehrspieler der Gegner mittlerweile durchschaut, und wenn es nicht läuft mit dem ersten oder zweiten Dribbling, scheint auch er schon die große Lust zu verlieren.                  Und was ist mit Weiterentwicklung und Umbruch?                Wir brechen solange um, bis alles zusammenbricht, und Weiterentwicklung ist überhaupt nicht zu erkennen.                    Die einzigen die wirklich auf einem guten Weg sind, sind Goretzka, der ja leider noch länger fehlt, und eben Keeper Fährmann, mit dem es ohne seine Glanzleistungen noch düsterer auf dem Berger Feld aussähe.               Als der Kaffee uns dann so richtig heiß gemacht hatte,  kamen wir gemeinsam zu der Feststelllung, das bei einer erneuten Pleite gegen den HSV, und wieder kein Torerfolg, das Derby ohne Breitenreiter stattfindet.            „Dann macht Pappa Ellgart das bis zum Saisonende“, meinte der „Riese“.             Ich wiedersprach wehement, „der macht das nicht“.                  „Hast Recht“, erwiderte mein königsblauer Kumpel, „der hat zuviel Grips im Kopf, der tut der sich das nicht an“.                      Dann waren die Tassen leer, und wir wieder voller Energie für das heute Spiel, das wir wieder gemeinsam erleben werden dürfen, müssen, können.                       IMG_20160301_154647 Die Nähmaschine ist übringens immer noch da, wo sie seit gestern eigentlich nicht mehr sein sollte, aber das nur am Rande, und machen Sie sich jetzt keine großartigen  Gedanken.          Alles gut.

Tschüß, bis die Tage

R.A.


Über die Autorin/den Autor:  Rainer Aschmoneit schreibt unseren Schalke-Fan-Blog. Der leidenschaftliche Schalke-Fan aus Hamm kommentiert die großen und kleinen Geschichten rund um den S04 mit viel Witz und Selbstironie. Alle Beiträge der Autorin/des Autors: