Hallo zusammen,

das Beste vorweg: wir konnten das Auto auf Parkplatz A abstellen.     Der nette Mann hinter der Theke fragte ob die Majao auf den Pommes zur Currywurst ausreichend sei, war sie.     Die Pommes so knusprig wie schon lange nicht mehr, und das war es dann auch schon so gut wie mit dem Eurocupabend in der Arena.            Erwähneswert noch der Freistoß von Geis nach knapp drei Minuten an den Pfosten, und ein Distanzschuss über den sich jeder Torwart der Welt freut.   Schön halbhoch, ca. ein Meter vom Pfosten weg, ideal für eine Flugschau, bei der so manch ein Coach hinterher gesagt hätte, „den konntest Du aber auch festhalten“.                         Danach unverständlicherweise nichts mehr druckvolles.                       Dann der Führungstreffer der Ukrainer, bei dem sich der Torschütze im ersten Augenblick wohl auch gewundert haben dürfte wie er den über die Torlinie gestochert hat.                          Im zweiten Duchgang schaffte es dann der eingewechselte di Santo den Ball aus zwei Metern über den leeren Kasten zu köpfen, und als dann der Demnächst-Liverpooler Matip das 0-2 „vorbereitete“, und Donzek die Einladung dankbar annahm, war unser Arena-Besuch nach gut 62 Minuten beendet.                    Das reichte auch.                  Die Fans versuchten zwar ihre Mannschaft mit Beginn der zweiten Halbzeit nach vorne zu peitschen, aber es war ein Trauerspiel was sich da auf Schalker Seite abspielte.                          Auf dem Weg zum Auto war dann wieder interessantes zu hören wie „was spielt ein Neustädter da überhaupt noch, und das schon seit einem Jahr“.             „Matip würde ich garnicht mehr aufstellen, lass doch Friedrich und Kehrer in der Abwehr spielen, der ist doch nächste Saison sowieso nicht mehr dabei“.                  “ Da faseln die da auf der Tribüne (Heldt, Tönnies) von Platz drei und Champions League, und merken garnicht, das die Truppe nur Mittelmaß ist, aber kein Wunder wenn der Trainer davon redet, das man dann halt einen Punkt gegen Stuttgart mitnehmen muss, das glauben die da unten dann auch noch, und so spielen sie auch“.         „Der Rudi (Assauer) hätte in der Halbzeit die Tür zugemacht und den Haufen so zusammengefaltet, das alle zusammen Platz auf einem Bierdeckel gehabt hätten, und alles ohne Pressekonferenz“.                     Konnte ich alles irgendwie unterschreiben.                      Das schlimmste aber war die Aussage (Beginn zweite Halbzeit beim Stande von 0-1) von meinem langjährigen Leidensgenosse, und die man eigentlich garnicht schreiben dürfte, aber warum nicht, er hatte ja Recht: „wenn wir so gegen die Zecken spielen, nehmen die uns hier sowas von ausseinander“.                  Ich fügte nur noch hinzu, und dann können wir schon nach einer halben Stunde nachhause fahren.                      Aber erst wird noch am Sonntag und kommenden Mittwoch „Entwicklungshilfe“ in Sachen Klassenerhalt bei Eintracht Frankfurt und in der Arena gegen den HSV geleistet.            Das 0-3 fiel dann auf der Autobahn.

Tschüß, bis die Tage

R.A.


Über die Autorin/den Autor:  Rainer Aschmoneit schreibt unseren Schalke-Fan-Blog. Der leidenschaftliche Schalke-Fan aus Hamm kommentiert die großen und kleinen Geschichten rund um den S04 mit viel Witz und Selbstironie. Alle Beiträge der Autorin/des Autors: