Hallo zusammen,

und zwar der Angrif auf Platz drei in der Liga, denn seit vergangenen Mittwoch hat sich das Thema Championsleague für den S04 erledigt.   Das kommt ja auch nicht völlig überraschend.   Natürlich gibt es in drei Wochen noch ein Rückspiel in Madrid, aber selbst da reichen die dicksten und königsblauesten Vereinsbrillen nicht aus, um an das „Wunder von Santiago Bernabeau“ zu glauben.            Dafür war am Mittwoch zuwenig Zug nach vorne.   Geschuldet dem Gegner.  Ich war ein wenig überrascht, als es hieß, bei den „Königlichen“ fehlen fünf Spieler.    Na und?   Die Bank ist ja noch besser besetzt als beim deutschen Rekordmeister.   Mir ist da nichts aufgefallen.          Aufgefallen ist mir beim S04 die Nummer 36 Felix Platte.   Der A-Jugendspieler könnte noch viel Spass machen.   Schade das sein Geschoss nicht im Kasten von  Iker Casillas landete, sondern am Querbalken.      Noch ärgerlicher, das ist kein Vorwurf, das der Abpraller bei „Uchi“ landete.   Jedem anderen hätte der Ball vor die Füße fallen können, aber nicht bei ihm.   Seine „Qualitäten“ als Vollstecker hat er ja dann auch eindrucksvoll unter Beweis gestellt.    Das war schade, und hätte den möglichen Ausgleich bringen können.      Ärgerlich auch der Führungstreffer der Madrilenen.            „Das war doch ein schöner Kopfball“, also ich fand‘ das war ein schönes Kopfballtor“, meinte heute Morgen ein sehr netter Fahrer eines ebenso netten Mietwagenunternehmens.     Er ist Anhänger des aktuellen Tabellenfünfzehnten, aber kein „Wilder“.         Ich reagierte ein wenig mit Verzögerung auf seine Wahrnehmung.      Dann versuchte ich ihm zu erklären, das ich als ehemaliger Torwart ein Spiel sowieso etwas anders sehe, und so war es auch in diesem Fall.         In der Zeit als Jugendspieler bekam man schon eingebleut, wenn du die Linie verlässt, dann musst du auch an den Ball kommen, ansonsten bleib lieber im Kasten.         Genau das spielte sich am Mittwoch ab.       Eigentlich ein Traum für jeden Keeper diese Hereingabe.     Im Fußballdeutsch:    Die Kugel segelt eine halbe Ewigkeit durch die Luft,    vor dir freier Blick und freies Feld.   Dann läufst du raus, drückst ab, mindestens ein Knie, ohne unfair zu werden, angezogen, die Faust schnellt nach vorne, und der Ball, und vielleicht auch der Gegner fliegen aus der Gefahrenzone.    In diesem Fall, Ronaldo und Ball landen af der A2.       Aber wenn du dann auf halber Strecke stehenbleibst, ja dann hast du natürlich gegen so einen Kopfball von dem gegelten Schädel keine Chance.    Dann sieht das für den neutralen Beobachter, wie in diesem Fall unser Fahrer, sehr schön aus.        So richtig konnte sich der Mietwagenkapitän mit meiner Darstellung nicht anfreunden, damit lebe ich schon seit Jahrzehnten.      Timon Wellenreuther hat bis jetzt angenehm überrascht, um da keinen falschen Eindruck entstehen zu lassen.            Der Herrscher über Kupplung, Gas, Bremse, Lenkrad und Funkgerät stieg mit einem nachdenklichen Gesichtsausdruck in seinen Sternenkombi und brachte meine Frau zu ihrem Termin .                  Vielleicht dachte er während des Einstiegs auch schon über das heutige „Abstiegsduell“ nach, wenn das Tabellenschlußlicht VfB Stuttgart auf „seine“ Truppe trifft.           Der S04 hat morgen Werder Bremen zu Gast.   Vielleicht machen uns die Youngster im königsblauen Dress dann noch mehr Spaß.

Tschüß, bis die Tage

R.A.


Über die Autorin/den Autor:  Rainer Aschmoneit schreibt unseren Schalke-Fan-Blog. Der leidenschaftliche Schalke-Fan aus Hamm kommentiert die großen und kleinen Geschichten rund um den S04 mit viel Witz und Selbstironie. Alle Beiträge der Autorin/des Autors: