Hallo zusammen,

der neue Schalker Trainer hat mal für die italienische Nationalmannschaft gespielt.    Irgendwie hat wohl jeder Fußballer auf dem „Stiefel“ die Defensivkunst im Blut.  Der eine mehr, der andere weniger.    Berühmt waren die Kicker von Genua bis Neapel für ihren „Catenaccio“.    Einen schier unüberwindlichen Abwehrriegel, an dem ich beim zuschauen per TV vor allem in den 1970er Jahren verzweifelt bin.     Die Akteure die dagegen anrannten müssen manchmal durchgedreht sein.           Jetzt scheint der neue Coach des S04, Roberto di Matteo, um erstmal auf „Nummer sicher“ zugehen, diesen Abwehrriegel auf Schalke auch einführen zu wollen.     In der ersten Halbzeit funktionierte das auch noch halbwegs, weil es torlos in die Kabinen ging.          Nach dem Führungstreffer der Leverkusener war dann Schluss mit lustig.   Man lag zurück, und es passierte nichts mehr.     So in etwa läuft das beim Catenaccio auch ab, nur das da die italienischen Mannschaften in der Anfangsphase es irgendwie geschafft haben über die Mittellinie zu kommen, und ein Tor zu erzielen.     Diese Führung wurde dann mit Mann und Maus mit allen Mitteln über die Zeit gebracht.        An „sterbende Schwäne“ zur genüge auf dem Rasen werden sich die Fußballfans meines Jahrgangs und älter noch bestens erinnern können.          Dieser Plan ging für Schalke gestern nicht auf.     Der Catenaccio wurde zum Eigentor, weil den Königsblauen fast über die gesamte Spielzeit nichts einfiel um wenigstens noch den Ausgleich zu erzielen.       Wenn schon italienischen Beton anrühren, dann auch mit den richtigen Zutaten.     Wenn jemand Pizza Tonno bestellt, kann der Pizzabäcker auch nicht erst losfahren den Thunfisch zu fangen, wenn der Teig im Steinofen schon zu einem schwarzen Brett verkokelt ist.            Ich habe es ja gestern schon geschrieben, der Plan B fehlte den Schalkern.            Und noch etwas, zum dreimilliardsten Mal, und das gilt für alle:  hört auf mit der Jaulerei von wegen „englische Woche“ und „Mehrfachbelastung“.      Davon war bei den Leverkusenern gestern zumindest nichts zu sehen.             Die heulen erst wieder herum, wenn sie unter der Woche im DFB-Pokal rausfliegen.     Das hat der S04 ja bereits hinter sich.          Also eine Woche Zeit zum üben, damit nicht bald alles in die Tonne zu kloppen ist.

Schönen Sonntag, und tschüß, bis die Tage

R.A.

 

 

 

 


Über die Autorin/den Autor:  Rainer Aschmoneit schreibt unseren Schalke-Fan-Blog. Der leidenschaftliche Schalke-Fan aus Hamm kommentiert die großen und kleinen Geschichten rund um den S04 mit viel Witz und Selbstironie. Alle Beiträge der Autorin/des Autors: