Hallöchen,

kaum den Cup geholt, macht sich der Käpt’n vom Acker.   Hallt  jetzt ein Aufschrei des Entsetzens durch die Republik?    Ich glaube eher nein.   Das hat, wie zu hören war, Philip Lahm von langer Hand geplant.   Und seine Entscheidung ist ja sowieso erstens zu respektieren, und zweitens muss man sagen: Hut ab, da steckt Verstand hinter.   Eins vorweg, es gibt nur gute oder schlechte Fußballer, keine jungen und alten.    Lahm ist jetzt 30 Lenze jung, und möchte bis zu seinem Vertrasgsende 2018 noch bei den Bayern spielen.  Soll er auch.         Aber mit der Nationalmannschaft, das hat er genau kalkuliert.                 Beim nächsten großen Turnier in zwei Jahren, der EURO in Frankreich wird er 32, und bei der Titelverteidigung 2018 in Russland 34 jahre alt sein.         Es gibt Ausnahmen wie Miro Klose.   Alle sieben Spiele über neunzig Minuten hat er aber auch nicht gespielt, und so möchte der nun ehemalige Kapitän der Weltmeistermannschaft, Philip Lahm auf dem Höhepunkt seiner Nationalelfkarriere abtreten.   Bravo!        Er wird sich gedacht haben, Bundesliga, Champions League und DFB-Pokal sind in einer Saison absofort mehr als genug.        Man kann es verstehen, zumal Nachrücker da sein werden.        Nur als die Meldung frisch kam, musste man doch erstmal überlegen.        War das jetzt vielleicht sogar eine Steilvorlage für Weltmeistercoach Joachim Löw, nach dem Motto: was will ich noch mehr?        Da geht aber noch was.      Man kann es noch besser machen als die Spanier, die Europameister wurden, dann Weltmeister, und wieder Europameister.             Die DFB-Truppe ist Weltmeister, kann dann Europameister werden, und dann den Titel, was mit dem neuen Pokal noch niemand geschafft hat, in Russland verteidigen.    Aber soweit wollen wir mal nicht denken.    Allerdings haben wir ein paar Spieler, die mittlerweile an die dreißig herranragen.         Wie alt war der Eckfahnentänzer aus Afrika noch bei seiner letzten WM?  42 und nochwas.     Sag ich doch, da geht noch was.

Tschüß, bis die Tage

R.A.


Über die Autorin/den Autor:  Rainer Aschmoneit schreibt unseren Schalke-Fan-Blog. Der leidenschaftliche Schalke-Fan aus Hamm kommentiert die großen und kleinen Geschichten rund um den S04 mit viel Witz und Selbstironie. Alle Beiträge der Autorin/des Autors: