Archive for Juni, 2014

Hallo zusammen,

heute ist Achtelfinale gegen Algerien.    Das einzige was ich noch gelten lasse, ist das man dem Gegner den nötigen Respekt zollt, aber ansonsten ist jetzt Schluß mit dem Gelaber.    Rauf auf’n Platz, Anpfiff, abziehen das Ding, und ab unter die Dusche.   Fertig aus, Micky Maus!      Es wird vom Titel geredet.   Seit Jahren.       Also blubbert nicht.   Ran an die Buletten.    Der nächste Gegner?      Frankreich oder die Schweiz?    Die einen werden in ihrem Rotwein ertränkt und die anderen kriegen mit Käse den Hals gestopft.   Wer noch?   Ist doch egal.       Wenn sich Brasilien bis ins Halbfinale durchmogeln sollte?  Na lass sie doch kommen!  Die haben doch, je weiter sie kommen, die Hosen noch voller.        Finale?   Argentinien?    Ist doch nur Messi und sonst nichts.   War sonst umgekehrt.   Sind auch keine Überflieger.           Also, Trikots an, wer kann singt die Hymne mit, und dann den Arsch aufgerissen das die anderen nicht nur wegen des Klimas unter das Sauerstoffzelt müssen.          Und noch was, es wird da gespielt wo es für den Erfolg richtiger erscheint, und nicht wo man möchte.   Wo sind wir denn hier?!      Und jetzt ab die Post!!!

Tschüß, bis die Tage

R.A.

P.S.: Macht mir ja keinen Schei…..!!!!!!!!!

Hallo zusammen,

da sind die Brasilianer gestern aber ganz knapp am Ausscheiden vorbeigeschrammt.   Elfmeterschießen war nötig um gegen starke Chilenen in das Viertelfinale einzuziehen.    Welcher Druck dabei auf den Spielern lastet war bei einnigen Kameraeinstellungen mehr als deutlich zu erkennen.       Nicht auszudenken wenn der Schuß der Chilenen Sekunden vor Schluss der Verlängerung nicht an die Latte sondern ein paar Zentimeter tiefer im Tor gelandet wäre.              Im laufe der Partie macht man sich ja als Aussenstehender so seine Gedanken über das „was wäre wenn“.      Spontan fielen mir da unsere Nachbarn aus den Niederlanden ein.    Ich übertreibe jetzt mal, aber wenn Robben, van Persie und Co. da als Gegner Brasiliens auf dem Platz gestanden hätten, und halbwegs die Leistung aus dem Spanien-Spiel gebracht hätten, dann wäre für die Selecao schon zur Pause Schicht im Schacht gewesen.           Gegen diese Brasilianern braucht keiner mit mit schlotternden Knien antreten.        Natürlich kann dieser Sieg gegen Chile der „Brustlöser“ gewesen sein, und es spielen jetzt auch noch andere mit als Neymar.           Bereits im nächsten Spiel gegen Kolumbien werden es die WM-Gastgeber genauso schwer haben, denn die boten gegen Uruguay eine überzeugende Vorstellung.               Elfmeterschießen ist ja eine Nerven- und Glücksache, und vom heimischen Sofa aus immer leicht zu beurteilen, aber als einer der selbst mal zwischen den Pfosten gestanden hat, sage ich, das der Chilenische Keeper den Elfer von Neymar durchaus hätte halten können.   So wie der anlief, und sein Blick auf das Tor richtete, ich übertreibe jetzt wieder, hätte sich der künftige Konkurrent von ter Steegen bei Barcelona schon in die Ecke stellen, und den Ball mit dem Fuß anstoppen können.  Sie wissen wie ich das meine.      Letztendlich auch egeal, es war spannend, und die Zeit bis zum zweiten Spiel wurde dadurch doch nahezu perfekt überbrückt 😉 .             Wenn, ja wenn alles aus brasilianischer und deutscher Sicht erfolgreich verläuft, dann treffen sich die beiden Finalisten von 2002 bereits im Halbfinale wieder.           Bis dahin ist aber noch ein ganz schönes Stück des Weges.              Unsere Truppe muss erstmal ihre Achtelfinalpartie morgen gegen Algerien gewinnen.      Zweifel?     Eigentlich keine, ohne dabei überheblich zu werden, und außerdem muß endlich die katastrophale Länderspielbilanz gegen die Nordafrikaner aufgebessert werden.    Zwei Spiele, zwei Niederlagen.   An die von 1982 bei der WM in Spanien kann ich mich noch ganz gut erinnern.    Es war das erste Vorrundenspiel, und wurde später noch „repariert“.            Morgen so ein Ergebnis und es heißt Koffer packen.     Wird es aber nicht geben!

Tschüß, bis die Tage

R.A.

 

Hallo zusammen,

5.50 Uhr, etwas stubbst an meiner Hand.  Was ist los?  Dann spüre ich etwas weiches, flauschiges, freudig zappelndes.  Unser Hund kann nicht mehr schlafen, und damit ist nach ihrer Meinung zumindest auch meine Nachtruhe beendet.  Dachte ich, aber in der Küche höre ich schon emsiges Gewusel, und das sanfte röcheln der Kaffeemaschine.   Meiner besseren Häfte hat es also auch „erwischt“.       Doch nachdem sich die Sinne halbwegs geordnet haben, stelle ich erleichtert fest:  ich habe es geschafft!   Der erste WM-freie Tag ist nahezu spurlos an mir vorrüber gegangen.       Ein wenig irritiert nur beim Fernsehprogramm, als anstatt Opdenhövel/ Scholl, und Welke/ Kahn, flimmerten andere „Gestalten“ über den Bildschirm.      War nicht weiter schlimm, denn noch vor der jetzt üblichen Anstoßzeit für die K.o.-Spiele (22.00h), nahm ich mir meine „Auszeit“, um in mich zu gehen ;-), und für die kommenden vier Tage, was die WM betrifft, mental und physisch topfit zu sein.      Darüber hinaus beginnt abr Montag auch noch die „Doppelbelastung“ Vorbereitung Schützenfest, und das Fest himself.              Natürlich kam der Hund, besser, die Hündin,  zu ihrem Recht, und der Tagesplan besteht darin, egal was wir veranstalten, um 16.45 Uhr spätestens „müssen“ wir wieder daheim sein, und das TV-Gerät hat wieder Einsatz, und die Fernbedienung fährt auf den gewohnten WM-Modus zurück.           Gibt es heute Abend die Riesensensation?    Ein Selbstläufer ist die Partie gegen Chile für die Selecao bestimmt nicht.    Ist übrigens ein Südamerikanischer Abend heute.  Im zweiten Spiel stehen sich Kolumbien und Uruguay gegenüber.  Die Partie hat Verlängerungs- und Elfmeterschießenpotenzial.

Tschüß, bis die (wieder geregelten;-) ) Tage

R.A.

Hallo zusammen,

16.05, 17.05 Uhr, keine Dachterasse, kein Campo Bahia, keine Storys aus dem Land.     Keine Liveschalte in die Stadien.        18.00, 21.00, 22.00, 0.00 Uhr kein Anpfiff in Brasilien.  Nichts!   Und jetzt?            Rasen ist gemäht.  Die Fische im Teich zu Orakeln trimmen ist zu zeitaufwendig und wahrscheinlich nicht von Erfolg gekrönt.       Mit dem Hund eine Runde drehen ist ja auch keine Tagesaufgabe, zumal sie sich an die WM bedingten verkürzten Auslaufzeiten bereits gewöhnt hat, und da auch aus dem Rhytmus kommen würde, wenn Herrchen plötzlich in die „Verlängerung“ will.       Früh ins Bett gehen um die verpassten Stunden Schlaf nachzuholen?    Bringt auch nichts.   Wenn das Wetter hält könnte ich ja mal das Unkraut bekämpfen.           Ansonsten tapfer sein, den Tag kriegen wir auch noch ‚rum.       Die Fernbedienung wird sich auch wundern wenn heute mal mehr als zwei Tasten gedrückten werden.        Morgen aber geht alles seinen „gewohnten“ Gang.        Die K.o.-Spiele beginnen. Bis Dienstag Verlängerung und Elfmeterschießen möglich.  Jawoll, jetzt geht’s los!       Perfekt!                Ab Mittwoch beginnen die Vorbereitungen für das Schützenfest.        Was am Freitag dann passiert haben wir ja schon besprochen.

Tschüß, bis die Tage

R.A.

Hallo zusammen,

da kann keiner etwas nachsagen und rumnörgeln.  Keine Absprache, kein Nix.   Auch keine Galavorstellung, aber ein verdientes 1-0 gegen die USA.    Damit ist Deutschland Gruppensieger, und spielt am Montag im Achtelfinale.    Sollte da auch noch ein Sieg gelingen, wird am Freitag um 18.00 Uhr gespielt.      Genau an diesem Tag findet auch der Dorfabend zum Auftakt des Pelkumer Schützenfestes statt.        Da wird dann wohl ein wenig nach hinten geschoben.   Wird schon irgendwie gehen (müssen).          Heftiger wäre es gewesen, wenn die DFB-Elf als Gruppenzweiter weitergekommen wäre, denn dann hätten sie am Samstag um 18.00 Uhr rangemusst.   Um 17.00 Uhr beginnt aber das Vogelschießen.   Da hätten wir ein Problem gehabt.          Also von hier aus auch schon mal ein dickes „Danke“ und „Horrido“ nach Brasilien.      Natürlich muss am Montag auch erstmal gewonnen werden.   So abgeklärt wie die Truppe heute gespielt hat, und wenn dann noch die Tempowechsel im Spiel nach vorne besser klappen, dann winkt das Viertelfinale.    Die USA war aufgrund des Zwischenstandes bei der Partie Portugal – Ghana mit dem Ergebnis zufrieden, und riskierte daher auch nicht allzuviel, so das unsere  Mannschaft alles im Griff hatte.

Tschüß, bis die Tage

R.A.

Hallo heute war der erste Tag wo ich und meine Schule die Hansa Realschule besucht haben. Wir sind Morgens um 8:20 Uhr losgegangen und haben uns den Schulhof der anderen Schuke angeguckt. Viele Schüler von beiden Schulen kannten sich und haben sich sofort gut verstanden. Uns der Haupschule wurde dann das ganze Gelände der Realschule gezeigt. Nachdem wir alles gesehen haben gingen wir gemeinsam zurück zur Hauptschule und wurden um 12:00 Uhr an unserer Schule entlassen und hatten den rest des Tages frei. Am 28.06.2014 wird ein großes Schulfest stattfinden worüber ich auch noch Bloggen werde. 🙂

Hallo zusammen,

der Spielplan für die neue Bundesligasaison geht ja sofort in die Vollen!    Der FC Schalke 04 startet in Hannover, wo in den letzten Jahren nicht so ganz viel zu holen war.    Zum ersten Heimspiel der neuen Saison kommt gleich der Rekordmeister in die Arena und fängt sich sofort die erste Niederlage, damit das nicht gleich von Anfang an wieder langweilig wird.          Am sechsten Spieltag dann das Derby in der Arena.          Alles im September plus Champions League.  Das knallt sofort rein.       Da freuen sich die Vereine, die keine Spieler für die WM abstellen brauchten, denn die werden irgendwann in ein Leistungsloch fallen, sagen zumindest die Experten auf diesem Gebiet.       Aber das lassen wir erstmal ganz weit außen vor.   Wir wissen jetzt auf jeden Fall schon mal, wo ab dem 22. August der Weg lang geht, und eine ganz große Pause vom Fußball gibt es in diesem Jahr auch nicht, denn am 1. August fängt ja die zweite Liga wieder mit einer garantiert spannenden Saison an.                Aber zurück nach Brasilien, da ist nach und nach für den ein oder anderen klangvollen Namen schon Ende der Vorstellung.      Gestern erwischte es Italien.   Zum zweiten Mal hintereinander Aus nach der Vorrunde.         Natürlich war das eine harte Endscheidung mit der roten Karte, aber der Weltmeister von 2006 hat es wohl nicht bemerkt, das Pirlo und Co. auch älter werden, und dann noch das Klima.        Jetzt davon zu reden, das der Schiri schuld am Ausscheiden der Squadra Azurri sei, ist mehr als billig, und klingt aus italienischem Mund ungefähr so wie bei uns zu D- und C-Junioren Zeiten, als wenn wir verloren hatten, auch immer alles dem Schiri in die Schuhe geschoben haben, ohne zu erkennen, das man selbst grottenschlecht war.          Zwei geschossene  Tore in der Gruppenphase sind halt zu wenig, es sei denn man spielt so wie die Griechen, denen zwei Tore reichten im letzten Spiel.                  Das reichte früher den Italienern auch, nur das hieß das Abwehrbollwerk Cattenatio( oder so ähnlich) und war mit Stahlbeton angerührt.        Die Zeiten scheinen ja wohl endgültig vorbei zu sein.            Wen gucken wir uns denn als nächstes Team aus?          Die von der Blatter-Mafia als Gruppenkopf gesetzten Schweizer?        Ein breites Grinsen bis zu den Ohren könnte ich mir nicht verkneifen.            Portugal ist auch noch ein Kandidat.          Wie war das heute Morgen noch?   Ein Journalist trifft auf dem Flughafen Iniesta und Pirlo zusammen und fragt, was sie denn noch hier machten.  Antwort der beiden:  sie warten auf  Ronaldo.       Warum Deutschland nicht zu den Kandidaten zählt?     Weil sie die behelmten Eierwerfer und Burgerschlucker besiegen werden!      Da kann der Klinsmann noch drei Nationalhymnen hinterher singen.

Tschüß, bis die Tage

R.A.

Hallo zusammen,

keine Angst, es geht nicht um die Richtung politischer Gruppen, oder die Lagebeschreibung einer Wohnung in einem Objekt.    Es geht um den Kapitän der deutschen Fußballnationalmannschaft, und dessen Position auf dem Spielfeld.          Seit dem 2-2 gegen Ghana schein ja schon die Panik ausgebrochen zu sein.    Geht jetzt das erste Hick-Hack los, und stört wohlmöglich die angeblich ach so gute Stimmung in der Ferienanlage?        Ich hatte das ja schon geschrieben, und gestern wurde das Thema auch nocheinmal in einer „Expertenrunde“ am Rande einer Sitzung durchgekaut.     Es waren sich alle einig, Lahm gehört nach hinten rechts, also auf die Verteidigerposition.  Da kann der „Kleine“ herummaulen wie er will.                  Aber ich sehe schon wie er sich dann schmollend in eine Ecke verkriecht, beleidigte Leberwurst spielt. und dann auch noch dem „richtigen“ Medienvertreter ein paar Mails zukommen lässt.        Um das alles zu verhindern wird Lahm weiter im Mittelfeld sein Glück versuchen.    Ich möchte nicht in Löw’s Haut stecken, wenn das in die Hose geht.              Wenn mit Boateng nicht alles in trockenen Tüchern sein sollte, dann kann er ja immer noch Benni Höwedes nach rechts verschieben, spielt er ja beim FC Schalke 04 auch hin und wieder mal.               Durm käme dann auf der linken Seite zu seinem WM-Debut.    Irgendwie muß auch Podolski gegen die USA ran.   Ich habe das Gefühl, das wird eine große Nummer, vor allem wenn dann noch im laufe des Spiels Miro Klose dazustößt.          Ein zweites Gijon wird es am Donnerstag nicht geben.      Ich lehne mich jetzt mal weit aus dem  Fenster und tippe auf einen deutlichen Erfolg unserer Jungs.    Also nicht mit einem oder zwei Tore Unterschied.          Einen Sieg der DFB-Truppe haben wir gestern bei der letzten Vorstandsitzung vor unserem Schützenfest auch einstimmig beschlossen.    Denn wenn die Jungs als Gruppenerster weiterkommen, das Achtelfinale auch noch überstehen, dann spielen sie am Freitag, 4.7.  um 18.00 Uhr im Viertelfinale.   Das würde bedeuten ,das der Beginn des traditionellen Dorfabend als Auftakt zum Schützenfest etwas nach hinten geschoben würde.      Das ginge ja noch.   „Schlimmer“ wäre es, wenn die Jungs am Samstag um 18.00 Uhr ran müssten, denn um 17.00 Uhr soll eigentlich planmäßig das Vogelschießen beginnen.      Also ein ähnliches Problem wie seiner Zeit in Paderborn, als das Relegatiosspiel genau in das Schützenfest gefallen wäre.          Paderborn brauchte nicht in die Relegation, das Fest konnte in aller Ruhe gefeiert werden, und so wird es unsere Truppe auch schaffen die Gruppe G als Erster zu beenden.   Fertig ab!

Tschüß, bis die Tage

R.A.

Hallo zusammen,

Finale um den Gruppensieg zwischen Deutschland und den USA!   Beide Seiten sind damit nicht glücklich, und das „schönste“ ischd, äh, ist, beide brauchen nicht gewinnen.  Eine Punkteteilung, und beide sind weiter.   Das riecht…., NEIN!!!   Ein zweites Gijon wie 1982 bei der WM in Spanien zwischen Deutschland und Österreich ist ausgeschlossen.   Die damalige „stumme Absprache“ läßt ab und zu heute noch die Gemüter erhitzen, vor allem die aus Tunesien, die damals die Leidtragenden waren, aufgrund der schlechteren Tordifferenz in der Vorrunde ausschieden.     Aber soweit wird es diesesmal nicht kommen.   Jogi Löe wird sein Team umstellen.   Lahm wird rechts verteidigen, Schweinsteiger spielt dafür im Mittelfeld.   Götze pausiert, dafür kommt Klose, und wenn das noch nicht reicht, dann wird mit Poldi und Schürrle eine ganze Batterie gezündet.    Da bricht sogar Fort Knox zusammen wie ein Kartenhaus.   Um Kraft zu sparen, werden unsere Jungs das Thema bis zum Pausenpfiff erledigt haben.      Soweit die Theorie.   In der Praxis wird das anders aussehen.   Die Viererabwehrkette bleibt so wie sie ist, also mit Boateng.  Dazu kommen noch Schweinsteiger, Mustafi und Durm zur Absicherung ins Mittelfeld.   Klose, Müller und Kroos machen dann die Alleinunterhalter für nach vorne.      Liest sich beides ziemlich gaga, oder?   Ist es auch ,und wird so nicht passieren, wobei ich mir mit Lahm noch nicht so ganz sicher bin, und Khedira, so hat es zumindest den Anschein, mal eine Pause gebrauchen könnte.         Bis Donnerstag wird jetzt wie wild spekuliert, dementiert, und der volle Angriffsfußbal propagiert.          Nach aussen hin, was bleibt ihnen denn auch anderes übrig.            Was ist denn wenn es trotz aller gegenseitigen Bemühungen in der 82. Minute noch unentschieden steht?    Dafür haben sie jetzt drei Tage Zeit darüber nachzudenken, drei Tage, das schaffen Sie schon, hätte Fritz Ekenga( Kabaretist, Spaßvogel und Anhänger der „Anderen“) jetzt gesagt.

Tschüß, bis die Tage

R.A.Volle Offensive 007

Da bin ich wieder! Und ich habe Einiges zu berichten, denn die vergangenen Wochen waren sehr ereignisreich. Denn ich hatte Besuch von meinen Eltern und einem meiner älteren Brüder. Ich muss zugeben, dass mir dies im Vorhinein ein wenig Bauchschmerzen verursachte. Denn ich befürchtete, dass viele der oftmals chaotisch wirkenden, lebhaften ghanaischen Gegebenheiten meine Familie überfordern würde. Im Rückblick war all diese Sorge wirklich unbegründet! Denn Mama, Papa und Flo haben wirklich ein hohes Maß an Anpassungsfähigkeit bewiesen und „jeden Scheiß“ mitgemacht. Ein Lob an dieser Stelle an die Drei!

Da wir uns aus praktikablen Gründen darauf geeinigt haben, uns erst in Nkoranza zu begegnen, waren die Drei in den ersten vier Tagen auf sich allein gestellt. In dieser Zeit habe ich die Sorge kennengelernt, die vermutlich Eltern so oft um ihre Kinder verspüren. Am Abend ihrer Landung in Accra sind meine Lieben nur mit dem Taxi in ein Hostel gefahren worden. Da konnte also meiner Meinung nach nicht allzu viel passieren. Am nächsten Tag hingegen sind die Drei nach Cape Coast aufgebrochen, um dort ihr nächstes Lager aufzuschlagen. Und ausgerechnet an diesem Tag haben sämtliche Vodafone-Dienste versagt, sodass wir uns gegenseitig für einige Stunden nicht erreichen konnten. Ich habe mir tatsächlich Sorgen gemacht, dass irgendwas passiert sein könnte. Wir hatten nämlich ausgemacht, dass ich jeder Zeit angerufen werden kann, wenn Fragen oder Probleme aufkommen. Im Nachhinein war das Ganze echt schon fast lächerlich, aber wenigstens konnte ich somit beweisen, dass diese Eltern-Kind-Sorge durchaus auch andersherum funktioniert.

Mona-Affe in Boabeng-FiemaAls wir endlich in PCC aufeinandertrafen, war die Freude auf beiden Seiten sehr groß. Und wieder gab es meinerseits dieses Gefühl, dass man gar nicht so recht wusste, was man sagen sollte. Dies hielt aber nur sehr kurz an und schon haben wir uns fleißig über das Erlebte und Verpasste ausgetauscht. Den darauffolgenden Tag verbrachten wir in Nkoranza und machten einen Ausflug zum Affenreservat. Wir hatten wirklich großes Glück und haben sehr viele Affen angetroffen und gefüttert. Und diesmal, so fand ich, waren die Affen sogar besonders zutraulich und hatten kaum  Berührungsängste.

 

Am nächsten Morgen brachen wir schon wieder auf, um den Norden Ghanas zu bereisen. Endlich! Denn vorher hatte ich es noch nicht dorthin geschafft. Und wie ich es bereits erzählt bekommen hatte, veränderte sich die Landschaft peu a peu je weiter man in den Norden kam. Die meisten Bäume werden immer kleiner und die Abstände zwischen ihnen größer, und man kann sich sehr gut vorstellen, dass dieser Teil des Landes in der Trockenzeit nicht allzu viel Anbau zulässt. Auch die Bauart der meisten Häuser verändert sich in Richtung Norden recht stark. Die Mehrzahl der Häuser auf dem Land, die wir sahen, waren sehr einfache Lehmhäuser. Die gibt es zwar auch im Rest des Landes hier und da, dennoch hatteAuf dem Weg zum Mole Park ich den Eindruck, dass dies dort die meistverbreitete Bauart ist. Auch das Angebot verschiedener Nahrungsmittel scheint im Norden deutlich begrenzter zu sein. Zumindest kam mir diese Verallgemeinerung in den Sinn, als wir in einem kleineren Städtchen nahe Wa versuchten, Obst und Gemüse zu kaufen, und uns nur mit zwei Zwiebeln begnügen mussten. Kurzum: der Norden ist der ärmste Teil Ghanas, und das konnte man vielerorts sehen.

Unsere erste Etappe im Norden war jedenfalls der Mole National Park. Dies ist wohl der berühmteste und am meisten besuchte Nationalpark Ghanas, was vermutlich daran liegt, dass dort Elefanten leben, die man auch zu Gesicht bekommen kann (anders als im Kakum National Park im Süden, deren Elefanten wohl mehr als schüchtern sind). Und meine Familie und ich hatten großes Glück. Wir haben zuerst eine Safari zu Fuß gemacht, bei der wir neben Warzenschweinen, verschiedenen Antilopen, einem Krokodil und kleinen Äffchen drei Elefanten beim Baden im Wasserloch zusehen konnten. Und obwohl die Elefanten eher träge waren, war dies bereits ein Erlebnis erster Güte. Wie schön es ist, Elefanten in natürlicher Umgebung zu sehen! Das ist ein ganz anderes Gefühl, als sie im Zoo zu bestaunen. Als wir am Vormittag dann noch eine Jeep-Safari machten,  sahen wir dieselben drei Elefanten wieder – diesmal Aller guten Dinge sind dreikamen sie aber gerade aus dem Wasserloch heraus. Zuerst waren sie in einem kleinen Wäldchen, und die Sicht war ein wenig verdeckt. Dann sagte unser Guide jedoch, dass die Elefanten sehr bald aus dem Wäldchen gehen würden, um sich mit Schlamm zu bedecken. Also haben wir uns eine gute Position gesucht und prompt kamen alle drei Elefanten aus dem Gebüsch hervor, um das Prophezeite zu erledigen. Wow, das war imposant! Wir waren richtig nah dran und konnten förmlich ein Fotoshooting mit den Elefanten machen. Das persönliches Highlight meiner ganzen Reise durch Ghana! Außer einem kleinen Angriff auf meine Eltern durch Paviane, die es auf ihre Plätzchen abgesehen hatten, ist in Mole nicht mehr allzu viel passiert (was nach allem Erlebten auch nicht nötig war!).

Weiter ging die Reise nach Wechiau in der Upper West Region. Dort, direkt an der Grenze nach Burkina Faso, gibt es ein Reservat für Nilpferde, das wir alle gerne sehen wollten. Dort bekamen wir die Möglichkeit, in schmalen, schaukelnden Bötchen die im Fluss dösenden Nilpferde zu beobachten. Diese sind nämlich nachtaktiv und verlassen erstGemach, gemach! abends das Wasser, um zu fressen. Auch dieses Erlebnis war sehr spannend, da wir circa neun ausgewachsenen und einem kleineren Nilpferd recht nahe kamen. Für den Geschmack meiner Eltern zu nah, denn ihr Bootsmann war besonders mutig und konnte auf Grund seiner Gehörlosigkeit die Warnungen seiner Kollegen nicht hören. Eine meiner Lieblingsanekdoten dieser Reise!

Mit der Bootsafari endete der Besuch im „Hippo-Sanctuary“ jedoch noch nicht. Auch im Angebot enthalten war die Übernachtung in einem Baumhaus (eher eine kahle Plattform) direkt am Fluss. Dies konnten sich mein Bruder und ich natürlich nicht entgehen lassen, und meine Eltern waren wohl oder übel mit von der Partie. Wir „schliefen“ auf quasi hauchdünnen Matratzen und vom vorerst sternenklaren Himmel trennten uns nur die Moskitonetze. Und hätte es nicht nachts für kurze Zeit geregnet, hätten alle Anwesenden wohl ganz okay geschlafen. Zum Glück blieb der tropische Guss wie aus Eimern aus, sodass wir einigermaßen trocken blieben.

Nach halb durchgemachter Nacht machten wir uns auf den Weg über Wa nach Tumu, was wir als passenden Zwischenstopp auf dem Weg nach Bolgatanga (Upper East Region) ansahen. Die gesamte Strecke hat uns allen sämtliche Kräfte und gute Laune entzogen. Diese Straße war bisher die schlechteste Landstraße, die ich in Ghana (und auch überall sonst, wo ich war) befahren habe. Rund 8 Stunden waren wir insgesamt – mit Umsteigen und Wartezeit in Wa – unterwegs, davon wurden wir gut 6 Stunden durchgeschüttelt. Unterwegs hatten wir noch eine Panne, die zum Glück nach 30 Minuten behoben werden konnte. Und zu guter Letzt fuhr der Fahrer auch noch viel zu schnell  und bremste vor den meisten Schlaglöchern (und daraus bestand die Straße eigentlich nur) viel zu stark und dennoch zu spät, sodass wir mit voller Wucht durchbretterten. Dabei stießen Florian und ich uns mehr als einmal heftig den Kopf. Das war zu viel – dabei bin ich ja schon an so Manches gewöhnt.  Beim Ausstieg waren wir wohl alle sehr kurz davor, den Boden zu küssen.

Die letzten Tage unserer Reise verbrachten wir in Bolgatanga. Von hier aus machten wir einen Ausflug zu den „Tongo Hills and the Tongo HillsTengzug Shrines“. Die Tongo Hills sind eine traumhaft schöne Landschaft voller Felsen aller Größen und Formen. Vielerorts sind diese Felsen zu skurillen Formationen aufgetürmt. Überall sieht man große wie kleine Baobabs (=Affenbrotbäume).  

In diesem Gebiet lebt ein polygam lebender Volksstamm namens Talensi. Besichtigt haben wir den Chief’s Palace (Palast des regionalen Oberhaupts) dieser Menschen, in dem der Chief mit seinen Frauen (ich meine, es waren acht), seinen Kindern (wovon die Söhne auch vier bis sechs Frauen haben) und deren Kindeskindern lebt. Das nenne ich mal eine Großfamilie! Der Palast ist so gar nicht, wie sich viele Leute einen Palast vorstellen. Es ist eher eine Ansammlung vieler kleiner und größerer Hütten, die durch Mauern und zahlreiche Gänge miteinander verbunden sind. Ein echtes Labyrinth! Und überallChief's Palace gibt es kleine und große Opferaltare, auf denen für die Lösung persönlicher Probleme Tiere geopfert werden. Ein besonderers spiritueller Ort der dort ansässigen Talensi ist ein auf einem Felsigen Berg gelegener Schrein (eine weitere, große Opferstätte), zu dem man nur Zutritt erhält, indem man die traditionelle „Kleiderordnung“ einhält. Jeder – egal ob Mann, Frau, Talensi oder Tourist – darf lediglich in einer kurzen Hose den Schrein aufsuchen. Der Oberkörper sowie die Unterschenkel und Füße müssen ausnahmslos unbekleidet sein. Und auch das hat meine liebe Familie mitgemacht!

Auf dem Rückweg von Bolgatanga nach Nkoranza hatten wir noch ein merkwürdiges Erlebnis. Nachdem wir gerade Tamale durchquert hatten, baute ein junger Mann, der neben uns im Bus saß, in aller Seelenruhe ein Sturmgewehr des Typs Kalaschnikow zusammen. Damit bewaffnet saß er den Rest der Fahrt neben uns. Erst waren wir alle erschrocken, und ich war sicherlich nicht der einzige von uns, dem der Gedanke eines Überfalls kam. Diese Erfahrung habe ich auf all meinen Reisen in Ghana noch nicht gemacht. Mit der Zeit dachten wir uns aber, dass der Mann nichts Böses im Schilde führt, sondern zu unserem Schutz dort war. Das wunderte mich, da immer alle sagten, dass es die bewaffneten Überfälle in Ghana seit einigen Jahren nicht mehr gebe. Gestern habe ich jedoch eher zufällig auf den Seiten des Auswärtigen Amtes gelesen, dass genau auf der Strecke in letzter Zeit Überfälle stattfanden. Puh, vielleicht gar nicht schlecht, dass wir davon nichts wussten!

Die restlichen Tage waren nicht sehr ereignisreich, dafür trotzdem sehr schön. Wir haben noch das Zusammensein genossen und den Geburtstag meiner Mutter gefeiert, bevor sich die Drei wieder auf den Rückweg machten. Ich bin sehr froh, dass Papa, Mama und Flo den weiten Weg hierher gemacht haben. Ich weiß, wie schwer es für viele unter euch ist, sich alles Beschriebene (und all die Dinge, die ich gar nicht erwähnen kann) vorzustellen. Es wird sehr schön sein, dass ich in Deutschland Menschen um mich haben werde, die eine ziemlich gute Vorstellung davon haben, was ich in meinem Jahr in Ghana erlebt habe. Ich danke euch für diese schöne Zeit!

Jäger im Wald

A propos Zeit… Meine letzten wenigen Wochen in Nkoranza sind angebrochen. Ich habe mich mittlerweile sehr gut an den Gedanken gewöhnt, bald wieder in Deutschland zu sein. Ich freue mich sehr darauf. Dennoch kommt auch das Gefühl näher, dass ich mich langsam von Ghana und all den lieben Menschen, die ich hier getroffen habe, verabschieden muss. Außerdem möchte ich natürlich meine Arbeit bestmöglich zu Ende bringen. Eine spannende letzte Etappe meines Freiwilligendienstes!

Bis zum nächsten Eintrag,

euer Simon