In der Stadt von Romeo und Julia

Nach nur kurzer Anfahrt wollen wir uns jetzt eine Ruhepause gönnen. Das Alpenpanorama ist jetzt fast ganz zurückgewichen und wir können uns an das flache Land wie zu Hause.

 

Kurz vor VeronaKurz vor Verona

Es war schon etwas schwierig sich in Verona zurechtzufinden. Das Navi konnte keine Straßennamen aufnehmen und die Karte aus Bikeline passte nicht so richtig. Wie durch Zufall standen wir nach einigem kreuz und quer direkt vor unserer Unterkunft. Auf telefonische Anfrage kam keine Rückmeldung und nach einem Beruhigungsgetränk starteten wir den erneuten Versuch, der dann auch erfolgreich war.

Hier empfing uns Damith (gebürtig aus Sri Lanka. Er kannte sich in seinem Job gut und hat sogar mein Englisch verstanden. Er war immer hilfsbereit und gab uns Tipps, wie ich einen vernünftigen Internet-Zugang erhalten konnte.

Das Haus konnte mit Fort Knox konkurrieren, zumindest nach den übergebenen Schlüsseln zu urteilen. Unser Zimmer mit gemeinsamer Badbenutzung durch den Chef befindet sich im 5. Stock über den Dächern von Verona.

Die Dachterrase war für uns wie geschaffen. Hier entsteht jetzt gerade auch der Bericht über unseren Aufenthalt. Die entsprechenden technischen Voraussetzungen wurden durch den Erwerb einer Prepaidkarte und der Kopplung von IPAd und Laptop geschaffen. Mehr Bilder sind auf der Homepage http://werne-unterwegs.de/privat-touren/alpencross-2014/reisetagebuch/woche-2/09-verona einzusehen.

Wir kommen zurück ins Münsterland

Nach einem freundlichen Abschied in Verona, machten wir uns auf die Stadt zu verlassen. Es ist nicht immer ganz einfach den richtigen Weg zu finden, aber dieses Mal hat es gut geklappt, da wir gut vorbereitet waren. Allerdings sind wir heute etwas vom Weg abgewichen, da das ursprüngliche Ziel, das Ende der Via Claudia in Ostiglia nicht so ganz auf der Strecke lag. Allerdings hatten wir kein Kartenmaterial für den Zwischenraum von Verona nach Mantova. Das Internet sollte helfen. Mit Komoot und dem IPAD bei direkter Online-Anbindung hat das auch weitgehend geklappt. Einen Teil der Strecke hatten wir aber kein Netz, so dass unser Wegweiser fehlte und wir auf der Hauptstraße nach den Schildern fuhren. Dies war nicht sehr angenehm, da der Verkehr doch sehr intensiv war. Schließlich haben wir aber auch die Nebenstrecke gefunden und alles war in Ordnung.

Wie im Münsterland

Wenn es nicht so warm wäre und die Vegetation etwas anders aussähe, könnte man sich vorstellen, im Münsterland zu sein. Hier gibt es nur flaches Land begleitende Gräben und landwirtschaftliche Anbauflächen mit unterschiedlichen Gemüsen. Wir fühlen uns schon ziemlich heimisch. Die Strecke war nur ca. 50 Kilometer lang, aber dank der für uns doch ziemliche hohen Temperaturen von fast 30 Grad doch ziemlich anstrengend.

 

In Mantova angekommen, gestaltete sich die Suche nach einem Quartier doch etwas problematisch. Über Internet wollte ich nicht buchen und die Informationen im Reiseführer stimmten nicht so ganz mit dem Datenbestand von booking.com überein. Das Touristik-Büro hatte geschlossen. Zur Überbrückung wollten wir auf dem nebenan liegendenden Marktplatz eine Kleinigkeit essen. Die Speisekarte sah vernünftig aus und es war auch nicht viel Betrieb. Hier wurden wir nach unserer Meinung aber ziemlich über den Tisch gezogen, als wir die Rechnung für unsere Kleinigkeiten erhielten. Das Eis, dass wir uns gönnten, wurde aus der benachbarten Eisdiele besorgt, allerdings mit anderen Behältnissen. Den Service ließ sich das Restaurant doch exclusiv bezahlen (2 Kugeln Eis für 7 €, Rechnungsnachweis wird noch erbracht).

Ein Hotel war uns auf dem Weg aufgefallen und in die nähere Betrachtung gezogen worden. Der Service vom Tourismusbüro war nicht sehr hilfreich, da wir nur eine Liste der möglichen Unterkünftige ohne Kennzeichnung von freien Kapazitäten erhielten. Daher zurück zum Hotel gefragt und gebucht. Die Räder konnten wir in der Garage unterbringen und nach dem Duschen konnten wir die Stadt erkunden.

Die Stadt war uns bisher nicht bekannt. Erstaunlich war, was für Sehenswürdigkeiten hier zu entdecken waren. Auf den folgenden Bildern lässt sich sicher ein Eindruck gewinnen. Wegen unserer hochherrschaftlichen Ausgaben am Mittag haben wir etwas sparen müssen und uns der gewöhnlichen Küche des Münsterlandes zu gewandt. Hier wurden wir für einen Bruchteil satt und konnten gleichzeitig mit heimischen Bier unseren Durst stillen.


Über die Autorin/den Autor:  Als sportliche Rentner sind Jupp (67 Jahre) und Herbert (65) schon seit Jahren mit dem Fahrrad auch auf längeren Strecken unterwegs. Wir haben Spaß daran, durch die Lande zu fahren, fremde Leute kennenzulernen und neue Erfahren zu machen. Alle Beiträge der Autorin/des Autors: